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Veröffentlicht am 10.07.2017

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Nachtblumen
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Dies ist mein erstes Buch von Carina Bartsch. Den gelobten Bestseller Kirschroter Sommer habe ich nicht gelesen und somit auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Angesprochen hat mich der Klappentext und auch ...

Dies ist mein erstes Buch von Carina Bartsch. Den gelobten Bestseller Kirschroter Sommer habe ich nicht gelesen und somit auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Angesprochen hat mich der Klappentext und auch der Titel. Ich habe zwar eine traurige Geschichte erwartet, dachte aber nicht, dass sie so bedrückend ist.

Titel und Cover finde ich sehr passend. Besonders der Titel hat es mit angetan, da er auch Raum im Buch einnimmt. Aber auch die schön dezenten Blumen gefallen mit.

Als Jana nach Sylt kommt, weiß sie nicht, was sie erwartet. Sie kommt in einem Wohnprojekt unter, mit 4 anderen Jugendlichen. Was auf jeden Fall schon mal eine Verbesserung zu ihrem bisherigen Leben ist. Jana hatte es bis jetzt nicht leicht im Leben und arbeitet hart an sich. Collin wohnt nur ein Zimmer weiter von ihr. Doch man bemerkt ihn kaum, er spricht nicht viel und zeichnet meistens in seinem schwarzen Buch. Trotzdem erregt er die Aufmerksamkeit von Jana.

Vielleicht ist es manchmal gut, dass man nicht weiß, wie etwas ausgeht,
weil es sonst niemals bunt werden könnte.
Seite 21

Ich habe mich etwas schwer mit der Besprechung zu Nachtblumen getan. Auf der einen Seite fand ich die Geschichte sehr berührend und erzählenswert. Auf der anderen Seite aber teilweise langweilig und zu bedrückend. Ich habe nichts gegen melancholische Bücher, aber hier hat dieses bedrückende Gefühl sich mit den langweiligen Passagen verbunden und mir etwas den Lesespaß genommen. Ich hatte das Gefühl, es geht nicht wirklich voran. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis die beiden sich mal näher kommen. Vielleicht waren meine Erwartungen da auch falsch, den ich habe mehr eine Liebesgeschichte erwartet. Doch der Fokus liegt ganz klar auf Jana, wie sie ins Leben findet, sich entwickelt und ganz langsam auftaut. Ich verstehe wirklich, wieso sie so ist, wie sie ist und sie hat alles Recht der Welt kleine Schritte zu machen. Aber mir als Leser würde es etwas zu langweilig, weil einfach nicht wirklich etwas passierte. Und mir hat ein witziger Charakter gefehlt, der die Stimmung aufheitert. Ich finde, so eine Auflockerung ist ganz wichtig, wenn ein Buch in so eine bedrückende und melancholische Richtung geht. Damit der Leser nicht nur in so einem Loch hockt.

Jana lernt man sehr gut kennen und ich mochte sie. Besonders hat mit gefallen, wie sie sich entwickelnd hat. Auch wenn es lange gedauert hat. Von Collin erfährt man leider nicht sehr viel. Da die Geschichte nur aus der Sicht von Jana erzählt wird, wissen wir als Leser nur das was Jana auch über ihn weiß und das ist nicht viel. Die beiden waren für mich kein typisches Pärchen. Da war immer so eine Schwere, die die beiden begleitet hat. Vielleicht lag es auch ein bisschen an der Location, das raue Sylt.

Die unvergesslichen Momente im Leben sind immer jene, in denen man sich selbst überrascht.
Seite 157

Die letzten Seiten haben mich das Buch noch mal positiver wahrnehmen lassen. Da es spannender wurde und ich sehr mitgefiebert und gelitten. Vielleicht hatte ich auch ein bisschen feuchte Augen. So konnte mich die Geschichte von Jana und Collin dann doch noch emotional packen.


Fazit:
Keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Es Dauer sehr lange bis die beiden miteinander warm werden und auch dann hat sie in meinen Augen immer noch eine schwere und Melancholie begleitet.
Teilweise bedrücken und stellenweise langweilig.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es gab so einige Textstellen die ich mir markiert habe.

Veröffentlicht am 16.06.2017

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MARCO POLO Reiseführer Athen
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Ganz nach dem Motto Vorfreude ist die schöne Freude, liebe ich es vor dem Urlaub den Reiseführer durchzugehen und mich vorzubereiten. Mit den Reiseführern von Marco Polo habe ich da bis jetzt sehr gute ...

