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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2018

Leider enttäuschend

Die Rivalin
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Thriller Die Rivalin von Michael Robotham erschienen am 27.12.2017 im Goldmann Verlag, geb. Ausgabe 512 Seiten

Der Autor zeichnet hier zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen: Die unscheinbare Agatha, ...

Thriller Die Rivalin von Michael Robotham erschienen am 27.12.2017 im Goldmann Verlag, geb. Ausgabe 512 Seiten

Der Autor zeichnet hier zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen: Die unscheinbare Agatha, die durch ihre Kindheit psychischen Schaden erlitten hat und die vermeintlich perfekte Meghan mit dem tollen Mann und zwei Kindern. Beide hüten ein Geheimnis.

Lange Zeit, wusste ich nicht, wohin die Thematik gehen soll. Als dies endlich klar wurde, kam auch Spannung auf. Doch endete der Plot in einem sehr unglaubwürdigen und zähen Finale. Der deutsche Buchtitel und das Genre Thriller sind meiner Meinung nach irreführend. Sicherlich ist vor allem Agatha psychologisch völlig instabil. Doch hier fehlt es gänzlich an Thriller typischen Wendungen und knisternder Spannung. Auch die Nebencharaktere wie Meghans Ehemann Jake und sein Freund Simon sind nicht besonders ausgearbeitet.

Fazit: Normalerweise bin ich bin ein großer Fan von Michael Robotham und seinen Psychothrillern um den Psychologen Joe O‘Laughlin und seinen Freund Vincent Ruiz. Hier wurde ein ganz anderer Grundstein gelegt, was durchaus interessant hätte werden können. Doch die Umsetzung durch Autor ist meiner Meinung nach nicht geglückt.


Veröffentlicht am 19.01.2026

Sex Koks Alkohol

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Diese drei Schlagwörter beherrschen die Geschichte. Puh, ganz schön anstrengend, schräg und verstörend.

Sechs Freunde, die eine (angebliche), vor allem toxische Freundschaft, verbindet. Dreh- und Angelpunkt ...

Diese drei Schlagwörter beherrschen die Geschichte. Puh, ganz schön anstrengend, schräg und verstörend.

Sechs Freunde, die eine (angebliche), vor allem toxische Freundschaft, verbindet. Dreh- und Angelpunkt ist Maria. Jeder ist ihr in irgendeiner Weise verfallen.

Die Kapitel sind kurz. Wechseln ständig zwischen den Protagonisten sowie Gegenwart und Vergangenheit. Manche Dinge werden meiner Meinung nach viel zu detailliert beschrieben. Das raubt die Spannung und zieht den Plot unnötig in die Länge. Bei den zahlreichen Informationen und Verwebungen gilt es, den Überblick nicht zu verlieren. Wer mit wem, wieso, weshalb, warum.

Der Grundansatzpunkt – dissoziative Amnesie – ist durchaus interessant. Ich hätte mir eine andere, vor allem glaubwürdigere Umsetzung gewünscht. Weniger ist manchmal doch mehr. Das Dinner hat mir nicht geschmeckt und liegt mir schwer im Magen.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Datingpannen in der Mehrzahl sucht man hier vergeblich

Wo kann ich bitte meinen Mann zurückgeben?
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Roman Wo kann ich bitte meinen Mann zurückgeben? von Kristen Bailey erschienen am 29.04.2022 im Bastei Lübbe Verlag, gelesen als Taschenbuch mit 432 Seiten

Der Prolog und das erste Kapitel haben meine ...

Roman Wo kann ich bitte meinen Mann zurückgeben? von Kristen Bailey erschienen am 29.04.2022 im Bastei Lübbe Verlag, gelesen als Taschenbuch mit 432 Seiten

