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Veröffentlicht am 26.05.2022

Mörderische Jagd

18/4 - Der Pfad des Rächers
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Der Serienkiller Eumenides schickt seinen Opfern Todesanzeigen, in denen er das Datum der Hinrichtung nennt sowie den Grund für diese Bestrafung. Bei einer Bombenexplosion ist der Killer ums Leben gekommen, ...

Der Serienkiller Eumenides schickt seinen Opfern Todesanzeigen, in denen er das Datum der Hinrichtung nennt sowie den Grund für diese Bestrafung. Bei einer Bombenexplosion ist der Killer ums Leben gekommen, sodass der zuständige Leiter der Sondereinheit 18/4, der Hauptmann Pei Tao, aufatmen kann. Als in einem Hotelzimmer zwei Studenten ermordet werden, die kurz zuvor Todesanzeigen erhalten haben, ist klar, dass es entweder einen Nachahmer oder einen Komplizen geben muss. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Polizei und dem Mörder geht in die zweite Runde.

Dies ist der zweite Teil der Trilogie um den Hauptmann Pei Tao und den Serienkiller Eumenides. Ohne Vorkenntnisse wird man aus diesem Buch nicht schlau, da es nahtlos an den ersten Teil anschließt. Vorsorglich habe die letzten Kapitel des ersten Buches erneut gelesen, um besser reinzukommen, obwohl es noch gar nicht so lange her, dass ich die Story gelesen habe. Trotz dieser Auffrischung sowie einer Zusammenfassung im vorliegenden Buch hatte ich anfangs große Probleme, mich zurechtzufinden und auch die unglaubliche Fülle der ungewohnten asiatischen Namen führte dazu, dass ich mich mit höchster Konzentration dem Buch widmen musste. Besonders zu Beginn plätscherte die Story zudem etwas vor sich hin, es dauerte ein wenig, bis klar war, wo die Reise hingeht. Kontinuierlich steigerte sich die Spannung und auch die Ermittlung nahm endlich mehr Fahrt auf. Viele Fragen wurden beantwortet, neue aufgeworfen und geklärt. Wie ein Puzzle setzte sich zusammen, was passiert ist und warum. Die Auflösung war schlüssig, aber für mich persönlich etwas unbefriedigend, sodass ich nun doch sehr gespannt bin, wie es weitergeht und welchen Abschluss der Trilogie der Autor sich ausgedacht hat.

Aufgrund der erneut sehr gewöhnungsbedürftigen Übersetzung, vieler stellenweise altmodischer und unpassender Begriffe (da ist die mehrfach genannte „Verschriftlichung“ noch harmlos) sowie des Umstandes, dass gefühlt alle paar Minuten jemand gekichert hat, was mich sehr irritiert hat, war es sehr mühsam, der Story zu folgen. Da half es nicht, dass der Schreibstil ansonsten gewohnt flüssig war. Die atemlose Spannung aus dem ersten Teil habe ich zudem etwas vermisst, aber alles in allem bin ich zufrieden, weil viele Leerstellen ausgefüllt und alle Fragen beantwortet worden sind. Von mir gibt es drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.04.2022

Mörderisches Lexikon

Bogmail
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Als der Pubbesitzer Tim Roarty Briefe seiner Tochter an den bei ihm angestellten Barmann Eamonn Eales findet, ist ihm klar, dass er schnellstens etwas dagegen unternehmen muss, hat Eales bekanntlich nicht ...

Als der Pubbesitzer Tim Roarty Briefe seiner Tochter an den bei ihm angestellten Barmann Eamonn Eales findet, ist ihm klar, dass er schnellstens etwas dagegen unternehmen muss, hat Eales bekanntlich nicht nur den Ruf eines Frauenverstehers, er ist tatsächlich hinter jedem Frauenrock her, der ihm unter die Augen kommt, und das ziemlich erfolgreich. Leider versagt das von Roarty liebevoll zubereitete Omelette inclusive der Giftpilze kläglich, sodass er bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit mit einem Lexikon zuschlägt. Wider Erwarten ist Eales sofort tot und wird durch Roarty gewissenhaft im Moor entsorgt. Kurze Zeit später bekommt Roarty Post von einem selbsternannten Bogmailer (zusammengesetzt aus bog wie Moor und blackmailer wie Erpresser), der eine hohe Summe wöchentlich auf sein Konto fordert. Roarty muss nun herausfinden, wer von seinen Stammgästen dies sein könnte, um sich auch diesen unauffällig vom Hals schaffen zu können. Dies erweist sich als gar nicht so einfach wie gedacht.

