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Veröffentlicht am 11.08.2022

Das zweite düstere Abenteuer der Serafina Black

Serafina Black – Der Ruf der Verwandlung
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Noch gruseliger und auch brutaler als Band 1.

Serafinas zweites Abenteuer schließt kurze Zeit nach dem ersten an. Sie hat ihre Mutter gefunden, das Geheimnis ihrer Herkunft gelöst und vielen Menschen ...

Noch gruseliger und auch brutaler als Band 1.

Serafinas zweites Abenteuer schließt kurze Zeit nach dem ersten an. Sie hat ihre Mutter gefunden, das Geheimnis ihrer Herkunft gelöst und vielen Menschen auf Biltmore das Leben gerettet. Doch die nächste Bedrohung lässt nicht lange auf sich warten.
Der zweite Band um Serafina Black ist noch geheimnisvoller und düsterer. Ich empfand ihn auch als sehr viel brutaler. Stellenweise wird Serafina und den anderen Figuren wirklich übel mitgespielt.
Der Schreibstil und die Dialoge sind aber wieder sehr gut verständlich, detailreich und passend für die Leser ab 11 Jahren. Die Handlung ist zu Beginn wieder etwas holprig. Das legt sich aber im Verlauf des Buches, sodass wir diesmal eine spannende Geschichte aus einem Guss lesen dürfen. Da Serafina mittlerweile besser mit Menschen umgehen kann, kann sich die Geschichte diesmal vor allem auf die magischen und mysteriösen Elemente konzentrieren. Trotzdem kommt die Charakterentwicklung nicht zu kurz.
Somit konnte mich das Buch wesentlich mehr von sich überzeugen, als der Vorgänger.

Fazit:
eine richtig gute Fortsetzung, die es besser macht. Einzig die Brutalität und der Gruselfaktor erscheint mit etwas übertrieben, für die angepeilten Leser. Aber für jene, die eine spannende Gruselgeschichte mögen, oder auch für junggebliebene Leser eine tolles Buch.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Die Ermittlungen der Queen gehen in die dritte Runde

Tod auf Schloss Windsor
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Der neueste Fall für Jane Bee und Queen Elisabeth.

Der dritte Band von C. C. Benisons sympathischer Krimireihe führt uns in die nächste Residenz der Königin, Windsor. Ich mag die Reihe besonders, wegen ...

Der neueste Fall für Jane Bee und Queen Elisabeth.

Der dritte Band von C. C. Benisons sympathischer Krimireihe führt uns in die nächste Residenz der Königin, Windsor. Ich mag die Reihe besonders, wegen des (vermeintlichen) Blicks hinter die Kulissen. Es wird nicht nur ermittelt, sondern der Autor erzählt uns auch etwas über den royalen Tagesablauf während Ascot und plaudert aus dem High Society-Nähkästchen. Außerdem ist das Privatleben von Jane immer mal wieder ein Thema. Manchem Leser wird das zu viel Ablenkung vom Wesentlichen sein. Mir gefällt es!

Beim letzten Mal hatte sich Jane immer wieder in fixen Ideen verrannt. Diesmal geht sie besonnener an die Ermittlungen heran. Und ich hatte auch das Gefühl, dass der Fall diesmal besonders verzwickt und abgründig war. Das hat die Spannung diesmal hoch gehalten und mich an das Buch gefesselt. Aber ist es wirklich so eine gute Idee von Jane, sich mit einem Reporter der Regenbogenpresse zu verbünden?


Der Schreibstil war wieder gut verständlich und flüssig zu lesen. Die Schauplätze sind detailreich beschrieben und die Nebenfiguren eine gut gewählte bunte Mischung. Wenn man sich gerne von den Ermittlungen ablenken lässt und sich für die Royals begeistern kann, hat man an diesem Buch sicher seine Freude.

Fazit:
Band 3 hat für mich sehr viel besser gemacht, als noch Band 2. Mehr Spannung, ein verzwickterer Fall, weniger Familien-Drama. Ich freue mich auf weitere Fälle für Jane und IM, ein paar Schlösser und Residenzen gibt es ja noch.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Verschachtelter Roadtrip

American Gods
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Für diesen Roman sollte Man Zeit und Vorwissen mitbringen.

