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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2022

Zäher schleppender Verlauf der Handlungen

Der große Fehler
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Der betagte Mann Andrew Green wird plötzlich auf offener Straße erschossen und die ganze Stadt rätselt wer es auf den Außenseiter Andrew, der einen großen Stellenwert und hohes Prestige in New York genießt, ...

Der betagte Mann Andrew Green wird plötzlich auf offener Straße erschossen und die ganze Stadt rätselt wer es auf den Außenseiter Andrew, der einen großen Stellenwert und hohes Prestige in New York genießt, abgesehen haben könnte. Unglückliche Umstände und einige Fehler in der Vergangenheit begünstigen diese unglückselige Tat.

Die Geschichte wird sowohl in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit erzählt. Dabei geht es in den gegenwärtigen Abschnitten vor allem um die Auflösung des plötzlichen Todes von Andrew, während sich die vergangenen Teil um das frühere Aufwachsen und Leben von Andrew drehen. Langsam nähern sich beide Zeitebenen aneinender an und ergeben am Ende ein schlüssiges Bild, welches die Hintergründe der begangenen Tat beleuchtet.

Der Schreibstil wurde entsprechend der Zeit angepasst, genauso wie die Wortwahl. Einerseits passt es zur Geschichte und macht die Geschehnisse deutlich authentischer, andererseits fand ich ihn eher langweilend und unspektakulär. Nicht zuletzt, weil sich der Autor, wie in vielen Romanen üblich, mit unnützen Kleinigkeiten aufhält und ein Gegenstand aus mehrere Perspektiven beleuchtet wird, die allerdings vollkommen irrelevant für den weitern Verlauf der Handlung sind, sodass man meiner Meinung nach viel hätte rausstreichen können und das Buch kompakter und stringenter einem roten Faden hätten folgen lassen können.

Manche Charaktere sind vielschichtig und spannend, andere eher eintönig und einfältig, ohne erkennbare Möglichkeit auf Entwicklung. Andrews Leben fand ich überwiegend ganz interessant und ansprechend. Einige Schlüsselmomente und Bekannte haben ihn wachsen und sich entwickeln lassen und dadurch maßgeblich den Ausgang der Geschichte beeinflusst.

Fazit: Eine durchaus lesenwerte Geschichte mit wahren historischen Begebenheiten. Die teilweise vorhandenen Längen und das Fehlen von Spannung sind mir negativ aufgefallen. Deswegen beende ich das Buch mit gemischten Gefühlen.

Veröffentlicht am 28.08.2021

Unglaubwürdige Geschichte

Die verschwundenen Studentinnen
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Mariana hat gerade einen schweren Verlust hinter sich und sich privat so wie beruflich gefangen als ihre Nichte, die Studentin an der Cambridge Universität ist, anruft und von einem grauenvollen Mord an ...

Mariana hat gerade einen schweren Verlust hinter sich und sich privat so wie beruflich gefangen als ihre Nichte, die Studentin an der Cambridge Universität ist, anruft und von einem grauenvollen Mord an ihrer besten Freundin Tara berichtet. Sofort ist ihre Tante Mariana zur Stelle und versucht auf eigene Faust den wahren Täter zu ermitteln. Dabei hat sich nach kurzer Zeit einen eindeutigen Verdacht...

Nach dem ersten Buch des Autors, der mich mit dem unglaublichen Twist am Ende begeistern konnte, hatte ich ähnliche Erwartungen an dieses Buch, das so ganz anders aufgebaut ist als "Die stumme Patientin".

Nach kurzer Zeit sind mir einige Ungereimtheiten bzw. fragwürdige Gegebenheiten aufgefallen: Eine Therapiesituation von Mariana vor den Ereignissen in Cambridge schien lose und in keinem Zusammenhang zur Geschichte zu stehen und auch abschließend keinen Bezug dazu zu haben. Womöglich wollte der Autor damit Spannung erzeugen, was meiner Meinung nach nicht gelungen ist. Dann fragte ich mich unentwegt warum Mariana als Psychotherapeutin die Ermittlungen heimlich aufnimmt. Irgendwie ist es verständlich, dass sie der Polizei nicht traut und auf eigene Faust Informationen zusammenträgt. Nur gelang ihr das nicht sehr glaubhaft und überzeugend. Ganz im Gegenteil schießt sie sich ziemlich früh auf jemanden fest und sucht nur Beweise, die ihre Theorie unterstützen, dabei sind das allenfalls Indizien, und ihre Intuition zählt dabei nicht als Beweis. Sie selbst scheint aufgrund ihrer emotionalen Bindung zu ihrem Mann Sebastian ohnehin psychisch nicht ganz stabil zu sein. Da kommt es überhaupt nicht gut, dass sie ermittelt und auch andere in gruppentherapeutische Sitzungen zwingt. Sie selbst hat so viele Probleme, dass es mir schwer fiel sie als die Person zu betrachten, die anderen bei ihren Problemen hilft. Und das trübt eindeutig ihre Sichtweise auf die Ermittlungen und dadurch boykottiert sie sich selbst.

