Profilbild von Buecherstoeberecke

Buecherstoeberecke

Lesejury Star
offline

Buecherstoeberecke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherstoeberecke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Im Groben ist „Die Goldputzerin“ ein historischer Liebesroman in modernem Gewand..

Die Goldputzerin
0

Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden. Auf der Leipziger Buchmesse lag es an einem Stand aus und ich habe mich gleich in das Cover verliebt. Wieder Zuhause sah ich dann, dass die ...

Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden. Auf der Leipziger Buchmesse lag es an einem Stand aus und ich habe mich gleich in das Cover verliebt. Wieder Zuhause sah ich dann, dass die dazugehörige Facebook-Seite ein Exemplar des Buches verloste. Und siehe da, ich hatte Glück. Und ihr auch, denn nur deshalb kann ich euch nun dieses wirklich gute, wenn auch etwas schwer zu beschreibende Buch vorstellen.

Inhalt:
Rob hat genug von der modernen Welt! Er will seinen eigenen Staat. Die passende Insel dafür hat er auch schon gefunden, doch die finanziellen Mittel und vor allem die Untertanen fehlen. Gut, dass sich beides kombinieren lässt. Und das viele Menschen einfach zu dumm und einfältig sind.
Rob verspricht ihnen ein schönes Leben fernab der verdorbenen Gesellschaft für nur 100€ pro Person. Schon bald hat er genug Leute zusammen um sein „Projekt“ zu starten.
Nun denn die Schreckensherrschaft kann beginnen…
Doch dann funkt die Liebe dazwischen…

Meine Meinung:
Um es auf den Punkt zu bringen: Im Groben ist „Die Goldputzerin“ ein historischer Liebesroman in modernem Gewand. Aber im Feinen ist dieses Buch so viel mehr.

Rob kommt mit der Gesellschaft einfach nicht klar und möchte sein eigenes Reich haben, auf dem keine Tiere getötet werden und auf dem er sein kann, wer er ist. Schon vor dem Erreichen der eigentlichen Insel, bekommt jeder seinen Untertanen einen neuen Namen. Einen alten deutschen, einen schönen Namen! Sich selbst nennt Rob fortan Ivar. Und dieser Ivar ist ein Monster. Gleich am ersten Tag auf der Insel zeigt er sein Gesicht, indem er einem Mann die Kehle durchschneidet, nur weil dieser ihn fragt, warum Ivar in einem Schloss leben soll und die anderen sich Hütten bauen müssen.
Alles machte zu Beginn den Anschein einer Sekte und so ganz verkehrt war diese Einschätzung auch nicht.
Zu Beginn fiel es mir etwas schwer die Charaktere richtig zu verstehen, da für mich die Eigenschaften dieser sehr durcheinandergewürfelt waren. Dadurch fiel es mir zunächst schwer ihre Handlungen nachzuvollziehen. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass Menschen genauso sind. In vielen Geschichten wird einem gesagt der Charakter ist gut oder böse und nach diesem System handelt er. Manchmal dreht sich das noch ein paar Mal hin und her, aber er ist immer eines von beiden. Bei Ivar und allen Menschen auf der Insel ist es anders. Es ist wahr, wie sie denken. Und es ist auch nachvollziehbar, zumindest wenn man den ersten Schock über die eigentliche Handlung überwunden hat. Jana Barth hilft einem dabei aber ganz gut, indem sie erklärt, warum jemand so handelt.
Charakterlich ist es wirklich ein besonderes Buch, aber nicht nur aufgrund der Charaktere.
Es ist ein Buch über ein hochaktuelles Thema. Ich musste sofort nach den ersten Seiten an die neue Fernsehsendung „Newtopia“ denken – die ich übrigens nicht mag. Aber es hat immer wieder einen Reiz für Menschen der Konsumgesellschaft zu entfliehen.
So eine Gesellschaft hat Jana Barth entworfen, wenn auch auf eine ziemlich grausame Art und Weise. Doch es ändert sich schon bald einiges auf der Insel, denn die Bewohner werden älter und Ivar verliebt sich. Mathilda erinnert sich kaum noch an ihr Leben vor der Insel. Nun ist sie 16 Jahre und Ivar beschließt sie zu heiraten.
An diesem Punkt tat mir Mathilda sehr leid! Hatte sie doch einen Geliebten im Dorf und verabscheute Ivar. Doch schon bald entdeckte ich Wesenszüge an Mathilda, die Ivar ebenfalls besaß.
Was soll man tun, wenn man merkt, man liebt zwei Männer? Und das obwohl der eine ein grausamer Herrscher ist?

