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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2024

war leider sehr enttäuscht

All That We Never Were (1)
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Leah Jones liebte ihr Leben. Doch seit dem plötzlichen Verlust ihrer Eltern kommt sie morgens kaum aus dem Bett. Ihr Bruder ist ihr einziger Halt, bis er aus beruflichen Gründen wegzieht und Leah das ...


Leah Jones liebte ihr Leben. Doch seit dem plötzlichen Verlust ihrer Eltern kommt sie morgens kaum aus dem Bett. Ihr Bruder ist ihr einziger Halt, bis er aus beruflichen Gründen wegzieht und Leah das Gefühl hat, vollkommen allein zu sein. Da beschließt Axel Nguyen, der beste Freund ihres Bruders, sie bei sich aufzunehmen. Er ist fest entschlossen, die Mauern einzureißen, die sie um sich herum errichtet hat. Womit er nicht rechnet, ist, dass er bald mehr als Freundschaft für Leah empfindet. Die Anziehung zwischen ihnen wird immer größer, doch um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen, ist Axel bereit, alles zu tun. Selbst wenn es bedeutet, Leah erneut das Herz zu brechen.

Der Klappentext klang sehr vielversprechend, weshalb ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Ich mag emotionale, tragische und herzergreifende Liebesgeschichten. Allerdings war mir beim Lesen schnell klar, dass dieses Buch einfach nichts für mich ist.

Ich bin von Anfang an nicht so recht reingekommen. Der Schreibstil war zäh, abgehakt und gekünstelt. Ich bin mir nicht sicher, ob’s an der Übersetzung lag oder die Texte auch im Original so seltsam geschwollen und unnatürlich klingen.

Die ganze Story wirkte auf mich sehr gestellt und man konnte dadurch auch keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Besonders bei solchen interessanten und emotionalen Themen habe ich mir einfach mehr erhofft.

Die Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch. Sie stehen recht schnell in einem Abhängigkeitsverhältnis, wodurch ich die Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht nachvollziehen konnte. Axel war stellenweise sehr übergriffig und ignorant. Leah’s Ängste sind mit der Zeit in den Hintergrund gerückt. Sie hat vieles gar nicht richtig aufgearbeitet, sondern sich lediglich in ihrer Obsession an Axel geklammert.

Hm mir persönlich fällt die Bewertung schwer, da ich die Grundidee eigentlich gut fand, die Umsetzung war allerdings wirklich mies. Die Interaktionen und vor allem die spicy Szenen zwischen den beiden waren einfach nur unangenehm.

Der Schluss war für mich auch nicht zufriedenstellend. Ich habe zwar schon gesehen, dass es einen weiteren Teil geben wird, allerdings werde ich diesen nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

viel Potenzial, schlechte Umsetzung

Like Snow We Fall
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Inhalt:
Als Paisley mit nichts als ihren Schlittschuhen im Gepäck im verschneiten Aspen ankommt, raubt ihr die bezaubernde Winterwunderlandschaft den Atem. Angesichts des mit einer glitzernden Eisschicht ...

Inhalt:
Als Paisley mit nichts als ihren Schlittschuhen im Gepäck im verschneiten Aspen ankommt, raubt ihr die bezaubernde Winterwunderlandschaft den Atem. Angesichts des mit einer glitzernden Eisschicht überzogenen Silver Lake vor der mächtigen Kulisse der Rocky Mountains vergisst sie für einen Moment, dass sie vor ihrem alten Leben flieht. Ab jetzt zählt für sie nur noch die Zukunft: Die begabte Eiskunstläuferin nimmt einen Trainingsplatz an der renommiertesten Schule Aspens an und träumt insgeheim von Olympia. Auf ihrem Weg an die Spitze darf sie sich auf keinen Fall ablenken lassen – schon gar nicht von dem selbstverliebten Snowboarder Knox. Von allen gefeiert und unverschämt attraktiv, steht er im Mittelpunkt jeder Party. Paisley versucht, die Anziehungskraft zwischen ihnen zu ignorieren, denn er ist nicht gut für sie – bis sie unerwartet eine andere Seite an ihm kennenlernt …

Meinung:
Abgesehen von dem Cover und dem Setting in diesem Buch fällt mir wenig Positives ein. Eine negative Rezension zu schreiben, fällt mir auch nicht leicht.

