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Veröffentlicht am 19.11.2022

Etwas aus der Zeit gefallener Thriller

EAST. Welt ohne Seele
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Worum geht’s?
Nach dem Tod seiner Familie ist Ermittler Jan Jordi Kazanski dem Alkohol verfallen und vom Dienst freigestellt. Als er dann jedoch plötzlich beruflich nach Krakau reisen soll, fällt Jan aus ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod seiner Familie ist Ermittler Jan Jordi Kazanski dem Alkohol verfallen und vom Dienst freigestellt. Als er dann jedoch plötzlich beruflich nach Krakau reisen soll, fällt Jan aus allen Wolken. In Krakau angekommen stolpert er jedoch mitten hinein in die Gefahren der Unterwelt – denn der kurz darauf auf ihn verübte Anschlag soll nicht der letzte Versuch bleiben, ihm bei seiner Suche Steine in den Weg zu legen.


Meine Meinung
Eigentlich liebe ich Agententhriller, bei diesem hier muss ich aber leider ganz ehrlich feststellen, dass das Buch deutlich hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Da ich bereits die Oxen-Reihe des Autors gelesen habe, hatte ich mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut, nach dem Lesen habe ich aber durchaus gemerkt, dass sich seine Geschichten im Laufe der Zeit doch verändert haben.

25 Jahre nach der Ersterscheinung eine deutsche Übersetzung auf den Markt zu bringen, ist vielleicht auch ein wenig spät für dieses Buch gewesen. Was mir insgesamt aber zunächst gut gefallen hat, war der Aufbau des Spannungsbogens. Im Grunde ist das Konzept zwar nichts Neues, wer aber ohnehin gerne Agententhriller mag, dem wird das sicherlich gefallen.

Was mir dann beim Lesen aber eher Probleme bereitet hat, waren zum einen der Erzählstil und zum anderen auch der Protagonist. In meinen Augen hat man einfach gemerkt, dass die Geschichte schon einige Jahre alt ist und dementsprechend nicht mehr ganz in die heutige Zeit passt. Verstaubte Klischees haben darüber hinaus dazu beigetragen, dass ich das Buch zwischenzeitlich zur Seite legen und eigentlich gar nicht weiterlesen wollte.

Darüber hinaus konnte ich leider auch eher wenig mit Protagonist Jan anfangen und habe mich schwer damit getan, ihn sympathisch zu finden. Im Grunde habe ich zwar verstanden, wofür er stehen sollte, aber nichtsdestotrotz hatte ich beim Lesen einfach das Gefühl, einer Wunschfigur gegenüberzustehen, die ich so einfach kaum authentisch fand.


Fazit
Wer Agententhriller mag, dem wird dieses Buch an einigen Stellen sicherlich gut gefallen. Auch mir hat das Grundkonzept eigentlich zugesagt, der Protagonist und das Alter der Geschichte haben mir beim Lesen aber leider irgendwie ein eher komisches Gefühl gegeben, weshalb ich mich dann vielleicht doch eher an die neueren Veröffentlichungen des Autors halten werde.

Von mir gibt es dafür zweieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2022

Friends-to-Lovers mit schwieriger Protagonistin

Sunrise Full Of Wonder
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Worum geht’s?
Seit die beiden denken können, sind Maya und Lenny beste Freunde. Höhen, Tiefen und gebrochene Herzen haben sie schon gemeinsam überstanden, aber als Lenny spontan bei Maya einziehen muss, ...

Worum geht’s?
Seit die beiden denken können, sind Maya und Lenny beste Freunde. Höhen, Tiefen und gebrochene Herzen haben sie schon gemeinsam überstanden, aber als Lenny spontan bei Maya einziehen muss, stellt das ihre eigentlich so sicher geglaubte Freundschaft vor eine Zerreißprobe.


Meine Meinung
Friends-to-Lovers lese ich eigentlich wirklich gerne, denn im überwiegenden Teil der Fälle muss ich mir bei dieser Art von Geschichte keine Gedanken darum machen, ob die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten irgendwie unglaubwürdig gestaltet wird.

Der Schreibstil dieses Buches war wirklich flott zu lesen, insgesamt vielleicht ein kleines bisschen zu platt für meinen Geschmack gehalten, aber definitiv nichts, woran ich mich allzu sehr aufgehangen hätte.

Was mich dann jedoch recht schnell gestört hat, war der insgesamt eher kindische Ton, der in dieser Geschichte vorgeherrscht hat. Insbesondere die Protagonistin ist mir relativ schnell auf die Nerven gegangen und hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, die Handlung zu genießen. Lenny dagegen war ein sympathischer Protagonist, den ich wirklich gerne mochte, mit Maya konnte ich aber ehrlich gesagt nur sehr wenig anfangen.

