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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ellis'und Eastons Liebesgeschichte

Some Mistakes Were Made
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Das Cover von "Some Mistakes were made" finde ich wunderschön und auch die Leseprobe hatte mich damals überzeugt. Nur den Titelnamen finde ich zu offensichtlich, auch wenn er natürlich sehr gut zu der ...

Das Cover von "Some Mistakes were made" finde ich wunderschön und auch die Leseprobe hatte mich damals überzeugt. Nur den Titelnamen finde ich zu offensichtlich, auch wenn er natürlich sehr gut zu der Geschichte passt.

In dem Buch begleiten wir Ellis, ein recht reflektiertes, aber auch oftmals impulsive Mädchen, das uns ihre Geschichte aus der Gegenwart und der Vergangeheit heraus erzählt. Man wird zunächst mitten in das Geschehen geworfen, erfährt aber recht schnell, dass Easton und Ellis viel verbindet, inklusive einer gemeinsamen Kindheit, aber das irgendetwas vorgefallen sein muss, dass die beiden auseinander gebracht hat.

Ellis war ein absolut sympathischer, wenn auch recht einsamer Charakter. Ihr Freundwskreis beschränkt sich auf die Familie bzw. der selbstgewählten Familie, was jedoch auch im Buch immer wieder thematisiert war. Ich mochte sie sehr gerne, auch wenn ich mir für sie "eigene" Freundschaften fernab der Familienfehden gewünscht hätte.

Mit Easton hingegen konnte ich zunächst wenig anfangen. Er ist kein stereotypischer bookboyfriend, was ihn jedoch nicht unbedingt sympatischer gemacht hat. Er wusste definitiv darum, wie seine Stellung in der Schule aussah und wollte diese auch keinesfalls aufgeben.

Toll fand ich Tucker, der äußerst loyal und humorvoll wirkte. Auch der Rest der Nebencharaktere wurde äußerst authentisch und facettenreich von der Autorin beschrieben, was wohl auf den tollen Schreibstil dee Autorin zurückgeführt werden kann. Denn Kristim Dwyer erzählt Ellis' Geschichte sehr einfühlsam und gibt jedem ihrer Charaktere den nötigen Raum, um sich zu entfalten, aber auch den eigenen Standpunkt deutlich zu machen.

Handlungstechnisch hätte das Buch auch ein paar Kapiteln eher enden können. Gerda zum Ende hin litt die Beziehung von Ellis'und Easton nur noch unter dem Drama, das sich wiederholte und eher ins toxische abdriftet.

Alles in allem aber eine tolle, emotionale und feinfühlige Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Zwischen den Kulturen

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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In "Tokyo ever after" wird die Geschichte von Izumi erzählt, einem Mädchen, dass das Herz auf der Zunge trägt und die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen ist: Ihrer japanischen, die ihr in die Wiege gelegt ...

In "Tokyo ever after" wird die Geschichte von Izumi erzählt, einem Mädchen, dass das Herz auf der Zunge trägt und die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen ist: Ihrer japanischen, die ihr in die Wiege gelegt worden ist und die amerikanische, in die sie hineingeboren ist. Zu allem Überfluss erfährt sie im Alter von 18 Jahren, dass niemand geringerer als der Kronprinz von Japan ihr Vater ist - Chaos vorprogrammiert.

Die Geschichte wird dabei aus Izumis Sicht erzählt, was manchmal durch verschiedene Zeitungsausschnitte ergänzt wurde. Mit Izumi hatte ich zunächst so meine Probleme, denn sie wirkt anfangs sehr verspielt und nimmt wenig ernst, auch ihre Reise nach Japan und die damit verbundenen, royalen Pflichten nicht. Mit der Zeit hat sich diese Sicht immer mehr gewandelt und Izumi zeigt, dass sie zwar das Leben eher leicht nimmt, aber dennoch immer mit ganzem Herzen dabei ist. In dem Moment, als Izumi bei ihrer Zofe feststellt, dass diese doch tatsächlich mag, musste ich ebenso feststellen, dass Izumi sich immer mehr in mein Herz geschlichen hatte. Ich mochte auch ihre "Durchschnittlichkeit" - kein besonderes Hobby und auch keine Bestnoten und trotzdem war sie eine tolle, liebenswürdige Protagonistin, mit der man sich gerne identifiziert.

