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Veröffentlicht am 10.02.2023

Leider nicht mein Fall

Lights of Darkness
1

Inhalt:
Frankie hat nach Erfahrungen in ihrer Kindheit Angst im Dunkeln. Ihr bester Freund Tyler hingegen ist ein absoluter Nachtmensch. Doch was, wenn aus Freundschaft plötzlich mehr wird...

Meine Meinung:
Das ...

Inhalt:
Frankie hat nach Erfahrungen in ihrer Kindheit Angst im Dunkeln. Ihr bester Freund Tyler hingegen ist ein absoluter Nachtmensch. Doch was, wenn aus Freundschaft plötzlich mehr wird...

Meine Meinung:
Das Cover von "Lights of Darkness" ist genau wie der Vorgänger wunderschön gestaltet und passt perfekt zu dem idyllischen Setting in Golden Oaks. Das Setting und die Atmosphäre ist auch gleich das, was mir an dem Buch richtig gut gefallen hat!
Mit den Charakteren hatte ich aber leider, wie auch schon im ersten Band so meine Probleme. Ich konnte zu keinem der beiden eine richtige emotionale Bindung aufbauen.
Mit Frankie wurde ich irgendwie überhaupt nicht warm. Ihr Humor war leider absolut nicht meins und ich empfand ihre Witze häufig einfach als deplatziert. Ihr Verhalten wirkte auf mich auch eher wie das eines Teenagers in der Pubertät als das einer jungen Frau Anfang 20. Das ist jetzt absolut nicht auf ihre Ängste bezogen, sondern eben auf diesen Humor und auch ihren Umgang mit Tyler.
Tyler mochte ich wohl insgesamt etwas mehr als Frankie, aber eine richtige Bindung konnte ich auch zu ihm nicht aufbauen. Besonders sein sprunghaftes Verhalten in Bezug auf Frankie ging mir mit der Zeit immer mehr auf die Nerven.
Grundsätzlich mag ich Friends to Lovers Geschichten, wenn sie gut umgesetzt sind, echt gerne, aber diese konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Zuerst einmal wirkten die beiden für mich oft gar nicht als wären sie ja schon ewig beste Freunde, da sie einfach so viele Dinge nicht voneinander wussten. Auch hat mich die fehlende Kommunikation zwischen den beiden gestört.
Abgesehen von der Liebesgeschichte konnte mich die Handlung zum Ende hin wieder überraschen. Es brauchte jedoch seine Zeit bis die Handlung mal wirklich vorwärts gekommen ist, sodass am Ende doch einiges recht schnell abgehandelt wurde. Insbesondere im Umgang mit den sensiblen Themen und Ängsten hätte ich mit mehr Tiefgang gewünscht.
Ein letzten Kritikpunkt, den ich noch loswerden muss ist leider, leider der Schreibstil. Es fällt mir so schwer das hier zu sagen, da ich bereits die Move District-Reihe der Autorin kenne und diese echt gemocht habe, aber in dieser Reihe hier kam ich mit dem Schreibstil leider gar nicht zurecht. Die Dialoge wirkten irgendwie unnatürlich und ganz besonders anstrengend fand ich den extrem umgangssprachlichen Ausdruck und die eingebauten englischen Sätze. Oft endeten die Sätze mit "girl" oder es wurden englische Worte wie "crap" reingeworfen.

Fazit:
Es bricht mir echt ein bisschen das Herz, das sagen zu müssen, weil ich mich unglaublich auf diese Reihe gefreut habe, aber leider konnte mich Lights of Darkness und damit die gesamten Golden Oaks Reihe nicht überzeugen. Mit keinem der Charaktere wurde ich irgendwie warm und dazu machte mir auch der Schreibstil der Autorin Probleme. Nachdem die Move District Reihe mir eigentlich echt gut gefallen hatte, konnte diese Reihe da für mich leider nicht mithalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2022

Back to Aspen

Like Ice We Break
0

Inhalt:
Gwen soll die iSkate verlassen. Ihre einzige Möglichkeit zu bleiben ist, in den Paarlauf zu wechseln. Ihr neuer Partner soll auch noch ausgerechnet Oscar werden, der neu in die Stadt gezogen ist ...

Inhalt:
Gwen soll die iSkate verlassen. Ihre einzige Möglichkeit zu bleiben ist, in den Paarlauf zu wechseln. Ihr neuer Partner soll auch noch ausgerechnet Oscar werden, der neu in die Stadt gezogen ist und vor dem sich Gwen gleich zu Beginn blamiert hat...