Der Aufdruck auf dem Buch besagt, dass es sich um einen Roman mit Mörder handelt. Dies ist richtig, denn von einem Krimi ist dieses Buch weit entfernt. Zwar war immer wieder mal eine leichte Spannung zu spüren, aber überwiegend verlor sich die Geschichte für mich in Nebensächlichkeiten und Belanglosigkeiten, sodass jeder mögliche Nervenkitzel schnell im Keim erstickt worden ist, was ich sehr schade fand. Immer wieder driftete die Erzählung ab, verlor sich in Nebenschauplätzen und nahm mein Interesse mit. Dabei ist das Grundgerüst solide und der Plot außergewöhnlich; wäre der Autor dabeigeblieben, statt immer wieder neue Komponenten einzubringen, hätte es ein Highlight werden können, denn der Humor war göttlich. Leider gab es hier zu viele fremdländische Wörter, zu viele mir unbekannte Ausdrücke und immer wieder Themen, von denen ich nichts verstand. Die interessanten Abschnitte sind der Grund, warum ich drangeblieben bin, aber bedauerlicherweise reicht es für mich trotzdem nur für eine mittlere Bewertung.

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Veröffentlicht am 22.04.2022

Allein in der Fremde

TEAM HELSINKI
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In einem abgeschlossenen Container wird eine Tote gefunden, die in diesem Container ertränkt worden ist. Die Unternehmerfamilie, vor dessen Haus der Container abgestellt worden ist, behauptet, die tote ...

In einem abgeschlossenen Container wird eine Tote gefunden, die in diesem Container ertränkt worden ist. Die Unternehmerfamilie, vor dessen Haus der Container abgestellt worden ist, behauptet, die tote Frau nicht zu kennen. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass dies nicht die ganze Wahrheit sein kann, denn die Tote kam aus Namibia, wo die Unternehmerfamilie tätig ist.

Man nehme einen verwirrenden Prolog und ein Folgekapitel, das noch verwirrender ist, danach einen ersten Teil, der mit einem Verbrechen beginnt, dazu eine Ermittlerin, die blass bleibt, nicht wirklich fassbar, und macht Andeutungen, sie würde etwas verbergen. Leider reicht dies nicht, um mich zu fesseln; im Gegenteil bin ich irritiert und leicht ablenkbar. Dabei machen es mir die fremden sowie ungewohnten Vor- und Nachnamen nicht leichter, den Überblick zu behalten. Die Ermittlungen verdienen diese Bezeichnung nicht, mir kommt es vor, als ob die Autoren sich nicht einig waren, ob sie berufliches und privates vermischen, trennen oder in den Vordergrund stellen wollen. Der erste Teil plätschert ruhig vor sich hin, mehr Roman als Krimi, und ich ertappe mich bei dem Wunsch, er möge schnell vorbei sein.

Im zweiten Teil zieht das Tempo etwas an, die Story wird unterbrochen durch einige Rückblenden, wobei unklar ist, aus wessen Sicht diese geschildert werden. Immer noch kommt keine rechte Spannung auf, das Buch zu beenden empfinde ich mittlerweile mehr als eine Pflichtübung, als dass es mir Spaß macht. In dem dritten Teil überschlagen sich die Ereignisse und die Lösung kommt in Sicht. Das Ende ist zwar schlüssig, reißt mich aber nicht wirklich vom Hocker, da hätte ich mir eine originellere Auflösung gewünscht. Alles in allem ein solider Krimi ohne nennenswerte Einfälle und eher unspektakulär. Von mir gibt es ganz knapp drei Sterne.

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Ein ungleiches Paar

Applikation
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Als auf dem Hamburger Fischmarkt ein Toter gefunden wird, ahnt noch niemand, dass dieser ermordet wurde, anfangs scheint es sich um einen Drogenkonsumenten zu handeln, der eine Überdosis erwischt hat. ...

Als auf dem Hamburger Fischmarkt ein Toter gefunden wird, ahnt noch niemand, dass dieser ermordet wurde, anfangs scheint es sich um einen Drogenkonsumenten zu handeln, der eine Überdosis erwischt hat. Der junge Kommissar Paul Tiedge aber vermutet mehr dahinter und liegt seinem Partner, dem älteren und erfahreneren Uwe Drechsler, damit in den Ohren, hier weitere Ermittlungen anzustellen. Tatsächlich ergibt sich nach einiger Recherche die Vermutung, dass es sich um Mord handelt, und nicht nur das: Anscheinend war der Tote vom Fischmarkt nicht das erste Opfer!