Das Ende kam ziemlich schnell und plötzlich. Auf wenigen Seiten wurden alle Fakten zu den Morden runtergerattert, dann kam es zu einem Handgemenge und das war's schon. Mal abgesehen davon, dass ich die Geschichte sehr hanebüchen und höchst unglaubwürdig finde, hätte ich doch gerne mehr über die Motivation erfahren und wie genau das damals passiert ist. Leider wurde dem viel zu wenig Raum im Buch gegeben, sodass mich das Buch zutiefst unbefriedigt zurückließ.

Fazit: Eine seltsame, nicht fesselnd geschriebene Geschichte, die mit keinen Twists aufwarten kann und ein plötzliches, ungereimtes Ende hat, welches mich nur den Kopf schütteln ließ.

Veröffentlicht am 02.03.2021

Nicht überzeugend

Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen")
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Nachdem ihr Geliebter Desmond verflucht wurde und im Reich der Daemas gefangen gehalten wird, versucht Laire mit ihren Freunden zum Daemalord zu gelangen, um ihn zu befreien. Dabei trifft sie auf einen ...

Nachdem ihr Geliebter Desmond verflucht wurde und im Reich der Daemas gefangen gehalten wird, versucht Laire mit ihren Freunden zum Daemalord zu gelangen, um ihn zu befreien. Dabei trifft sie auf einen alten Bekannten, den sie eigentlich aus ihrem Leben verbannt hat...

Nach One True Queen, welches mir sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr darauf gefreut erneut etwas aus Lyaskye bzw. dem Nachbarland zu lesen und hatte dementsprechend hohe Erwartungen.

Optisch ist das Buch grandios und wunderschön aufgemacht. Eine wahre Augenweide. Auch das Innenlayout mit der Landkarte, sowie die verschlungenen Muster neben dem Fließtext ist sehr ansprechend gestaltet und hat meine Lust auf die Geschichte noch gesteigert.

Der Schreibstil war für mich sehr holprig. Mehrmals musste ich einige Absätze doppelt lesen und dadurch kam ich irgendwie nicht in die Geschichte. Obwohl mir dieser in One True Queen ziemlich gut gefallen hat und ich den Handlungen leicht folgen konnte. Diesmal war es aber gar nichts für mich.

Ob auch die fehlende Verbindung mit den Handlungen damit zusammenhängt, kann ich nicht genau sagen. Jedoch empfand ich die Charaktere blass und ziemlich langweilig. So 0815 wie ich sie aus vielen anderen Fantasygeschichten bereits kenne. Nichts Besonderes oder Erwähnenswertes. Genauso fad und langweilig empfand ich die Geschichte. Die meiste Zeit reisen sie nur und versuchen zum Daemalord zu gelangen . Die spannenden Momente konnten mich leider nicht fesseln, sondern waren ziemlich langweilig. Hätte ich das Buch nicht gewonnen, so hätte ich es vermutlich abgebrochen, weil es mich nicht annähernd interessiert hat wie es weitergeht und was am Ende passiert. Am Ende kam dann doch ein kleiner Lichtblick, denn die letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte endlich überzeugen und richtig in seinen Bann ziehen, was die Gesamtwertung des Buches aber kaum nach oben zieht, da ich gut 90% der Handlungen nicht unterhaltsam fand.

Fazit: Leider ein totaler Flop. Konnte meiner Meinung nach nicht annähernd mit One True Queen mithalten.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Nicht überzeugend

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, ...

Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, verborgen bleiben. Doch etwas kommt ihr an dem Unfall seltsam vor und so beginnt sie alleine nachzuforschen. Dabei stößt sie auf einige Geheimnisse, die größer sind, als sie jemals geglaubt hätte, denn das Ende der Welt - Valhalla - steht bevor und es fehlt nicht mehr viel, bis es zum alles entscheidenden Kampf kommen wird. Durch einen verhängnisvollen Fehler, einige Intrigen und die unerschütterliche Freundschaft zu Ryan naht das Ende schneller als es sollte...

