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Veröffentlicht am 19.05.2022

Die Welt entdecken ...

Das Geheimnis von Granada
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Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Das Cover ist hinreißend gestaltet und macht Lust auf Urlaub. Als Betrachter sieht man eine junge Frau mit Strohhütchen ...

Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Das Cover ist hinreißend gestaltet und macht Lust auf Urlaub. Als Betrachter sieht man eine junge Frau mit Strohhütchen und luftigen Sommerkleid auf einer Steintreppe sitzen. Die Blickrichtung ist abgewandt und man sieht Teile einer alten Stadt, Palmen und prächtig blühende Büsche. Die gesamte Szene ist in güldenes Licht getaucht und wirkt dadurch sommerlich und leicht. Gleich am Anfang meiner Lektüre finde ich eine persönliche Widmung der Autorin Emma Wagner für mich. Das war eine große Überraschung und Freude für mich. Dankeschön ! Dort steht nun in meiner Ausgabe ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak: „Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht.“ Herzchen Emma Wagner
Der Klappentext liest sich verführerisch und zieht mich schnell in den Bann. Der Roman teilt sich grob in zwei Zeitebenen, „Vergangenheit & Gegenwart“ und startet mit einem Prolog der 6 Jahre zuvor beginnt. Die Wortwahl und der Schreibstil begeistern mich sofort. Die Armut und der Freiheitsgedanke sind authentisch und greifbar. Ebenso wie die Protagonisten Schneiderin Mina, Gitarrenbauer Diego oder auch die Ärztin Marisol und Fabio. Ich tauche schnell in diese fremde und ferne Welt ein. Die geschriebenen Worte sowie die sehr gute und detailreiche Recherche begeistern mich. Genauso wie das ganze Hintergrundwissen um die Franco-Diktatur. Unmenschlich und besonders fies wurde dort vorgegangen. Der spanische Diktator Franco unterdrückte politische Gegnerinnen mit einer besonderen Gemeinheit. Den Müttern wurden ihre Neugeborenen weggenommen und mitgeteilt, dass die Babys bei der Geburt gestorben sein. Dieser „Babyraub“ und „Kinderhandel“ in Spanien (S.492 ff.), spielt im Roman auch eine zentrale und tragische Rolle. Der geschichtlich reizvolle und zeitgenössische Urlaubsroman entwickelt nach und nach eine gewaltige Eigendynamik. Er wartet mit großartigen Szenen auf, die mein Kopfkino begeistert anspringen lassen. Romantik, Emotionen, große Liebe, aber auch das spannende Familiengeheimnis halten mich davon ab, die Nachttischlampe auszuknipsen. Ich kann einfach nicht aufhören zu lesen. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin. Alles ist von der Autorin atmosphärisch und warmherzig beschrieben und die Erzählstränge werden nach und nach zu einem großartigen Mosaik, aus vielen farbenfrohen Steinchen zusammengefügt. Als Leserin spüre ich die Liebe der Autorin zu Granada (Südspanien) und der Bevölkerung. Als Fotografin gefallen mir die Schilderungen der Alhambra, die prächtigen Königspaläste sowie die beschaulichen Innenhöfe oder die gigantischen Parkanlagen besonders. Das ist alles so schön beschrieben, dass ich am liebsten sofort in den Flieger hüpfen würde, um dorthin zureisen um meine mir liebgewonnen Romanfiguren dort in „echt“ zu treffen und mit meiner Kamera die ganzen vielen Bildideen umzusetzen, die ich gedanklich, nun entwickelt habe. Und ich empfehle diesen Roman unbedingt als Urlaubslektüre einzupacken.

… Alle neugierigen Reisenden tragen Granada in ihren Herzen, auch ohne es besucht zu haben. -William Shakespeare- …

Bei mir hat dieses Buch jedenfalls die Lust geweckt „die fremde, geschilderte Welt“ zu entdecken und demnächst eine Reise dorthin zu buchen. Und am Ende wird alles gut, denn Märchen enden (fast) immer glücklich.


