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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2022

Ehrlich, offen und unterhaltsam

Und dann kommt das Meer in Sicht
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Ich mag die Sendung Wunderschön sehr – vor allem in Zeiten, in denen man nicht so gut reisen kann, ist das immer ein toller (virtueller) Ausflug. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ich manchmal etwas ...

Ich mag die Sendung Wunderschön sehr – vor allem in Zeiten, in denen man nicht so gut reisen kann, ist das immer ein toller (virtueller) Ausflug. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ich manchmal etwas genervt bin vom Überschwang der Moderatoren. Daher war ich umso gespannter, wie sich wohl ein Buch von Tamina Kallert liest. Und ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war. Es war deutlich besser als ich angenommen hatte und sehr persönlich. Ich fand es spannend, mehr über sie zu erfahren und auch darüber, wie sie ihr Privatleben und ihren Beruf in Einklang bringt. Sie erzählt hier sehr detailliert über ihre Familie, ihre Wohnsituation und ihre bisherigen Erfahrungen. Auch darüber, was nicht gut lief oder wo sie noch an sich arbeiten kann – das fand ich echt mutig und hat mich berührt.

Ihre im TV manchmal etwas überdrehte Art kam hier gar nicht so an. Im Gegenteil merkt man, dass sie sich für vieles begeistern kann und sich dann auch wirklich darüber freut. Und dass sie weiß, dass sie manchmal zuviel redet in ihren Sendungen. Künftig werde ich mir die Sendungen nochmal mit anderen Augen ansehen und versuchen, ein Stückchen von ihrer Lebensfreude in meinen Alltag zu integrieren.

Veröffentlicht am 18.07.2022

Spannender Fall

Tegernsee-Kartell
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Da ich bereits das Vorgängerbuch kenne, war ich natürlich umso neugieriger, weil es mir gut gefallen hatte. Ich mochte schon im damaligen Buch die Komplexität des Falls, die hier nochmal eine Stufe stärker ...



Da ich bereits das Vorgängerbuch kenne, war ich natürlich umso neugieriger, weil es mir gut gefallen hatte. Ich mochte schon im damaligen Buch die Komplexität des Falls, die hier nochmal eine Stufe stärker ist. Man muss genau aufpassen und mitdenken, sonst wird es verwirrend. Das Buch ist nicht dafür geeignet, mal zehn Seiten hier und fünf da zu lesen. Man muss ihm seinen Raum geben und sich darauf einlassen, aber dann ist es richtig gut und unterhaltsam. Ich fand es toll, wie sich die Geschichte nach und nach ausbreitet, entfaltet und vom Leser entdeckt werden kann zusammen mit den Ermittlern.

Gut gefallen hat mir auch, dass man auch einiges aus dem Privatleben der Ermittler erfährt. Das mag ich immer sehr, wenn es nicht überhandnimmt. Hier war es gut ausgeglichen zwischen Kriminalfall und Privatleben. Insgesamt ein spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe. Gerne mehr von Marcus Kling und seinen Mitstreitern!

Veröffentlicht am 18.07.2022

Begeisterung pur!

Oxen. Noctis
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Da ich bereits die ersten Bände um die Hauptfigur Oxen mit großer Begeisterung und Spannung gelesen habe, war ich natürlich umso neugieriger, wie es nun weitergeht. Man kann dieses Buch als Stand-Alone ...

Da ich bereits die ersten Bände um die Hauptfigur Oxen mit großer Begeisterung und Spannung gelesen habe, war ich natürlich umso neugieriger, wie es nun weitergeht. Man kann dieses Buch als Stand-Alone lesen, aber wenn man die Vorgänger auch kennt, macht es natürlich nochmal umso mehr Spaß!

Es wird wieder richtig spannend, düster und packend. Zarte Gemüter sollten diese Reihe eher nicht lesen, hier ist schon Potential für Alpträume vorhanden. Ich mag nichts zum Inhalt schreiben, weil ich nichts verraten möchte. Nur so viel: Wer dachte, er kennt die Abgründe menschlichen Denkens und Handels schon, wird hier eines Besseren belehrt.

Wer aber Oxen-Fan ist, wird hier wieder mit großem Lesespaß unterwegs sein und geradezu durch das Buch fliegen. Freunde der skandinavischen Literatur sind hier genau richtig!

Veröffentlicht am 14.06.2022

Warum passierte das?

Der große Fehler
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Warum wird ein 83-Jähriger, der so viel für die Stadt New York getan hat, am helllichten Tag einfach auf der Straße erschossen? Der Täter wird direkt verhaftet, aber das Motiv ist unklar. An sich schon ...

Warum wird ein 83-Jähriger, der so viel für die Stadt New York getan hat, am helllichten Tag einfach auf der Straße erschossen? Der Täter wird direkt verhaftet, aber das Motiv ist unklar. An sich schon eine interessante Geschichte, aus der der Autor Jonathan Lee, den ich bisher noch nicht kannte, eine spannende Erzählung strickt. Er hat einen eigenwilligen, interessanten Schreibstil, der mich begeistert hat. Ich mag es, wenn ein Schriftsteller mit Sprache spielt und sie hochwertig verwendet. Man kommt sich direkt vor, als hätte man eine Zeitreise ins Jahr 1903 gemacht.

Ich kannte Green bisher nicht, muss aber auch sagen, dass ich leider weder in New York war, noch mich ernsthaft mit seiner Geschichte auseinander gesetzt habe. Daher fand ich es umso spannender, auch in seine Lebensgeschichte und gleichzeitig noch den Mordfall abzutauchen. Die nicht-chronologische Abfolge im Buch hat mir richtig gut gefallen. Man muss gut aufpassen und aufmerksam lesen, dann macht der Roman großen Spaß!

Veröffentlicht am 14.06.2022

Geht zu Herzen

Das Wunder von Errikousa
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich diese wahre Geschichte neugierig gemacht hat. Man fragt sich ja immer, was man selbst gemacht hätte und ob man tapfer genug gewesen wäre, anderen zu helfen, ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich diese wahre Geschichte neugierig gemacht hat. Man fragt sich ja immer, was man selbst gemacht hätte und ob man tapfer genug gewesen wäre, anderen zu helfen, auch wenn man dabei sich und seine Lieben in tödliche Gefahr bringen würde. Schwer zu sagen, vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegs aber wieder eine ganz aktuelle Frage.

Mir hat gut gefallen, wie die Autorin von ihrer eigenen Geschichte erzählt und dann allmählich von den damaligen Geschehnissen erzählt. Mich hat es sehr fasziniert und berührt. Ein Buch, das wahrlich zu Herzen geht. Den Anfang fand ich sehr amerikanisch, aber nach und nach war ich wirklich im Buch gefangen. Ich kann absolut nachvollziehen, dass man sich als junger Mensch nicht so sehr für die Geschichte der Familie interessiert. Auch bei mir kam das erst später und heute bin ich traurig, dass ich meinen Großeltern keine Fragen mehr stellen kann. Daher habe ich die Zerrissenheit der Autor sehr gut verstanden.

Je weiter man im Buch kommt, desto spannender und ergreifender wird es. Ich habe diese Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und kann mir sehr gut vorstellen, selbst mal auf diese kleine Insel zu reisen und alles mit eigenen Augen zu sehen – so nahe ist es mir gegangen.