Die anderen Charaktere mochte ich überwiegend sehr gerne und viele von ihnen werden mit eigenen Problemchen gezeigt. Vieles blieb dennoch eher oberflächlich, was bei der kurzen Seitenanzahl wohl auch nicht anders möglich ist. Manche Charaktere wurden auch recht stereotyp gezeichnet, die Zwillinge, die identisch handeln, habe ich jetzt schon sehr oft gelesen und finde es langsam ermüdend. Auf der anderen Seite gab es zum Schluss hin auch hier eine Überraschung, die ich so gar nicht erwartet hatte.

Die Geschichte wurde mit der Zeit auch immer tiefgründiger und es steht nicht nur die Vater-Tochter-Beziehung im Vordergrund, sondern auch Izumis Suche nach ihrer Identität, ebenso wie eine zarte Liebesgeschichte. Akio, Izumis Leibwächter, fand ich auch soo toll und reflektiert, die Gespräche von den beiden waren meine liebsten und ich habe mit den beiden mit gefiebert.

An den Schreibstil musste ich mich ebenso wie an Izumi erst gewöhnen, aber irgendwann gefiel mir die lockere, humorvolle Art gut. Alles in allem will ich auf jeden Fall lesen, wie es weitergeht, denn Izumi findet sicher noch das ein oder andere Fettnäpfchen, in das sie mit vollem Karacho reinspringt.

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Veröffentlicht am 12.07.2022

Mitten in New York

Zwei Herzen unter acht Millionen
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"Zwei Herzen unter acht Millionen" erzählt die witzige, chaotische, umständliche und mit Missgeschicken überhäufte Liebesgeschichte von Franny und Hayes, die in einer U-Bahn beginnt und von dort ihren ...

"Zwei Herzen unter acht Millionen" erzählt die witzige, chaotische, umständliche und mit Missgeschicken überhäufte Liebesgeschichte von Franny und Hayes, die in einer U-Bahn beginnt und von dort ihren Lauf nimmt. Denn obwohl das Kennenlernen der beiden alles andere als perfekt sind und sie sich ganz sicher sind, sich eh nie wieder zu begegnen, hat das Leben ganz andere Pläne für sie...

Kate Spencer lässt dabei beide abwechselnd zu Wort kommen. Diese Erzählweise ist nicht immer meine liebste, da dadurch manchmal Spannung verloren geht, doch hier hat die Autorin es sogar geschafft, dass ich dadurch noch mehr mit den ProtagonistInnen mitfühlen konnte: Die Unsicherheiten und das Gedankenkarussel beider wurde so verständlich rübergebracht, dass ich beim Perspektivwechsel schon selbst am jeweils anderen zweifelte, obwohl ich doch die Perspektive gerade eben erst gelesen hatte. Das ist für mich ein großer Pluspunkt dieses Romans: Die tolle Schreibweise von Kate Spencer.

Die zieht sich auch durch die Charakterisierung der Protagonisten. Es gab niemanden, den ich nicht mochte und trotzdem hatte jeder seine Eigenarten. Insbesondere Lola und Cleo, Frannys beste Freundinnen, waren toll, aber auch Hayes Freunde mochte ich sehr.

Das einzige, was auf Dauer ein bisschen zu kurz kam, war die Spannung. Zum Ende hin stieg die Dramaturgie rasant, aber das fühlte sich für mich oft unnötig an und ich habe die Handlungsweisen von Franny und Hayes hier nicht mehr verstanden, weil sich Ungereimtheiten schneller hätten lösen können.

Ich würde von der Autorin aufgrund der tollen Protagonisten aber jederzeit ein weiteres Buch lesen wollen

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Dream-Team Poppy und Casteel

Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen
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Nach diesem fiesen Cliffhanger habe ich mich sehr gefreut, gleich weiterlesen zu können. Der 3. Teil von Blood and Ash setzt nahtlos an den Geschehnissen von Teil 2 an und erzählt in schnellem Tempo und ...

Nach diesem fiesen Cliffhanger habe ich mich sehr gefreut, gleich weiterlesen zu können. Der 3. Teil von Blood and Ash setzt nahtlos an den Geschehnissen von Teil 2 an und erzählt in schnellem Tempo und mit einigen Wendungen Poppys Geschichte weiter, weshalb es mir bei den ersten 200 Seiten sehr schwer fiel, das Buch beiseite zu legen.