Inhalt:
Ein bewegender Roman um Liebe und Verlust, um den Zauber Granadas und die Macht der Vergebung von #1-Kindle-Bestsellerautorinn Emma Wagner.
Granada in der Franco-Ära: Für den jungen Gitarrenbauer Diego und die Schneiderin Mina ist es die Zeit ihrer großen Liebe. Aber die Diktatur verlangt den Menschen viel ab, Armut, Angst und Überwachung bestimmen das Leben. Mina und Diego kämpfen für eine gemeinsame Zukunft in Freiheit und ahnen nicht, wie hoch der Preis ist, den sie für ihre Liebe zahlen werden …
Jahrzehnte später macht die deutsche Ärztin Marisol sich Hals über Kopf auf den Weg nach Granada, um ihre spanischen Großeltern zu besuchen – dem geliebten Großvater geht es schlecht. Kaum angekommen, lernt Marisol den verschlossenen Fabio kennen, der sie auf eine rätselhafte Weise anzieht. Während die junge Frau in die verschlungenen Pfade ihrer Familiengeschichte eintaucht, scheint Fabio sein ganz eigenes Spiel zu spielen …


Die Autorin:
Emma Wagner lebt mit ihrer Familie bei Heidelberg. Sie spielt mehrere Instrumente und liebt es auch, mit Leinwand und Farben kreativ zu sein.

Weitere Bücher:
Weil ich von Dir träumte (Inselträume), Weil du mich riefst (Inselträume), Wir.Für immer, Irish feelings: Greycastle in love, Irish feelings – Als ich dich traf, Mit Ski, Charme und Pinguin, Irish feelings: Als ich dich küsste, Irish feelings: Als ich dich sah, Dein.Für immer, Winter, Liebe und ein Wiesel (Herz über Kopf- Bd.3), Eine Schildkröte macht noch keine Liebe, Von Träumen, Eidechsen und der Liebe, Liebe und andere Fettnäpfchen, Schneegestöber, You.Forever., Klappe, Action und Liebe, Die Liebe ist (k)ein Basketballspiel (Bd. 1), Das Handy in der Hummersuppe: oder ein harter Job für die Liebe, Himmelreich mit kleinen Fehlern, Liebe und andere Fettnäpfchen, Mein Kochbuch – Den Verlobten gewidmet,

Fazit: ***** Der Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist im „Tinte & Feder“ Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 588 Seiten, die mich schwer begeistert haben. Dankeschön, an die liebe Emma Wagner, für dieses fantastische Buch!


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Veröffentlicht am 17.05.2022

Das zweite Geheimnis (Die Spionin-Reihe, Band 2)

Das zweite Geheimnis
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Ost-West-Konflikt …
Auf meinen neuen Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller habe ich mich schon sehr lange gefreut und der Veröffentlichung entgegengefiebert. Das Cover ist, wie auch schon bei Teil ...

Ost-West-Konflikt …
Auf meinen neuen Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller habe ich mich schon sehr lange gefreut und der Veröffentlichung entgegengefiebert. Das Cover ist, wie auch schon bei Teil 1, wieder ein echter Eyecatcher. Teilendsättigte Farben, das Brandenburger Tor, einige nostalgisch wirkende Passanten und in der Mitte ein giftgrüner Trabant. Der Buchtitel ist diesmal in einem grün-glänzenden Farbton erhaben aufgetragen. Die Farbe symbolisiert für mich Würde, Autonomie und Umweltfreundlichkeit. Und irgendwie ist die Farbe für mich auch politisch. Der Klappentext ist spannend geschrieben und verspricht gute Unterhaltung. Der Auftakt der Spionin-Reihe hatte es in sich und ich möchte natürlich zu gerne erfahren, wie es meinen Romanfiguren weiter ergangen ist. Besonders wie es Protagonisten Ria Nachtmann und ihrer Tochter Annie ergangen ist. Da gab es ja noch einige Geheimnisse und Fragen zu klären. Und natürlich möchte ich auch erfahren was aus Jens, dem westdeutschen Journalisten geworden ist. Auch dieses Mal ist der Plot raffiniert und fesselnd aufgebaut. Die neue Romanreihe ist eine Trilogie, in der vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer alles gut recherchiert und mit viel Fachwissen aufbereitet durch den Autor, verständlich an den Leser übermittelt wird. Sehr spannend und gut gemacht, wie ich finde. So wird zeitgenössisches prima wiedergegeben. Ich könnte mir die Trilogie auch gut als TV-Produktion vorstellen. Die Ost-West Geschichte wird dramatisch und nervenkitzelig in den selbstständigen, aber thematisch zusammengehörenden Büchern erzählt. Ich mochte den Roman auch dieses Mal kaum aus der Hand legen. Die Zeitreise und die Geschehnisse fesseln mich sehr. Fiktion gemischt mit Realität, scheinbare Wahrheiten und Heimatliebe sind gut gemixt, wie ein Agentencocktail a la James Bond. Undurchsichtig und teils unvorstellbar, begibt man sich als Leser immer tiefer in dieses „Katz und Maus“ Spiel der Stasi. Diesmal wird sogar Tochter Annie auf Rita angesetzt, was ich als besonders perfide und gemein empfinde. Und ich frage mich auch diesmal als Leserin, wie war das durchgeplante Leben in der DDR, wie die Trennung von Verwandten im Westen oder gar die ständige Bespitzelung und das Misstrauen allem und jedem gegenüber? Nach und nach werden viele meine Fragen geklärt und es kommt etwas Licht ins Grau der Unterwelt und deren Machenschaften. Der Schreibstil von Titus Müller gefällt mir sehr. Und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es Ria im Abschlussband „Der letzte Auftrag“ der im Sommer 2023 erscheint, weiter ergeht. Aber bis dahin heißt es leider wieder einmal gespannt die Zeit überbrücken und warten……...
Inhalt:

