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Veröffentlicht am 20.11.2022

Drastisch

Wintersterben
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Eine sehr drastische, aber auch unwahrscheinliche Geschichte, in die Valeria Ravelli von Interpol und ihr Kollege Colin Bain hineingezogen bzw. geschickt werden. Es geht um einen tot und schon mumifiziert ...

Eine sehr drastische, aber auch unwahrscheinliche Geschichte, in die Valeria Ravelli von Interpol und ihr Kollege Colin Bain hineingezogen bzw. geschickt werden. Es geht um einen tot und schon mumifiziert aufgefundenen ehemaligen BKA Mann, der sich zuletzt wohl auf die Spur verschollener Menschen begeben hatte. Und um ein unheimliches, abgeschiedenes Dorf, nicht nur am A…. Der Welt, sondern auch hinter einer Mauer des Schweigens. Man teilt sich auf und geht verschiedenen Spuren nach, denen die Leserschaft dann in wechselnden Erzählungen aus Sicht von Valeria und Colin folgen kann. Und in deren Folge sich eine merkwürdige bis haarsträubende Situation nach der anderen ereignet, sich Valeria und Colin abwechselnd in Gefahr begeben und sich eine geradezu unglaubliche Geschichte entwickelt, in der einer in Machtfunktion und mit mächtigen Freunden alle Fäden zu ziehen scheint. Der Erzählstil ist gut, flüssig und mit bildhafter Sprache. Die Spannung kommt nicht zu kurz. Die Protagonisten kommen sympathisch herüber, wenngleich ab und an etwas verpeilt. Die Geschichte ist gut konstruiert, aber eben auch so, in ihrer Endkonsequenz, eher unglaubwürdig. Bei der wirklich sehr guten Schreibe und dem guten Aufbau der einzelnen Szenen stören dann doch solche Kleinigkeiten wie diese: Valeria verlässt die Pension und leiht sich einen Schirm, weil es regnet. Sie befragt mögliche Zeugen in deren Heim. Beim Verlassen des letzten, nur wenige Zeit und Seiten später, leiht sie sich einen Schirm, weil es regnet. ??? Wo ist der andere Schirm? Fazit: Eine gut konstruierte, gut geschriebene, eher unwahrscheinliche Geschichte, aber durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Merkwürdig

Bloody Mary - Das Erwachen des Bösen
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Eine merkwürdige Geschichte um zwei Freundinnen, die mehr oder minder in den Tag hinein leben und etlichen verschwundenen Frauen, die alle so aussehen wie eine der Freundinnnen. Macht sie das zum nächsten ...

Eine merkwürdige Geschichte um zwei Freundinnen, die mehr oder minder in den Tag hinein leben und etlichen verschwundenen Frauen, die alle so aussehen wie eine der Freundinnnen. Macht sie das zum nächsten Opfer? Nachdem sie zunächst alle Spekulationen zu den Frauen ins Reich der Phantastereien verbannt hat, beschleicht sie dann doch das Gefühl der Bedrohung, die realer ist, als sie denkt. Eine Kurzgeschichte, die merkwürdig emotionslos und ein wenig uninspiriert daher kommt und keinen wirklichen Abschluss hat.

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Veröffentlicht am 30.08.2022

Überzeichnet

Dog Donator
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Eine völlig überforderte Polizei im Falle des Dog Donators, der die Haustiere von bekannten, superreichen Personen auf Sylt entführt und Lösegeld in Form von Spenden an Umweltorganisationen verlangt. Es ...

