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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2022

Die Erfolgsserie geht weiter

Die Wölfe vor den Toren
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Darum geht es:

Wir schreiben das Jahr 1418. Es ist Winter in Freiburg. Dieses Jahr ist der Winter ganz besonders hart. Lebensmittel sind knapp. Die Menschen hungern, genau wie die Tiere. Vor den Stadttoren ...

Darum geht es:

Wir schreiben das Jahr 1418. Es ist Winter in Freiburg. Dieses Jahr ist der Winter ganz besonders hart. Lebensmittel sind knapp. Die Menschen hungern, genau wie die Tiere. Vor den Stadttoren heulen die Wölfe. Als eines Morgens im Nachbardorf die Leiche eines kleinen Jungen entdeckt wird, ist die Aufregung groß. Wer hat die Leiche nur so zugerichtet. Der Stadtarzt bestätigt, dass das Kind von Wölfen zerfetzt wurde. Nun wird das Rudel gejagt und ausgerottet. Doch die Wölfe scheinen es nicht gewesen zu sein, denn kurz nachdem das Wolfsrudel ausgerottet ist, wird die Leiche der Heilerin Mia gefunden. Auch sie ist grausam zugerichtet. Als wenn sie von Wölfen totgebissen wurde. Nur die können es ja nicht mehr gewesen sein. Wer ist also dann der Mörder? Ein Werwolf? So jedenfalls vermutet man. Doch Serafina und Adalbert haben da so ihre Zweifel, dass da ein Werwolf sein Unwesen treibt und vermuten dahinter eher eine menschliche Bestie. Und damit sind sie nicht alleine. Doch beweisen können die beiden es nicht, denn die Menschen schweigen.

Meine Meinung:

„Die Wölfe vor den Toren“ ist der inzwischen 6. Band der Reihe um Serafina (eine ehemalige Begine und Armenapothekerin) und ihren Mann, den Stadtarzt Adalbert Achaz. Man kann aber auch ohne größere Probleme hier in die Geschichte einsteigen. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt notwendig. Obwohl ich die anderen Bände natürlich nur empfehlen kann.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man kommt zügig voran.

Mein Fazit:
Ein sehr gut recherchierter und spannender historischer Krimi der zwar ohne viel Brutalität, nicht aber ohne viel Spannung daherkommt. Ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen und vergebe hier 5 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2022

Wieder ein wundervolles Buch aus der Feder von Astrid Fritz

Das Siechenhaus
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Darum geht es:
Wir treffen Serafina und Adalbert wieder.
Die Lepra geht um in Freiburg. Deshalb wurde vor den Stadttoren eine Siechenhaus errichtet. Dorthin wurden die Lepra-Kranken gebracht. Niemand wollte ...

Darum geht es:
Wir treffen Serafina und Adalbert wieder.
Die Lepra geht um in Freiburg. Deshalb wurde vor den Stadttoren eine Siechenhaus errichtet. Dorthin wurden die Lepra-Kranken gebracht. Niemand wollte mit den Infizierten zu tun haben. Zu groß war die Angst vor der Ansteckung mit der tödlichen Seuche.

Als eines Tages der Bäckermeister Kannegießer ins Siechenhaus verbannt wird, packt Schwester Serafina das Mitleid und sie beschließt, ihm zu helfen. Hat doch Bäcker Kannegießer schon seit Langem die Schwestern unterstützt. Nun wurde bei dem Bäckermeister ein Hautausschlag festgestellt und sofort erkannt, dass nur die Lepra dahinterstecken kann. Doch Serafina sieht das anders. Lepra sieht irgendwie anders aus. War das hier wohlmöglich nur eine Kontaktallergie? Serafina bitte darum, den Bäcker nochmals anzusehen. Doch ihr Ersuchen wir sofort strikt abgelehnt. Und so bitte sie Adalbert Achaz, den ihr bekannten Arzt, sich doch noch einmal des Bäckermeisters anzunehmen. Mit schwerwiegenden Folgen. Denn kaum Achaz den Bäckermeister angeschaut, wird er niedergeschlagen. Aber warum? Wie kann Serafina dem Bäcker nur helfen? Kann sie in der Kürze der Zeit herausfinden, was hinter all dem steckt?

Meine Meinung:

"Das Siechenhaus" ist der dritte Band um die kluge Serafina. Man muss aber nicht unbedingt die Vorgängerbände kennen, um diese Geschichte lesen zu können.