Der Schreibstil hat mir nicht wirklich gefallen. Es fiel mir schwer in die Geschichte hineinzufinden. Die kurzen abgehackten Sätze ließen mich durch die Seiten stolpern. Die Autorin hat sich oft auf viele kleine Details fokussiert, was mich zwischendurch sehr gestört hat, da ich diese Szenen oft zu langatmig empfand. Außerdem gab es sehr viele Wiederholungen, was mich sehr genervt hat.

Mit den beiden Hauptprotagonisten konnte ich ebenfalls nicht warm werden. Paisley hat oft die anderen Mitmenschen, vor allem andere Frauen, sehr schnell und für alles verurteilt. Sie sieht sich oft in einer Opferrolle, greift andere aber an. Das war für mich irgendwie paradox.
Knox empfand ich als sehr toxisch und aufgesetzt. Seine Handlungen und Gedanken waren für mich nicht greifbar.

Die Entwicklung zwischen Knox und Paisley war absolut nicht nachvollziehbar, der Hass schwang so schnell in Liebe um, dass ich das Gefühl hatte, einige Seiten übersprungen zu haben. Trotzdem hatten die beiden auch ein paar schöne Momente zusammen, die mir gut gefallen haben.

Insgesamt hat mir das Buch nicht gefallen. Ich war froh als ich es endlich beendet habe. Da ich aber Band 2 zusammen mit Band 1 bekommen habe, gebe ich dem zweiten Teil eine Chance.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Absoluter Reinfall

Kiss Thief
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Kiss Thief von LJ Shen erzählt die Geschichte von Francesca Rossi, der Tochter eines Mafiabosses. Sie glaubt immer, dass sie eines Tages ihren Kindheitsschwarm Angelo Bandini heiraten wird. Doch auf einem ...

Kiss Thief von LJ Shen erzählt die Geschichte von Francesca Rossi, der Tochter eines Mafiabosses. Sie glaubt immer, dass sie eines Tages ihren Kindheitsschwarm Angelo Bandini heiraten wird. Doch auf einem Maskenball stiehlt der skrupellose Senator Wolfe Keaton nicht nur ihren ersten Kuss, sondern zerstört auch ihre Zukunftspläne. Er hat eine Rechnung mit ihrem Vater offen und zwingt Francesca in eine arrangierte Ehe mit einem Mann, den sie nicht ausstehen kann. Trotz allem erwischt sie sich immer wieder dabei, wie sie sich nach ihm sehnt. Schon hier wird deutlich, dass die Beziehung zwischen den Figuren von Macht, Kontrolle und toxischen Dynamiken geprägt ist.

Für mich funktionierte das Buch in keiner Hinsicht. Die Dynamik zwischen den Figuren ist von Anfang an toxisch, voller Red Flags und übertriebener Spicy Szenen, die die Handlung fast ausschließlich tragen. Die Männerfiguren sind stark stereotypisiert, die Protagonistin wird immer wieder auf ihr Aussehen reduziert. Tiefe, nachvollziehbare Motive oder echte emotionale Momente fehlen fast vollständig. Die Liebesgeschichte wirkt wenig glaubwürdig und stark konstruiert.

Auch die Handlung konnte mich nicht packen. Sie wiederholt sich in vielen Mustern und konzentriert sich stark auf explizite Szenen. Echte Konflikte, logische Entwicklungen oder erzählerische Substanz fehlen fast vollständig. Das Lesen fühlte sich dadurch zäh und anstrengend an, weil kaum Raum für Spannung oder emotionale Bindung bleibt.

Der Schreibstil unterstützt dieses Gefühl. Er wirkt reduziert, wenig strukturiert und detailarm. Selbst dramatische oder emotionale Momente entfalten kaum Wirkung, weil alles oberflächlich bleibt.

Besonders enttäuschend war für mich das Frauenbild und die Darstellung von Beziehungen. Sowohl männliche als auch weibliche Figuren werden stark auf stereotype Rollen reduziert. Das Buch ist voller toxischer Dynamiken, Red Flags und übertriebener Szenen, die ich nicht genießen konnte.

Insgesamt konnte mich Kiss Thief weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen. Die Grundidee hat Potenzial, doch die Umsetzung wirkt konstruiert, oberflächlich und in vielen Momenten schlicht problematisch. Für mich bleibt das Buch eine enttäuschende Lektüre.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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„A Study in Drowning“ ist für mich leider eine der größten Leseenttäuschungen gewesen. Klappentext und Cover haben etwas Düsteres, Geheimnisvolles und Literarisches versprochen, genau die Art von Geschichte, ...