Insgesamt hätte man die Geschichte bis etwa zum letzten Drittel als durchaus nette Geschichte bezeichnen können, auch wenn ich mit der Protagonistin so meine Schwierigkeiten hatte. Wie dann aber mit den Elementen umgegangen wurde, für die es auch eine Triggerwarnung gibt, fand ich ehrlich gesagt ein wenig seltsam. So wichtig wie Repräsentation ja auch ist, die Umsetzung hätte meiner Meinung nach etwas feinfühliger und weniger platt erfolgen können, denn so habe ich mir ehrlich gesagt nach dem Lesen irgendwie die Frage gestellt, was das denn jetzt noch in dieser Geschichte bewirken sollte.


Fazit
Grundsätzlich hätte diese Geschichte ein nettes Jugendbuch sein können, wäre mir die Protagonistin sympathischer gewesen und der Plot schlussendlich ein kleines bisschen feinfühliger. Insgesamt wurden hier zwar wichtige Themen angesprochen, überzeugt hat mich die Umsetzung dabei aber leider weitestgehend nicht.

Dafür gibt es zweieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2022

Zombie-Virus-Horror mit schwächelndem Aufbau

Red Hands – Tödliche Berührung
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Worum geht’s?
Eigentlich sollte die Parade zum vierten Juli ein Grund zum Feiern sein, aber als ein Auto plötzlich mitten hinein in die Menschenmenge rast, entwickelt sich der Tag zum absoluten Albtraum ...

Worum geht’s?
Eigentlich sollte die Parade zum vierten Juli ein Grund zum Feiern sein, aber als ein Auto plötzlich mitten hinein in die Menschenmenge rast, entwickelt sich der Tag zum absoluten Albtraum für Maeve. Vom Fahrer des Wagens mit einem Virus infiziert, wird ihre Berührung zu einer tödlichen Waffe – und damit bringt sie nicht nur ihr Umfeld in Gefahr, sondern auch ihr eigenes, von nun an sehr begehrtes Leben.


Meine Meinung
Mit diesem Buch habe ich mich ehrlich gesagt sehr schwer getan, was eventuell daran gelegen haben könnte, dass ich literarisch weder im Mystery, noch im Horrorbereich besonders häufig unterwegs bin. Der Anfang dieser Geschichte lies sich noch recht spannend lesen und hat es mir zunächst durchaus leicht gemacht, ins Buch hineinzufinden. Dieser positive erste Eindruck hat dann jedoch leider auch wieder recht schnell nachgelassen, da der durchaus mit Potenzial versehenen Idee eine sich mitunter verzettelnde Handlung gegenüberstand.

Nichtsdestotrotz fand ich die Figur der Protagonistin recht interessant, da die psychologischen Auswirkungen des Virusbefalls und die sich doch durchaus spannend erweisenden Veränderungen dadurch als erschreckend und faszinierend zugleich herausgestellt haben.

Beim Lesen habe ich mich an der Brutalität der Geschichte dann tatsächlich gar nicht mal so gestört, da ich mit diesem Element durchaus gerechnet hatte. An mancher Stelle hätte man zwar vielleicht einen Gang zurückschalten und auf andere Art und Weise erzählen können, zum Genre passt der Stil aber in jedem Fall. Was für mich jedoch durchaus problematisch war, waren die teils eher zusammenhanglos wirkenden Erzählstränge und Figuren, die nicht zwangsläufig alle zum Fortlauf der Geschichte beigetragen haben. An mancher Stelle habe ich mich daher tatsächlich gefragt, ob jetzt einfach bloß ein paar Seiten gefüllt werden mussten, ohne dabei einen wirklichen Zweck mit dem Erzählten erfüllen zu wollen.


Fazit
Wer sich in Büchern mit Mysteryelementen heimisch fühlt, dem liegt dieses Buch vielleicht etwas eher als mir. Die Idee hatte durchaus Potenzial, mit der Umsetzung konnte ich aber trotz der recht interessanten Protagonistin weder für diese Geschichte, noch für das Genre an sich gewonnen werden.

Von mir gibt es dafür zweieinhalb Bücherstapel.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2022

Irgendwie etwas zu farblos

Mister Knightsbridge
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Worum geht’s?
Dexter Daniels ist einer der erfolgreichsten Juweliere weltweit und gibt alles dafür, sein Familienunternehmen zu Ruhm und Ehre zu führen. Als er bei einem Designwettbewerb, der einen Höhepunkt ...

Worum geht’s?
Dexter Daniels ist einer der erfolgreichsten Juweliere weltweit und gibt alles dafür, sein Familienunternehmen zu Ruhm und Ehre zu führen. Als er bei einem Designwettbewerb, der einen Höhepunkt seiner Karriere darstellen könnte, auf Hollie trifft, ist er fasziniert. Wie er liebt Hollie Schmuck, doch im Gegensatz zu ihm kämpft sie um das Überleben ihres Etsy-Shops und hofft darauf, ihrem großen Traum mit einem Praktikum näher zu kommen – und das ausgerechnet bei Dexters größtem Konkurrenten.


Meine Meinung
Eigentlich fand ich ja sowohl die Idee, als auch das Setting der Geschichte wirklich toll. Allzu viel Tiefgang habe ich aufgrund des Genres nicht mal erwartet, aber von Louise Bay bin ich dann doch eigentlich etwas besser ausgearbeitete Geschichten gewohnt.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal die Idee, die Handlung in der Welt der Juweliere anzusiedeln. Für mich war das thematisches Neuland, und ich bin immer dankbar für frische Settings und interessante Aspekte, die mir so noch nicht begegnet sind. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat die Geschichte recht locker dahinfließen lassen, was ziemlich angenehm war.

