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Veröffentlicht am 29.04.2022

Diesmal Hollywood

EVERYTHING - We Wanted To Be (EVERYTHING - Reihe 1)
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„Everthing – We Wanted To Be“ ist der Auftakt zur neuen Everything Trilogie von Maddie Sage.
Blair ist die Tochter eines sehr erfolgreichen Hollywoodregisseurs, aber auch wenn sie eine der renommiertesten ...

„Everthing – We Wanted To Be“ ist der Auftakt zur neuen Everything Trilogie von Maddie Sage.
Blair ist die Tochter eines sehr erfolgreichen Hollywoodregisseurs, aber auch wenn sie eine der renommiertesten Schauspielschulen besucht und von ihren Dozenten hoch gelobt wird, hagelte es bisher nur Absagen. Als sie sich für das Casting einer neuen Netflix-Serie versehentlich verspätet, sieht Blair ihren Traum erneut platzen. Doch überraschend bekommt sie Hilfe von Henri Marchand, dem Star der Serie und Sohn des Regisseurs. Auch wenn Henri sie privat mit seinem französischen Charme eher nervt, stimmt vor der Kamera die Chemie zwischen den beiden. Blair bekommt die Rolle und bald schwappen die Gefühle vor der Kamera auch ins reale Leben.

Diesmal führt uns die Autorin nach Hollywood, wo ebenfalls mit harten Bandagen um den Erfolg gekämpft wird. Intrigen und Verrat sind an der Tagesordnung, so dass es sehr spannend zu werden scheint. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und der Einstieg in die Geschichte fällt nicht schwer. Ich mag den Kapitelaufbau und die wechselnden „Klappen“ für Blair und Henri.
Blair hatte beruflich bisher keine Vorteile aus ihrer Herkunft und muss um ihre Rollen hart kämpfen. Die Netflix-Serie ist eine riesige Chance, die sie sich nicht entgehen lassen kann, auch wenn ihr und Henris Vater seit Jahren verfeindet sind.
Henri ist ein charmanter Frauenheld, der seine ganz eigenen Motive mit Blair verfolgt. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren stimmt tatsächlich und ich konnte den Funken fühlen. Leider kommen Henri und Blair die obligatorischen Missverständnisse und Kommunikationsprobleme dazwischen, was ich aber durchaus erwartet habe.
Der Auftakt ist für mich absolut gelungen und ich muss sagen, dass mir EVERYTHING noch besser als die vorangegangene Trilogie gefällt. Da es sich um den ersten Teil handelt, bleiben natürlich jede Menge Baustellen offen und so bin ich sehr neugierig, wie es in der Fortsetzung weitergehen wird. Der Schluss klingt vielversprechend für die zukünftige Spannungskurve und setzt ein aufschlussreiches Ausrufezeichen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es für diesen tollen Auftakt sehr gern eine Leseempfehlung und insgesamt 4,5 Hollywood-Sternchen!

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Veröffentlicht am 29.04.2022

Hochzeitsfieber

Lovesong für Emma
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„Lovesong für Emma“ von Karin Spieker ist eine unterhaltsame und witzige Abrechnung mit dem Hochzeitswahnsinn, der in dieser Geschichte immer größere Ausmaße annimmt.
Emma liebt ihre beste Freundin Pia ...

„Lovesong für Emma“ von Karin Spieker ist eine unterhaltsame und witzige Abrechnung mit dem Hochzeitswahnsinn, der in dieser Geschichte immer größere Ausmaße annimmt.
Emma liebt ihre beste Freundin Pia und deshalb stimmt sie auch sofort zu, als Pia sie fragt, ob sie ihre Trauzeugin sein möchte. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Emma noch nicht, dass der Sprung von einer privaten kleinen Feier zur Royal Wedding nur ein kleiner ist. Das Hochzeitschaos nimmt seinen Lauf und die Planungen überrollen Emma bald gnadenlos. Zum Glück bekommt sie von gleich drei Männern Hilfe, die alle auf andere Art ihr Herz erwärmen. Aber Hochzeitsplanung und Liebeschaos vertragen sich nicht unbedingt.