Zwischen Ost und West

Zwölf Jahre nach dem Mauerbau führt Ria Nachtmann ein weitgehend angepasstes Leben in Ostberlin. Niemand würde vermuten, dass sie einst als Spionin für den Bundesnachrichtendienst aktiv war. Nur eines hat die Jahre überdauert: ihre Liebe zu Jens, einem westdeutschen Journalisten. Doch Verbindungen mit dem Klassenfeind sind streng verboten. Als Ria ein geheimes Treffen arrangiert, wird sie bereits beobachtet. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt ...
Der Autor:
Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, hat 13 Romane und 7 Sachbücher geschrieben. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u. a. mit dem C. S.-Lewis-Preis, dem Sir-Walter-Scott-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine große Spionin-Trilogie erzählt die Geschichte einer mutigen Frau – und drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte.
Weitere Bücher:
Das zweite Geheimnis, Nachtauge, Der Tag X, Der den Sturm stillt, Tanz unter Sternen, Der letzte Auftrag, Die goldenen Jahre des Franz Tausend, Die Brillenmacherin, Die Todgeweihte, Berlin Feuerland, Vom Glück zu leben, usw.
Fazit: ***** Der Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 432 Seiten. Diese sind unglaublich fesselnd, lehrreich und informativ. Die „verbotene“ Liebe, zwischen Rita und Jens, geht unter die Haut und mitten ins Herz. Auch nach dieser Lektüre denke ich noch lange über das spannende Stück Nachkriegsgeschichte, dass brillant von Titus Müller aufgeschrieben wurde, nach.


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Veröffentlicht am 15.05.2022

Aufgeblüht ...

Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten
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Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten: Roman. Die prachtvolle Familiensaga geht weiter (Die Hofgärtnerinnen-Saga 2)
Aufgeblüht …
Diane Jordan


Auf den zweiten Teil dieser Familiensaga habe ich mich mächtig ...


Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten: Roman. Die prachtvolle Familiensaga geht weiter (Die Hofgärtnerinnen-Saga 2)
Aufgeblüht …
Diane Jordan


