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Veröffentlicht am 24.11.2025

Langatmig und wenig spannend

Das Geheimnis der weißen Weihnacht
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Mrs. Bradley muss sich zwischen einer Konferenz für Pädagogische Psychiatrie in Stockholm und einem Besuch in den Cotswolds bei ihrem Lieblingsneffen Jonathan entscheiden. Sie lässt den Fidibus entscheiden ...

Mrs. Bradley muss sich zwischen einer Konferenz für Pädagogische Psychiatrie in Stockholm und einem Besuch in den Cotswolds bei ihrem Lieblingsneffen Jonathan entscheiden. Sie lässt den Fidibus entscheiden und reist zu ihrem Neffen. Der Personenkreis an den Weihnachtstagen setzt sich aus Freunden, Nachbarn und Bekannten mit ganz unterschiedlichen Charakteren zusammen. Gleich nach Weihnachten geschehen merkwürdige Dinge. Anonyme Briefe und Botschaften kommen an und dann findet Jonathan einen Toten, der über dem Geistergatter hängt. Mitten in einer schneereichen Landschaft beginnen die Ermittlungen.
Da ich die Vorgängerbücher nicht kenne, weiß ich nicht, warum Mrs. Bradley sich als Detektivin berufen fühlt bzw. berufen wird. Sie hält die Fäden in der Hand, führt meist unverfängliche Gespräch mit den Leuten und erfährt dabei so Einiges, was ihr bei der Aufklärung der Vorkommnisse hilft.
Ich empfand die Handlung etwas verwirrend, oft sprunghaft und konnte nicht immer folgen. Die Landschaftsbeschreibungen waren sehr detailliert, auch normale Vorgänge wurden ausschweifend beschrieben. Dagegen bin ich mit den Personen nicht warm geworden, sie wurden charakterlich nicht besonders beschrieben und keine hat mich irgendwie beeindruckt. Außerdem gab es sehr viele Menschen und auch noch Namensverwirrungen.
Ich habe mich an dem Buch festgelesen, wollte aber auch nicht abbrechen, sodass ich bis zum Ende ziemlich lange gebraucht habe und immer noch nicht sicher bin, ob ich alles verstanden habe.
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt zu weißer Weihnacht.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Eher kein Krimi

Blumenlust
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„Blumenlust“ ist der 5. Fall der Reihe „Edelgard und Norbert“, wobei die ersten drei Teile aus Kurzkrimis mit den beiden bestehen. Für mich war es das erste Buch.
Edelgard freut sich auf die Arbeit in ...

„Blumenlust“ ist der 5. Fall der Reihe „Edelgard und Norbert“, wobei die ersten drei Teile aus Kurzkrimis mit den beiden bestehen. Für mich war es das erste Buch.
Edelgard freut sich auf die Arbeit in der der Buchhandlung „Bücherhimmel“, die anlässlich des Jubiläums des Mannheimer Luisenparks dort wieder eröffnet wird. Bereits bei der BuGa vor einigen Jahren hat sie dort zusammen mit den Betreibern Tamara und Wiebke mitgearbeitet. Es ist wieder ein beliebter Treffpunkt der kostümierten Gästeführer und alle freuen sich über das Wiedersehen.
Im Weiteren werden die Personen und die Aktivitäten sehr ausführlich beschrieben. Ich habe immer darauf gewartet, dass etwas passiert, was aber nicht geschah. Die Mordserie, die die Stadt erschüttert, wurde nebenbei erwähnt, aber nicht vertieft. Sehr wenige und kurze Kapitel gab es zum Mörder und seiner Tat, was aber auch sehr schnell abgehandelt wurde.
Ab der Mitte habe ich das Buch nur noch überflogen. Die Handlung trudelte langatmig und spannungslos dahin. Weder hat Edelgard ermittelt, noch kam ihr Norbert fast gar nicht im Buch vor. Die Charaktere blieben flach und wenig greifbar.
Insgesamt konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen und ich würde es nicht weiterempfehlen. Vielleicht ist es für andere Leser ansprechender, aber für mich war es für einen Krimi leider eine Enttäuschung.
Der Luisenpark mit vielen geschichtlichen Details war liebevoll beschrieben. Auch das Buchcover passt sehr gut dazu.

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Veröffentlicht am 20.05.2023

Sticken rettet Leben

Stick oder stirb!
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„Stick oder stirb“ von Tatjana Kruse, Haymon Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 272 Seiten gelesen. Es ist der 7. Teil mit Siegfried Seifferheld.
Der Ex-Kommissar Siegfried Seifferheld ist in seinem ...