Der Schreibstil ist wohnt leicht und flüssig. Es lässt sich angenehm und zügig lesen.
Auch dieser Roman wurde toll recherchiert so dass man ganz „nebenbei“ noch das ein oder andere Geschichtliche lernen kann.

Mein Fazit:
Davon will man mehr und man freut sich auf den nächsten Teil. Mein absolute Leseempfehlung für kurzweiliges, historisches Lesevergnügen. Von mir gibt es hier 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Toller Reihenauftakt

Das Aschenkreuz
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Darum geht es:

Wir schreiben das Jahr 1415. Serafina, eine kluge aber schon etwas ältere Frau, tritt im Frühjahr ins Beginenhaus in Freiburg ein. Die Beginen kümmern sich – wie früher üblich – um die ...

Darum geht es:

Wir schreiben das Jahr 1415. Serafina, eine kluge aber schon etwas ältere Frau, tritt im Frühjahr ins Beginenhaus in Freiburg ein. Die Beginen kümmern sich – wie früher üblich – um die Armen und Kranken. Serafina findet sich schnell zurecht in ihrer neuen Aufgaben.
Aber da ist auch noch Adalbert Achaz, der Stadtarzt. Ihm begegnet Serafina nicht zum ersten Mal. Adalbert kennt Serafinas dunkles Geheimnis. Denn Serafina war nicht immer eine Begine. Bevor sie ins Schwesternhaus eingetreten ist, hat sie jahrelang in einem Hurenhaus gewohnt.

Eine Sache lässt Serafina allerdings keine Ruhe. Und das ist nicht Achaz, obwohl es bei ihren Zusammentreffen immer wieder knistert. Ihr kommt der Selbstmord eines Kaufmannssohnes spanisch vor. Sie zweifelt daran, dass es Selbstmord war. Und es soll nicht bei diesem einen Toten bleiben. Eine weitere Leiche wird gefunden. Und auch dieser Tote hat ein Aschenkreuz auf der Stirn. Das kann doch kein Zufall sein. Serafina beginnt Fragen zu stellen. Und gemeinsam mit Achaz fängt sie an, nach dem Mörder zu suchen.

Meine Meinung:
„Das Aschenkreuz“ ist der erste Fall für Serafina und Adalbert. Es geht gleich spannend los und wir sind direkt mittendrin in dem Fall. Man wird hier immer wieder zum miträtseln animiert. Und wenn man denkt, jetzt hat man den Übeltäter wendet sich das Blatt.
Serafina ist für ihre Zeit eine recht kecke Person. Sie steht schon zu der Zeit „ihren Mann“ und sagt ihre Meinung. Dass das nicht jedem im mittelalterlichen Freiburg gefällt, kann man sich denken. Und so bekommt man auch einen tollen und gut recherchierten Einblick in das Leben in Mittelalter und die damalige Rollenverteilung.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, so dass man die 288 Seiten gut lesen kann.

Besonders gut hat mir gefallen, dass am Ende des Buches viele Begriffe sehr gut erklärt wurden. So musste man nicht erst lange suchen wenn etwas unklar war, sondern konnte einfach schnell mal nachschlagen.

Mein Fazit:
„Das Aschenkreuz“ ist der Auftakt einer Reihe, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich würde sie definitiv weiterempfehlen. Von mir gibt es hier satte 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

"Dröge" Geschichte wundervoll verpackt

Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
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Darum geht es:
Kriegsende im Mai 1945. Berlin ist ausgebombt. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Überall Trümmer und Schutt. Der Krieg ist zwar zu Ende, aber die Menschen müssen weiter um ihr Überleben ...

Darum geht es:
Kriegsende im Mai 1945. Berlin ist ausgebombt. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Überall Trümmer und Schutt. Der Krieg ist zwar zu Ende, aber die Menschen müssen weiter um ihr Überleben kämpfen. Die Zerstörung hat auch vor dem Kaufhaus Thalheim mitten am Kurfürstendamm nicht halt gemacht. Wie soll es nur weitergehen. Das fragen sich die Thalheim-Schwestern Rieke, Silvie und Florentine. Gibt es eine Zukunft für das Kaufhaus? Kann es wieder aufgebaut werden? Werden die Menschen in der Situation einen Blick für Mode haben? Aber es gibt dringendere Probleme zu lösen. Die Schwestern Thalheim müssen den Neuanfang alleine wagen. Ihr Bruder Oskar ist verschollen, der Vater (und Gründer des Kaufhauses Thalheim) ist inhaftiert. Um überhaupt eine Chance zu haben, betätigen sich die Schwestern zunächst als Trümmerfrauen und helfen dabei, Berlin wieder aufzubauen. Der Weg ist schwer und steinig. Doch sie geben ihren Traum nicht auf, Farbe ins triste Nachkriegsberlin zu bringen. Doch wie so vieles im Leben … Sonne und Regen, die wechseln sich ab. Auf Erfolg folgt Niederlage und umgekehrt. Zudem kommt ein dunkles Geheimnis auf die Sonne, welches die Familie schwer belastet.