Auf den zweiten Teil dieser Familiensaga habe ich mich mächtig gefreut. „Die Hofgärtnerin“–Sommerleuchten von Rena Rosenthal punktet auf den ersten Blick mit einem geschmackvollen Cover. Als Betrachter sieht man die Hofgärtnerei, ein Glasgewächshaus, zahlreiche bunte Stauden sowie einen geschwungenen Kopfsteinpflasterweg. Mittig angeordnet ist Marleene, die mir schon in Teil eins ans Herz gewachsen ist. Diesmal trägt sie einen fliederfarbenen Rock und eine weiße Bluse mit Anstecknadel. Sie wirkt reifer und entschlossener. In ihrer linken Hand ist ein Strohhut zu sehen, der für mich perfekt zum Roman passt. Der Klappentext verzaubert mich schnell. Da ich selber gerne in der Natur und im Garten unterwegs bin und zudem leidenschaftlich gerne koche, freue ich mich besonders über das schmackhafte Himbeer-Rosen-Konfitüre-Rezept im Buchdeckel. So etwas finde ich immer besonders toll und probiere das auch oft selber aus. Besonders cool finde ich, dass es ins Oldenburg um 1892 geht. Mit meinem Lieblingsmenschen war ich erst vor kurzem dort und habe mir die hübsche Stadt und den Botanischen Garten in Oldenburg angesehen. Jetzt hat der Roman dadurch für mich noch eine tiefere Bedeutung und ich kann mich noch ein wenig mehr ins „damals“ hineinträumen. Die meisten Protagonisten sind mir schon in Teil eins begegnet, allerdings gibt es auch ein paar neue Gesichter, wie zum Beispiel die neuen Nachbarn. Alle Figuren sind gut beschrieben und wirken authentisch. Marleene ist unterdessen mit Julius verlobt und möchte sich eine eigene Gärtnerei aufbauen. Doch auch diesmal werden ihr „massig Steine“ in den Weg gelegt. Die Familiensaga wartet mit bildgewaltigen Szenen und tollen Beschreibungen auf. Die Wortwahl und der Schreibstil von Rena Rosenthal gefallen mir sehr. Als Leser taucht man mitten ins Geschehen ein und meint den Duft der Blumen, Rhododendren-Sträucher und des duftenden Flieders zu riechen. Mir gefällt dabei besonders, dass Marleene sich nicht vor den neuen Aufgaben und Herausforderungen scheut und dass sie mutig und zielorientiert ihren Weg beschreitet. Die Plattdeutschen Begriffe und Redewendungen aus dem Roman runden, für meinen Geschmack, dieses Buch das zusätzlich mit Liebe, Eifersucht und Intrigen aufwartet, ab. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Geschilderte für mich so sehr spannend macht. Zusätzlich wird auch ein bekanntes Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff zitiert, was ich als sehr passend empfinde, da es für mich perfekt zur Geschichte passt. Als Leser bekommt man ein sehr gut recherchiertes Blumenbouquet geboten. Dieser bunt geschnürte Strauß bietet dem Leser: Romantik, Humor und Abwechslung vom Alltäglichen. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, wie diese tolle Geschichte weitergeht und was meine Protagonisten noch so alles erleben. Aber mit dem Fächercode, der am Ende des Buches im Anhang versteckt ist, werde ich mir bis dahin die Zeit vertreiben, denn das finde ich ist eine ganz nette Idee.

Inhalt:

Der Traum einer eigenen Gärtnerei. Eine Frau, die mutig in die Zukunft geht. Eine Liebe, die alle Hindernisse überwindet.

Oldenburg, 1893: Marleene und ihr Verlobter träumen davon, eine eigene Gärtnerei aufzubauen, in der sie duftenden Flieder und prachtvolle Rhododendren züchten. Als sich ihnen die Gelegenheit bietet, ein Stück Land zu bewirtschaften, können sie ihr Glück kaum fassen. Eine Auszeichnung auf der Hamburger Gartenschau könnte ihnen außerdem die begehrte Auszeichnung als »Hofgärtnerei« einbringen. Doch innerhalb von kürzester Zeit aus dem Nichts eine Gärtnerei aufzubauen verlangt ihnen und ihrer Liebe alles ab – sogar die Hochzeitspläne müssen zu Marleenes Kummer auf Eis gelegt werden. Und auch ihre Konkurrenten schrecken vor nichts zurück, um die beiden von ihrem Ziel abzubringen. Können sie es dennoch schaffen, ihren großen Traum wahrzumachen?
Dieser Sommer duftet nach bunten Blumen. Die wundervolle Hofgärtnerinnen-Saga geht weiter. In hochwertig veredelter, liebevoller Ausstattung.


Die Autorin:
Rena Rosenthal kommt aus der Nähe von Oldenburg und hat schon als Kind jede freie Minute in der Baumschule ihrer Eltern verbracht. Sie liebt Blumen und spannende Bücher, daher war schnell klar, dass ihre historische Familiensaga von duftenden Fliederbäumen und prächtigen Rhododendren handeln soll. Nachdem der Auftakt der Trilogie im Frühjahr 2021 erschienen ist, wird es 2022 und 2023 weitere Bände der mitreißenden Saga um die junge Gärtnerin geben. Rena Rosenthal lebt heute mit ihrer Familie in Köln.