Eventuell habt ihr schonmal von der TV-Serie gehört. Tja, sie basiert auf einem Roman von Neil Gaiman (Sandman). Die “Director’s Cut”-Ausgabe ...

Für diesen Roman sollte Man Zeit und Vorwissen mitbringen.

Eventuell habt ihr schonmal von der TV-Serie gehört. Tja, sie basiert auf einem Roman von Neil Gaiman (Sandman). Die “Director’s Cut”-Ausgabe aus dem Eichborn Verlag enthält neben der sehr umfangreichen Story auch mehrere Vorworte des Autors und auch nachträgliche Kommentare. Dies alles soll helfen, das Buch etwas besser zu verstehen.
Braucht man das? Ja, ich denke schon. Und es kann auch nicht schaden, wenn man sich ein kleines bisschen in diversen Götterwelten auskennt.

Im Fokus der Geschichte steht Shadow. Als “Angestellter” des geheimnisvollen Mr. Wednesday reist er quer durch Amerika und begegnet vielen ungewöhnlichen Leuten. Shadow selbst ist aber eher Mittel zum Zweck für den Autor. Zwar bekommt er hin und wieder die Gelegenheit so etwas wie eine Persönlichkeit zu entwickeln. Einen tiefgründigen und emotionalen Protagonisten darf man hier aber nicht erwarten.

Eine Geschichte voller Geheimnisse, Umwege und merkwürdiger Entwicklungen erwartet den Leser hier. Man weiß nie so genau, was eigentlich das Ziel von Shadows und Wednesdays Reise ist. Man kann nicht vorhersehen, wohin sich die Handlung entwickelt. Und durch einige Nebenhandlungen wird man auch immer wieder abgelenkt und muss sich erneut zurecht finden. Neil Gaiman erschafft seine ganz eigene Vision und Version von Amerika. Sowohl die Schauplätze, wie auch die Figuren werden gut beschrieben. Man muss aber auch einiges an eigener Fantasie mitbringen.
Ich hatte das Gefühl, dass die ganze Zeit eine gewisse düstere und bedrückende Stimmung herrschte, die ich aber an nichts bestimmten festmachen konnte. Vielleicht lag es an Shadow, der kaum positive Emotionen zu empfinden scheint. Oder die immer wiederkehrenden Andeutungen zu einem Sturm oder Krieg…

Ich habe bisher die Kinderbücher und Graphic Novels von Neil Gaiman gelesen. American Gods ist aber ein ganz anderes Kaliber. Der Autor hat sich hier scheinbar an den zwei Themen ausgetobt, die er besonders schätzt: Amerika und Götter/Mythologie.
Eine ausgefeilte Handlung oder ein zugänglicher Protagonist waren hm dabei wohl nicht so wichtig. Trotzdem hat das Buch bei mir einen gewissen Sog entwickelt. Nachdem ich einmal drin war, hat es sich quasi von selbst gelesen.

Fazit:
Ein Buch wie ein Kunstwerk. Das ist die beste Beschreibung, die mir für American Gods einfällt. Nicht jeder versteht es, nicht jedem gefällt es, aber es hat durchaus Liebhaber. Man sollte nicht unbedingt mit dieser Geschichte in das Gesamtwerk des Neil Gaiman einsteigen. Aber man sollte sie auch auf keinen Fall verpassen!

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Wenn dir das Leben einen Dämon gibt…

Ein Dämon zu viel
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Ulk-Fantasy vom Feinsten.

Skeeve ist eher unfreiwillig ein Lehrling der Magie. Die Anwendungspunkte für seine Berufung als Dieb sind einfach zu gering, denkt er.
Um ihn von der Großartigkeit der Magie ...

Ulk-Fantasy vom Feinsten.

Skeeve ist eher unfreiwillig ein Lehrling der Magie. Die Anwendungspunkte für seine Berufung als Dieb sind einfach zu gering, denkt er.
Um ihn von der Großartigkeit der Magie zu überzeugen, beschwört sein Meister den Dämon Aahz. Doch leider wird er dabei von einem Attentäter getötet. Nun müssen Skeeve und Aahz sich unfreiwillig zusammentun.

