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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2022

DNF bei 15%

Wozu das alles?
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Mmmh, hiervon habe ich mir mehr erhofft. Ich denke dieses Buch ist besonders für tatsächlich Sinnsuchende weitaus relevanter als für mich, da der Autor unentwegt von einer Sinnkrise des Lesenden ausgeht. ...

Mmmh, hiervon habe ich mir mehr erhofft. Ich denke dieses Buch ist besonders für tatsächlich Sinnsuchende weitaus relevanter als für mich, da der Autor unentwegt von einer Sinnkrise des Lesenden ausgeht. Ich befinde mich aber gar nicht in einer Sinnkrise, und fühle mich daher wenig angesprochen.

Darüber hinaus hätte das Buch meines Erachtens nach von einem stärkeren Editierprozess profitiert, da es sehr in die Länge gezogen ist, innerhalb der ersten 15% ging es bis jetzt nur darum dass der Mensch unentwegt auf der Suche nach Sinn ist, und seine eigene Mortalität ihm dabei im Weg ist.

Wer längere Untersuchungen zu philosophischen Grundgedanken mag, und wer gerne eine recht einfach geschriebene und angenehme Einführung in eine der Grundfragen der Philosophie (mit großen Schwenken in verschiedene Richtungen der Philosophie) lesen möchte, der ist hier auf jeden Fall richtig. Für mich war es etwas zu unstrukturiert um mich zu packen.

Veröffentlicht am 30.04.2022

Wichtig und prophetisch, aber nicht unbedingt ein Lesevergnügen

Der Tag des Opritschniks
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Dieses Buch erschien im russischen Original bereits 2006 und kann daher durchaus aus heutiger Sicht als prophetisch betrachtet werden.

2027 in einer Cyberpunkwelt hat sich Russland vollständig vom Westen ...

Dieses Buch erschien im russischen Original bereits 2006 und kann daher durchaus aus heutiger Sicht als prophetisch betrachtet werden.

2027 in einer Cyberpunkwelt hat sich Russland vollständig vom Westen abgewandt - es herrscht eine brutale Diktatur, die besonders gegen die Intelligentsia hart vorgeht.

Der Hauptcharakter gehört zu einer Art Schutzstaffel, welche die Aufträge des Diktators ausführen - sei es Kritiker umzubringen oder Propagandamaterial zu sichten bevor es an die Bevölkerung getragen wird. Dabei zeigt der Hauptcharakter einen besonderen Patriotismus, der schon ins Quasi-Romantische abdriftet. Dies wird stilistisch durch die Verwendung von pro-Russischen (für den Leser satirischen) Gedichten und Liedern untermalt.

Vom Schreibstil könnte dieses Buch besonders für Fans von Günter Grass lohnenswert sein, inhaltlich erinnert es mich eher an Uhrwerk Orange. Leider konnte mich der Stil nicht recht überzeugen, durch die Kritiklosigkeit liest es sich wie ein Loblied, das mich dann spätestens nach 50 Seiten langweilte.

Aufgrund der kulturellen Bedeutung gibt es von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.04.2022

Süßer, simpler Sommerroman

Café Meerblick
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Café Meerblick ist ein süßer Sommerroman für Fans der Nordseeinseln, insbesondere Norderney - denn dort spielt das Buch und es gibt viele Anspielungen auf tatsächlich existierende Orte und Restaurants ...

Café Meerblick ist ein süßer Sommerroman für Fans der Nordseeinseln, insbesondere Norderney - denn dort spielt das Buch und es gibt viele Anspielungen auf tatsächlich existierende Orte und Restaurants die das Buch spicken.

Insgesamt war es ein angenehmes Leseerlebnis, es lässt sich - typisch Strandlektüre - sehr einfach und schnell lesen und dient dabei hauptsächlich der Entspannung. Es macht dabei wirklich gute Laune und Lust auf Urlaub, beziehungsweise auf einen romantischen Neustart auf einer Nordseeinsel.

Besonders gefallen haben mir die Frauenbeziehungen im Roman, weitaus mehr als die eigentliche Liebesgeschichte. Ich hatte das Gefühl dass hier viel stärkerer Fokus aufs Zwischenmenschliche und auf die Chemie zwischen den Charakteren war. Von mir aus hätte es tatsächlich gut gepasst wenn die Liebesgeschichte sich zwischen zwei Frauen entwickelt hätte, aber das ist für dieses Genre vermutlich etwas zu viel verlangt.