„A Study in Drowning“ ist für mich leider eine der größten Leseenttäuschungen gewesen. Klappentext und Cover haben etwas Düsteres, Geheimnisvolles und Literarisches versprochen, genau die Art von Geschichte, die ich normalerweise liebe. Umso größer war die Ernüchterung beim Lesen.

Die Geschichte folgt Effy, die sich intensiv mit dem Werk eines berühmten Autors auseinandersetzt und dadurch an ein abgelegenes Anwesen gerät, das von Vergangenheit und Geheimnissen geprägt ist. Auf dem Papier klingt das nach einer spannenden, atmosphärischen Ausgangslage. Beim Lesen hatte ich jedoch das Gefühl, dass diese Idee nie wirklich ausgeschöpft wird. Vieles bleibt angedeutet, verliert sich in Stimmungen und inneren Gedanken, ohne dass sich daraus eine mitreißende Handlung entwickelt.

Auch mit den Figuren bin ich nicht warm geworden. Eine wirkliche Beziehung zu ihnen konnte ich nicht aufbauen, und viele ihrer Handlungen blieben für mich nicht nachvollziehbar. Dadurch entstand eine emotionale Distanz, die sich durch das gesamte Buch gezogen hat und mir das Weiterlesen zunehmend erschwert hat.

Irgendwann habe ich das Buch abgebrochen, weil ich gemerkt habe, dass ich mich nur noch durch die Seiten arbeite, statt mich auf das Weiterlesen zu freuen. Besonders schade finde ich das, weil die äußere Aufmachung und die Grundidee so viel versprochen haben. Für mich bleibt „A Study in Drowning“ daher ein Buch, das optisch und konzeptionell stark wirkt, mich in der Umsetzung aber leider überhaupt nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 15.04.2023

absolut enttäuschend...

Things We Never Got Over (Knockemout 1)
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Der Tag könnte für Naomi nicht schlechter laufen. In einer Kurzschlussreaktion flieht sie von ihrer eigenen Hochzeit, wird von ihrer entfremdeten Zwillingsschwester ausgetrickst, steht ohne Auto und Handtasche ...

Der Tag könnte für Naomi nicht schlechter laufen. In einer Kurzschlussreaktion flieht sie von ihrer eigenen Hochzeit, wird von ihrer entfremdeten Zwillingsschwester ausgetrickst, steht ohne Auto und Handtasche da und muss sich plötzlich um ihre Nichte kümmern, von der sie nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Entgeistert bittet sie im erstbesten Diner um Hilfe – und wird hochkant herausgeworfen. Denn ihre Zwillingsschwester, der sie zum Verwechseln ähnlich sieht, ist in Knockemout äußerst unbeliebt. Und als ein attraktiver Fremder sie auf der Straße anbrüllt, reißt ihr die Hutschnur. Wo ist sie hineingeraten?

Bad Boy Knox hat in seinem Leben keinen Platz für Drama. Doch die wunderschöne Fremde, die aus dem Nichts für Unruhe in Knockemout sorgt, bringt alles durcheinander. Als Naomis Leben direkt vor seinen Augen implodiert, ist das Mindeste, was Knox für sie und ihre Nichte tun kann, sein Gästehaus anzubieten. Doch dann werden aus ihren Schwierigkeiten handfeste Probleme …

Knox ist sich sicher: Er wird sich auf gar keinen Fall verlieben.

Ja, wo soll ich bloß anfangen? Ich möchte weder die Autorin noch ihr Werk „schlechtreden“, aber ich bin immer direkt und ehrlich in meinen Rezensionen und dieses Buch hat mir einfach schlichtweg absolut nicht gefallen. Ich kann den Hype um dieses Buch wirklich nicht nachvollziehen.

Ich habe das Buch bei der Hälfte abgebrochen. Ich konnte von Anfang an keinen Zugnag zu der Geschichte finden. Die Dialoge wirkten sehr gestellt und überzogen, die Handlung war voller Klischees und unnötigem Drama. Ich liebe die Tropes, die hier aufgegriffen wurden, aber die Umsetzung hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Charaktere waren nicht authentisch und deren Gefühle füreinander ließen mich kalt.

Der Schreibstil war auch nicht mein Fall. Die Geschichte kam nur schleppend voran und ich habe sehr schnell die Lust am Lesen verloren. Ich bin wirklich enttäuscht, dabei hatte ich anfangs nicht einmal hohe Erwartungen. Ich werde den Rest der Reihe nicht lesen.

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