Ganz nach dem Motto Vorfreude ist die schöne Freude, liebe ich es vor dem Urlaub den Reiseführer durchzugehen und mich vorzubereiten. Mit den Reiseführern von Marco Polo habe ich da bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind handlich und leicht, sodass man sie auch mit auf die Reise nehmen kann, ohne groß Platz einzusparen. Trotzdem gehen sie nicht schon vom Anschauen kaputt, sondern halten auch das ständige aus der Tasche ziehen aus.

Der Aufbau ist immer gleich und somit habe ich mich gut zurechtgefunden. Es gibt einige Kategorien wie, Essen und Trinken, Fakten, Menschen & News oder Best of... Mein Hauptaugenmerk lag auf den Abteilungen, Sehenswertes, Praktische Hinweise und Bloß nicht!

Die praktischen Hinweise, sowie der kleine Sprachführer fand ich sehr hilfreich. Wenn man den Reiseführer mit auf die Reise nimmt, hat man so die wichtigsten Dinge ( z.B die Nummer der deutschen Botschaft) griffbereit.

Die Netzkarte der Metro in der hinteren Klappe hat mir einige Male geholfen. So wusste ich, welche Bahn ich nehmen muss, oder konnte mit einem Fingerzeig fragen, ob ich hier richtig bin.

Die Straßenkarten sind natürlich auch praktisch. Theoretisch. Eigentlich kann ich gut Karten lesen, doch hier hatte ich echt Probleme. Es gibt einfach so viele kleine Gassen, die nicht immer gerade Verlaufen, auf der Karte aber eine gerade Linie bilden und recht dick sind, sodass man eine größere Straße vermuten würde. Noch dazu die für mich fremden Straßennamen. Ich hab auch Passanten um Hilfe gebetet, diese hatten auch Probleme sich auf meiner Karte zu orientieren. Ob dies nun an den Karten oder an dem Straßenbau von Athen allgemein liegt, kann ich nicht beurteilen. Nur als Tipp, am besten auch GPS zu rate ziehen.

Die Aufteilung der Sehenswürdigkeiten ist nach Stadtviertel und dadurch schön übersichtlich. Zu den einzelnen Ausflugszielen gibt es auch Informationen. Gerade den Text zu der Akropolis fand ich schön, nicht zu viel oder zu wenig. So weiß man in etwas Bescheid und wenn man mehr wissen möchte, kann man selbst noch weiter recherchieren. Um die Handlichkeit des Reiseführers wurde ich auch von anderen Reisenden beneidet.

Ich selbst bin im Stadtviertel Plaka untergekommen. In einem Hostel, welches auch im Reiseführer erwähnt wurde, wenn auch mit nicht ganz stimmenden Angaben. Was mit allgemein etwas als Hinweis oder unter Bloß nicht gefehlt hat, ist der Hinweis auf die vielen Straßenverkäufer und Bettler. Ich war ziemlich geschockt, dass ich kaum in ruhe laufen konnte, ohne ständig angesprochen zu werden. Man musste wirklich aufpassen, dass man nicht aus Reflex etwas in die Hand genommen hat, was einem jemand andrehen wollte und es dann nicht mehr zurück wollte, sondern Geld dafür. Außerdem waren die Straßen sehr runter gekommen. Ich weiß, so was macht sich in einem Reiseführer nicht gut. Aber ich wäre gerne darauf vorbereitet gewesen, wie das Aldstadtviertel ausschaut. Kaputte und runter gekommene Häuser, sehr viel Graffiti. Dann wäre ich am Anfang vielleicht nicht so überrascht gewesen. Ein kleiner Hinweis, ala es schaut schlimmer aus als es ist, wäre wirklich schön gewesen.


Fazit:
Definitiv praktisch. Schön handlich und mit vielen Informationen.
Doch habe ich mich nicht völlig ausreichend informiert und gerüstet gefühlt.
Trotzdem hat mir der Reiseführer bei meinem Athen Aufenthalt sehr geholfen.

Veröffentlicht am 15.06.2017

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King - Er wird dich besitzen
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Ich weiß auch nicht so recht, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Mit Band 3, Lawless hatte ich meinen Start in die Reihe. Doch hat mir dieser nicht so gut gefallen. Trotzdem wollte ich gerne ...


Ich weiß auch nicht so recht, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Mit Band 3, Lawless hatte ich meinen Start in die Reihe. Doch hat mir dieser nicht so gut gefallen. Trotzdem wollte ich gerne wissen, wie die Geschichte angefangen hat und dann gab es dieses Angebot beim großen A. und schwupps war das Buch auf meinem E Reader.

