Ein kurzweiliges Lesevergnügen nicht nur für Teenie-Mütter und Zeltfreunde
Liebe ist schön, von einfach war nie die RedeEvi freut sich, sie erwartet ein größeres Erbe ihrer Großtante, welches ihr die Erfüllung einiger Wünsche und ein finanziell sorgenfreies Leben ermöglicht. Die Sache hat nur einen Haken. Um an das Erbe ...
Evi freut sich, sie erwartet ein größeres Erbe ihrer Großtante, welches ihr die Erfüllung einiger Wünsche und ein finanziell sorgenfreies Leben ermöglicht. Die Sache hat nur einen Haken. Um an das Erbe zu gelangen, muss Evi mit ihrer 14jährigen Tochter drei Wochen zelten gehen. Was sich nach einer machbaren Aufgabe anhört, mündet schnell in ein chaotisch-liebenswertes Ferienabenteuer, welches Mutter und Tochter so schnell nicht vergessen werden.
Sandra Poppe schreibt witzig und locker, so dass das Buch leider viel zu schnell ausgelesen ist. Jedes Kapitel hat eine lustige Überschrift und eine kurze Wetterbeschreibung, welche ja für einen gelungenen Zelturlaub nicht unwichtig ist. Besonders gut haben mir die witzigen Dialoge gefallen, sei es mit Evis Vater, einem rüstigen Rentner, oder der Tochter im Teenageralter, mit der es öfter auch mal gehörig kracht.
Evi ist eine Frau in den 40ern, alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Zelturlaub auf einem naturnahen Campingplatz auf Rügen verbringt. Nach der Trennung von ihrem Mann wirkt sie verunsichert, in ihren Alltagsverpflichtungen gefangen und unzufrieden. Es ist schön mitzuerleben, wie sie während des Zelturlaubs immer wieder über sich hinauswächst, sich Dinge zutraut und offen ist für neue Erfahrungen.
Gut gefallen haben mir auch die alltäglichen Probleme und Diskussionen mit ihrer Tochter Helena – hier kann sich jede Mutter eines Pubertiers wiederfinden und oft herzlich mitlachen. Ganz nach dem Motto „schön, dass es nicht nur mir so geht“.
Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen. Die Kandidaten, die Evi während ihres Urlaubs trifft könnten unterschiedlicher nicht sein: Hendrik, der mit seinen Zwillingen im Nachbarzelt wohnt, Stefan, der nachts volltrunken in Evis Vorzelt landet oder Ronny, der sich hauptsächlich für seinen Traktor interessiert. Ob hier ein geeigneter Mann für Evi dabei ist? Auf jeden Fall hat es viel Spaß gemacht, Evi bei ihren Erfahrungen mit der Männerwelt zu begleiten, auch wenn es nicht immer nur lustig für sie war.
Der Roman wartet mit vielen liebenswerten, teils verschrobenen Charakteren auf, die alle ihren Platz in der Geschichte finden und den Roman bunt und lebendig gestalten. Sei es die ruppige Campingplatzbesitzerin, der Peter-Lustig-gleiche Camper oder der Esoterik-Club, der versucht, Evi in die Geheimnisse des Übersinnlichen einzuführen. So wurde die Geschichte nie langweilig und es gab viel zu lachen.
Fazit:
„Liebe ist schön von einfach war nie die Rede“ ist ein lustiger, leichter Roman für zwischendurch, der Lust auf Urlaub auf der schönen Insel Rügen macht. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und kann den Roman als perfekte Urlaubslektüre empfehlen.