Meine Meinung:
Nachdem mir Band 1 eigentlich gut gefallen hat, ich Band 2 dann aber leider sehr problematisch fand, wollte ich nun Band 3 nochmal eine Chance geben. Doch leider konnte auch dieser mich nicht wirklich überzeugen. Aber erstmal zu den Dingen, die mir gut gefallen haben.

Das Cover finde ich richtig schön. Es ist wieder passend winterlich und schafft perfekt, die Verbindung zum Eiskunstlauf widerzuspiegeln. Bisher ist es definitiv mein liebstes Cover aus der Reihe.
Auch das Setting in Aspen gefiel mir wieder richtig gut. Es herrscht direkt eine gemütliche, winterliche Stimmung, was mir gut gefallen hat.

Ein großes Problem in dieser Geschichte war für mich jedoch leider die Protagonisten, Gwen und Oscar, wobei ich zu Gwen wenigstens noch irgendwie annähernd einen Zugang gefunden habe. Oscar hingegen war mir von Beginn an leider einfach nur unsympathisch. Wenn der erste Satz eines Charakters (und sogar eines ganzen Buches) "Reiche Chicks sind reiche Chicks" dann sagt das meiner Meinung nach leider einiges aus. Diese oberflächlichen, abwertenden Aussagen hauptsächlich gegenüber Frauen tätigt Oscar einfach immer wieder und bis zum Ende hin wird das kein einziges Mal kritisch beleuchtet oder reflektiert. Außerdem wirkt Oscar während der ganzen Geschichte ziemlich undankbar für die Chance, die ihm in Aspen geboten wird, wodurch er bei mir auch nicht wirklich Sympathiepunkte sammeln konnte.

Auch mit der weiblichen Protagonistin Gwen hatte ich ein paar Probleme, konnte zu ihr aber letztendlich schon eine gewisse Verbindung aufbauen. Gwens Verhalten wirkt auf den ersten Blick sicherlich manchmal verwirrend und war auch für mich definitiv nicht immer nachvollziehbar. Dies wurde jedoch auch in der Geschichte immer wieder thematisiert, was ich gut und wichtig finde. Leider fehlte mir jedoch in Bezug auf diese psychische Erkrankung etwas die Tiefe. Das Potenzial um dies ausgiebig zu beleuchten und auch erste Ansätze waren definitiv da, aber diese wurden für mich leider nicht richtig genutzt. Auch die Thematik rund um Gwens Vater fand ich richtig interessant. Auch hier hätte ich mir jedoch im Umgang mit so einem wichtigen Thema mehr Tiefe gewünscht.

Grundsätzlich hatte ich in dieser Geschichte einfach das Gefühl, dass man sehr viele verschiedene Themen und Handlungen ansprechen wollte und diese dadurch nur an der Oberfläche angekratzt werden. Mir kam zum Beispiel auch in diesem Teil das Eiskunstlaufen etwas zu kurz. Vom Klappentext her klang es so, als würde es ein großes Thema einnehmen, aber ich hatte das Gefühl, dass ein Großteil der Handlung doch außerhalb der Eisfläche stattfand.

Obwohl das Buch mit seinen über 500 Seiten nicht gerade kurz ist, ist handlungstechnisch irgendwie doch nicht so wirklich viel passiert. Die wichtigen Themen wurden nur oberflächlich angekratzt und stattdessen dreht sich die Handlung eigentlich immer nur im Kreis. Gwen und Oscar wollen sich, dann wieder nicht, dann wieder doch und immer so weiter. Es gibt immer wieder "kleinere" Konflikte, die aber nicht wirklich etwas zu der Geschichte beitragen. Dieses Hin und Her der beiden wirkte für mich absolut nicht wie eine gesunde Beziehung, weshalb ich auch überhaupt keine Chemie zwischen den beiden spüren konnte. Dazu kommt auch noch eine Storyline um eine gewisse Briony aus Oscars Vergangenheit, die ich irgendwie wirklich unnötig fand und die eigentlich auch nur für etwas Drama in der Geschichte gut war. Abgesehen von diesem Handlungsstrang bleibt Oscars Vergangenheit übrigens auch ziemlich blass.