Weitere Bücher:
Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume: Roman (Die Hofgärtnerinnen-Saga 1)

Fazit: ***** Der Roman „Die Hofgärtnerin – Sommerleuchten“ von Rena Rosenthal ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat gut 713 Seiten die mich abermals voll und ganz begeistert haben und mich nun gespannt auf die Fortsetzung jibbern lassen.




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Veröffentlicht am 13.05.2022

Game on!

Rabbits
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Rabbits: Dein Spiel. Dein Risiko.
Game on!
Diane Jordan
Ferienzeit ist Spielezeit , jedenfalls bei uns. Und ganz besonders seit wir unseren eigenen Wohnwagen besitzen. Da wird gespielt bis zum Abwinken, ...


Rabbits: Dein Spiel. Dein Risiko.
Game on!
Diane Jordan
Ferienzeit ist Spielezeit , jedenfalls bei uns. Und ganz besonders seit wir unseren eigenen Wohnwagen besitzen. Da wird gespielt bis zum Abwinken, kicher, oder die Mückenplage zu doll wird. Allerdings eher handfeste Brett oder Kartenspiele. Mein neuestes Hörspiel „Rabbits: Dein Spiel. Dein Risiko“ von Terry Miles hat meine Aufmerksamkeit daher schnell erregt. Diesmal gibt’s für mich was auf die Ohren und ich genehmige mir das Hörspiel jetzt vorab als kleine Auszeit. Das Cover der MP3-CDs ist auffällig, in orange-gelb und schwarz-grau gestaltet. Als Betrachter sieht man in dem warmen Orangeton zahlreiche Zahlencodes, in der Mitte befindet sich ein stilisierter Hase, der mich ein wenig an „Alice im Wunderland“ erinnert. Hier ist er allerdings in schwarz-grau und nicht in weiss. Das Gesamtbild macht auf mich einen kreativen, stimmigen und passenden Eindruck. Meine Augen bleiben an einem Button hängen, in dem: „Das Prequel als Hörspiel“ steht, hängen. Allerdings weiss ich damit erst einmal nichts anzufangen, aber mein Lieblingsmensch hilft mir schnell auf die Sprünge. Also, für alle die es auch nicht wissen. Ein Prequel ist eine Erzählung, die als Fortsetzung erschienen ist. Die Handlung ist aber vor diesem angesiedelt. Das pre- steht für vor. Im Inneren der stabilen Papphülle findet man ein umfangreiches Booklet sowie zwei CDs, die mit dem weiter oben erwähnten Hasen bedruckt sind. Im Booklet befindet sich zudem Zusatzmaterial zu den einzelnen Kapiteln, die Stadtansicht von Juneau, (Alaska) sowie ein Teil der erwähnten Computerspiele, wie z.B. „Space Ace“, „Don Bluth´s Lair“, „Defender II“ oder „Pin Bot“. Die MP3-CD´s haben eine Laufzeit von 3 Stunden und 28 und 3 Stunden 39 Minuten. Die gesamte Spieldauer ist also etwas über 7 Stunden. Der Plot ist mitreißend und sehr spannend und wird von den recht bekannten Sprechern atmosphärisch dargestellt und gesprochen.
Es geht, grob erklärt, um ein Spiel, das alle paar Jahre läuft - das real sein kann oder auch nicht. Das aber auch ein Spiel sein kann oder nicht und tiefgreifende Konsequenzen für die reale Welt haben kann oder auch nicht. Die Protagonisten Carly Parkers sowie die verschwundene Yumiko sind perfekt erdacht und wirken geheimnisvoll auf mich, ebenso wie das Spiel. Aber es gibt auch noch zahlreiche ungewöhnliche Nebenfiguren, wie zum Beispiel „den Magier“, „die Männerstimme vom Band“, „den Kurier“ oder „Dr. Abigail Prescott“ um nur einige zu nennen, die mich begeistern. Als Zuhörer ist man ruckzuck mitten im Geschehen. Alles wirkt