Das Thema Hochzeit und die unterschiedlichen Vorstellungen davon werden von Karin Spieker humorvoll aufgegriffen und überspitzt und witzig umgesetzt. Der Schreibstil liest sich leicht und locker und ich konnte mit unserer Heldin Emma absolut mitfühlen.
Emma lehnt weder die Ehe noch Hochzeiten grundsätzlich ab, aber ihre Vorstellungen von diesem Versprechen zwischen zwei Liebenden unterscheiden sich deutlich von der instagramtauglichen Variante, die offenbar von jedermann erwartet wird. Da kommt selbst der Braut schnell die Erkenntnis, dass der angeblich schönste Tag im Leben nicht für das Brautpaar, sondern nur für die Gäste ausgerichtet wird. Deren hohe Erwartungen gilt es möglichst zu übertreffen, damit man im Ranking der spektakulärsten Hochzeiten einen hohen Platz erreicht. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf und selbst die bodenständige Braut Pia und ihr zurückhaltender und nüchterner Verlobte Gabriel werden gnadenlos mitgerissen. Emma mutiert zur ungewollt zur Wedding-Plannerin und droht im Chaos zu ertrinken.
Da diese Hochzeitsplanung aus der Hölle jegliche romantischen Vorstellungen plattwalzt, gibt es noch drei attraktive Männer, die um Emmas Gunst kämpfen und für fliegende Herzchen sorgen.
Ich war absolut Team Emma und hatte viel Spaß beim Lesen. Die Charaktere sind mit all ihren teils skurrilen Eigenheiten immer authentisch und liebenswert dargestellt. Die Story zeigt, dass letztendlich nur die Liebe zählt und nicht die Anzahl der Likes.

Mein Fazit:
Das Buch ist nicht nur für Brautjungfern, Trauzeugen und künftige Hochzeitspaare ein humorvoller Denkanstoß, sondern auch für alle anderen sehr unterhaltsam. Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 16.04.2022

Verflucht

Papier & Blut
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„Papier & Blut“ von Kevin Hearne ist die gelungene Fortsetzung der Siegelmagier-Chronik, in der der Schotte Al MacBharrhais neue Abenteuer erlebt.
Al MacBarrhais ist einer der wenigen Siegelmagier weltweit ...

„Papier & Blut“ von Kevin Hearne ist die gelungene Fortsetzung der Siegelmagier-Chronik, in der der Schotte Al MacBharrhais neue Abenteuer erlebt.
Al MacBarrhais ist einer der wenigen Siegelmagier weltweit und würde nur zu gern in den Ruhestand gehen. Doch jeder der sieben Lehrlinge, die er in den letzten Jahren als Nachfolger ausbilden wollte, hat auf mysteriöse Art vorzeitig das Zeitliche gesegnet. Seit kurzem weiß Al, dass dies an einem Fluch liegt, mit dem er offensichtlich belegt wurde. Als nun zwei weitere Siegelmagier und ein Lehrling plötzlich spurlos verschwunden sind, muss Al sein magisches Gepäck schnüren und sich auf die gefährliche Suche begeben. Zur Seite stehen ihm dabei sein vorlauter Hobgoblin Buck Foi und ein mächtiger Druide.

Nach dem grandiosen ersten Band musste ich unbedingt erfahren, wie es mit Al, Buck und Co. weitergeht. Al weiß nun mittlerweile, dass den Lehrlingen in seinen Diensten nur noch eine kurze Lebensspanne bevorsteht, was leider auch Buck Foi betreffen könnte. Also heißt es, den Verursacher des Fluches zu finden und so hoffentlich das Leben des unverschämten, aber liebenswerten, Hobgoblin zu retten. Doch zuerst geht es auf die Rettungsmission für die verschwundenen Siegelmagierinnen.
Der Zauber des ersten Teils wirkt auch in der Fortsetzung, obwohl ich hier manche Stellen als etwas langatmig und ausufernd empfand. Meine geliebten und unzensierten Schlagabtausche gibt es natürlich auch, aber wenn einige Charaktere zu weitschweifigen Erläuterungen ausholen, musste ich mich zusammenreißen, dass ich nicht abschalte.
Die Handlung ist grundsätzlich spannend und wieder einmal durchaus brutal und gewalttätig. Gegen Ende bekommt die Story wieder die Kurve und fährt zur alten Form auf, so dass ich mich schon auf den dritten Teil freue. Neben den bekannten Protagonisten tauchen ein paar neue interessante Gesichter auf und bisher unscheinbare Charaktere sorgen für ziemliche Überraschungen. Mein Liebling bleibt Buck Foi, der es zwischen derben Flüchen und Whiskeyrausch immer gekonnt auf den Punkt bringt.

Mein Fazit:
Der zweite Band hat für mich persönlich nicht ganz die fünf Sterne erreicht, obwohl es wirklich knapp ist. Für mich werden es 4,5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.04.2022

Gefühlswirrwarr

Carry me through the night
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„Carry me through the night“ von Leonie Lastella erzählt eine gefühlvolle College Romance, in der die Protagonisten keine Liebe gesucht haben, aber offensichtlich von ihr gefunden wurden.
Autumn trifft ...