Nur langsam kam für mich der Fall in die Gänge und auch an den ungewöhnlichen Schreibstil musste ich mich zuerst gewöhnen. Gedanken, Gespräche und das Geschehen wechselten sich ab, ebenso die Perspektive, dann fanden der Autor und ich einen gemeinsamen Rhythmus und ich war drin im Buch. Der Kriminalroman ist humorvoll, aber auf eine dezent zurückhaltende Weise, was mir sehr gefallen hat. Zwar gab es hier nicht viel Neues zu entdecken für mich als langjähriger Leserin von Krimis, aber der Fall war interessant und mir hat die Dynamik zwischen den beiden Polizisten sehr gefallen. Die vielen Erklärungen zur Ermittlung fand ich allerdings oft unnötig und etwas übertrieben, der ältere Polizist war überzogen schlau, zu vorausschauend und genial, dies war sehr unrealistisch. Das ist aber natürlich mein persönliches Empfinden. Bereits vor der Auflösung hatte ich einen Verdacht, der sich einerseits bestätigt hat, andererseits auch nicht. Klingt seltsam, ist aber so. Wer nun neugierig ist, dem kann ich das Buch empfehlen.

Leider gab es hier unglaublich viele Komma-Fehler, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Das hat mich sehr irritiert, immer wieder meinen Lesefluss erheblich gestört und führt so bedauerlicherweise zur Abwertung der Gesamtwertung. Wer damit kein Problem hat, rechnet einfach einen halben Stern zu meiner Bewertung hinzu. Von mir gibt es drei Sterne für diesen interessanten Fall.

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Veröffentlicht am 17.02.2022

Eine Generation folgt der nächsten

Der Feuerturm
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Dieses Buch hat mich gelockt, gerufen und mir eine tolle Geschichte versprochen. Historisch und gefühlvoll sollte die sein, im Mittelpunkt eine Familie und ein Turm; genauer gesagt ein Feuerturm. Das hörte ...

Dieses Buch hat mich gelockt, gerufen und mir eine tolle Geschichte versprochen. Historisch und gefühlvoll sollte die sein, im Mittelpunkt eine Familie und ein Turm; genauer gesagt ein Feuerturm. Das hörte sich gut an. Ich habe es erhört, das Buch, ich habe mich auf die Story eingelassen und darauf verlassen, bestens unterhalten zu werden. Das Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Der Anfang schwankte zwischen interessanten Passagen und nichtssagenden Seiten, der Funke aber wollte einfach nicht überspringen. Ich wollte so gerne in die Erzählung eintauchen, mich darin verlieren, aber verloren habe ich bald leider nicht nur den Überblick, um was es überhaupt geht, sondern auch den Durchblick, wo das Ganze wohl hinführt. Ich brach ab, legte es weg, schlief drüber, nahm es wieder in die Hand und beendete es. Man stelle sich an dieser Stelle einen tiefen Seufzer vor.

Der Urgroßvater, der Großvater und der Vater, alle haben sie bei der Feuerwehr gedient. Der Erzähler selbst wohl nicht, aber sicher war ich mir lange nicht. Die Geschichte springt zwischen den Jahren und Personen, sodass ich oft nicht wusste, in welcher Zeit ich bin und um wen oder was es geht. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Autor es selbst nicht wusste, wenn er mittendrin gewechselt hat. Da half es nicht, dass zudem einige Wörter und so manche Sätze nicht übersetzt wurden. Intuitiv konnte ich die meisten erraten, aber hinderlich war es trotzdem. Es gibt zwar ein Glossar am Ende, das aber nicht alphabetisch und unvollständig ist. Ich bin ein Fan von Büchern, die mich fordern, zuletzt waren dies Zum Paradies und das wunderbare Wolkenkuckucksland. Dieses Buch aber hat mich einfach nur überfordert. Auf den letzten hundertfünfzig Seiten gab es endlich einen roten Faden, dem ich folgen konnte, aber da war ich bereits abwesend, wollte nur noch wissen, wie es ausgeht, endlich zum Ende kommen. Das ist schade, denn ich hätte gerne mehr über die Geschichte Rumäniens erfahren, aber diese Erzählung gab mir leider keine Möglichkeit dazu. Dennoch sind es gerade diese letzten hundertfünfzig Seiten, die mich so berühren und aufwühlen, dass meine Bewertung nicht ins bodenlose abrutscht, sondern sich in der Mitte einpendelt.

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