Das Buch hat mich von der ersten Seite an mit seiner Idee gefesselt. Der Schreibstil kroch in meinen Kopf und setzte sich dort fest. Schon bald kam ich nicht mehr dazu, von den Seiten aufzublicken. Also habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen und war hinterher ziemlich platt. Und hungrig… Denn das Essen habe ich völlig vergessen. :D
Durch den Perspektivenwechsel unter den verschiedenen Charakteren lernt man nicht nur Ivar und Mathilda kennen, sondern auch ihre Magd Eila, ihren geliebten Richwin und dessen besten Freund Otwin. Man lernt die Geschichte einfach aus jeder Perspektive und mit jeder kleinen Nebenhandlung kennen.
Von Anfang an steuert alles auf ein Ende hin, dass ich so nie, nie, niemals erwartet hätte. Einfach weil es wenig Autoren gibt, die sich das trauen…

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine Bereicherung für jedes Kinderzimmer

Peter Pan
0

Die Geschichte über den Jungen, der nicht erwachsen werden möchte, ist wohl in der Grundidee jedem bekannt.
Peter Pan und das Nimmerland... Die Indianer... Die Piraten... Tinker Bell und die verlorenen ...

Die Geschichte über den Jungen, der nicht erwachsen werden möchte, ist wohl in der Grundidee jedem bekannt.
Peter Pan und das Nimmerland... Die Indianer... Die Piraten... Tinker Bell und die verlorenen Jungs...
Figuren aus meiner Kindheit! Peter Pan zählte zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten und auch heute fasziniert mich der freche Junge noch.
Doch als ich das letzte Mal den Film "Wenn Träume fliegen lernen" mit Johnny Depp gesehen habe, fiel mir auf, ich habe J.M.Barries Geschichte um den fliegenden Jungen nie gelesen. (Toller Film übrigens über die Entstehung des Theaterstücks "Peter Pan")
Als mir dann diese Ausgabe aus dem Bassermann Verlag über den Weg lief, zog sie schnell in mein Regal ein!

Inzwischen habe ich das Buch gelesen und muss sagen, so toll finde ich Peter nun nicht mehr... Vermutlich wäre er nicht das Kind mit dem ich mich anfreunden würde. Da zeigt der Disney Film doch eine liebenswürdigere Seite von ihm.
Im Buch scheint er doch an einigen Stellen zu egoistisch... zu eingebildet... Doch dann ist er wieder lieb und an anderen Stellen so traurig, dass man ihn gerne in die Arme schließen möchte.
Dennoch J.M.Barrie hat eine Geschichte für Groß und Klein geschrieben. Eine Geschichte zum Träumen...
Vom Nimmerland... von Feen... von Tigerlilly... und Meerjungfrauen...

In Kombination mit den Illustrationen von Eric Kincaid wird das Lesen nicht nur eine Erfahrung im Geist... Eric hat dem Buch mit jedem einzelnen Pinselstrich Leben eingehaucht. Besonders angetan hat es mir die Tinker Bell. Die Zeichnung gibt perfekt ihren von J.M.Barrie beschriebenen Charakter wieder: Zart und Frech, Liebenswürdig und zickig, Traurig und Frech. Genauso bei Peter, Wendy und all den anderen Figuren in Barries Geschichte.
Mit vielen kleinen Details führen und Eric Kincaid und J.M.Barrie ins Nimmerland...

Eine Bereicherung für jedes Kinderzimmer!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Liebe... Illusion, Gefühl oder Wissenschaft?

Wolke 7 ist auch nur Nebel
0

Inhalt:
Moya glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick und an das Wunderwerk dieser erst recht nicht.
Sie erklärt sich die Welt mit Hormonen, lustigen Theorien und Verschwörungen, versteckt in Märchengeschichten. ...

Inhalt:
Moya glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick und an das Wunderwerk dieser erst recht nicht.
Sie erklärt sich die Welt mit Hormonen, lustigen Theorien und Verschwörungen, versteckt in Märchengeschichten.
Ihre Freundin Lena hingegen, glaubt an die wahre und richtige Liebe.
Aus einem Scherz heraus meldet sie Moya für einen Love-Test an... Und wünscht sich schon bald, dass sie es nie getan hätte...

Meine Meinung:
Mara Andeck entführt uns mit ihrem gewohnt flüssigem Schreibstil in eine mehr als amüsante Geschichte.

Moya hat mir von der ersten Sekunde an gefallen. Sie ist lustig, intelligent und hübsch. Aber das beste ist ihre Meinung zur Liebe. Sie geht davon aus, diese sei nur eine Erfindung um die Menschheit zu manipulieren.
Einfach herrlich!
Das dies für viel Zündstoff beim Love-Test sorgt, ist natürlich vorprogrammiert.

Das wissenschaftliche Experiment gerät immer weiter außer Kontrolle und bald weiß Moya selbst nicht mehr was sie denken soll...

Mara Andeck schafft es, wie sonst niemand, uns in eine spannende Geschichte zu verwickeln, die zudem mit vielen wissenschaftlichen Aspekten gespickt ist. So ist dieses Buch nicht nur überaus unterhaltsam, sondern auch lehrreich und informativ. Was mir persönlich immer sehr gefällt. Ich will beim Lesen nicht nur stupide unterhalten werden, sondern entweder dabei etwas lernen, egal wie skurril dies erlernte auch ist, oder zumindest mit ganz viel Spannung vom Autoren eingefangen werden. Mara gelingt hier ein Zusammenspiel der beiden richtig dosierten Komponenten.