Der Anfang war etwas holprig und alles ging viel zu schnell über die Bühne. Kaum lernt man die Protagonisten kennen, wird man mit oberflächlichen Informationen überschüttet und dann passiert auch schon der Unfall. Wedere die Charaktere, noch die Geschichten haben wirklich Tiefgang. Alles geschieht so schnell nacheinander und ist nur mit wenigen Informationen gespickt, die mehr Tiefe haben. Genauso ist es mit den Protagonisten. Da ist nichts was sie besonders macht oder sie mir in Erinnerung behält. Die Handlungen beschränken sich auf ein Minimum, um überhaupt eine Geschichte zu haben und sind sehr blass und langweilig geschildert. Leider konnte mich nichts an dem Buch wirklich überzeugen oder gar fesseln. Ich hätte mir ausdrucksstarke Charaktere und eine tiefgründigere Handlung mit mehr Inhalt zu den Valkyren gewünscht. Man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können und meiner Meinung nach wurde viel Potenzial verschenkt. Das ist schade, denn ich weiß, dass die Autorin das besser kann!

Fazit: Leider eine oberflächliche, langweilige Geschichte, die keinen Wiedererkennungswert hat und viel Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 16.02.2020

Unspektakulär, langweilig und ohne Sinn und Verstand

Die Wälder
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Schon seit Kindertagen hat die junge Ärztin Nina schreckliche Angst vor dem Wald in der Nähe ihres Heimatdorfes. Seitdem damals ein geheimnisvoller und furchteinflößender Mann mit seinem schwarzen Auto ...

Schon seit Kindertagen hat die junge Ärztin Nina schreckliche Angst vor dem Wald in der Nähe ihres Heimatdorfes. Seitdem damals ein geheimnisvoller und furchteinflößender Mann mit seinem schwarzen Auto durch das Dorf fuhr und anschließend ein jugendliches Mädchen spurlos verschwand, ist nichts mehr so wie zuvor. Nina und ihre drei ehemaligen Freunde David, Henri und Tim sind sich sicher, dass er etwas mit dem Verschwinden von Gloria zu tun und felsenfest entschlossen ihn zur Strecke zu bringen. Doch dann kommt es doch ganz anders und "eine andere Wahrheit" offenbart sich.

Nach den ganzen positiven Stimmen zu den Büchern von Melanie Raabe bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte rangegangen, die leider ziemlich enttäuscht wurden. Zum einen sind die Charaktere für mich nicht greifbar, ziemlich blass und oberflächlich beschrieben, klammern sie sich doch an einen Irrglauben aus ihrer Kindheit ohne diese zu hinterfragen, einfach aus dem Grund heraus, dass sie ihn gerne glauben wollen. Es kamen keine Sympathien auf oder irgendwelche Emotionen.Da bin ich dann auch schon beim zweiten Punkt: Eigentlich basiert fast die gesamte Geschichte auf falschen "Tatsachen" bzw. auf einem Glauben heraus, der sich für die Charaktere zu unumstößlichen Fakten umgewandelt hat. Dabei berücksichtigen sie nicht einmal die subjektive und in die Irre führende Wahrnehmung, der sie womöglich als Kinder unterlagen. Es wird kaum ein Gedanke daran verschwendet oder zumindest in rationalem Maße gezweifelt, was mir ziemlich naiv und unglaubwürdig erschien. Die unheimliche Atmosphäre, die versucht wird zu erschaffen, kam bei mir überhaupt nicht an. Weder fand ich irgendwelche Situationen und Handlungen spannend, angsteinflößend oder mitreißend, noch fesselnd oder interessant. Da ist das Cover noch am besten gelungen, um zumindest eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen und Neugierde zu wecken. Der Schreibstil ist recht "gewöhnlich" und sticht in keinster Weise hervor. Manchmal erschienen mir einige Situationen aufgrund der Sprache als etwas zu platt und nicht vollkommen entfaltet. Da ist viel unausgeschöpftes Potential verloren gegangen.

Fazit: Eine größtenteils langweilige, vor sich hinplätschernde Geschichte ohne aufregende Momente, mit eintönigen, in die Irre geleiteten, wenig reflektierten Charakteren, die einem Irrglauben nachhängen und alles aufs Spiel setzen. Insgesamt leider sehr enttäuschend und nicht lesenswert.

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