„Stick oder stirb“ von Tatjana Kruse, Haymon Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 272 Seiten gelesen. Es ist der 7. Teil mit Siegfried Seifferheld.
Der Ex-Kommissar Siegfried Seifferheld ist in seinem Ruhestand gut ausgelastet. Er hat sich das Sticken angeeignet, hat einen Podcast für „Männersticker“ im Radio und gibt Kurse im Männerknast. Ein Teilnehmer ist der alte und kranke Mafiaboss Pjotr, der von seinem Nachfolger abserviert werden soll. Also flieht Pjotr und Siegfried sowie sein Hund Onis werden als Geisel genommen. Sie waren eben zur falschen Zeit am falschen Ort. Siegfrieds Familie und Freunde drehen durch und wollen ihn selber finden.
Das Buch ist eher etwas für eingefleischte Fans der Reihe und nicht für mich. Zu viel Komödie, zu viele skurrile Leute mit komischen Hobbys. Da gibt es den Pfarrer Hölderlin, der in Stresssituationen Blähungen bekommt, mit deren stinkenden Abgasen er die Vorratskammer und andere Räumlichkeiten mit oder ohne Personen darin verpestet, Klaus mit seiner aufblasbaren, aber kaputten, Freundin, die nichtputzende und wodkatrinkende russische Putzfrau Olga und die furchteinflößende Irmgard, Schwester von Siegfried. Am normalsten ist noch Marianne, Siegfrieds Frau. Die kommt aber auch nicht gegen die anderen an. Jeder macht, was er will, aber am Ende sind sich alle einig und die ganze Sippe prügelt sich mit der Polizei und landet im Knast.
Das Buch liest sich zwar gut und schnell, aber die Story war für mich völlig überzogen.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Verwirrend

Süße Versuchung
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„Süße Versuchung“ von Gesuino Némus, United Soft Media Verlag GmbH, habe ich als Hörbuch mit einer Spieldauer von 7 Stunden und 52 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Maximilian Laprell.
Die Handlung ...

„Süße Versuchung“ von Gesuino Némus, United Soft Media Verlag GmbH, habe ich als Hörbuch mit einer Spieldauer von 7 Stunden und 52 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Maximilian Laprell.
Die Handlung spielt in einem kleinen sardinischen Dorf weit weg vom Tourismus. Es geht ruhig zu und die Einwohner haben ihre festen Gewohnheiten. Dann kommt es zu einem tödlichen Autounfall und einem unverständlichen Selbstmord. Bis hierher konnte ich der Handlung noch folgen. Als Elvis mit Kurt Cobain und Marilyn Monroe kommunizierte war ich dann völlig raus. Ich konnte nicht mehr folgen. Am Ende habe ich wenigstens die Aufklärung verstanden von dem, was am Anfang passiert ist. Mehr aber auch nicht. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat der Kommissar im Dorf verdeckt ermittelt. Warum, weiß ich nicht. Das konnte ich erst nach rückblickenden Handlungen erahnen, war mir aber trotzdem nicht schlüssig.
Die Stimmung war immer ziemlich bedrückt, melancholisch. Es gab nichts Aufregendes oder Spannendes. Ich würde gern mehr schreiben, aber viel mehr habe ich nicht verstanden.
Einzig der Sprecher hat mir gefallen, ihm konnte ich gut zuhören.
Das Cover ist schön, passt zur Landschaft, aber nicht zu einem Krimi, falls es einer sein sollte.

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Veröffentlicht am 17.01.2022

Wenig spannend

Bei den Tannen
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„Bei den Tannen“ von Lenz Koppelstätter, Argon Verlag, habe ich als ungekürztes Hörbuch mit einer Spieldauer von 9 Stunden und 12 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Uve Teschner. Es ist der 7. Fall ...

„Bei den Tannen“ von Lenz Koppelstätter, Argon Verlag, habe ich als ungekürztes Hörbuch mit einer Spieldauer von 9 Stunden und 12 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Uve Teschner. Es ist der 7. Fall für Commissario Grauner.
Im beschaulichen Sarntal wird die berühmte und berüchtigte Gourmet-Kritikerin mit eigenem Gourmetmagazin Carla Manfredi vergiftet. Für die abergläubische Bevölkerung ist schnell klar, dass es die Köchin war, eine der Jöchlerinnen-Schwestern die von einer Hexenfamilie aus dem 16. Jahrhundert abstammt. Ihre Ahnen wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Commissario Grauner, der noch unter dem Tod seines Kollegen leidet, für den er sich verantwortlich macht, übernimmt mit seinem Team die Ermittlungen. Diese ziehen sich sehr in die Länge, man geht dabei behäbig und ohne große Aufregung an die Sache heran. Sie führen in das Archiv, wo über die Hexenprozesse berichtet wird.
Nebenbei bekommt man immer wieder Einblicke in Grauner’s Gemütszustand, ebenso in das der anderen Ermittler, es gab lange Beschreibungen der Landschaft und einige andere für mich nicht so wichtige Dinge.
Die Geschichte selbst mag ganz gut sein. Aber durch die ausufernden Abschweifungen davon, hatte ich zwischendurch immer mal wieder vergessen, worum es eigentlich geht. Etwas weniger theatralischer wäre es noch interessant und in Ordnung gewesen, es waren einfach zu viele Details. Bei vielen Handlungsschritten war die Sinnhaftigkeit für mich auch nicht erkennbar. Spannung war eher auch nicht vorhanden. Falls sie doch mal aufkam, wurde sie durch weitere Um- und Beschreibungen abgewürgt.
Uve Teschner als Sprecher finde ich immer großartig, ich kenne ihn schon von anderen Hörbüchern. An ihm lag es hier sicher nicht, dass bei mir das Hörvergnügen nicht aufkam.
Für mich war es der erste Fall mit Grauner und es wird auch der letzte bleiben.

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