Zuletzt wollte ich noch kurz etwas zum Schreibstil sagen. Ich weiß, dass dieses poetische vielen gut gefällt und deswegen ist meine Wahrnehmung natürlich auch hier sehr subjektiv. Aber mir waren die vielen Wortwiederholungen und Metaphern einfach zu viel. Es wirkte für mich nicht mehr authentisch und störte eher den Lesefluss etwas.

Fazit:
Leider konnte mich "Like Ice we Break" nicht überzeugen, weshalb ich wohl auch Band 4 nicht mehr lesen werde. 2,5 Sterne gibt es von mir für das Cover, das Setting und die interessanten Themen. Insgesamt fand ich das Buch nicht so problematisch wie Band 2, aber trotzdem fehlte mir oftmals die Tiefe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2022

Die Vorfreude war riesig, aber das Buch letztendlich leider enttäsuchend

Still missing you
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Inhalt:
Hazel kehrt zur Beerdigung wieder zurück in ihre alte Heimat Eastwood. Ganz überraschend hat ihre Großmutter ihr und ihren anderen Pflegegeschwistern ein altes Hotel hinterlassen, dass sie jetzt ...

Inhalt:
Hazel kehrt zur Beerdigung wieder zurück in ihre alte Heimat Eastwood. Ganz überraschend hat ihre Großmutter ihr und ihren anderen Pflegegeschwistern ein altes Hotel hinterlassen, dass sie jetzt gemeinsam renovieren sollen. Leider bedeutet das auch, dass Hazel jetzt wieder immer öfter auf ihren Pflegebruder Derek trifft, der ihr damals das Herz gebrochen hat…

Meine Meinung:
Seit der Ankündigung dieser neuen New Adult-Reihe habe ich mich total auf die Geschichte gefreut. Ich mochte bereits die Secret Academy-Reihe von Valentina Fast sehr und fand die Idee, dass die Geschwister gemeinsam ein Hotel renovieren richtig spannend!

Ich fand leicht in die Geschichte hinein. Das Kleinstadtsetting und die gesamte Atmosphäre dort gefielen mir auf Anhieb gut. Auch der Schreibstil der Autorin war wieder einmal sehr angenehm zu lesen.

Nun muss ich aber auch leider zu meinem ersten und größten Kritikpunkt kommen: die Charaktere. Ich konnte leider zu keinem der Charaktere eine wirkliche Bindung aufbauen. Die ganze Dynamik rund um die Pflegegeschwister war teilweise irgendwie etwas seltsam. Ihre Unterhaltungen und Handlungen wirkten auf mich oftmals unrealistisch und ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen. Zu der Protagonistin Hazel hatte ich da wohl noch am ehesten eine emotionale Bindung. Ich konnte sie zumindest in der Hinsicht gut verstehen, dass sie damals die Stadt verlassen hat. Das Verhalten ihrer Pflegegeschwister geht nämlich teilweise wirklich gar nicht. Ryan war der einzige der Geschwister, den ich noch sympathisch fand. Auch Dereks Handlungen haben bei mir leider einige Fragezeichen hinterlassen. Ich weiß, dass Charaktervorlieben und Sympathien ja immer etwas sehr Subjektives sind, deswegen will ich dem hier jetzt auch nicht allzu viel Gewicht verleihen. Auf jeden Fall muss ich jedoch negative anmerken, dass die Handlungen der Charaktere auf mich oft nicht logisch wirkten und teilweise auch sehr widersprüchlich.
So kam es auch leider, dass mich die Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugen konnte. Was an Gefühlen beschrieben wurde, kam leider absolut nicht bei mir an. Die Geschichte lief so vor sich hin, aber wirklich emotional mitnehmen konnte sie mich leider nicht. Auch der Konflikt zwischen den Protagonisten wurde mir letztendlich zu leicht aufgeklärt.

