Einzigartiger Fantasyroman
Gladiator's Love. Vom Feuer gezeichnetAls ich den Klappentext gelesen habe, konnte ich den Erscheinungstermin kaum erwarten. Die Figuren und das Setting klangen vielversprechend und als Einzelband konnte ich es perfekt zwischendurch lesen.
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Als ich den Klappentext gelesen habe, konnte ich den Erscheinungstermin kaum erwarten. Die Figuren und das Setting klangen vielversprechend und als Einzelband konnte ich es perfekt zwischendurch lesen.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Aeryn, eine Vantyr, welche vor einigen Jahren aus ihrer Heimat entführt und als Gladiatorin versklavt worden ist. Sie stellt sich sehr geschickt an und schnell wird sie bekannt, nichtsdestotrotz bleibt sie eine Sklavin. Für ihre Freiheit würde sie alles riskieren, doch dann lernt sie Cato kennen, ein Leibwächter eines Arenabetreibers.
Aeryn ist eine einzigartige Protagonistin. Sie wirkt nicht nur tough, sondern handelt auch so. In der Arena gehört sie zu den Besten. Trotz ihres Talents hasst sie die Kämpfe und wünscht sie sich nichts lieber als ihre Freiheit. Wenn sie etwas wirklich will, ist sie bereit es sich zu nehmen oder alles zu opfern, was nötig ist. Selbst ihr Leben.
Die Arenenkämpfe werden nicht verharmlost, jeder Gegner ist anders und bedarf einer anderen Strategie. Es ist äußerst aufregend Aeryns Gedanken und Strategien dabei nachzuverfolgen. Brütende Hitze und erbarmungslose Gegner machen es ihr schwer, denn jeder würde nur zu gerne die Chance haben, den Zuschauerliebling zu besiegen und sich selbst einen Namen zu machen.
Ebenso werden einige Kapitel aus Catos Sicht erzählt. Er ist das komplette Gegenteil von Aeryn: ruhig, sanft und auch oft nervös. Es war sehr erfrischend und abwechslungsreich.
Das Setting hat mich vom ersten Kapitel an gepackt. Die Buchwelt ist sehr authentisch und erinnert an die Zeit des Alten Roms. Die Landschaft, die Städte, die Kleidung und das Essen. Hinzu kommt eine Priese an Fantasy: Die Vantyr. Vantyr beherrschen Elementarmagie und werden außerhalb ihrer Insel als exotisch und barbarisch gesehen. Sie haben viele missverstandene Traditionen und Redensarten. Es finden regelmäßig Raubzüge auf ihrer Insel statt, da sie als besonders kostbar angesehen werden. Sobald sie jedoch ein Brandzeichen tragen, wird ihre Magie versiegelt. Gelegentlich bricht sie jedoch aus und die Vantyr sind nicht mehr Herr ihrer selbst. Ungünstig, wenn es gerade mitten in einem Arenenkampf passiert...
Und auch der Schreibstil ist markellos. Ich konnte das Buch an einem Wochenende durchlesen und habe jede Seite genossen.
Der Roman ist ein Einzelband und lässt sich perfekt zwischendurch lesen.