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Veröffentlicht am 09.07.2017

Warmherzige, leichte Sommerlektüre zwischen Somerset und London

Frag nicht nach Sonnenschein
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„Frag nicht nach Sonnenschein“ ist im typischen Stil der Autorin Sophie Kinsella geschrieben und eine angenehme leicht zu lesende Sommerlektüre.

Katie kommt ursprünglich aus Somerset von einem Bauernhof ...

„Frag nicht nach Sonnenschein“ ist im typischen Stil der Autorin Sophie Kinsella geschrieben und eine angenehme leicht zu lesende Sommerlektüre.

Katie kommt ursprünglich aus Somerset von einem Bauernhof und sehnt sich nach Erfolg und einem Leben in der Großstadt. In London möchte sie ganz neu durchstarten und ihr Leben komplett verändern. Leider läuft nicht alles wie geplant, statt eines tollen Jobs in dem sie sich kreativ ausleben kann, erledigt sie Hilfsarbeiten und muss tun, was ihre Chefin sagt bis sie überraschend gefeuert wird.
Nachdem sie zu ihrem Vater auf den Bauernhof - aus dem dieser einen Glamping Farm machen möchte – zurückkehrt, stürzt sie sich dort in die Planung und Arbeit. Als dann plötzlich ihre ehemalige Chefin auftaucht, ist das Chaos perfekt und Katie möchte sich eigentlich nur noch für den Rauswurf rächen…..

In dem gewohnt locker und leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin erfährt man alles aus der Ich-Perspektive von Katie.

Katie fand ich mit ihrer Art, wie sie versucht positiv zu denken, direkt sympathisch, sie wirkt echt, lebendig und ist liebenswert. Ihre Gedanken sind nachvollziehbar und ich fand es amüsant zu lesen, wie sie über ihre Chefin denkt, dass sie perfekt und ein Albtraum zugleich ist. Ihr Einsatz für den Hof und ihren Dad ist irgendwie süß und dabei schimmert ihr schlechtes Gewissen durch, dass sie meint, dass ihr Dad es ihr nicht verzeihen wird, dass sie London ihm vorgezogen hat.

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Charaktere in dem Buch, von denen einige ein wenig verrückt und andere äußerst intrigant erschein en. Die Mischung fand ich unterhaltsam.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ließ sich einfach und flüssig lesen, hatte ein paar amüsante und sarkastische Szenen, von denen es aber durchaus hätte mehr geben dürfen. Dafür hatte es mehr Botschaft als ich erwartet hatte und war für mich kein typischer Sophie Kinsella-Roman.

Mein Fazit:
Das Buch war anders als ich erwartet hatte, aber durchaus unterhaltsam und lesenswert.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Nichts für schwache Nerven

Ich bin die Nacht
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„Ich bin die Nacht“ ist der erste Band, der Shepherd-Reihe des Autors Ethan Cross.
Bisher sind neben diesem Buch „Ich bin die Angst“, „Ich bin der Schmerz“ und „Ich bin der Zorn“ erschienen. Durch das ...

„Ich bin die Nacht“ ist der erste Band, der Shepherd-Reihe des Autors Ethan Cross.
Bisher sind neben diesem Buch „Ich bin die Angst“, „Ich bin der Schmerz“ und „Ich bin der Zorn“ erschienen. Durch das jeweilige Cover ist es unverkennbar, dass es sich um eine Reihe handelt. Sie sind schlicht und wirken lediglich durch die Farbe und den Titel bedrohlich, geheimnisvoll und mystisch.

Francis Ackermann ist ein Serienkiller, der mit seinen Opfern spielt. Er bietet ihnen eine winzige Option auf ein Überleben, bei der sie keine wirkliche Chance haben. Dabei geht er brutal und abartig vor, wirkt selbst nahezu unzerstörbar und hat vor nichts Angst. Er ist ein richtiges Monster, gleichzeitig aber auch irgendwie faszinierend und nicht komplett unsympathisch. Je mehr man über seine Hintergründe erfährt, desto weniger kann man ihn wirklich hassen, auch wenn sein Verhalten einfach nur krank und abartig ist. Es kommt immer wieder durch, dass es nicht nur das rein Gute oder Böse gibt, sondern alles ein Ergebnis aus den Umständen, der Erziehung und der Umwelt ist.

Neben Franis Ackermann gibt es einen weiteren Protagonisten, den charmanten Ex-Cop Marcus Williams, der gerade von der Großstadt auf das Land gezogen ist, um sich ein neues Leben aufzubauen.

Ich finde bei diesem Buch insbesondere die Perspektive aus Sicht des Mörders sehr interessant. Zur Handlung selbst, möchte ich gar nicht viel schreiben, dafür gibt es ja den Klappentext.

Der Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen sorgt dafür, dass man weiterlesen will und sich fragt, wie das zusammenführen wird. Dabei gibt es bis zum Schluss immer wieder überraschende und unvorhersehbare Wendungen. Die Jagd auf Ackermann bleibt bis zum Ende spannend.

Auch wenn die Story in sich abgeschlossen ist, bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die dafür sorgen, dass man neugierig auf die nachfolgenden Bände wird.

Der Schreibstil von Ethan Cross ist flüssig, angenehm und einfach zu lesen. Trotz vieler Wendungen kann man der Handlung gut folgen. Rasant und spannend von der ersten bis zur letzten Seite fühlte ich mich sehr gut unterhalten.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans mit starken Nerven.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.06.2017

Amüsante & unterhaltsame Lektüre

Landliebe
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Das Buch „Landliebe“ von Jana Lukas ist eine schöne kurzweilige und amüsante Liebesgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen.

Für den Winzer Tom sieht es finanziell nicht gut aus und sein Bruder Eric meldet ...