irgendwie wie in einer geheimen Welt, aufregend und neu für mich. Auch das der Plot und die Suche nach Miko in einem Podcast in Echtzeit wiedergegeben werden, fasziniert mich, die Sprecher haben zudem angenehme Stimmen, was mir sehr gut gefällt. Die Handlung wirkt mysteriös, seltsam und unerklärlich auf mich. Um es genauer zu sagen, auch irgendwie kryptisch und undurchschaubar. Trotzdem erinnert es mich an meinen allerersten PC in den 80ziger Jahren und die damit verbunden Computerspiele. Freilich waren da die Menschen, die ihre Freizeit mit Spielen vor dem Computer verbrachten, meist eher „soziale Sonderlinge“. Im vorliegenden „Rabbits-Hörspiel“ ist das Finden und Befolgen von Verbindungen und Mustern notwendig, mit der Konsequenz, dass die Spieler stets aufmerksam und gehetzt unterwegs sind. Dadurch wirkt es irgendwie sehr real auf mich, obwohl ich sonst eher weniger in der Gamer-Szene anzutreffen bin. Immerhin kenne ich VR-Brillen von mehreren Elektromessen und diese „Geschichte“ erinnert mich ein wenig daran. Die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung einer scheinbaren Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit passt da für mich so irgendwie hin. Hingegen bin ich lieber im „Hier und Jetzt“ und nicht in einer computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Das ist mir dann doch irgendwie zu spookie… Aber für eine kurze Auszeit und ein Abtauchen in eine andere Welt, bestens geeignet. Das Hörbuch ist zudem ungewöhnlich und scheint meiner Meinung nach, gut recherchiert zu sein, da einiges an Fachwissen zur Gamer-Szene dem Zuhörer geboten wird. Und es macht irgendwie süchtig zu erfahren, was da so vor sich geht und passiert. Aber psssst, ich verrate nichts: „Dein Spiel. Dein Risiko“ …. Und ich finde, das Online-Spiele nicht nur Spaß bieten, sondern auch recht viele Gefahren bergen. Im realen/fiktiven Leben fallen mir da sofort Cybermobbing oder auch Identitätsdiebstahl ein, wie es auch oft (z.B. bei Facebook) vorkommt ein. Von Kreditkartenbetrug (z.B. bei Ebay) oder ähnlichem ganz zu schweigen.
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Wer spielt, der schweigt.
Finde die Tür, die Pforte, die Brunnen und Orte.
Wer spielt, der schweigt.
Tritt durch die Tore von Leben und Hölle.
Wer spielt, der schweigt.
Die Wächter sind wachsam und allzeit zur Stelle.
Wer spielt, der schweigt – für alle Zeit. (aus dem Booklet)
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Inhalt:
Endlich auf Deutsch: das Hörspiel-Phänomen aus Amerika, inszeniert von und mit der Sprecher-Elite Deutschlands.
Carly Parkers Freundin Yumiko ist verschwunden - unter sehr mysteriösen Umständen. Als sich Carly auf die Suche nach "Miko" macht, stößt sie auf ein rätselhaftes altes Spiel: "Rabbits".
Carly ahnt schnell, dass hier weit mehr läuft als nur ein Spiel, bei dem es um Geld und Macht geht - und dass der Schlüssel zur Lösung mit dem Fortbestand des Universums zusammenhängen könnte...
Wird Carly ihre Freundin finden, bevor es zu spät ist? Kommst du mit in diese Welt aus angsteinflößenden Parallelen und gefährlichen grauen Gestalten? Aber Achtung: Dein Spiel. Dein Risiko.
Der Autor:
Terry Miles ist preisgekrönter Filmemacher, Schöpfer der amerikanischen Public Radio Alliance und Producer der erfolgreichen Podcasts »RABBITS«, »Tanis«, »The Last Movie« und »Faerie« sowie Co-Produzent von »The Black Tapes«. Zwischen Ost- und Westküste der USA pendelnd, verbringt er seine Zeit damit, die mysteriösen Rätsel rund um RABBITS zu erforschen.
Die Sprecher:
Marie Bierstedt, geboren 1974, kam schon früh zum Film. So war sie bereits in den 1980er Jahren in Serien wie „Praxis Bülowbogen” zu sehen. 1988 spielte sie die Hauptrolle in dem Film „Die Mondjäger”. Nach dem Abitur konzentrierte sie sich dann aber auf das Synchronisieren. Sie ist unter anderem die deutsche Stimme von Anna Faris, Kirsten Dunst, Kate Beckinsale und Anne Hathaway. Am bekanntesten ist ihre Stimme als Kristin Kreuk in der Serie „Smallville” und als Alyson Hannigan in „Buffy”. In der Erfolgsserie „Grey’s Anatomy” lieh sie Chyler Leigh ihre Stimme. Für den Hörverlag las Marie Bierstedt bereits „Blutbraut” von Lynn Raven, „Die Rache trägt Prada” von Lauren Weisberger und „Zwei an einem Tag” von David Nicholls.
Timmo Niesner, geboren 1971 in Berlin, hatte seinen Durchbruch als 12-Jähriger in der Fernsehserie »Ich heirate eine Familie«. Heute ist er vor allem als Synchronsprecher, -regisseur und Dialogbuchautor tätig. Er ist die deutsche Stimme von Oscargewinner Eddie Redmayne (»Die Entdeckung der Unendlichkeit«, »The Danish Girl«), spricht die Figur des Spock in der Star Trek Filmreihe und synchronisierte Elijah Wood in der Rolle des Frodo Beutlin in der Verfilmung von »Der Herr der Ringe«.
David Nathan wurde 1971 in Berlin geboren und wuchs in einer Ostberliner Schauspielerfamilie auf. Bereits im Alter von zehn Jahren übernahm er erste Rollen in den Synchronateliers der DEFA und agierte darüber hinaus in diversen Film- und Theaterrollen. Seit 1991 ist David Nathan als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig. So ist er u. a. für die deutsche Synchronfassung von »Happy-Go-Lucky«, »Hustle & Flow« sowie »40 Tage und 40 Nächte« verantwortlich. Für »Thank You for Smoking« wurde er 2007 in der Kategorie »Herausragendes Synchrondrehbuch« für den Deutschen Preis für Synchron nominiert. Im Kino hört man David Nathan regelmäßig als Stimme von Johnny Depp, Christian Bale, Vincent Cassel, Val Kilmer, Paul Walker und Eric Dane. Zudem hat David Nathan seit 2003 zahlreiche Hörbücher eingelesen, darunter u. a. die Thriller von Justin Cronen (»Der Übergang«, »Die Zwölf«). Für den Hörverlag las er u. a. die Bände »Die Grenze« und »Das Spiel« der »Shadowmarch«-Reihe von Tad Williams.
Norman Matt wurde 1974 in Köln geboren. Er ist die deutsche Stimme von Michael Fassbender, Mark Ruffalo, Paul Rudd und vielen anderen. Serienfans kennen ihn als Tony DiNozzo aus »Navy CIS«, Tommy Shelby aus »Peaky Blinders«, Philip Jennings aus »The Americans«, Henry VIII aus »Die Tudors« oder als Guybrush Threepwood aus den »Monkey Island«-Adventures. Als Regisseur verantwortete er die deutschen Fassungen von Filmen wie »Brokeback Mountain«, »Sin City«, »Die Verlegerin« und »Inglourious Basterds«. Fans des Marvel Cinematic Universe ist er als die deutsche Stimme des Unglaublichen Hulks bekannt.
Weitere:
Rabbits - Spiel um dein Leben
Fazit: ***** für „Rabbits: Dein Spiel. Dein Leben“ von Terry Miles. Das Hörspiel hat eine Sogwirkung, der man sich als Zuhörer kaum entziehen kann und das mich ruckzuck in den Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Man nehme ...