Die Handlung rund um die Renovierung des Hotels fand ich aber weiterhin spannend. Gerne hätten es da für mich sogar noch einige Einblicke mehr sein können und dafür etwas weniger Familien- bzw. Liebesdrama.
Auch die Idee eine Geschichte rund um Pflegekinder zu schreiben, gefiel mir wirklich gut. Ob die Umsetzung gelungen ist, kann ich nicht aus professioneller Sicht beurteilen. Auf mich persönlich (als Außenstehender, der noch nie wirklich mit dem Thema in Berührung war), wirkten die Darstellungen jedoch etwas unrealistisch. Ich hätte mir bei solch einem wichtigen Thema etwas mehr Tiefgang erhofft, aber hier wurde alles leider nur etwas oberflächlich angekratzt. Außerdem fand ich es etwas fragwürdig, dass anscheinend niemand ein Problem damit hat, dass hier zwei Pflegegeschwister eine Beziehung eingehen. Ja, die beiden sind nicht miteinander verwandt, keine Adoptivgeschwister und haben wirklich nur sehr kurze Zeit als Familie zusammengelebt. Trotzdem finde ich doch, dass sowas im Verlauf der Handlung zumindest thematisiert werden sollte. Auch, dass die anderen Geschwister das einfach so ohne jegliche Rückfrage hinnehmen fand ich einfach unrealistisch.

Fazit:
So sehr ich mich auch auf „Still Missing You“ gefreut habe, muss ich nun leider doch sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Die Idee und Handlung hatte echt Potenzial und war auch mal etwas ganz anderes als andere New Adult-Geschichten. Durch die fehlende Bindung zu den Charakteren konnte mich die Geschichte jedoch überhaupt nicht in ihren Bann ziehen. Auch wurden einigen Themen mir hier einfach zu oberflächlich und leicht abgehandelt. Daher kann ich das Buch insgesamt leider nicht weiterempfehlen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2022

Tolle Idee, aber leider eine Enttäuschung

Truth - Bist du bereit für die Wahrheit?
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Inhalt:
Juuls Bruder Milan ist kürzlich bei einem Unfall gestorben. Zumindest dachte sie das. Bis sie eines Tages ominöse Nachrichten erhält, die sie auffordern Aufgaben zu erfüllen, um die Wahrheit herauszufinden...

Meine ...

Inhalt:
Juuls Bruder Milan ist kürzlich bei einem Unfall gestorben. Zumindest dachte sie das. Bis sie eines Tages ominöse Nachrichten erhält, die sie auffordern Aufgaben zu erfüllen, um die Wahrheit herauszufinden...

Meine Meinung:
Das Cover und den Klappentext fand ich sehr ansprechend, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe. Letztendlich muss ich jedoch sagen, dass mich die Geschichte etwas enttäuscht hat.
Der Anfang gefiel mir richtig gut. Man wird direkt in das Geschehen geworfen und es ist auch gleich viel los.
Die Protagonistin Juul mochte ich zwar ganz gerne, aber eine richtige Bindung konnte ich zu ihr nicht aufbauen. Auch die anderen Charaktere blieben für mich etwas blass. Gerade bei den Nebencharakteren hatte ich auch oft das Gefühl, dass es zu viele Charaktere waren, sodass ich da sogar durcheinandergekommen bin. Teilweise wurde ein Name genannt und ich konnte mich gar nicht mehr richtig erinnern, wer dieser Charakter denn eigentlich nochmal war.
Die Handlung war unvorhersehbar, was ich wirklich mochte. Allerdings kam sie mir auch manchmal unrealistisch vor und ich mir sind tatsächlich auch einige kleine Logikfehler aufgefallen. Das ist bei so einem Thriller natürlich besonders ärgerlich.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Auch die Idee, dass wir immer wieder Ausschnitte aus der Sicht des Täters bekommen, ohne dabei zu wissen, wer er ist, mochte ich gerne.

Fazit:
Die Idee der Geschichte gefiel mir wirklich gut. Insgesamt konnten mich die Charaktere und die Umsetzung der Handlung jedoch nicht vollkommen überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Leider nichts für mich

The Way You Crumble
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Inhalt:
Als Echo aus ihrem Entzug zurückkehrt ist sie vor allem wütend. Ihrem Großvater zuliebe fängt sie jedoch einen Job in der Konditorei des Restaurant Prisma an. Dort arbeitet sie gemeinsam mit Alexis, ...

Inhalt:
Als Echo aus ihrem Entzug zurückkehrt ist sie vor allem wütend. Ihrem Großvater zuliebe fängt sie jedoch einen Job in der Konditorei des Restaurant Prisma an. Dort arbeitet sie gemeinsam mit Alexis, den sie bereits aus Schulzeiten kennt. Doch auch Alexis hat sich in der Zwischenzeit verändert, denn Alexis spricht nicht mehr…

Meine Meinung:
Diese Rezension zu schreiben, fällt mir gerade unheimlich schwer. Ich weiß, wie viele das Buch lieben und was es ihnen bedeutet und deswegen bricht es mir ein bisschen das Herz sagen zu müssen, dass es mir leider nicht gefallen hat. Aber erstmal von vorne und zwar zu den Dingen, die mir gut gefallen haben.