Auf den letzten Seiten des Buches kann man sogar noch selbst einen Test machen und sich so sofort in jemanden verlieben ;)
Also zumindest theoretisch... Mein Kumpel und ich haben uns darüber nur köstlich amüsiert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden...

Wen küss ich und wenn ja, wie viele?
0

Inhalt:
Mit sechzehn noch ungeküsst?!
Also so geht’s nicht weiter, beschließt Lilia. Und da kommt ihr das Bioreferat zum Thema Balzverhalten im Tierreich sehr gelegen! Denn was sind Menschen schon anderes ...

Inhalt:
Mit sechzehn noch ungeküsst?!
Also so geht’s nicht weiter, beschließt Lilia. Und da kommt ihr das Bioreferat zum Thema Balzverhalten im Tierreich sehr gelegen! Denn was sind Menschen schon anderes als Tiere?
Und erst scheint ihre Theorie auch aufzugehen, doch dann geht plötzlich alles völlig schief… Tja, man sollte auch die Gefühle der anderen „Tiere“ mit einbeziehen…

Meine Meinung:
Mara Andeck hat mit Lilias erstem Tagebuch eine lustige und vor allem auch unterhaltsame Geschichte begonnen. Lilia ist nicht gerade das besonders hübsche Mädchen, das die Jungs gerne ansehen. Sie ist zwar groß, aber sieht leider aus wie eine Bohnenstange. Als dann auch noch die erhoffte Geburtstagsparty zu ihrem 16. nicht stattfindet, steht für sie fest, jetzt muss sich etwas ändern.

Die vielen Anspielungen auf unsere heutige Welt und gerade auf Themen, die für uns Jugendliche heute im Vordergrund stehen, machen einem den Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Man muss sich halt nicht erst in ein neues System rein denken. Auch mal schön. Der lockere Schreibstil und die kleinen Absätze sorgen dafür, dass man sehr schnell vorankommt und ehe man sich versieht, ist auch schon die letzte Seite gelesen.

Besonders gut fand ich den Perspektivenwechsel zwischen Lilia und Tom, ihrem besten Freund aus Kindergartentagen. Denn während für Lilia ihre Liebe zu Jakob im Vordergrund steht, überlegt sich Tom, wie er Lilias „Forschung“ zum Scheitern verurteilen kann. Warum kann sich hier wohl jeder denken. Nur Lilia versteht wirklich nichts… Was sie fast schon wieder süß macht. :D

Auf jeden Fall ist „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?!“ nicht nur ein Buch mit einem sehr amüsanten Titel. Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, aber auch irgendwie über das Erwachsen werden. Für mich ist es einfach eine tolle Liebesgeschichte, die ihr Ende noch nicht gefunden hat.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Es gibt keine Happy Ends...

Die Dreizehnte Fee
0

Sie ist erwacht und sie will Rache! Doch mehr als alles andere sehnt sie sich nach der Liebe, doch kann es für die böse Königin ein Happy End geben?
Nein, denn es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie!


Selten ...

Sie ist erwacht und sie will Rache! Doch mehr als alles andere sehnt sie sich nach der Liebe, doch kann es für die böse Königin ein Happy End geben?
Nein, denn es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie!


Selten habe ich auf so wenigen Seiten so viel Gefühl erlebt!
Julia Adrian entführt uns in eine außergewöhnliche Märchenwelt aus Sicht der bösen Königin. Die dreizehnte Fee ist der Inbegriff des Bösen… gewesen. Denn seit sie aus ihrem Dornröschen Schlaf erwachte, scheint ihre Magie verschwunden. Dabei wünschte sie sich doch nichts anderes als Liebe.
Es hilft ihr auch nicht wirklich, mit einem Hexenjäger durch die Gegend zu ziehen, der nur darauf wartet ihr den Kopf von den Schultern zu schlagen. Und doch hilft er ihr auf ihrem Rachefeldzug gegen ihre Schwestern, die sie verraten haben.
Schon bald findet sich die wohl grausamste Figur der Märchenwelt mit echten Gefühlen konfrontiert und ahnt noch nicht, dass eben diese ihr zum Verhängnis werden sollen.

Jedes Kind liebt Märchen! Die Geschichten von Dornröschen, Schneewittchen und Aschenputtel verzaubern jedes kleine Mädchen. Doch hinter die Beweggründe der Bösen will niemand schauen. Julia Adrian führt uns nun mitten hinein in diese Beweggründe und zeigt so, dass jede böse Handlung eine Vorgeschichte hat. Vielleicht war der böse Widersacher früher gar nicht böse, sondern wurde zu etwas Bösem gemacht.

Ich habe die Buchstaben nur so aufgesaugt. Das Julia Adrian mir literarisch bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist, war grausam! Ihr Schreibstil hat sich den Weg mitten in mein Herz gebahnt.
Und zum Ende hin war ich sehr traurig, dass es nur so wenig Seiten waren, an denen ich mich erfreuen konnte.

Ich brauche ganz dringend Band 2! Solange denke ich mir weiter einen Namen für den Hexenjäger aus. Ich mag es nicht, wenn Leute keinen Namen haben, außer ihrem Beruf. Er hatte Eltern, also muss er auch einen Namen haben! :D