Austern surprise - Die Inselköchin ermittelt
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Man nehme …

Diane Jordan

Die meisten Märchen beginnen mit „Es war einmal“, das weiss bestimmt jeder. Bei meinem neuesten Nordsee-Krimi von Lili Andersen „Austern surprise“ kommt mir allerdings, wie in ...

Man nehme …

Diane Jordan

Die meisten Märchen beginnen mit „Es war einmal“, das weiss bestimmt jeder. Bei meinem neuesten Nordsee-Krimi von Lili Andersen „Austern surprise“ kommt mir allerdings, wie in jedem guten Rezept, die Aussage einer Köchin: „Man nehme“, in den Sinn. Hier besteht die Rezeptur zuerst aus der schönen Nordseeinsel Pellworm, die sich mitten im Wattenmeer befindet. Ein Bestanteil des gelungenen Krimi-Rezeptes, mit dem man nicht viel verkehrt machen kann. Weitere Bestandteile sind „pfiffige, skurrile und ungewöhnliche“ Protagonisten, wie zum Beispiel die neugierige und wissbegierige Köchin Louise Dumas, Tante Fine und Freund Momme Mommsen, nicht zu vergessen die zahlreichen Nebenfiguren und stimmigen Tiere, wie z.B. Esel „Sture“. Gemixt mit einem spannenden Plot: hier: „die Bedeutung der Handelsstadt Rungholt und ihr tragischer Untergang“, einiger wertvoller Fundstücke und gut gewürzt mit ein paar „tragischen“ Zwischenfällen. Spoiler: Es gibt 1, 2… Tote & Vermisste. Abgerundet wird das Ganze mit ein paar delikaten „Geheimrezepten“ a la Louise. Köstlich- oder? Finde ich auch, auch toll zu lesen, denn Lili Andersen schreibt humorvoll, charmant und spannend. Die Wortwahl und der Schreibstil gefallen mir sehr. Es wirkt alles authentisch und echt. Als Leser fühlt man förmlich das Inselflair, den Wind, die Sagen, Geister und die grenzenlose Spannung um „Rungholt“ und die dadurch resultierenden „Zwischenfälle“. Ebenso der „Dialekt“, keine Ahnung, ob das tatsächlich so heißt: „Platt“, passt für mich perfekt zur Lektüre. Die Beschreibungen von Land und Leuten sind gut gelungen und machen großer Lust auf einen Urlaub auf der nordfriesischen Insel. An jeder Ecke, des Krimis, blitzt zudem Lokalkolorit aus den Kapiteln. „Louise“ ist mir schon aus Teil eins „Die Inselköchin ermittelt – Krabbenchanson“ bekannt und vertraut. Ich mag diese französische Wahlfriesin und auch die schöne Nordsee-Insel Pellworm sehr. Der Plot ist gewohnt spannend und nimmt nach und nach Fahrt auf. Ein wenig so, als wenn man mit einer kleinen Jolle in See sticht. Die ersten 100 Seiten kommen mir ein wenig wie früher „Dalli klick“ vor … Das ist ein Ratespiel nach einer „älteren“ beliebten Spielshow, bei dem schrittweise ein neuer Teil eines verborgenen Bildes aufgedeckt wird. Gewonnen hat, wer das Bild zuerst errät. Und auch hier wird das neben einigen, feinen Stilelementen perfekt eingesetzt. Auch alles zum „Atlantis der Nordsee“ (Rungholt) finde ich aufregend und interessant. Da kommen einige Fragen auf. Wo liegt es? Warum ist es untergegangen? Was wollen die ganzen Archäologen, Ethnologen und Historiker aus dem Roman vor Ort? Und was haben sie zu verbergen? Sehr geheimnisvoll das Ganze und ich möchte auch nicht zu viel verraten, denn es soll auch für den nächsten Leser spannend bleiben. Nach und nach, kommt Licht ins Dunkle. Der Verbleib des ein oder anderen ebenfalls zum Beispiel, die Erzählstränge werden geschickt und passend aufgedröselt, meine Fragen werden nach und nach geklärt. Es wirkt alles gut durchdacht und logisch. Als Leser erfährt man viel „historisches & geschichtliches“, bekommt ganz nebenbei Ausflugstipps für die nähere Umgebung, wie ich zum Beispiel, nach Husum, in das „Nissenhaus“ was ich noch gar nicht kannte. Zu guter Letzt darf man sich auch noch auf zahlreiche köstliche Rezepte wie: „Lasagne mit Schafskäse und Mangold“, „Austern Rockefeller“ oder die „gefüllte Dorade“ freuen, um nur einige zu nennen. Beim Apfelsenf, der auch im Krimi erwähnt wird, ist mir direkt das Wasser im Munde zusammengelaufen. Da wir nahe des Alten Landes bei Hamburg wohnen und ich selber gerne koche und ausprobiere, habe ich den tatsächlich auch schon selber nach meinem Rezept hergestellt. Ich empfehle den Krimi gut gesättigt zu lesen, denn der macht durchaus Appetit, wie ein laaaaaaaanger Spaziergang am Stand, da kehrt man ja auch hungrig zurück. Bon appétit und viel Spass mit der ermittelnden und kochenden Inselköchin!

Die Autorin:
Lili Andersen ist das Pseudonym der Krimiautorin und Kunsthistorikerin Liliane Skalecki.

Weitere Bücher:
Krabbenchanson (Band 1)

Fazit: ***** Der Nordsee-Krimi „Austern surprise“ von Lili Andersen ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 432 spannende Cosy-Crime-Seiten, die Lust auf Insel-Urlaub, „französische Küche“ und Museums-Besuche machen, so war es zumindest in meinem Fall.





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