„Carry me through the night“ von Leonie Lastella erzählt eine gefühlvolle College Romance, in der die Protagonisten keine Liebe gesucht haben, aber offensichtlich von ihr gefunden wurden.
Autumn trifft auf dem Empfang für die Stipendiaten der Berkely University auf Ryan, mit dem sie sofort auf einer Wellenlänge liegt. Autumn ist glücklich über ihren Studienplatz, obwohl sie auch von ihrem schlechten Gewissen gequält wird, weil sie ihre alleinerziehende Mutter und ihre vier kleinen Geschwister zurücklassen musste. Irgendwie kreuzen sich ständig die Wege von Ryan und Autumn und auch wenn sie sich gegenseitig versichern, nur eine unverbindliche Beziehung ohne Verpflichtungen eingehen zu wollen, sprechen ihre innersten Gefühle eine andere Sprache.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und finde ihren Stil toll. Auch dieses Buch konnte mich überzeugen, obwohl ich den beiden Hauptfiguren gern öfter eine Headnut verpasst hätte. Die Perspektiven wechseln zwischen Ryan und Autumn, so dass man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Das heißt aber wie gesagt nicht, dass ich jede Entscheidung oder Handlung von ihnen nachvollziehen konnte oder gut fand.
Autumn ist sehr familienverbunden, loyal und selbstlos. Am College will sie endlich einmal an sich denken und ich fand ihre Neue-Dinge-Ausprobieren-Challenge großartig. Sich erneut von den Gefühlen einer anderen Person abhängig machen, wollte Autumn unbedingt vermeiden, aber Liebe kann man eben nicht steuern.
Ryan hat ähnliche Vorsätze wie Autumn, aber er hat andere Gründe. Sein Geheimnis ist überraschend und ich muss sagen, dass die Autorin seine Lebensumstände sehr berührend und glaubhaft dargestellt hat.
Ich nehme den beiden Hauptcharakteren ihre widerstreitenden Emotionen absolut ab und habe trotz der vorhersehbaren und teils unnötigen Dramen mit ihnen mitgefiebert. Die Chemie zwischen Ryan und Autumn ist ganz klar spürbar und der Funke springt definitiv über.

Mein Fazit:
Die emotionale und romantische Lovestory bekommt von mir insgesamt 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Alles nur Theater

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
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„Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich“ von Julie Marsh ist eine lockere und unterhaltsame Regency Lovestory, in der die Heldin zu wichtigen Erkenntnissen gelangt.
Emma ...

„Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich“ von Julie Marsh ist eine lockere und unterhaltsame Regency Lovestory, in der die Heldin zu wichtigen Erkenntnissen gelangt.
Emma ist nach dem Tod ihrer Eltern ziemlich isoliert und behütet bei ihrem Vormund aufgewachsen. Ihre große Leidenschaft gilt dem Theater und sie hat auch bereits ein eigenes Stück verfasst, welches sie gern zur Aufführung bringen würde. Leider zwingt sie der finanzielle Ruin ihres Vormunds dazu, stattdessen den Job als Gesellschafterin für Lady Anthea anzunehmen. Anthea soll laut ihrer Mutter den reichen Nachbar Mr. Livingston heiraten, obwohl offensichtlich beide kein Interesse aneinander haben. Zudem scheint der berüchtigte Dandy Ambrose Beauchamp an Anthea interessiert zu sein.

Ich bin ein riesiger Fan von Jane Austen und die ambitionierte Emma passt genau in ihre Welt. Der lockere und leichte Schreibstil von Julie Marsh liest sich hervorragend und es macht Spaß, die amüsanten Abenteuer unserer Heldin zu verfolgen.
Emmas naiver Vorstellung von einer Karriere als Bühnenautorin wird auch dank Ambrose ein herber Dämpfer verpasst. Sie gibt jedoch nicht auf und kämpft sich vehement durch jegliche Niederlage. Ihre Bemühungen als Gesellschafterin sind leider auch nicht von Erfolg gekrönt und erste ein überraschender Deal mit Ambrose wendet ihr Schicksal. Für die damalige Zeit ist Emma ein außergewöhnlicher Charakter und ich persönlich finde sie großartig. Sie nennt die Dinge beim Namen und kommt zu fast schon revolutionären Erkenntnissen, die niemand laut aussprechen würde.
Emma ist der klare Star der Show und selbst Ambrose bleibt eigentlich nur eine Nebenrolle übrig. Stellenweise hätte ich mir ein wenig mehr zu seinem Part gewünscht, damit der Funke noch deutlicher überspringt.
Die Autorin hat die gesamte Theateratmosphäre sehr gut eingefangen und es kommt einem vor, als würde man selbst mit hinter der Bühne stehen. Die vielen spannenden und facettenreichen Charaktere sorgen für jede Menge Unterhaltung und viele Lacher, vor allem wenn sich Emma und Ambrose witzige Schlagabtausche liefern.

Mein Fazit:
Die humorvolle und leichte Story macht großen Spaß und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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