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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2022

Nichts ist wie es scheint

Mexikoplatz
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Inhalt übernommen:

Wien, Mexico Platz, 3:00 Uhr morgens. Gruppeninspektor Felix Grohsmann ist irritiert. Als er am Tatort eintrifft, ist die Tote,die die Psychologin Nicky Witt hier gefunden haben will, ...

Inhalt übernommen:

Wien, Mexico Platz, 3:00 Uhr morgens. Gruppeninspektor Felix Grohsmann ist irritiert. Als er am Tatort eintrifft, ist die Tote,die die Psychologin Nicky Witt hier gefunden haben will, spurlos verschwunden. Dann wird eine Studentin aus wohlbehüteten Verhältnissen als vermisst gemeldet.Grohsmann begibt sich hinab in die Untiefen der Wiener Gesellschaft und stößt dabei auf alte Bekannte – und auf die Erkenntnis, dass nichts so ist, wie es scheint. Rein gar nichts.

Meine Meinung:

Gleich mit ihrem Erstlingswerk hat mich die Autorin eingefangen. Ich konnte von Anfang an in die Geschichte eintauchen. Das lag an dem lockeren Schreibstil und den authentisch gezeichneten Personen, die ich sofort bildlich vor Augen hatte (großes Kopfkino)

Die Geschichte ist spannend aufgebaut, unterlegt von einigem Wiener Schmäh und dem typischen Dialekt, der jedoch auch für mich,zumindest in großen Teilen,leicht verständlich war.

Felix Grohsmann ,ein Mann mit viel Berufserfahrung,der privat vom Schicksal sehr gebeutelt wurde und die junge ,engagierte Kollegin Joe Kettler,ergänzen sich gut.

Trotzdem ich mehrere Verdächtige im Visier hatte, wurde ich von der spannenden Auflösung überrascht. Ich würde mir wünschen, dass es eine Fortsetzung mit den sympathischen Protagonisten geben würde.

Veröffentlicht am 28.04.2022

Starke Frauen krempeln ihr Leben um

Morgen kann kommen
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Ein zerrissenes Foto in einem Drogeriemarkt,auf welchem Ruth ihren Ehemann in einer pikanten Situation entdeckt,bringt sie dazu, Hals über Kopf aus ihrem Leben auszubrechen und nach 15 Jahren Funkstille ...

Ein zerrissenes Foto in einem Drogeriemarkt,auf welchem Ruth ihren Ehemann in einer pikanten Situation entdeckt,bringt sie dazu, Hals über Kopf aus ihrem Leben auszubrechen und nach 15 Jahren Funkstille zu ihrer Schwester zu fahren.
Sie wohnt in dem Haus, in welchem auch Ruth viele Ferienzeiten in ihrem Leben verbracht hat. Dort trifft man auch auf Rudi (genannt Sozi), der aufgrund einer schweren Erkrankung mit seinem Leben abgeschlossen hat, Fatma und auch den etwas skurillen Erdal.
In ihrem besonderen Schreibstil, der mir immer wieder sehr gut gefällt, lässt die Autorin das Leben der verschiedenen Menschen Revue passieren. Die Geschichte wechselt dabei von tiefer Ernsthaftigkeit und immer wieder ganz speziellem Humor. In erster Linie geht es dabei um die Frauen, die damit beschäftigt sind, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Es geht um Freundschaft, Liebe, viele Missverständnisse und das ganz alltägliche Leben.
Ein besonderes Highlight sind wieder die superschönen Zeichnungen, sie sind gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem I und hätten eigentlich Extrasterne verdient.
Ich spreche eine Leseempfehlung aus und bedanke mich für gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 23.04.2022

Spannend bis zur letzten Seite

Freunde. Für immer.
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Auf dem College waren sie beste Freunde, Jonathan, Derrick, Keith ,Stephanie und Maeve. Doch dann passierte etwas, was ihr Leben auf immer verändern sollte.
Zehn Jahre nach dem College Abschluss treffen ...

Auf dem College waren sie beste Freunde, Jonathan, Derrick, Keith ,Stephanie und Maeve. Doch dann passierte etwas, was ihr Leben auf immer verändern sollte.
Zehn Jahre nach dem College Abschluss treffen Sie sich, um den Junggesellenabschied von Jonathan zu feiern,der in der nächsten Zeit seine große Liebe Peter heiraten will. Doch dann verläuft alles ganz anders, als geplant.Plötzlich sind Keith und Derrick verschwunden,ihr Wagen taucht auf, mit einer bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Leiche ,wer ist der Tote?
Die vermittelnde Detectivin Julia Scutt, findet Spuren, die in die Vergangenheit reichen und sie ist in die Geschichte involviert.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht einer der beteiligten Personen erzählt und wechselt zwischen verschiedenen Zeitpunkten. Es ergeben sich immer neue Aspekte, Ungereimtheiten, Spuren,doch eine Lösung scheint weit entfernt.
Geschickt versteht es die Autorin , ihre Leser immer wieder auf andere Fährten zu locken, die sich dann jedoch regelmäßig wieder als falsch erweisen. Dadurch wird der Spannungsbogen kontinuierlich gesteigert und bis zum Schluss bleibt die Lösung des Falls offen. Ein psychologisches Verwirrspiel, das seinesgleichen sucht.
Ich vergebe fünf Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 21.04.2022

Dem Schicksal die Stirn bieten

Warten auf ein Wunder
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Dublin, 2010. Caroline glaubt, alles verloren zu haben: den Traum, Mutter zu werden, und darüber auch ihre Ehe. Eine Selbsthilfegruppe führt sie mit drei verwandten Seelen zusammen: ...