Auch die beiden Protagonisten fand ich an sich recht sympathisch angelegt, was mir aber definitiv gefehlt hat, war die Spannung zwischen den beiden. Bei mir ist von der ersten Begegnung zwischen ihnen einfach kein Funke übergesprungen, und leider habe ich mich nicht nur einmal gefragt, was die zwei denn nun eigentlich wirklich so anziehend aneinander finden.

Insgesamt war mir das alles irgendwie zu nichtssagend, die Geschichte plätschert einfach so dahin, und auch, wenn man dabei sicherlich sehr gut abschalten kann, habe ich da doch schon deutlich bessere Bücher der Autorin gelesen. Was mich außerdem gestört hat, war der irgendwie so überhaupt nicht durchdachte Konflikt. Fehlkommunikation regt mich einfach in jeder Hinsicht auf, und hier hätte man eindeutig noch einmal darüber nachdenken können, ob man den Charakteren nicht doch ein wenig mehr Reife bzw. Charakterentwicklung hätte zutrauen können.


Fazit
Auch wenn das Setting eigentlich ganz schön und die Idee an sich frisch war, habe ich doch mehr von diesem Buch erwartet. Mir haben insbesondere ein richtiger Funkensprung zwischen den beiden Protagonisten und ein vernünftig angelegter Konflikt gefehlt, sodass mir die Geschichte schlussendlich irgendwie extrem flach und fast schon farblos vorkam.

Dafür vergebe ich zweieinhalb Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Klang vielversprechend, war aber eher enttäuschend

Jeder Tag für dich
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Worum geht’s?
Auch sieben Jahre nach seinem Verschwinden kommt Mary noch immer nicht über den Verlust ihrer großen Liebe Jim hinweg. Jeden Abend steht sie mit einem Schild am Bahnhof, immer in der Hoffnung, ...

Worum geht’s?
Auch sieben Jahre nach seinem Verschwinden kommt Mary noch immer nicht über den Verlust ihrer großen Liebe Jim hinweg. Jeden Abend steht sie mit einem Schild am Bahnhof, immer in der Hoffnung, Jim wieder in die Arme schließen zu können. Als die Journalistin Alice auf sie aufmerksam wird, könnte das Marys Chance sein, endlich die ganze Wahrheit über ihre große Liebe zu erfahren – doch ist sie dazu wirklich bereit?


Meine Meinung
Der Klappentext dieses Buches hat mich wirklich neugierig auf die Geschichte gemacht und eine Menge Fragen aufgeworfen, die ich unbedingt beantwortet sehen wollte. Je weiter die Handlung dann allerdings voranschritt, desto weniger überzeugt war ich schlussendlich von der Umsetzung, die hinter meinen hohen Erwartungen leider deutlich zurückgeblieben ist.

Was mir insgesamt zunächst einmal recht gut gefallen hat, war der anfängliche Spannungsaufbau. Der Klappentext verrät nicht allzu viel über die Ausgangslage, und zu Beginn des Buches war ich noch wirklich gespannt auf die Auflösung dieses so groß angelegten Rätsels.

Leider hat sich meine Begeisterung nicht besonders lange halten können, denn auch wenn die Geschichte immer wieder in die Vergangenheit der Beziehung zwischen den Protagonisten eintaucht und gleichzeitig die Gegenwart weiterspinnt, hatte ich häufig das Gefühl, über Seiten hinweg einfach nichts neues zu erfahren und immer wieder auf der Stelle zu treten. Mit der Zeit hat mich das beim Lesen ehrlich gesagt ziemlich frustriert, und konsequenterweise hat dann irgendwann auch einfach mein Interesse an der Geschichte ein wenig gelitten.

Auch mit den Figuren habe ich mich tendenziell eher schwer getan. Auf der einen Seite hatte ich wirklich Mitleid mit Mary und habe mir für sie gewünscht, dass sie endlich die Möglichkeit bekommt, ihren Frieden mit dieser schweren Situation zu machen. Auf der anderen Seite fiel es mir aber zeitgleich auch ziemlich schwer, ihre tief melancholische Art auf emotionaler Ebene als Bindungsglied zum Leser zu empfinden. Von Jim brauche ich dabei erst gar nicht anfangen, da ich ihn als Figur ehrlich gesagt zwar als gut gemeint, aber leider schlecht gemacht wahrgenommen habe.


Fazit
So wichtig wie ich es auch finde, emotionale und eher weniger behandelte Themen aufzugreifen, hier hat mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen können. Meine Erwartungen hat der Klappentext dabei eventuell einfach zu hoch geschraubt, statt einer spannenden und berührenden Liebesgeschichte hat mich hier dann aber leider trotzdem eher Enttäuschung erwartet.

Von mir gibt es dafür zweieinhalb Bücherstapel.

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