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Veröffentlicht am 29.05.2022

Ein phantastischer Krimi

Das Manuskript
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Hurrikan Leo wütet über Camino Island, die Insel der Reichen und Schönen droht verwüstet zu werden.
Ein Buchhändler bleibt auf der Insel, er lässt seine Bücher nicht im Stich.
Während der Sturm tobt, ...

Hurrikan Leo wütet über Camino Island, die Insel der Reichen und Schönen droht verwüstet zu werden.
Ein Buchhändler bleibt auf der Insel, er lässt seine Bücher nicht im Stich.
Während der Sturm tobt, stirbt Nelson Kerr, ein befreundeter Autor. War es ein Unfall, oder war es Mord?
Bruce Cable lässt nicht locker, er will den Tod seines Freundes unbedingt aufklären. Ein Manuskript von Nelson Kerr hat bei zwielichtigen Gestalten anscheinend die Alarmglocken schrillen lassen.

John Grisham mal anders. Ein Krimi ohne Anwälte und Richter. Fast das normale Leben. Die Charaktere sind toll, sie bilden eine coole Story, mit Humor und vieler guter Szenen.
Die Dialoge sind genial und haben viel Intelligenz. Es war für mich ein großartiges Leseerlebnis. Ich hatte Spaß und Spannung in einer ungewöhnlichen Umgebung.
Bruce ist ein Buchhändler, den ich mit großem Interesse beobachtet habe.
Eine traumhafte Kulisse lädt zum verweilen ein.
Die Geschichte entwickelt sich zu einem spitzenmäßigen Krimi. Das Buch sollte weitergehen und nicht enden. Es war ein absolutes Highlight für mich.
Als ich gedacht habe, es geht gemächlich weiter, überschlagen sich die Ereignisse fast. Ein Knaller jagt den nächsten und es kommt zu Überraschungen. Ich war sehr überrascht vom Fortgang der Geschichte. Ich hatte einen gemütlichen Krimi erwartet und habe ein geniales Werk bekommen.

Ich habe lange kein Buch von John Grisham gelesen, da ich Anwälte und Richter überdrüssig war. Umso froher bin ich, das Manuskript in die Finger bekommen zu haben. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Es ist ein brillantes Vergnügen, was ich absolut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 21.05.2022

Genial konstruiert mit einer wichtigen Botschaft

Der neunte Arm des Oktopus
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Der Begründer der Drogeriekette Rossmann hat einen brisanten und hochaktuellen Thriller geschrieben.
Dirk Rossmann setzt sich sehr für den Klimaschutz ein.
"Der neunte Arm des Oktopus" ist eines meiner ...

Der Begründer der Drogeriekette Rossmann hat einen brisanten und hochaktuellen Thriller geschrieben.
Dirk Rossmann setzt sich sehr für den Klimaschutz ein.
"Der neunte Arm des Oktopus" ist eines meiner Highlights diesen Jahres.
Phantastisch und brillant verwebt der Autor die Charaktere und ihre Handlungsweisen.
Die Erde steht vor dem Abgrund, die Menschen müssen handeln, bevor es zu einer unabwendbaren Katastrophe kommt.

Drei große Supermächte gehen einen radikalen Weg. Russland, China und USA gestalten eine Klima-Allianz, wie noch nie zuvor.
Drastische Maßnahmen werden ergriffen, wenn ein Land sich weigert, die Forderungen anzunehmen.
So, wie die Geschehnisse im Buch passieren, so könnte es Wahrheit werden.
Die Uhr steht auf kurz vor zwölf, eine Wendung muss geschehen. Ich hoffe, dieses Buch wird von vielen gelesen und manch einer nimmt es sich zu Herzen und handelte entsprechend.

Intelligente Figuren mit sprachlich genialen Dialogen haben mich fasziniert. Dirk Rossmann spielt gekonnt mit Worten und bringt auf den Punkt, was lange überfällig.
Die kurzen Kapitel machen die Geschichte zu einem spannenden Erlebnis.
Die Wahrheit ist nicht weit entfernt.Der Klimawandel muss dringend vorwärts gebracht werden.
Es ist eine sehr unterhaltsame Vorführung der zwei Helden im Buch.
Ein Koch, der nur kochen will und sich wenig um politische Geschehnisse kümmert und eine Geheimagentin, die unterschätzt wird.
Das Buch ist ein Knaller. Dem Autor gebührt mein Respekt für so ein mutiges Werk.