Meine Erwartungen waren nicht so hoch. Auf eine eher gewalthaltige Geschichte hatte ich mich nach Band 3 schon eingestellt. Und um ehrlich zu sein, der Titel und der Klappentext klangen schon arg nach sehr viel Machogehabe. Und so war es dann auch.

Auch wenn das Buch nur so von: Du gehörst mir und Du bist mein Besitz strotzt, war es trotzdem unterhaltsam. Man darf natürlich nicht zu viel erwarten, hintergründiges Verhalten und zu viel Moral. Und es geht manchmal wirklich brutal zur Sache. Doch im Vergleich zu Band 3 nicht so sehr und es ließt sich wirklich flüssig lesen. Da es sehr locker geschrieben ist und die Geschichte schon einen gewissen Sog entwickelt.

Man muss so Geschichten mögen, um die Geschichte genießen zu können, ohne ständig die Augen zu verdrehen. Er der dominante Mann, sie die schwache Frau. Für mich eine schöne Urlaubslektüre, man muss nicht viel Denken und wird auch von schreienden Kindern nicht vom Inhalt abgelenkt.

Und irgendwie fand ich die beiden Süß. King und Doe hatten für mich teilweise etwas von Die Schöne und das Biest. Wie er versucht nett zu ihr zu sein und etwas Normales zu machen, hat mich stark an das Biest erinnert, wie es versucht Belle keine Angst zu machen.

Fazit:
Brutal und manchmal grausam. Aber auch unterhaltsam und fesselnd. Durch den leichten Stil lässt es sich super weglesen.
King und Doe fand ich teilweise niedlich, sie haben mich an Die Schöne und das Biest erinnert.
Wer Probleme mit Büchern hat, in denen der Mann sehr dominant ist und so geistreiche Dinge wie, Du bist mein Besitz, sagt, sollte lieber die Finger von lassen.

Veröffentlicht am 12.06.2017

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Gejagt
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Die Chronik des Eisernen Druiden geht in die sechste Runde. Und wie der Titel schon andeutet, hier geht es um eine Jagd. Ok, es ist ja nicht so, als hätte es Atticus O'Sullivan in den letzten 5 Bänden ...

Die Chronik des Eisernen Druiden geht in die sechste Runde. Und wie der Titel schon andeutet, hier geht es um eine Jagd. Ok, es ist ja nicht so, als hätte es Atticus O'Sullivan in den letzten 5 Bänden leicht gehabt. Aber hier bekommen er und Granuaile kaum eine ruhige Minute und natürlich ist auch Oberon wieder mit von der Partie. Diana und Artemis haben schwere Geschütze ausgefahren und die Drei zu jagen. Noch dazu trollt Loki sich weiß Gott wo rum und ist unberechenbar. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er Ragnarok auslöst.

Der letzte Band ist zwar schon wieder ein halbes Jahr her, trotzdem fand ich super in die Geschichte hinein. Wie gewohnt schreibt Kevin Hearne auf eine humorvolle und actiongeladene Art. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon und mittlerweile auch zwischen dem Wolfshund und Granuaile sind immer wieder meine Highlights. Ich hätte auch gerne einen Hund wie Oberon, der Würstchen und Pudeldamen liebt. Auch Loki, der eigentlich ziemlich furchteinflößend ist, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Seine Version / Erscheinung in der Reihe ist köstlich.Genauso wie die bildliche Vorstellung von Zeus, wie er von Kevin Hearne beschrieben wird.

Die Jagd sorgt natürlich für einige Spannung. Quer durch Europa geht es und es gab auch eine Szene, die mich ziemlich geschockt hat. Doch danach ging es so rasant weiter, dass ich das Geschehene gar nicht richtig realisieren konnte. Die Geschichte ist sehr dynamisch und Längen kamen beim Lesen keine auf. Immer mal wieder werden geschichtliche Dinge mit eingebracht, wofür ich sehr dankbar war. Ich mag Mythologie sehr gerne, sei es nordisch, griechisch oder römisch. Und in diesem Band trifft man auf alle drei, nicht zu vergessen noch die irische Mythologie.
Atticus ist mein Lieblingsdruide. Ok, er ist auch der Einzige den ich kenne. Aber trotzdem ist er ein cooler Charakter. Nicht auf den Kopf gefallen und mit so einiger Lebenserfahrung, trotzdem hat er etwas Jungenhaftes. Zu lesen, wie er es immer wieder schafft seinen Verfolgern zu entwischen und dabei sehr einfallsreich wird, hat großen Spaß gemacht.