Eine völlig überforderte Polizei im Falle des Dog Donators, der die Haustiere von bekannten, superreichen Personen auf Sylt entführt und Lösegeld in Form von Spenden an Umweltorganisationen verlangt. Es bleibt nicht bei diesen entführten Kleintieren,, es kommt weit schlimmer. In diesem Szenario spielen eine Menge Menschen mit, die mehr oder minder mit diesen Fällen zu tun haben. Die Reichen werden dabei als überaus korrupt, machtgierig, verkommen dargestellt. Alle anderen wirken leicht bis komplett daneben oder sogar total durchgeknallt. am Schluss ein langes Plädoyer gegen Ausbeutung und Konzerngier, gegen Kapitalismus, und Globalisierung, für Menschenrechte und eine friedliche marktwirtschaftliche Revolution bzw. sozial-ökologische Utopie. Bei allem Verständnis für das, was der Autor möglicherweise mit seinem Buch ausdrücken oder anstoßen wollte: Die Figuren sind zu überzeichnet, das Schwarz-Weiß-Malen viel zu dominant, die "Moral" von der Geschichte zu sehr aufgedrückt. Dadurch wird das möglicherweise eigentliche Ansinnen konterkariert.

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Veröffentlicht am 08.06.2022

Ein wenig irritierend

Nebelopfer
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Ein merkwürdiger Fall, in dem Frida und Bjarne da ermitteln müssen. Da werden nacheinander drei Männer ermordet, die vermeintliche Schuldgeständnisse mittels Pappschild um den Hals hängen haben, nach denen ...

Ein merkwürdiger Fall, in dem Frida und Bjarne da ermitteln müssen. Da werden nacheinander drei Männer ermordet, die vermeintliche Schuldgeständnisse mittels Pappschild um den Hals hängen haben, nach denen sie 15 Jahre zuvor falsche Zeugenaussagen abgelegt haben, wodurch ein Mann wegen Dreifachmordes zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde. Ein Fehlurteil aufgrund fehlerhafter Ermittlungen? Weder die Ermittler von damals noch die heutigen Vorgesetzten glauben daran und wollen den alten Fall nicht neu aufgerollt sehen. Die weiteren Ermittlungen, in denen Bjarne ins Visier des Mörders und in höchste Gefahr gerät, weisen aber zunehmend darauf hin, dass doch alles anders ist, als es den Anschein hat. Eine gelungen konstruierte Geschichte, die zahlreiche Wendungen aufweist und zum Schluss noch einmal etwas an Dynamik aufnimmt. Sie ist durch den Schreibstil, die Szenenwechsel und eingestreuten privaten Malaisen spannend und unterhaltend gehalten. Allerdings sind einige Motivlagen nicht ganz schlüssig oder sogar wenig glaubhaft. Um nicht zu spoilern wird hier nicht darauf eingegangen. Auch wenn man dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen hat und ein Lesevergnügen nicht abzusprechen ist, ist man am Schluss ein wenig irritiert.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Erschreckendes Szenario

Liquid
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Eine abenteuerliche Geschichte, in der es vordergründig um die Abschaffung des Bargeldes geht - ein Thema, das nicht neu ist - in Wirklichkeit aber um die völlige Kontrolle aller Menschen mittels liquidem ...

Eine abenteuerliche Geschichte, in der es vordergründig um die Abschaffung des Bargeldes geht - ein Thema, das nicht neu ist - in Wirklichkeit aber um die völlige Kontrolle aller Menschen mittels liquidem Chip, der die Kommunikation über deren Willen und Wollen hinweg übernimmt und ihm in Folge die Selbstbestimmung raubt. Dieser „Chip“ wird einfach via Impfung verabreicht und dafür, dass sich alle impfen lassen, dazu gibt es ganz konkrete Umsetzungspläne. Was erst einmal wie Utopie klingt, das Buch „spielt“ 2029, stellt sich bald als gar nicht so unwahrscheinlich heraus. Das Szenario wirkt plötzlich erschreckend realitätsnah und ruft Beklommenheit hervor. Die Geschichte ist flott und spannend erzählt. Die Sprache fast bildhaft schön. Man kann sich in einzelnen Kapiteln förmlich verlieren. Aber: Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist bedenklich, gerade wo es um Diskussionen wie Impfpflicht geht und die Verschwörungstheorien der Impfgegner Hochkonjunktur haben. Und mit Unbehagen fragt man sich: Was wurde uns da eigentlich verimpft? Gegen Corona hilft es ja augenscheinlich nicht. Auf die eingestreute Liebesgeschichte hätte man verzichten können, weil viel zu aufgesetzt.

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