Leider war der Schreibstil sehr deskriptiv, sehr beschreibend, und lies daher wenig Platz für die Fantasie des Lesers. Manchmal wäre zeigen hier besser gewesen als erzählen. Wie oben bereits erwähnt fühlte sich die Liebesgeschichte und der Konflikt auch recht konstruiert an, es war wenig Chemie zwischen den Charakteren - eher eine Liebe auf den Ersten Blick-Geschichte.

Alles in allem ein nettes Buch für die Strandlektüre, nicht mehr und nicht weniger. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Dirty Berlin

Berlin Heat
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Berlin Heat liest sich wie ein Actionfilm, ständig passiert etwas, der Protagonist hetzt von Station zu Station - die Situation eskaliert dabei zusehends bis es am Ende zu einer Art Auflösung kommt.
Man ...

Berlin Heat liest sich wie ein Actionfilm, ständig passiert etwas, der Protagonist hetzt von Station zu Station - die Situation eskaliert dabei zusehends bis es am Ende zu einer Art Auflösung kommt.
Man verfolgt den Protagonisten dabei, wie er versucht seine Spielschulden abzubezahlen. Währenddessen kämpft er gegen seine Spielsucht. Durch den Versuch auf Teufel komm raus Geld aufzutreiben kommt er in mehrere gefährliche Situationen.

Der Autor hat eine Art Politthriller erzeugt, welcher die brisanten Themen unserer Zeit aufgreifen - Coronaleugner, Rechtsradikalismus usw. Dabei ist der Schreibstil und das gesamte Setting des Buches recht Retro, es liest sich als befände man sich im Berlin der 1990er. Dadurch entsteht für mich auch ein gewisser 'disconnect' vom Protagonisten, der zwar gemäß dem Autor in meinem Alter sein müsste - der sich aber nicht so liest als wäre er gerade erst Anfang 30. Das, und der Fakt, dass kein einziger sympathischer Charakter in diesem Buch enthalten sind, ziehen für mich persönlich die Wertung von 4 Sternen auf 3 Sterne runter. Denn die Handlung allein ist dauerhaft spannend, der Schreibstil gefällt mir grundsätzlich mit einem gewissen Bewusstseinsstrom auch gut.

Wer also auf der Suche nach einem Politthriller ist, welcher spannend aktuelle Themen aufbereitet und weniger charakterfokussiert liest als ich, für den könnte dieses Buch genau das Richtige sein.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Philosophie oder doch prätentiös und pathetisch?

Der Schneeleopard
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Ich weiß nicht ob ich an dieses Buch mit den falschen Erwartungen herangegangen bin, aber es hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Bei mir kommt es so rüber, als würde Tesson relativ unzusammenhängende ...

Ich weiß nicht ob ich an dieses Buch mit den falschen Erwartungen herangegangen bin, aber es hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Bei mir kommt es so rüber, als würde Tesson relativ unzusammenhängende philosophische Schnippsel in den Raum werfen. Diese liefern für mich jedoch keine neuen Erkenntnisse, sie klingen noch nicht mal sonderlich interessant. Wer ein Reisebericht erwartet, wird hier nicht fündig werden. Wer über den Schneeleoparden lesen will, wird auch nur wenig davon in diesem Buch lesen können. Dieses Buch ist meiner Erachtung nach stark autobiografisch geprägt, es werden die Gedanken des Autors zusammengefasst. Wer sich also für die Gedankenwelt eines Sylvain Tesson interessiert - der sollte dieses Buch lesen. Man erfährt über sein Liebesleben, seinen Glauben und seinen Nihilismus im Hinblick auf die moderne Welt. Mich persönlich hat dies nicht mitgenommen, wie schon oben erwähnt liest sich der Autor für mich so, als glaube er intelligenter zu sein als er ist. Philosophische Abhandlungen lese ich gern - bevorzugt aber von Personen mit einer Ausbildung in der Philosophie - dann bekomme ich immer neue Erkenntnisse.

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