Die Covergestaltung ist wieder total gelungen und wirklich wunderschön geworden! Ebenso hat mir Nena Tramountanis Schreibstil wieder richtig gut gefallen. Sie schreibt sehr leicht und flüssig und gleichzeitig sehr emotional, was ich für die Geschichte sehr passend fand. Das Setting und dabei insbesondere das Restaurant Prisma mochte ich auch sehr gerne.

Nach dem ersten Band war ich so gespannt auf die Geschichte von Echo und Alexis, da ich beide Charaktere und ihre Geschichten schon da sehr interessant fand. Echo, die drogenabhängig ist und gerade einen Entzug durchgemacht hat und Alexis, der seit einer ganzen Weile nicht mehr spricht. Die beiden bringen also schon eine ganze Menge Gepäck mit, was natürlich in der Geschichte thematisiert wird. Hier kommen wir jedoch auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt, denn für mich gab es hier einfach zu viele sehr schwere Themen. An der Stelle auch nochmal der Hinweis unbedingt die Triggerwarnung zu beachten. Echos Erfahrungen mit ihrer Sucht und Alexis Familiengeschichte, die zu seiner psychischen Erkrankung geführt haben, hätten meiner Meinung nach völlig gereicht um ein Buch dieser Länge zu füllen – und selbst das wäre wohl schon eine eher schwerere Geschichte geworden. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass man hier versucht so viele wichtige und emotionale Themen unterzubringen. So hatten neben den beiden Protagonisten zum Beispiel auch noch die meisten Nebencharaktere traumatische Erfahrungen der verschiedensten Art gemacht. Ich möchte gar nicht bezweifeln, dass das in der Realität so ist, denn natürlich hat jeder einzelne schwere Erfahrungen gemacht. Das alles in einer Geschichte zu thematisieren, war mir letztendlich aber einfach zu viel. So wurden viele Themen für mich leider nur oberflächlich angekratzt und die Wichtigkeit der einzelnen Themen ging total unter. Besonders bei den Erfahrungen der beiden Protagonisten hätte ich mir also mehr Tiefe gewünscht.

Aufgrund dieser fehlenden Tiefe in Bezug auf die Vergangenheit der Protagonisten, fiel es mir bis zum Schluss schwer, die beiden richtig greifen zu können. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Charaktere und auch ihre Anziehung zueinander nie so richtig verstanden habe. Die Beziehung der beiden entwickelte sich für mich fast aus dem Nichts. Zuerst einmal war ich überrascht, dass Alexis anscheinend keine Probleme hat mit Echo zu sprechen. Nach Band 1 und dem Klappentext habe ich da einfach etwas anderes erwartet, was natürlich auch die Beziehung und Annäherung der beiden beeinflusst hätte. Während die beiden sich zu Beginn nicht so wirklich zu mögen scheinen, entwickelt sich dann doch ziemlich schnell eine körperliche und auch emotionale Bindung zwischen ihnen. Das ging mir als Leser einfach zu schnell und ich konnte nicht verstehen, woher die Gefühle der beiden plötzlich kamen. Auch hatte ich während dem Lesen oft das Gefühl, dass die Beziehung nicht wirklich gesund ist und sie in eine gewisse Abhängigkeit voneinander geraten. Hier möchte ich die Umgangsweise der Autorin mit dieser doch teils toxischen Beziehung aber auf jeden Fall loben. Ich fand es gut und wichtig, dass zumindest gegen Ende thematisiert wird, wie ungesund und toxisch diese Beziehung war.

Fazit:
Nach Band 2 der Hungry Hearts-Reihe muss ich leider sagen, dass diese Reihe wohl einfach nicht meinen Geschmack trifft. Diese Emotionalität, die viele an „The Way You Crumble“ so lieben, konnte ich leider nicht finden. Mir waren es einfach zu viele Themen, die man versucht hat aufzugreifen und die dadurch leider nicht mit der notwendigen Tiefe behandelt wurden. Ebenso konnte ich keinen der beiden Protagonisten, sowie ihre Beziehung richtig verstehen. Daher von mir leider keine Leseempfehlung.

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