Das Buch „Landliebe“ von Jana Lukas ist eine schöne kurzweilige und amüsante Liebesgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen.

Für den Winzer Tom sieht es finanziell nicht gut aus und sein Bruder Eric meldet ihn deshalb zur Teilnahme an der TV-Show Landliebe an. Auch Ellie steckt in finanziellen Schwierigkeiten und hat sich deswegen zu dieser Dating-Show angemeldet. Vier Wochen soll Ellie nun bei Tom wohnen und die Regieanweisungen befolgen, die den beiden oft so gar nicht passen und deswegen wird es ziemlich anstrengend für den Produktionsleiter. Gleichzeitig wird auch noch die Weinlese sabotiert….

Die Story wird im Wechsel aus der Sicht von Ellie und Tom erzählt. Das fand ich sehr gut gemacht, da man so einen guten Überblick bekam und sich wunderbar in die Charaktere hineinversetzen konnte.
Während Tom anfangs ein wenig mürrisch und grummelig wirkte, war mir Ellie direkt sympathisch. Auch Toms Bruder Eric und seine Frau Rina habe ich auf Anhieb gemocht. Die Charaktere werden sehr detailreich und authentisch beschrieben.

Auch die Landschaft wurde von der Autorin schön beschrieben und ich hatte zwischendurch das Gefühl direkt im Moseltal zu sitzen.

Der Schreibstil von Jana Lukas ist flüssig und leicht zu lesen. Es gibt viele amüsante Stellen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, aber durch die Sabotage des Weingutes wird auch Spannung aufgebaut, die einen rätseln lässt, wer dahinterstecken könnte und warum.

Ich bin durch die Seiten des Buches nur so hindurchgeflogen und auch wenn das Ende nicht überraschend, sondern ziemlich vorhersehbar war, hatte ich einfach Spaß beim Lesen und empfehle es gerne als leichte, amüsante Urlaubslektüre weiter.

Veröffentlicht am 10.06.2017

Fesselnd, detailreich, überraschend – nichts für schwache Nerven

Die Bestimmung des Bösen
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„Die Bestimmung des Bösen“ ist das gelungene Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin, in dem an Spannung und interessanten wissenschaftlichen Informationen nicht gespart wird.

Nachdem in einem abgelegenen ...

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das gelungene Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin, in dem an Spannung und interessanten wissenschaftlichen Informationen nicht gespart wird.

Nachdem in einem abgelegenen Waldstück am Rhein zwei entstellte Frauenleichen gefunden werden, übernimmt die junge Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Wegen des fortgeschrittenen Verwesungsprozeß sind die Ermittlungen als ausgesprochen schwierig. Die Kriminalbiologin Karen Hellstern versucht anhand der Insekten erste Informationen über die Morde zu liefern. Schnell kommt es zu weiteren Morden, Alexis erkennt das Schema des Mörders und fühlt sich von ihrer Vergangenheit eingeholt….

Der Schreibstil von Julia Corbin ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Herausstechend sind die vielen fachlichen Begriffe und wissenschaftlichen Erklärungen, die tiefe Einblicke in die komplexe Arbeit eines Kriminalbiologen gegeben haben und stets so verpackt waren, dass sie auch von einem unwissenden Leser gut verstanden werden konnten.

Die Charaktere werden detailreich und authentisch beschrieben. Die Protagonistin Alexis hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht und ihre Angst und Panikattacken sind fühlbar. Auch die Schauplätze in Heidelberg und Mannheim hat man beim Lesen direkt vor Augen.

Der Spannungsbogen steigt stetig wozu auch der Wechsel der zeitlichen Ebenen beiträgt. Temporeich und mit einigen überraschenden Wendungen hat mich das Finale überrascht und zugleich entsetzt.

Mir hat der Thriller wirklich gut gefallen, reichlich Spannung, tolle Charaktere, überraschende Wendungen und am Ende alles gut gelöst und erklärt.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Rasant

Doppelspiel
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„Doppelspiel“ ist der erste Band einer Trilogie der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström.

Nach einem fesselnden und rasanten Einstieg, der überraschend endet, lernen wir Tom Borg kennen. ...

„Doppelspiel“ ist der erste Band einer Trilogie der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström.

Nach einem fesselnden und rasanten Einstieg, der überraschend endet, lernen wir Tom Borg kennen. Er ist Krimiautor und eine Schreibblockade hindert ihn daran an seine bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Auf der Suche nach Inspiration lernt er die rothaarige Literaturstudentin Nicole kennen, die kurz darauf bei einem gemeinsamen Besuch in einem zwielichtigen Club erschossen wird. Vor seinem Verschwinden drückt der Täter Tom die Waffe in die Hand. Vollkommen panisch, da nun seine Fingerabdrücke an der Waffe sind, flieht Tom.

Die Handlung beginnt rasant und es bleibt kaum Zeit zum Luft holen. Während Tom versucht einen neuen Kriminalfall zu schreiben, steckt er inzwischen selbst mitten in einem Krimi und es gibt Überschneidungen mit seinem neuen Buch. Realität und Fiktion beginnen immer mehr zu verschwimmen.

Die Ereignisse überschlagen sich und ich kam mir zeitweise vor wie in einem Actionfilm. Dadurch war ich zunächst total gefesselt. Nicht nur die Polizei ist hinter Tom her, auch andere unbekannte Mächte spielen hier eine undurchsichtige Rolle.
Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt, war es nicht überraschend, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Dennoch war ich darüber enttäuscht., da ich einige Erklärungen für die Ereignisse als ein wenig konstruiert empfunden habe.

Insgesamt ist es ein spannender, aber auch brutaler Krimi mit einigen
Schwachstellen, der mich beim Lesen gefesselt, aber mit seinem Ende enttäuscht hat.

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  • Spannung