Meine Meinung:
„Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus“ ist der erste Band einer großen 50er Jahre-Trilogie. Wir erleben und begleiten das Leben der Familie Thalheim zwischen 1945 und 1951.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Sehr angenehm zu lesen. Man kommt schnell voran. Das Buch ist sehr gut recherchiert. Man taucht komplett in das zerstörte Berlin in den Nachkriegsjahren und die Sorgen und Nöte der Bevölkerung damals ein. Man erlebt die harte Arbeit der Trümmerfrauen, als ob man danebensteht. Sehr bewegend und beeindruckend.

In diesem Band liegt der Fokus auf Rieke Thalheim, der ältesten Tochter der Familie Thalheim und ihrem Versuch. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Man hat sofort zu jedem ein Bild im Kopf und leidet mit.

Mein Fazit:
Ich habe diesen ersten Band der Trilogie sehr genossen. Dröge Geschichte wundervoll und lebendig verpackt. Ich freue mich auf den nächsten Band. Von mir eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe hier 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Zurück im Kaufhaus Thalheim

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Zurück im Kaufhaus Thalheim

Darum geht es:
Ein paar Jahre sind vergangen, seit wir die Schwestern Thalheim zum ersten Mal im zerbombten Berlin begleitet haben. In zwischen leitet Rike Thalheim das Modekaufhaus. ...

Zurück im Kaufhaus Thalheim

Darum geht es:
Ein paar Jahre sind vergangen, seit wir die Schwestern Thalheim zum ersten Mal im zerbombten Berlin begleitet haben. In zwischen leitet Rike Thalheim das Modekaufhaus. Silvie, die mittlere der Thalheim-Schwestern hat da eine ganz andere Karriere im Kopf. Statt Mode und Stoffe, Petticoats und Nylonstrümpfe, kurzum statt Kaufhaus will sie lieber ihr eigenes Leben leben. Am liebsten als Rundfunkredakteurin beim RIAS. Sprecherin beim Radiosender … das ist ihr Traum.
Inzwischen ist der verschollene Bruder Oskar wieder zurück und Vater Fritz würde es soooo gerne sehen, wenn Oskar das Unternehmen leiten würde und dem Kaufhaus zu ganz großem Glanz verhilft. Doch Oskar interessiert sich lieber für schnelle Autos und Alkohol. Er ist schwer traumatisiert. Klar, dass Rike das nicht unbedingt passt.
Diese Zwistigkeiten bekommt natürlich auch die Konkurrenz mit und versucht, dazwischen zu grätschen. Das bringt das Kaufhaus gehörig in finanzielle Schwierigkeiten und letztlich müssen alle an einem Strang ziehen, um das Kaufhaus Thalheim aus seiner Schieflage zu befreien und zu retten. Doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu.

Meine Meinung:
„Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Jahre“ ist der zweite Teil der Trilogie. Er schließt nahtlos an den ersten Teil an und man ist direkt wieder mittendrin im Geschehen.
Haben wir im ersten Teil die Geschichte von Rike erlebt, steht hier die Geschichte von Silvie im Vordergrund. Hat sie zunächst den Traum, Karriere beim Radio zu machen, so ist sie doch da, als das Kaufhaus - und damit alles, was die Familie Thalheim eigentlich ausmacht – auf der Kippe steht.

Der Schreibstil ist auch hier leicht und flüssig. Das Buch lässt sich angenehm lesen. Man kommt zügig voran. Auch dieser Teil ist super recherchiert. Man erlebt das Wirtschaftswunder mit allen Höhen und Tiefen. Man leidet mit den Thalheims. Vor allem mit Silvie, die zwischen „Himmelhoch jauchzend“ (ihre erfolgreiche Radiosendung) und „zu Tode betrübt“ (ihr Liebeskummer) hin und hergeworfen wird. Silvie entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit.

Fazit:
Eine wundervolle Fortsetzung der Geschichte der Familie Thalheim, die mich sehr beeindruckt hat. Ich freue mich auf den dritten Teil und damit auf Florentines Geschichte. Auch hier gebe ich 5 Sterne. Ich kann die Reihe nur weiterempfehlen.

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