Fazit:
Langsam zieht sich alles zusammen und lässt einen voluminösen Showdown erahnen,
aber bis dahin ist es noch Zeit.
Trotzdem merkt man in diesem Band deutlich, wie sich alles fügt und ich bin sehr gespannt,
wie es weiter gehen wird.
Zum Ende hin gab es zwei schöne Überraschungen und ich freue mich darauf zu lesen,
wie sich diese in die Handlung von Band 7 einfügen.
Wer coole und witzige Charaktere mag, viel Action sowie Mythologie, ist bei dieser Reihe richtig.

Veröffentlicht am 12.06.2017

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Die Herren der Unterwelt 12: Schwarze Pein
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Aufmerksam auf das Buch wurde ich, weil ich gerne etwas von Gena Showalter lesen wollte. Und im Klappentext war von Hades die Rede. So dachte ich, dass die griechische Mythologie, die mich ja sehr interessiert ...

Aufmerksam auf das Buch wurde ich, weil ich gerne etwas von Gena Showalter lesen wollte. Und im Klappentext war von Hades die Rede. So dachte ich, dass die griechische Mythologie, die mich ja sehr interessiert hier auch mit einfließt. Richtig gedacht.

Wegen dem Cover und dem Titel war ich zuerst aber eher skeptisch. Schwarze Pein und ein halb nackter, durchtrainierter Mann, na ja. Da hatte ich die Befürchtung, die Erotik würde im Mittelpunkt stehen und die Handlung mit den Fantasy und Mythologie Elementen würde hintenanstehen. Dem war aber zum Glück nicht so.

Gena Showalter schreibt auf eine sehr witzige Art. Sie zieht so einige lustige Vergleiche und es gibt so einige bissige Dialoge. Die stolze Länge von über 500 Seiten merkt man dem Buch kaum an. Zwischen Baden und Katarina knistert es zwar gewaltig, aber es dauert eine ganze Weile, bis sich diese Energie entladen kann. Und auch danach dominieren die Erotik Szenen nicht zu sehr. Dafür gibt es aber jede Menge Action in Form von Kampfszenen. Da die meisten unsterblich sind, hauen sie sich gerne die Köpfe ein oder ab. Ein Blutbad folgt dem nächsten.

Man ließt aber nicht ausschließlich nur von Baden und Katarina, auch andere Protagonisten begleiten man als Leser. Dadurch kam Abwechslung in die Geschichte. Da dies Band 12 einer Reihe ist und ich die Vorgänger nicht gelesen habe. Brauchte ich zu Beginn etwas um klarzukommen. Dies gelang mir aber dann sehr gut. Da, so denke ich, alles Wichtige noch mal erwähnt wurde. Man kann also gut mit diesem Band in die Reihe starten. Nur mit den ganzen Charakteren, die die Stammleser alle schon kennen, kam ich etwas durcheinander.

Baden trug sehr lange einen Dämonen in sich, seine Freunde tragen ihren Dämon zum Teil immer noch in sich. Diesen Gedanken fand ich sehr interessant. Der Dämon meldet sich zu Wort und beeinflusst seinen Träger. So kann zum Beispiel Torin mit einer Berührung eine Epidemie auslösen, da er der Hüter der Krankheit ist. Baden ist zwar von seinem Dämon befreit, doch durch Hades schlummert nun etwas anderes in ihm.
Die Beziehung zwischen Baden und Katarina ist zuerst ziemlich gewöhnlich in diesem Genre. Er der starke Beschützer, sie die schwache Frau. Auch noch dadurch verursacht, dass sie nur ein Mensch ist und er unsterblich. Doch Katarina will sich nicht in diese Rolle einfügen und zwar wirklich nicht. Dies macht sie für mich zu einem starken Charakter, da sie nicht sofort klein beigibt. Außerdem liebt sie Hunde und kümmert sich rührend um sie. Die Hunde nehmen einen Teil der Handlung ein, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Man sollte sich vom Cover und dem Titel nicht abschrecken lassen.
Die Geschichte von Baden und das Konzept mit den Dämonen war interessant.
Katarina ist eine starke Protagonistin, die ihre Hunde über alles liebt Pluspunkt
Der Erotik Anteil dominiert nicht und es gibt einige Kampfszenen.
Noch dazu ist das Buch witzig geschrieben.