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Veröffentlicht am 08.08.2022

Schön zu lesen, wenn auch für mich mit Schwachstellen

Some Mistakes Were Made
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Meinung:

Mit "Some Mistakes were made" findet sich das erste Buch der Autorin. Noch bevor ich die Meinung anderer Leser gelesen habe, hat der Klappentext dafür gesorgt, dass ich in die Geschichte des ...

Meinung:

Mit "Some Mistakes were made" findet sich das erste Buch der Autorin. Noch bevor ich die Meinung anderer Leser gelesen habe, hat der Klappentext dafür gesorgt, dass ich in die Geschichte des Buches eintauchen wollte. Bis zum Schluss war es keine falsche Entscheidung zu dem Buch zugreifen, auch wenn es mich in dem ein oder anderen Punkten leider nicht ganz abholen konnte.

In der Geschichte geht es um Elli, die das letzte Jahr an einem andern Ort verbringen musste, weit weg von ihrer Heimat und Easton. Easton, von dem sie durch eine falsche Entscheidung getrennt wurde und mit dem sie in der Zeit kein Wort mehr gewechselt hat. Nun führt sie ihr Weg für eine Feier zurück. Ist dies endgültig der Abschluss mit der Vergangenheit oder die Möglichkeit für ein Neubeginn?

Der Einstieg verläuft ohne große Überraschungen, aber dass muss es auch nicht. Die ersten Seiten sind ausreichend gefüllt damit, dass der Leser Elli und ihr Leben kennenlernt. Dabei hat mir der Aufbau und Verlauf gut gefallen und es ist der Autorin gut gelungen Elli an den Leser heranzutragen. Dabei wird aber auch schnell eine bedrückende Stimmung aufgebaut, denn Ellis Leben ist in vielerlei Hinsicht schwierig. Die Geschichte wechselt zwischen der weiten Vergangenheit und der Gegenwart. So erfährt der Leser fast Zeitgleich wie sich Elli und Easton kennengelernt haben, aber auch wie das Leben nach der Entscheidung war. Nach und nach arbeitet die Geschichte dann darauf hin, aufzulösen, wobei sich Elli Entscheiden musste. Mir hat es dabei auf der einen Seite gut gefallen, da die Wechsel in der Zeit für Abwechslung sorgen, auf der anderen Seite hatte ich aber meine Schwierigkeiten, mich auf die verschiedenen Gefühle von Ellie einzulassen.

Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart hatte Elli mit einigen Hürden zu kämpfen und es mit ihrer Familie alles andere als leicht. Auch wenn sie mir durchaus sympathisch war, konnte ich ihre Gefühle bis zum Schluss irgendwie nicht so ganz nachvollziehen. Während ihr Leben von vielen negativen Aspekten begleitet wird, kann sie sich nur schwer über die positiven Sachen freuen. Das hat sich durch das ganze Buch gezogen, weswegen es mir schwer gefallen ist warm mit ihr zu werden. Zwischen den anderen Protagonisten herrschte eine etwas andere Beziehung. Es findet sich eher eine liebevoll neckender Umgang, obwohl ich die eher seltener humorvoll fand. Alles in allem haben die Protagonisten zwar zu der Geschichte gepasst, aber sie haben leider nicht dazu beigetragen, dass ich eine positiveren Eindruck bekommen habe.

Wie schon erwähnt läuft es bei der Geschichte auf den Tag hinaus, bei dem eine Entscheidung fast alles verändert hat. Von der ersten Seite an habe ich auf die Auflösung hin gefiebert und in dem Punkt wurde ich nicht enttäuscht. Das Ende wird dem ganzen Buch gerecht und am Ende blieben bei mir in diesem Punkt keine Wünsche offen. Auch der Schreibstil hat mir auf jeder Seite gefallen und ich bin flott durch die Seiten gekommen.

Fazit:

Obwohl ich sowohl mit dem Aufbau als auch mit den Protagonisten, allen voran Elli, meine Schwierigkeiten hatte und nicht ganz in die Geschichte gefunden habe, findet sich dennoch eine Abwechslungsreiche Geschichte, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Eine Geschichte in der sich durch eine Entscheidung alles verändern kann. Über die Seiten hinweg hat es mich in den Fingern gejuckt zu erfahren, an welchem Punkt sich für Elli und Easton einiges geändert hat. Der Schreibstil trägt dazu bei, dass ich flott durch die Seiten gekommen bin. Von mir bekommt das Buch 3.5⭐, weil ich es gerne gelesen habe, aber es dann doch Schwachstellen gab.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 22.06.2022

Die ein oder andere Kritik, konnte mich aber gerade noch so überzeugen

Cinderella ist tot
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Meinung:

Obwohl ich mit Märchen nicht ganz so viel am Hut habe, greife ich doch immer wieder gerne zu Märchenadaptionen und habe schon die ein oder andere gelesen. Nachdem "Cinderella ist tot" auf Englisch ...

Meinung:

Obwohl ich mit Märchen nicht ganz so viel am Hut habe, greife ich doch immer wieder gerne zu Märchenadaptionen und habe schon die ein oder andere gelesen. Nachdem "Cinderella ist tot" auf Englisch schon zu einiger Beliebtheit gelangt ist, habe ich der Übersetzung entgegen gefiebert.

Am Anfang möchte ich ein kleines Manko aussprechen, was den gedruckten Klappentext hinter auf dem Buch betrifft, den dieser ist in einem kleinen Punkt falsch. Um jemanden nicht unbeabsichtigt zu Spoilern gehe ich nicht näher darauf ein, aber mich hat der Fehler am Anfang irritiert und ich finde ihn einfach ärgerlich. Die Zusammenfassung im Internet ist eine andere und deswegen findet sich der Fehler dort nicht. Vielleicht wird es bei der nächsten Auflage verbessert.

Aber nun zu der eigentlichen Geschichte. Wie der Titel sehr einfach erraten lässt geht es um das Märchen "Cinderella", doch in dieser Geschichte ist Cinderella schon seit 200 Jahren verstorben, hatte dabei aber große Auswirkungen auf ihr Königreich. Frauen werden von den Männern unterdrückt und ohne ihr Einverständnis mit den Männern vermählt. Dafür gibt es jedes Jahr einen Auswahlball, der für alle Mädchen Pflicht ist. Findet ein Mädchen jedoch beim dritten mal keinen Mann gilt sie als ausgestoßene. Sophia möchte auf keinen fall einen Mann, denn sie ist ihn ihre Freundin Erin verliebt...

Der Leser findet sich direkt in einer spannenden Szene, wodurch ich sehr schnell in die Geschichte gefunden habe. Mit den ersten Seiten baut die Autorin die Welt sehr gut auf und sie bringt dabei das Wichtigste aus der Geschichte schnell auf den Punkt. Gerade am Anfang sind die Entwicklungen zwar keine Überraschung und dennoch gelingt eine gute Mischung zwischen interessant erzählten Szenen und den erschreckenden Gesetzten, die dafür sorgen, dass es am Anfang nicht langweilig wird. Zwischen drin gibt es immer wieder Szenen, die mich ein Stück weit sprachlos zurück gelassen haben. Auch wenn für uns ein solches krasses Szenario unvorstellbar mag, hatte ich nie dass Gefühl, dass die Autorin mit ihrer Erzählung übertreibt.

Irgendwann kommt die Geschichte an einen Punkt, bei dem man die kommenden Szenen durch den Klappentext nicht mehr erwarten kann. Auch hier ist ein spannender Verlauf gewählt der mir zwar gut gefallen hat, aber sich von anderen Fantasybüchern nur wenig abheben kann. Obwohl man ab einem gewissen Punkt nicht mehr unbedingt weiß, was einen als nächstes erwartet, plätschert die Geschichte vor sich hin und dreht sich dabei etwas im Kreis. Die Gedanken von Sophia sind dabei immer die gleich, so dass sie sich auch weder irgendwie entwickeln, noch wirklich spannend sind. Das Ende war mir dabei wieder vorhersehbarer und auch wenn die Autorin sich noch die ein oder anderen Überraschung für den Schluss behält, konnten die mich nicht wirklich vom Hocker reißen.

Mit den Protagonisten bin ich bis zum Schluss nicht ganz warm geworden. Sophia hat es sehr schwer damit, dass sie sich in ihre beste Freundin verliebt hat. Auch sonst kann sie sich nicht mit dem Gedanken anfreunden einen Mann zu heiraten. Das führt dazu, dass sie allen Männern gegenüber unfreundlich begegnet, was ich an einer Stelle recht unfair fand. Sophia hat einen starken Willen und steht für ihre Gefühle und Wünsche ein. Das führt jedoch dazu, dass sie sich zu unüberlegten Kommentaren hinreißen lässt, die zu keinem Zeitpunkt hilfreich sein könnten und sie eher immer in Schwierigkeiten bringt. Das kommt zwar der Spannung im Buch zu gut, weil es so nie langweilig wird, aber manchmal war mir ihr verhalten dann doch zu viel. Auch mit Constance hatte ich meine Schwierigkeiten. Im Verlauf der Geschichte kommt noch eine weitere wichtige Figur hinzu, mit der sich Constance nicht sonderlich gut versteht. So finden sich viele Szenen in denen sich die beiden gegenseitig Sticheln. Auch das fand ich eher nervig als humorvoll und lustig.

Obwohl ich doch recht viel an dem Buch zu kritisieren habe, fand ich die Geschichte nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte ist gut durchdacht und spannend aufgebaut, wobei es eine gelungene Mischung zwischen einem bekannten Märchen, dass eigentlich Glück und Harmonie sprüht, und der radikalen Unterdrückung von Frauen gibt. Der Schreibstil lädt dazu ein sich zu verlieren und über die Seiten zu fliegen. Und auch wenn ich mit den Protagonisten vielleicht nicht warm geworden bin, passen sie recht gut in die Geschichte. Ich habe mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber ich kann es trotzdem allen empfehlen, die sich vom Buch angesprochen fühlen.

3.5 ⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2021

Eine tolle Gestaltung, aber eine Geschichte, die mich etwas verwirrt hat

Das Tagebuch der Jenna Blue
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Meinung:

Es reicht alleine schon den Klappentext zu lesen um eine Gänsehaut bekommen und es wird der Wunsch geweckt das Buch direkt zu lesen. Wie der Titel schon verrät, geht es um Jenna, aber auch um ...

Meinung:

Es reicht alleine schon den Klappentext zu lesen um eine Gänsehaut bekommen und es wird der Wunsch geweckt das Buch direkt zu lesen. Wie der Titel schon verrät, geht es um Jenna, aber auch um ihre Schwester Scarlett. Jede möchte der anderen überlegen sein und und lassen sich von nichts bremsen. Nebenbei schlägt sich Jenna mit der Frage herum, was hinter dem spurlosen verschwinden ihrer Mutter vor 10 Jahren steckt und kommt der Wahrheit immer näher.

Das Buch macht auf den ersten Blick mit einer liebevollen Gestaltung einen schönen Eindruck und bringt auch beim lesen nochmal eine schönere Atmosphäre. Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen und die Autorin konnte bei mir direkt für die richtige Stimmung sorgen, welche wie erwartet recht bedrückend ist. Auch der Charakter von Jenna wurde passend getroffen und hat mir gleich von der ersten Seite an gut gefallen, auch wenn ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen schockierend sind. Zwischendurch finden sich Seiten aus dem Tagebuch von Jenna, wodurch das Lesen aufgelockert wird. Das Buch kann mit einem sehr guten ersten Eindruck punkten, aber leider verliert sich dieser Eindruck nach und nach.

Während ich von der Handlung erwartet habe, dass sie sich darauf stützt, dass Jenna ihre Schwester umbringen möchte, hat die Geschichte in eine andere Richtung entwickelt und es ging immer stärker nur um das verschwinden von Jennas Mutter, was ich prinzipiell nicht schlimm fand, aber es hat eben nicht meinen Erwartungen entsprochen. Zudem war ich des Öfteren von der Handlung verwirrt, was auch an dem Schreibstil liegen mag, der sehr sprunghaft ist und dabei auch sehr umschreibend und wenig auf den Punkt, dass mir erst etwas später klar geworden ist, worum es wirklich geht. Die Auflösung fand ich im gesamten gelungen, auch wenn ich den Weg dahin holprig fand und mich nicht ganz angesprochen hat. Auch die letzten 10 Seiten sind mir nicht ganz leicht gefallen und ich hatte das Gefühl etwas verpasst zu haben.

Fazit:

Ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, dass so schön und liebevoll gestaltet wurde wie "Das Tagebuch von Jenna Blue", aber leider reicht das äußerliche alleine nicht. Der Einstieg ist der Autorin gelungen und die richtige Stimmung für die Geschichte wurde gleich getroffen. Leider hat die Handlung eine andere Richtung eingenommen, als ich es mir gewünscht hätte und es ging mehr um das verschwinden von Jennas Mutter, statt um Jennas Gefühle ihrer Schwester gegenüber. Zudem hat mich der sprunghafte und umschreibende Schreibstil zunehmend verwirrt. Das Lesen hat Spaß gemacht, aber leider konnte mich die Geschichte im Gesamten nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 28.03.2021

Raffinierter und sehr guter Schreibstil Schreibstil, bei dem das Ende leider nicht mitkommt

Sieben Wahrheiten
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Meinung:

Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und der Klappentext klingt sehr spannend, dass ich gerne zu dem Buch gegriffen habe. Von dem Autor habe ich noch kein Buch gelesen, aber ...

Meinung:

Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und der Klappentext klingt sehr spannend, dass ich gerne zu dem Buch gegriffen habe. Von dem Autor habe ich noch kein Buch gelesen, aber es finden sich recht viele positive Stimmen, umso gespannter war ich auf das Buch. Leider konnte mich das Buch nicht wie erhofft begeistern.

Sidney Noyce ist geistig zurückgeblieben und muss nicht nur für Schikanen herhalten sondern wird auch für den Mord an zwei elfjährigen verurteilt. Nach 20 Jahren im Gefängnis erhängt sich Sidney Noyce in seiner Zelle und bringt dem Fall aus der Vergangenheit zu neuer Aufmerksamkeit. Der beste Freund der beiden ermordeten Jungs macht einen Podcast und spricht mit allen aus der Vergangenheit und möchte Licht ins dunkle bringen.

Den Einstieg der Geschichte fand ich etwas verwirrend, aber nach ein paar Seiten ist man gut in die Geschichte gekommen. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichten erzählt. Zum einen aus der Sicht von Fletcher, dann aus der Sicht von der Mutter einer der beiden ermordeten Jungen und natürlich die Kapitel die als Podcast gestaltet sind und von Cody Swift moderiert werden. Die Erzählungen wechseln manchmal in die Vergangenheit und das passiert manchmal auch einfach mitten im Kapitel. Zwar werden die Erzählungen aus der Vergangenheit kursiv dargestellt, jedoch musste ich mich zunächst an die vielen Wechsel gewöhnen. Auch wenn die Gestaltung zunächst gewöhnungsbedürftig ist, passt es sehr gut zur Geschichte und hat mir im Nachhinein gut gefallen. Auch die Wahl der Protagonisten, aus der die Geschichte erzählt wird, hat für den Verlauf der Geschichte einen tieferen Sinn. Die Geschichte lässt sich sehr angenehm lesen und der Schreibstil wurde für die Geschichte perfekt getroffen. Dem Autor ist es gelungen bei mir genau die richtigen Gefühle zu wecken, die sehr gut zum Verlauf der Geschichte passen. Besonders beim Podcast ist mir das positiv aufgefallen. Ich kann da gar nicht groß drauf eingehen ohne der Geschichte etwas vorweg zunehmen. Während des Lesens ist mir etwas bei dem Podcast und besonders bei dem Charaktere von Cody Swift aufgefallen, was ich dem Buch schlecht ausgelegt habe, aber am Ende hat das Gefühl einen Sinn bekommen und ich wurde positiv überrascht. Dadurch wurde mir die Raffinesse vom Autor beim schreiben sehr deutlich.

Die Gestaltung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und gerade der Schreibstil vom Autor ist mir sehr positiv aufgefallen. Leider war ich aber vom Ende der Geschichte etwas enttäuscht. Es finden sich viele Handlungsstränge, die durchaus Spannung aufbauen, jedoch kam bei mir auch Verwirrung auf. Während sich manche Sachen am Ende gut aufgeklärt haben, blieb ich bei anderen Sachen mit einem Fragzeichen im Kopf zurück. Die Fragen haben mir leider am Ende einen kleinen Dämpfer verpasst. Aber nicht nur das ist Ausschlag für die 3 Sterne. Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil und kann mit der Gestaltung durchaus überzeugen, leider ist mir der Inhalt dem aber nicht gerecht geworden. Das Ende kam für mich zwar unerwartet, aber es hat mich nicht sonderlich überraschen und schockieren können. Der Autor baut die Geschichte sehr spannend und raffiniert auf, dass ich mir für das Ende doch mehr erwartet hätte.

Fazit:

"Sieben Wahrheiten" ist ein Thriller über den Mord von zwei elfjährigen Jungen, bei dem der vermeintliche Täter geschnappt wurde, doch manche sind auch nach zwanzig Jahren noch nicht davon überzeugt, dass der geistig Zurückgebliebene Sidney Noyce schuldig ist.
Der Autor präsentiert eine raffinert geschriebene Geschichte, die aus der Sicht von drei Protagonisten erzählt wird, darunter auch die Darstellung eines Podcasts. Mit verschiedenen Einblicken und vielen Handlungssträngen, kann der Autor klar überzeugen. Während ich die Gestaltung der Geschichte sehr gelungen finde, war ich vom Ende leider enttäuscht. Manche Szenen fand ich unerklärlich und ich wurde mit Fragezeichen im Kopf zurück gelassen. Auch die Auflösung der Geschichte konnte, im Vergleich zu dem Aufbau der Geschichte und dem Schreibstil, für mich nicht mithalten.

Auch wenn ich von dem Ende eher enttäuscht war, hat mir das Lesen Spaß gemacht und der Schreibstil und die Gestaltung von Gilly Macmillan kann durchaus überzeugen. Mit 3.5 Sternen kann ich das Buch trotz der negativen Aspekte durchaus Empfehlen, denn gänzlich schlecht war das Buch keinesfalls!

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Veröffentlicht am 13.03.2021

Auftakt einer Reihe, macht Lust auf mehr, aber es ist noch deutlich Luft nach oben

Trauma – Kein Entkommen
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Meinung:

Ein Buch das sich mit seinem Cover und dem Klappentext auf sich aufmerksam machen kann. Es werden zwei Leichen gefunden und alles deutet auf Suizid hin. Der eine ertrunken im See und der andere ...

Meinung:

Ein Buch das sich mit seinem Cover und dem Klappentext auf sich aufmerksam machen kann. Es werden zwei Leichen gefunden und alles deutet auf Suizid hin. Der eine ertrunken im See und der andere erstickt in einem Kühlschrank. Beide Männer haben eine Vergangenheit hinter sich und die müssen mit einem Trauma kämpfen. Die Obduktion und der Psychoanalytiker Dr. Henning, bei dem beide Opfer in Behandlung waren, bestätigen einen Suizid, aber die Mordermittlerin Katja Sand hat zunehmend Zweifel.

Mit einem spannenden und schockierenden Einstieg in die Geschichte, hat das Buch mich gleich für sich gewonnen. Die Szenen sind schockierend und lassen erahnen, dass die Szenen sehr gut zu dem Titel passen. Danach nimmt das Buch erst einmal eine Wendung. Katja Sand ist die Ermittlerin und die Trilogie wird durchgängig aus ihrer Sicht geschrieben, mit, in dem Fall, drei Ausnahmen. Mir hat dadurch das nur aus der Sicht von Katja erzählt wird, nichts gefehlt. Jedoch gibt es so genug Platz für das Privatleben von Katja Sand und das wird auch bis zur letzten Zeile ausgenutzt. Die Ermittlungen und das Privatleben werden im gleichen Umfang beschrieben und ich würde sogar eher dazu tendieren, dass die Ermittlungen sogar weniger dargestellt wurden. Das kann zwar auch etwas täuschen, aber durch den großen Umfang des Privatlebens lenkt es doch sehr stark von den beiden Leichen ab. Noch sind Teil 2 und 3 nicht erschienen und ich kann nur hoffen, dass das Privatleben vielleicht noch eine zentralere Rolle spielt, aber bis jetzt kann ich den Aspekt im allgemeinen nur negativ Bewerten.

Durch den Klappentext ist dem Leser klar, dass es zwei Leichen gibt. Die zweite Leiche tauscht Verhältnismäßig spät auf. Auf der einen Seite passt es in die Geschichte. Jedoch wird der Leser durch die späte Szene nicht überrascht und das bringt in die ganze Geschichte eher nur große Unruhe rein.

Katja Sand wurde sehr authentisch dargestellt. Eine Ermittlerin, die die Überstunden und die plötzlichen Einsätze, mit ihrem Privatleben unter einen Hut bekommen möchte. Als alleinerziehende Mutter gestaltet es für sie schwierig Beruf und Tochter zu managen. Nebenbei versucht sie ihre Vergangenheit zu vergessen, was sich immer schwieriger gestaltet. Katja bietet als Protagonistin sehr viel Stoff für eine Geschichte. Sie handelt auf der einen Seite, wie erwähnt, authentisch und ihre Sorgen sind auch zu verstehen, jedoch haben die mich mehr und mehr genervt. Die beiden Morde und ihr Privatleben passen für die Geschichte leider einfach nicht zusammen. Die Vergangenheit von Katja ist dem Leser unbekannt, aber es ist deutlich das sich da etwas schreckliches Verbirgt. Dadurch wird ein bisschen Spannung aufgebaut, aber auch die geht sehr schnell unter.

Schreiblich ist das Buch sehr gelungen. Die Gestaltung der Szenen hat mir gefallen und vor allem die Kapitel, die nicht aus der Sicht von Katja geschrieben wurden, sind schockierend, haben mir eine Gänsehaut beschert und mir wurde regelrecht schlecht. Diese Kapitel haben dem Buch nochmal das Gewisse etwas gegeben und konnten das Buch positiv verbessern. Die Szenen haben deutlich gemacht, dass in dem Buch mehr potenzial steckt, aber der gewählte Verlauf ist leider daneben gegriffen.

Mit dem Ende der Geschichte habe ich nicht gerechnet, aber wirklich überrascht hat es mich auch nicht. Ich habe die wichtigen Aspekte am Ende nicht wirklich nachvollziehen können und die Wahrheit hinter dem Tod der beiden Opfer hat für mich keinen wirklichen Sinn.

Fazit:

Ein Thriller mit potenzial und einer spannenden Idee um zwei Leichen, dass leider durch das Privatleben der Ermittlerin in den Hintergrund rückt. Schreiblich ist das Buch sehr gelungen und angenehm zu lesen. Durch drei Kapitel, die sich vom Rest der Geschichte unterscheiden und nicht aus der Sicht von Katja geschrieben wurden, wird die Geschichte schockierend und erschreckend. Die Szenen haben das Buch im allgemeinen gesteigert, konnten aber leider auch nicht den Gesamteindruck herausreißen. Katja Sand ist eine alleinerziehende Mutter, die ihren Beruf und ihre Tochter unter einen Hut bringen möchte und dabei auch noch mit der Vergangenheit zu kämpfen hat. Das Privatleben bietet noch viel Stoff für die nächsten beiden Teile, aber auch schon genug für den einen Teil. Die Ermittlungen und ihr Privatleben werden zu gleichen Teilen in dem Buch dargestellt. So rücken die beiden Leichen in den Hintergrund und das Privatleben wird schnell nervig.

Ich habe mir bei dem ersten Teil etwas anderes erhofft. Ich bin gespannt in welche Richtung sich noch die Geschichte von Katja entwickelt und hoffe sehr das es ein spannendes Finale gibt und das bisherige Dargestellte Privatleben nur eine Einleitung für etwas größeres ist. Die Reihe hat durchaus potenzial und Band 1 ist nicht gänzlich schlecht. Das Buch bekommt von mir 3.5 Sterne und ich hoffe das die Reihe im allgemeinen eine bessere Bewertung von mir bekommt.

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