Dies ist Band 1 der Neuauflage von Robert Asprins humorvoller Fantasy-Reihe. Zauberlehrling Skeeve und Aahz, aus der Welt Perv, sind ein unkonventionelles Team. Hin und wieder ist man sich nicht ganz sicher, ob nicht vielleicht Skeeve bei den Beiden das Sagen hat. Da Aahz sehr von sich und seinem Verhandlungsgeschick überzeugt ist, ergeben sich oft urkomische Situationen. Die Kombination aus Highfantasy und Humor ist wunderbar gelungen.

Das Buch lässt sich ohne weiteres in einem Rutsch durchlesen. Das liegt zum Einen an der überschaubaren Seitenzahl. Aber auch der Schreibstil und der herrliche Humor tragen dazu bei. Die Dialoge sind knackig und schnell. Die Nebenfiguren sind vielfältig, herrlich albern aber lenken nicht zu sehr ab. Trotz der relativ vielen Figuren, kann man der Handlung jederzeit gut folgen.

Ich vermute das diese Reihe einer der Kandidaten ist, der im Original noch wesentlich lustiger ist, als in der Übersetzung. Aber auch die deutsche Variante muss sich nicht schämen.

Fazit:
Für wen Fantasy keine bierernste Angelegenheit sein muss, der hat mit diesem Buch und dieser Reihe sicher seinen Spaß. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Skeeve weiter geht. Gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Die etwas andere Ferien-Freizeit

Young Detectives (Band 2) – Der mysteriöse Doppelgänger
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Der zweite Fall der cleveren Jung-Detektive.

Sommerferien! Für Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel ein echter Alptraum. Kein Wunder, denn als Schüler eines Internats für Hochbegabte, können sie mit profanen ...

Der zweite Fall der cleveren Jung-Detektive.

Sommerferien! Für Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel ein echter Alptraum. Kein Wunder, denn als Schüler eines Internats für Hochbegabte, können sie mit profanen Dingen, wie Schwimmen gehen oder Radfahren eher wenig anfangen.
Gut, dass ich sehr bald nach Beginn der Ferien ein neuer Fall für die Young Detectives ankündigt.

Der zweite Band der Detektiv-Reihe schließt einige Zeit nach Band 1 an. Die Protagonisten werden nicht mehr großartig vorgestellt. Und auch das grundsätzliche Setting sollte dem Leser noch aus dem Vorgänger bekannt sein.
Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel sind wieder ein klasse Team. Ihre Fähigkeiten ergänzen sich super und sie sind wirklich clever. Besonders schön für die jungen Leser ist, dass die vier ihre Methoden (z.B. das Abnehmen von Fingerabdrücken) genau erklären. So können angehende Detektive viel für ihre eigenen Ermittlungen lernen. Das alles ist so gut in die Handlung verpackt, dass man gar nicht so recht merkt, wie viel man lernt.

Das Buch lässt sich flüssig und flott lesen. Die Handlung ist passend für die Zielgruppe erzählt und super spannend. Auch wenn mal schwierige Begriffe oder eine besondere Ermittlungsmethode auftauchen, ist alles immer gut verständlich. Die vier Kids sind sympathisch und trotz ihrer großen Intelligenz ziemlich normal und lustig. Man lernt sie außerhalb der Schule nochmal besser kennen. Neben den vier Protagoniste und ihren Gegenspielern gibt es wenig bis garkeine anderen Figuren. Da recht viel passiert, fällt das nicht direkt auf. In einigen Situationen ist es aber irgendwie merkwürdig, dass sonst niemand auf die Young Detectives oder das Geschehen reagiert.

Ein bisschen schade fand ich, dass die Auflösung des Falles durch einen kleinen Fehler in der Handlung herbeigeführt wird.

Fazit:
Ein spannender neuer Fall der jungen Detektiv. Leider mit einem kleinen Fehler am Ende. Trotzdem eine super Fortsetzung.

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