Zu Charakteren und Schreibstil kann ich im Hinblick auf die ersten beiden Bände nicht mehr viel hinzufügen. Vor allem die Charaktere habe ich mittlerweile sehr ins Herz geschlossen und es macht einfach Spaß, ihre Reise und Entwicklung mitzuverfolgen. Poppy und Casteel sind unterdessen zu einer unbesiegbaren Einheit geworden, die sich unterstützt und den jeweils anderen niemals im Stich lassen würde. Ergänzt wird das Duo durch den treuen Kieran.

Die Handlung von Band 3 verläuft ebenso wie bei Band 2 im Mittelteil extrem langsam und mittlerweile stört es mich leider auch und ich ertappte mich dabei, wie ich einzelne Passagen überflog. Die running gags wie beispielsweise Poppys viele Fragen verlieren mit der Zeit an Charme. Viele Gespräche und Szenen wiederholen sich. Dem Buch hätten einfach ein paar hundert Seiten weniger gut getan denn das Ende - oh man dieses Ende! Es hatte alles, was ich mir gewünscht hatte und noch so viel mehr. Auch Poppys Entwicklung verläuft hier rasant und natürlich wird man mit einem bösen Cliffhanger zurückgelassen. Schade, dass man auf den nächsten Band so lange warten muss - ich hoffe, ich halte es aus.

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Veröffentlicht am 30.04.2022

Gemeinsam mit den Bambini am Whitestone-Hospital

Whitestone Hospital - High Hopes
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Ich musste mir "Whitestone Hospital" einfach holen, weil ich riesiger Grey's Anatomy Fan bin und die Ähnlichkeiten einfach unübersehbar sind. Ich finde es toll, dass Ava Reed sich hier an das Setting Krankenhaus ...

Ich musste mir "Whitestone Hospital" einfach holen, weil ich riesiger Grey's Anatomy Fan bin und die Ähnlichkeiten einfach unübersehbar sind. Ich finde es toll, dass Ava Reed sich hier an das Setting Krankenhaus herantraut.

Dementsprechend fiel mir der Einstieg in das Buch sehr leicht. Die Autorin hat einen angenehm flüssigen, sehr dramatischen Schreibstil, der oft Einblicke in das Innenleben der Charaktere gibt und Wörter im Sinne der Dramaturgie wiederholt, was mir insbesondere im Laufe des Buches manchmal zu viel wurde. Allerdings konnte sie das Krankenhausfeeling super rüberbringen und alles so herunterbrechen, dass man es auch als Laie verstand und sich zwischen den AssistenzärztInnen wohlfühlte.

Die Charaktere Laura und Nash machten es mir ein wenig schwer, weil mich beide nicht hundertprozentig überzeugten. Am Anfang mochte ich Laura sehr, doch sobald sie in Phoenix ankommt, ist sie sehr oft am maßregeln, was ich in manchen Situationen unangemessen empfand. Sie ist noch in der Ausbildung, stellt aber alles von ihrem Ausbilder in Frage, wobei dieser auch stets kleinbei gibt. Sie hätte einfach ein bisschen weniger Perfektionismus vertragen. Nash wiederum blieb schwer greifbar, was sicher auch zu seiner reservierten Art passt. Er wird größtenteils über seine Gedanken zu Laura definiert, da hätte ich mir noch mehr Persönliches gewünscht.

Doch die Nebencharaktere reißen das wieder raus, insbesondere Ian und Grant oder auch Lauras Schwester Jess. Generell macht es großen Spaß, die locker leichten Dialoge zu lesen, die mit viel Schlagfertigkeiten und Witz daherkommen. Daneben sind es die vielen Kleinigkeiten, wie der Spitzname der Assistenzärzte oder die Krankenhaus eigene Zeitung, die dem Buch seinen besonderen Charme verleihen.

Ich bin einfach dankbar, dass Ava Reed eine Krankenhaus-Reihe geschaffen hat, auch wenn ich im 1.Band nicht auf einer Wellenlänge mit den Protagonisten war. Das Rundherum hat riesigen Spaß gemacht.

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