Inhalt übernommen:

Dublin, 2010. Caroline glaubt, alles verloren zu haben: den Traum, Mutter zu werden, und darüber auch ihre Ehe. Eine Selbsthilfegruppe führt sie mit drei verwandten Seelen zusammen: Natalie, deren Lebensgefährtin keine Kinder möchte. Janet, die von ihrem Mann betrogen wird. Und die toughe Ronnie, die ihre Geschichte nicht preisgeben mag.

Cork, 1976. Catherine ist 16 und schwanger - die Tochter des Schweinebauern schwanger vom Sohn des Richters, ein Skandal. Als sie in ein wahrhaft furchtbares Heim für ledige Mütter gebracht wird, will Catherine nur eines: ihr Kind retten - und behalten. Und sie weiß bald, dass sie dafür alles riskieren muss.

Zwei Frauen, getrennt durch viele Jahrzehnte, vereint durch eine gemeinsame Hoffnung. Anna McPartlin erzählt dramatisch, witzig, rührend und lebensnah wie keine Zweite.

Meine Meinung:

Die Geschichte wechselt ständig zwischen zwei Zeitebenen. Einmal wird aus der Sicht von Catherine erzählt,dann wieder aus dem Leben von Caroline,Janet Natalie und Ronnie. Ein Zusammenhang wird erst spät erkennbar, wodurch die Spannung hoch gehalten wird.

Mit viel Empathie berichtet die Autorin vom Schicksal der unterschiedlichen Frauen. Sie lässt sie ihren Leserinnen ganz nahe kommen, wodurch sie sehr authentisch wirken. Das Schicksal der ungewollt kinderlosen Frauen, hat mich sehr berührt. Ihr Wunsch nach einem Kind bestimmt ihr ganzes Denken, ihm opfern sie fast ihre Beziehungen.Durch den Zusammenhalt in der Selbsthilfegruppe, werden sie jedoch immer wieder aufgefangen.

Catherine,der in frühester Jugend sehr viel Schlimmes widerfahren ist, nimmt ihr Schicksal an und entwickelt sich zu einer kämpferischen und starken Frau, die ihre Ziele nie aus den Augen verliert.

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin und bin immer wieder sehr begeistert von ihrem Schreibstil. Sie schafft es jedes Mal, mich den Protagonistinnen so nahe zu bringen, dass sie einen festen Platz in meinem Herzen erobern. Das Buch wird mich gedanklich noch eine Zeit lang begleiten, ich vergebe fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.04.2022

Schwieriges Thema,brillant umgesetzt

Ein Stern macht noch keinen Himmel
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Die Protagonistin Janne ist eine Person,die man einfach mögen muss.Als Landärztin ist sie für ihre Patienten und deren kleine und größere Probleme (von denen es jede Menge gibt)immer erreichbar. Auch ihr ...

Die Protagonistin Janne ist eine Person,die man einfach mögen muss.Als Landärztin ist sie für ihre Patienten und deren kleine und größere Probleme (von denen es jede Menge gibt)immer erreichbar. Auch ihr jüngerer Bruder, kann jederzeit mit Ihrer Unterstützung rechnen.Dass sie dabei ihr eigenes Leben völlig aus dem Blick verliert, ist ihr manchmal gar nicht bewusst.

Als sie auf den charmanten und gut aussehenden Leon trifft, ändert sich das. Er bringt eine Saite in ihr zum Klingen, von deren Existenz sie bis dato gar nichts wusste.Mit seiner Unterstützung, gelingt es ihr, sich den Dämonen ihrer Kindheit zu stellen.

Die Autorin hat sich mit diesem Roman einem sehr schwierigen Thema der manischen Depression,auf eine brillante Weise genähert. Der Umgang mit dieser Krankheit, die nicht nur die Betroffenen stark beeinflusst, sondern deren gesamtes Umfeld mit einbezieht, wird auf eindrückliche Art und Weise geschildert. Ihr gelingt der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit, welche diesem Thema angemessen ist und einzigartigem Wortwitz ganz hervorragend.

Rund um die liebenswerte Protagonistin, gibt es jede Menge Menschen der verschiedensten Art, teilweise skurril, aber alle mit speziellen Eigenschaften und einem großen Herzen ausgestattet. Ihnen ist es zu verdanken,dass dieser Roman zu einem besonderen Highlight wird.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen und vergebe sehr verdiente fünf Sterne.