Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
offline

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2022

Unkonventionelles Jugendbuch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte

(Not So) Amazing Grace
0

„(Not So) Amazing Grace“ von Mercedes Helnwein ist wieder mal ein Buch, welches mir die Bewertung schwer macht. Ich für meinen Teil habe mich nämlich mit der Hauptprotagonistin Grace richtig schwer getan. ...

„(Not So) Amazing Grace“ von Mercedes Helnwein ist wieder mal ein Buch, welches mir die Bewertung schwer macht. Ich für meinen Teil habe mich nämlich mit der Hauptprotagonistin Grace richtig schwer getan. Diese ist über die gesamte Handlung hinweg, unausstehlich, frech und stellenweise ihren Mitmenschen gegenüber richtiggehend asozial. Natürlich darf ein Buchcharakter seine Leser:innen auch herausfordern und muss nicht automatisch gemocht werden, in diesem Fall war mir das dargestellte Verhalten aber einfach To-Much. So konnte ich zu Grace einfach keine Beziehung aufbauen und die ganze Geschichte schaffte es nicht mich emotional zu erreichen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich in diesem Fall um ein Jugendbuch handelt, welches wirklich eher jüngeren Leser:innen gefallen soll. Obwohl ich sonst gerne auch als Erwachsene in diesem Genre unterwegs bin, fehlte mir hier einfach eine tiefgründige Botschaft bzw. fand ich viele der getroffenen Aussagen stellenweise grenzwertig. Wenn man sich allerdings erst mal von der Idee löst, das die Geschichte eine sinnvolle Message vermitteln soll, bietet das Buch durchaus hohen Unterhaltungswert. Die Handlung ist nämlich amüsant, stets interessant und versteht es auch durch ihre Abgedrehtheit zu fesseln. Der Schreibstil liest sich dabei flüssig und passt durchaus ins Genre. Auch der Handlungsort in Florida, war mal etwas Anderes und verleiht der Geschichte eine besondere Note. Alles in allem kann ich dem Roman dennoch nur 3 ½ Sterne geben.

Mein Fazit: Ungewöhnliche Geschichte, voller Überraschungen, mit einer herausfordernden Hauptprotagonistin. Allerdings habe ich schon deutlich stimmigere Jugendbücher gelesen, deshalb gibt es von mir in diesem Fall keine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2022

Feel-Good-Roman, mit ganz viel Urlaubsstimmung und einem eher nebensächlichen Kriminalfall

Pasta Criminale
0

„Pasta Criminale“ von Gudrun Grägel hält leichte und lockere Cosy Crime bereit, wobei der Fokus auf der wunderschönen italienischen Umgebung und den dortigen kulinarischen Köstlichkeiten lag. Wer anhaltende ...

„Pasta Criminale“ von Gudrun Grägel hält leichte und lockere Cosy Crime bereit, wobei der Fokus auf der wunderschönen italienischen Umgebung und den dortigen kulinarischen Köstlichkeiten lag. Wer anhaltende Spannung, packende Ermittlungen und einen ausführlichen Fall erwartet, wird hier meiner Meinung nach eher enttäuscht werden. Gerade deshalb tue ich mich mit dem Begriff Krimi durchaus schwer. Versteht mich nicht falsch, die Lektüre war kurzweilig, interessant und macht definitiv Lust auf einen Urlaub am Gardasee. Nur die Morde gehen bei all den schönen Beschreibungen der Umgebung, gemütlichen Abenden und tollen Ausflügen leider etwas unter. Doro und ihr Freund Vince sind trotzdem sympathische Charaktere und punkten mit ganz viel Herzlichkeit und Offenheit. Ich habe die Abenteuer der Beiden auch gerne verfolgt und freue mich auch auf ein Wiederlesen mit Beiden. Doro hat bereits jetzt ein gutes Gespür für Zusammenhänge, nur sollte sie beim nächsten „Krimi“ einfach etwas mehr am Ball bleiben. Zum Ende hin zog die Spannung zwar nicht wie gewünscht an, die Auflösung gab es ohne großes Aufhebens nebenher, dafür war diese dann aber stimmig und durchaus überraschend. Der Schreibstil ist einfach und umgangssprachliche gehalten. Die Sätze sind dabei kurz und prägnant, dadurch lässt sich das Buch allerdings auch ohne viel Konzentration ganz entspannt lesen. Auf die regelmäßig vorkommenden Anglizismen hätte ich allerdings verzichten können.
Mein Fazit: Viel Cosy, wenig Crime. Locker leichte Geschichte, atmosphärisch geschrieben und leicht zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2022

Der tägliche Kampf mit Depressionen: Erzählt aus der Sicht einer Betroffenen

Kalt erwischt
0

In ihrem Buch „Kalt erwischt – Wie ich mit Depressionen lebe und was mir hilft“ erzählt die Autorin Heide Fuhljahn auf sehr persönliche Weise von ihrer Lebens- und Leidensgeschichte, denn Depressionen ...