Die Botschaft ist klar und deutlich. Die Natur ist ein wichtiges Gut und muss unter allen Umständen beschützt und gerettet werden.

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Veröffentlicht am 18.05.2022

Ein interessanter Ermittler in einem Krimi über das Wattenmeer

Der Holländer
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Ein Toter im Grenzgebiet von Deutschland und Holland sorgt für Streit zwischen den Zuständigkeiten. Die Ermittlungen geraten dadurch fast in den Hintergrund.
Die Bundespolizei Cuxhaven schickt einen Ermittler ...

Ein Toter im Grenzgebiet von Deutschland und Holland sorgt für Streit zwischen den Zuständigkeiten. Die Ermittlungen geraten dadurch fast in den Hintergrund.
Die Bundespolizei Cuxhaven schickt einen Ermittler nach Delfzijl. Liewe Cupido wird der Holländer genannt, da er in Texel aufgewachsen ist.
Der schweigsame Polizist arbeitet sich vor und kommt Geheimnissen auf die Spur.
Mit seiner eigenwilligen Art Fragen zu stellen, bekommt er Antworten, die daran zweifeln lassen, dass es ein Mord gewesen sein könnte.
Der Tote war ein erfahrener Wattwanderer, sein Fundort wirft Fragen auf.

Liewe ist ein interessanter Charakter. Ich kann mir vorstellen, von diesem Ermittler erneut zu lesen.
Er ist kompetent, hat kluge Ideen, seine Menschenkenntnis ist nützlich.
Durch Liewe lebt das Buch, mit seinem ruhigen Verhalten bringt er trotzdem Schwung in die Ermittlungen. Die Grenzstreitigkeiten lassen den Fall beinahe ruhen. Doch der Holländer hat Biss und scharfsinnige Gedanken. Ein junger Polizist hilft ihm, dieser ist auch ein belebender Charakter.
Die Geschichte hat allgemein interessante Figuren. Geeske Dobbenga vom niederländischen Grenzschutz hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Sie ist intelligent und sympathisch.

Der Krimi überzeugt mit leisen Tönen. Es wird nicht hochspannend, dafür sehr unterhaltsam. Ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen, mich hat der Stil überzeugt und die Erzählweise gefesselt.
Gleichzeitig gibt es interessante Einblicke in das Wattenmeer. Es ist eine faszinierende Atmosphäre, stimmungsvoll und ein bisschen unheimlich. Wenn das Wasser langsam, aber stetig steigt und eine Wanderung durchs Watt fast unmöglich macht. Die Wattwanderer im Buch sind gut dargestellt. Sie sind kompetent und wissen, wie man sich im Wattenmeer zu verhalten hat. Einem von 3 Freunden wird es zum Verhängnis. Der Holländer gräbt und findet in der Vergangenheit der Freunde einige Details, die nicht so perfekt sind, wie sie scheinen.
Mir hat es sehr gefallen, dass die Geschichte sich langsam entwickelt und Zeit für eigene Gedanken lässt. Die Spannung zeigt sich gemächlich, der Leser wird am Ball gehalten, durch einen cleveren Polizisten. Liewe Cupido macht seine Arbeit mehr als gut.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Magische Waffen

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Die Geschwister Ziva und Temra ergänzen sich. Die ältere Schwester ist 18 und eine magische Schmiedin. Temra ist 16, geht zur Schule, sie kümmert sich um den Verkauf der Waffen. Ziva ist menschenscheu, ...

Die Geschwister Ziva und Temra ergänzen sich. Die ältere Schwester ist 18 und eine magische Schmiedin. Temra ist 16, geht zur Schule, sie kümmert sich um den Verkauf der Waffen. Ziva ist menschenscheu, sie arbeitet lieber allein und im Hintergrund.
Als Ziva ein Schwert für die Kriegsherrin Kymora fertigt, fangen die Probleme erst richtig an.
Das Schwert birgt ein mächtiges Geheimnis. Diese Waffe darf Kymora nicht in die Hände bekommen. Die Schwestern fliehen aus der Stadt. Zusammen mit einem Söldner und einem Gelehrten begeben sie sich in die Fremde. Eine abenteuerliche Reise beginnt, mit ungewissem Ausgang.

Dieses Buch hat mich mit dem schönen Cover angezogen. Es ist hübsch gestaltet mit angenehmen Farben.
Die Schriftart ist gut gewählt, sie passt zur Geschichte.
Der Schreibstil fesselte mich gänzlich, ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen. Unterhaltsame Dialoge, spannende Szenen, eine leise Romantik machen das Buch zu einem schönen Erlebnis.

Tricia Levenseller schreibt sehr fesselnd. Ihre Art hat mich gefangen, der Stil ist unglaublich lebendig. Ich hatte das Gefühl, ich spüre den Staub der Flucht, den Dreck auf der Haut, den Schweiß der Angst.
Die Schwestern waren mir sofort sympathisch. Sie agieren toll zusammen. Es gibt auch Streit, was normal ist, wenn man so eng zusammen lebt.
Temra ist für ihr Alter sehr aufgeweckt und neugierig. Sie flirtet leidenschaftlich gerne. Ziva ist da eher verklemmt und traut sich nicht unter das Volk. Umso erstaunlicher fand ich, wie Ziva die Flucht gemeistert hat.

Die Ich-Erzählung aus der Sicht von Ziva geben einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Schmiedin. Ihre Panikattacken werden intensiv dargestellt. Diese weiche Seite macht die junge Frau noch sympathischer, ich hätte sie gerne getröstet.

Der magische Anteil ist nicht sehr hoch, ich würde das Buch nicht eindeutig zu Fantasy zuordnen. Die Waffen werden durch Ziva magisch, was interessant ist.
Die Fortsetzung wird einiges aufklären und hoffentlich auch ein gutes Ende nehmen.
Im Dezember erscheint der 2. Band der Dilogie. Darauf freue ich mich sehr.
Von mir gibt es fünf Sterne in allen Bereichen.
Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahre, was ich aufgrund der Kampfszenen für gerechtfertigt halte. Ich denke, Mädchen haben mehr Freude am Buch, für Jungen ist es vielleicht ein bisschen zu romantisch.
Es ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne, die Flucht steht im Vordergrund und die Gemeinschaft der 4.
Definitiv bietet das Buch großartige Unterhaltung.





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Veröffentlicht am 13.05.2022

Eine mutige Geschichte

Ende in Sicht
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Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen ...

Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen haben das gleiche Ziel.
Was am Ende in Sicht kommt, ist überraschend anders.
Ronja von Rönne behandelt die Thematik Depression mit makabrem Humor. Über die düsteren Gedanken der anderen lachen, so ein Buch erfordert Mut. Mir hat es sehr gut gefallen, der Stil ist abgerundet mit Dramatik und ein bisschen Einfühlungsvermögen.
Diese Art mit Depressionen umzugehen gefällt mit Sicherheit nicht jedem. Ich kann über schwarzen Humor lachen. Es wird in meinen Augen nicht ins Lächerliche gezogen. Das Buch zeigt, es gibt ein Licht am Ende einer dunklen Reise.
Hella und Juli sind völlig verschieden. Sie geraten aneinander, die Reise wirkt, als wäre sie unmöglich durchführbar. Abwechselnd bekomme ich Einblicke in das Seelenleben von Hella und Juli.
Es passieren Szenen, die urkomisch und gleichzeitig tieftraurig sind.
Die Autorin erklärt in der Danksagung ihren Hintergrund.

Die Erkrankung wird nicht übertüncht mit einer Leichtigkeit, obwohl es sicher bei manchem Leser diesen Eindruck erweckt. Es ist ein sensibles Thema, welches Ronja von Rönne sehr gut verpackt hat zu einem Roman zum schmunzeln, lachen und weinen.

Dieses Buch bietet Gesprächsstoff und Zündmaterial für explosive Diskussionen. Die Meinungen gehen bestimmt sehr auseinander. Die Thematik ist schwierig, Depressionen sind oft nicht greifbar.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, doch eine Empfehlung finde ich schwierig.
Es ist eher für Erwachsene ein Buch, vielleicht Frauen mehr, als Männer.
Mir wird es noch lange im Gedächtnis bleiben.


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