Der Prolog und das erste Kapitel haben meine Leseerwartung sehr hoch geschraubt. Der lockere sowie humorvolle Schreibstil gepaart mit Emmas eingerosteten Flirterfahrungen trafen bei mir ins Schwarze. Die Datingpanne mit dem weinerlichen Phil macht Lust auf mehr. Aber: Der starke Auftakt fällt mit gleicher Intensität genauso wieder ab. Der Plot verliert sich plötzlich in Klischees, die so unglaubwürdig sind, dass man den Eindruck gewinnt, ein Wechsel ins Märchengenre hätte stattgefunden. Den Charakteren fehlt aufgrund der Oberflächlichkeit gänzlich die Tiefe. Emma nervt mit ihrem mangelnden Selbstbewusstsein und peinlichen Zugeständnissen. Mir drängte sich die Frage auf, wie man als erwachsene Frau und Mutter so naiv und masochistisch sein kann. Auch ihre jüngere Schwester Lucy kann die ein oder andere Szene mit ihren „schmutzigen“ Gedanken nicht aufwerten. Meist ist sie einfach nur peinlich. Der Zusammenhalt der fünf Schwestern ist zunächst sehr stimmig, doch wird dieser mit einer Banalität zunichte gemacht.

Meine persönlichen Highlights sind die kurzen Auftritte von Emmas Töchtern Iris (die Emma liebevoll Kartöffelchen nennt – ein weiterer Pluspunkt) und Violet. Kindermund tut einfach Wahrheit kund. Ein stummes Zwiegespräch zwischen einem Baby und Emmas künftigem Lover. Vor allem jedoch Emmas kleiner Patient Lewis, der eine ganz eigene Art des Umgangs mit seiner Krankheit und der Trennung seiner Eltern hat.

Fazit: So sehr hatte ich mich auf die Lektüre gefreut und bin bitter enttäuscht. Schade, dass die Autorin das begonnene Tempo nicht beibehalten hat. Vor allem habe ich den im Klappentext angepriesenen Dating-Dschungel schmerzlich vermisst. Dem Plot fehlt absolut die nötige Würze und Realität.

Ganz herzlich danke ich der Lesejury und dem Bastei Lübbe Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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Veröffentlicht am 14.01.2021

Hat mich überhaupt nicht gepackt

Die APP – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Ein typischer Arno Strobel, der mich trotz des guten Sprechers nicht überzeugen konnte. Startet spannend, verliert sich dann aber in zu vielem Hin und Her sowie allzu durchsichtigen Charakteren. Die zu ...

Ein typischer Arno Strobel, der mich trotz des guten Sprechers nicht überzeugen konnte. Startet spannend, verliert sich dann aber in zu vielem Hin und Her sowie allzu durchsichtigen Charakteren. Die zu detailreichen blutigen Szenen wirken eher abstoßend als fesselnd. Auch die Auflösung ist überaus unspektakulär, da sie mit dem Titel überhaupt nichts gemein hat.

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Veröffentlicht am 23.11.2020

Auf Mördersuche

Wenn das Licht gefriert
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Thriller Wenn das Licht gefriert von Roman Klementovic erschienen am 09.09.2020 im Gmeiner Verlag, gelesen als eBook 305 Seiten

Der Autor war mir bislang unbekannt. Durch den Klappentext und die zahlreichen ...

Thriller Wenn das Licht gefriert von Roman Klementovic erschienen am 09.09.2020 im Gmeiner Verlag, gelesen als eBook 305 Seiten

Der Autor war mir bislang unbekannt. Durch den Klappentext und die zahlreichen positiven Rezensionen bin ich neugierig geworden. Der Plot startet in meinen Augen ein wenig schleppend. Einige Rückblicke in die Vergangenheit vermitteln mehr Hintergrundwissen. Überwiegend wird die Geschichte aus Elisabeths Sicht in dritter Person erzählt. Die kurzen Kapitel haben stets ein offenes Ende, dadurch entsteht zunächst ein guter Spannungsbogen. Jeder Charakter hat ein Geheimnis. Ab der Hälfte des Buches überschlagen sich plötzlich die Geschehnisse und die Geschichte verliert ihre Glaubwürdigkeit, wirkt verworren und nur auf Tempo gedrillt. Trotz ständiger Twists und falscher Fährten habe ich zum Ende das Interesse verloren und den Rest mehr oder weniger überflogen.

Interessant fand ich die intensiven Einblicke in Friedrichs Demenzerkrankung. Diese war glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt.

Fazit: Mich konnte der Thriller leider nicht packen. Er wirkte auf mich konfus und zu sehr gewollt. Ich bin sehr enttäuscht und kann daher keine Leseempfehlung aussprechen.

Ganz herzlich danke ich dem Verlag und NetGalley für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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