In ihrem Buch „Kalt erwischt – Wie ich mit Depressionen lebe und was mir hilft“ erzählt die Autorin Heide Fuhljahn auf sehr persönliche Weise von ihrer Lebens- und Leidensgeschichte, denn Depressionen begleiten sie fast schon ihr ganzes Leben lang. Schonungslos offen lässt sie ihre Leser:innen dabei an Tiefpunkten aber auch Lichtblicken teilhaben und ermöglicht einen interessanten Einblick in psychiatrische Einrichtungen und das deutsche Gesundheitssystem. Zusätzlich wechseln sich die biografischen Schilderungen mit allgemeinen Erklärungen und Interviews von Menschen mit Expertise ab. Tendenziell sprachen mich die privaten Ausführungen ein wenig mehr an. Denn auch wenn die weiterführenden Informationen gut recherchiert sind, lesen sie sich doch stellenweise etwas langatmig und bieten auch kein vollständiges Bild über den aktuellen wissenschaftlichen Stand. Allgemein merkt man dem Buch an, welche therapeutische Fachrichtung der Autorin selbst sehr geholfen hat (Psychotherapie), diese Therapieform stellt sie wirklich ausführlich vor, ihre Begeisterung dafür ist auf jeder Seite spürbar. Andere Richtungen werden hingegen nur kurz oder auch gar nicht beleuchtet. Und auch so mancher der aufgestellten Thesen (z.B. zum Thema Burnout) konnte ich nur schwer folgen. Dennoch bietet das Buch vor allem für Betroffene und Angehörige, einen gelungen Einstieg in das immer noch stigmatisierte Thema Depressionen. Aufgrund meiner genannten Kritikpunkt gibt es von mir zwar leider nur 3 ½ Sterne, dennoch kann ich mir vorstellen, dass das Buch für Andere, ein hilfreicher Ratgeber sein kann. Deshalb bildet euch gerne selbst eine Meinung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2022

Bunte Fantasymischung mit kleinen Schwächen

2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
0

„2 Seelen – Das erste Buch der Unsterblichkeit“ von Rose Snow ist eine angenehm zu lesende Romantasy, welche dennoch ein wenig hinter meinen Erwartungen zurückblieb. An sich liest sich die Geschichte wirklich ...

„2 Seelen – Das erste Buch der Unsterblichkeit“ von Rose Snow ist eine angenehm zu lesende Romantasy, welche dennoch ein wenig hinter meinen Erwartungen zurückblieb. An sich liest sich die Geschichte wirklich ansprechend und war dadurch eine leichte Lektüre für Zwischendurch. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, passt aber zum Genre und liest sich durchgängig flüssig. Zu Beginn ist das Erzähltempo eher gemächlich, so dass genügend Zeit blieb Hauptprotagonistin Kela näher kennen zu lernen. Ab der Mitte zieht das Tempo dann aber auch an, so dass es am Ende richtig spannend zugeht. Auch wenn mich die Handlung fesseln konnte, gab es doch ein paar Kleinigkeiten welche für eine 5 Sterne Bewertung gefehlt haben. Zunächst einmal ist die erschaffene Welt in „2 Seelen“ leider nichts besonders. Vielmehr kreiert die Autorin eine bunte Mischung unterschiedlichster Elemente, welche mir so oder so ähnlich durchaus schon öfter begegnet sind. So fehlt es der Geschichte am Ende an Einzigartigkeit und es gab immer wieder Momente welche ich als wenig stimmig und teilweise sogar als unlogisch erlebte. Auch die enthaltene Liebesgeschichte war mir etwas zu platt um mich richtig verzaubern zu können. Dennoch habe ich Kela sehr ins Herz geschlossen, da sie eine wirklich liebenswerte Protagonistin ist, welche sich erstaunlich gelassen in der für sie neuen Welt zurechtfindet. Und auch so mancher Nebencharakter ist mir richtig ans Herz gewachsen. Und auch wenn mich das dieser erste Band nicht vollkommen mitreißen konnte, bin ich trotzdem neugierig auf die Fortsetzung. Deswegen vergebe ich im Gesamten 3 ½ Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2022

Kleiner Ratgeber mit Basics rund ums Indoor-Gärtnern

Endlich Mittagspause! Indoor-Gärtnern zwischen Mails und Meetings mit Pflücksalat, Sprossen & Co.
0

Die Aufmachung von „Endlich Mittagspause! Indoor-Gärtnern zwischen Mails und Meetings“ gefiel mir auf Anhieb gut. Das Buch ist modern gestaltet, voller ansprechender Fotos und auch der Schreibstil liest ...

Die Aufmachung von „Endlich Mittagspause! Indoor-Gärtnern zwischen Mails und Meetings“ gefiel mir auf Anhieb gut. Das Buch ist modern gestaltet, voller ansprechender Fotos und auch der Schreibstil liest sich angenehm leicht. Das Werk von Lotta Repenning und Robert Schlossnickel ist in sechs Kapitel unterteilt und gibt einen guten ersten Überblick über die Möglichkeiten des Indoor-Gärtnerns. Alles ist soweit gut erklärt, so dass man die Beschreibungen einfach nachmachen kann. Besonders die ökologischen Tipps rund ums kreative Upcycling zu Beginn des Buchs fand ich toll. Aber auch die Kapitel zu den Themen „Sprossen & Micro-Greens“, „Salate“, „Gemüse“, „Küchenkräuter“ und „Pilze“ laden zum loslegen ein. Auch wenn die beschriebenen Möglichkeiten, nur einen sehr eingeschränkten Überblick bieten, gefiel mir die Auswahl doch recht gut. Neben altbekannten Ideen, gibt es auch etwas Innovatives zu entdecken. Ergänzt werden die Pflanzenportraits außerdem noch durch passende Rezepte, welche sich mal mehr, mal weniger gut, für Büroküchen eignen. Diese klingen zwar lecker und gesund, lieber hätte ich aber noch mehr über die jeweiligen Pflanzen und deren Anbau erfahren. Alles in allem hatte ich mir einfach ein wenig mehr von diesem Sachbuch versprochen. Für absolute Einsteiger:innen finde ich es aber dennoch geeignet. Im Gesamten betrachtet kann ich allerdings leider nur für 3 ½ Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung