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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2022

Nachhaltigkeit hinterfragt

Was ist wirklich nachhaltig?
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In der heutigen Zeit wird viel über Nachhaltigkeit gesprochen. Doch was ist wirklich nachhaltig? Ist es besser, sein Geschirr per Hand zu spülen oder eine Spülmaschine zu nutzen? Fakt ist, dass eine Spülmaschine, ...

In der heutigen Zeit wird viel über Nachhaltigkeit gesprochen. Doch was ist wirklich nachhaltig? Ist es besser, sein Geschirr per Hand zu spülen oder eine Spülmaschine zu nutzen? Fakt ist, dass eine Spülmaschine, wenn sie gut gefüllt ist, weniger Wasser braucht als beim Handspülen. Dafür muss sie aber erstmal produziert werden. Nutzt man also eine Spülmaschine, sollte man sie auch gut pflegen, damit sie lange hält. Hier sehen wir bereits, dass es nicht so einfach ist eine Frage zur Nachhaltigkeit pauschal zu beantworten, da oft mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind.

So z.B. auch die Frage nach dem richtigen Produkt fürs Abwaschen. Nehme ich lieber ein Spültuch aus Baumwolle, aus Viskose oder doch lieber einen Schwamm. Hier sollte man auf die mögliche Nutzungsdauer und die spätere Abbaudauer achten. In dieser Form werden quer durch unser Leben Fragen zur Nachhaltigkeit gestellt und beantwortet.

Für eine gute Übersicht ist das Buch in folgende Bereiche unterteilt:
Die grüne Küche
Essen und Trinken
Das grüne Badezimmer
Der grüne Kleiderschrank
Nachhaltig einkaufen
Grüne Technologie
Gärtnern für die Umwelt
Beruf und Freizeit
Familie und Beziehungen
Nachhaltig unterwegs

Der Ratgeber bringt Licht ins Dunkel und liefert Antworten auf über 140 alltägliche Fragen. Wie grün sind eigentlich E-Autos? Und ist eine vegane Ernährung wirklich immer besser für unseren Planeten? Die Autorin versucht in ihrem Buch die Fragen möglichst umfassend zu beantworten.

Insgesamt gefällt uns das Buch sehr gut. Es bietet ein breites Spektrum an Fragen und den dazugehörigen Antworten. Gerade in einer Zeit mit immer neuen Technologien ist es für uns schwer, den Überblick zu behalten, welche Produkte wirklich nachhaltig sind. Oft ist es auch die Frage, ob ich ein altes Gerät mit hohem Verbrauch weiter nutze oder ob sich eine Neuanschaffung rechnet.


Von uns bekommt das Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Reichtum ist nicht alles im Leben

Der Wal, der immer mehr wollte
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Der Wal Wendelin schwimmt durch das Meer auf der Suche. Doch wonach sucht er eigentlich? Er weiß es nicht. Er hat schon unzählige Schätze gefunden, doch er sucht immer weiter, denn glücklich haben die ...

Der Wal Wendelin schwimmt durch das Meer auf der Suche. Doch wonach sucht er eigentlich? Er weiß es nicht. Er hat schon unzählige Schätze gefunden, doch er sucht immer weiter, denn glücklich haben die vielen Dinge ihn nicht gemacht. Einsam schwimmt er weiter durchs Meer, bis er eines Tages zu einem Korallenriff kommt. Dort trifft er auf die kleine Krabbe Krissy, die sich ihm in den Weg stellt und damit sein Leben verändert.

Rachel Bright erzählt eine Geschichte für Kinder ab 3 Jahren. In ihrem Buch zeigt sie, dass es im Leben nicht nur um die funkelnden Dinge geht, sondern auch um echte Freundschaft und Verbundenheit. Sie erzählt die Geschichte des Wals Wendelin in Reimform. Zusammen mit den wunderbaren Illustrationen von Jim Field ist ein sehr schönes Kinderbuch entstanden.

Uns gefällt das Kinderbuch sehr gut und wir vergeben 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.06.2022

Ein interessantes Kinderbuch zum Thema Weltraum

Julius forscht - Im Weltall
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In "Julius forscht im Weltall" können die Leser gemeinsam mit Julius den Weltraum entdecken. Wie ist das Universum entstanden? Warum heißt unsere Galaxie Milchstraße? Was ist der Unterschied zwischen Meteoroiden, ...

In "Julius forscht im Weltall" können die Leser gemeinsam mit Julius den Weltraum entdecken. Wie ist das Universum entstanden? Warum heißt unsere Galaxie Milchstraße? Was ist der Unterschied zwischen Meteoroiden, Asteroiden und Kometen? Dies sind nur einige Fragen denen Julius auf den Grund geht. Alles wird kindgerecht erklärt und durch zahlreiche Fotos und Grafiken veranschaulicht.

Damit es nicht langweilig wird, gibt es auch für die jungen Leser einiges zu tun. Wie wäre es mit einem Freunde-Weltall-Quartett, einem Lupen-Experiment oder einer eigenen Brille für die nächste Sonnenfinsternis? Letztere findet leider in Deutschland erst am 3. September 2081 statt, aber vielleicht wollt ihr vorher eine partielle Sonnenfinsternis beobachten?

Für echte Weltallfans gibt es auch eine Anleitung für ein Planetenmobile. Im Buch gibt es auch zu den einzelnen Planeten unseres Sonnensystems interessante Informationen. Ein weiteres Thema sind die verschiedenen Teleskope. Passend hierzu gibt es noch die Bastelanleitung für ein Fernrohr. Ein kurzer Einblick in die Raumfahrt darf natürlich auch nicht fehlen.

Insgesamt hat uns das Buch sehr gut gefallen. Zwar konnte unsere Tochter (10) nicht mehr viel neues erfahren, aber das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass sie bereits viele Bücher zum Thema gelesen hat. Von uns gibt es für dieses abwechslungsreiche Kinderbuch 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.05.2022

Ein Buch über außergewöhnliche Honige und leidenschaftliche Imker

Das kulinarische Erbe der Alpen - Honig der Alpen
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Das Buch "Honig der Alpen" ist der vierte Teil der Buchreihe "Das kulinarische Erbe der Alpen". Es widmet sich ganz dem Honig aus der Alpenregion. Zunächst erfahren wir einiges über die Geschichte des ...

Das Buch "Honig der Alpen" ist der vierte Teil der Buchreihe "Das kulinarische Erbe der Alpen". Es widmet sich ganz dem Honig aus der Alpenregion. Zunächst erfahren wir einiges über die Geschichte des Honigs in den Alpen. Dabei gehen die Autoren u.a. auf den Wandel der Bienenbehausungen ein. Teils zitieren sie aus sehr alten Schriften, wie sich die Bienenhaltung im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

Im Hauptteil geht es um die Honiglandschaften und ihre Imker. Auf einer Landkarte wird zunächst gezeigt, wo die Imker in der Alpenregion ansässig sind. Dann werden die einzelnen Imker vorgestellt. Dabei zeigt sich, das jeder Imker seine eigene Bienen- und Honiggeschichte hat. Neben dem Text können wir die Imker und ihre Welt auf beeindruckenden Fotos entdecken.

Anschließend findet sich im Buch noch ein Lexikon der alpinen Sortenhonige. Hier wird jede Honigsorte einzeln detailliert vorgestellt. Insgesamt erfahren wir alles wichtige zu 48 Sorten, wie z.B. Heidekrauthonig, Kleehonig, Alpenrosenhonig oder Bärlauchhonig.

Am Ende des Buches gibt es noch ein Wörterbuch der Imkerei mit den Sprachen Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch und Slowenisch sowie einige Bezugsadressen für besondere Honigsorten.

Uns gefällt das Buch sehr gut. Wir haben viele neue Honigsorten kennengelernt und viele interessante Menschen. Von uns gibt es 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.

Veröffentlicht am 15.05.2022

Ein Tor ins Ungewisse

DAS EULENTOR
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Andreas Gruber gehört zu meinen Lieblingsautoren. Meist schreibt er Thriller, die in der heutigen Zeit spielen. Mit seinem 2008 erstmals erschienenen Mystery-Thriller "Das Eulentor" wagt er sich in die ...

Andreas Gruber gehört zu meinen Lieblingsautoren. Meist schreibt er Thriller, die in der heutigen Zeit spielen. Mit seinem 2008 erstmals erschienenen Mystery-Thriller "Das Eulentor" wagt er sich in die Anfänge des zwanzigsten Jahrhunderts. Damals erschien das Buch in einer limitierten Auflage von 888 Exemplaren. Nun hat er das Buch stilistisch überarbeitet und mit einer Rahmenhandlung versehen, die in der Gegenwart spielt, was dazu führte, dass es nun fast doppelt so dick ist.

In der Neufassung begleiten wir Neele auf ihrer Reise zu einer arktischen Forschungsstation im November 2021. Sie hat von ihrer Ururgroßmutter ein Tagebuch des Arztes Alexander Berger bekommen. In diesem beschreibt er seine Forschungsreise im Jahr 1911 an den Rand der Arktis. Zusammen mit dem norddeutschen Jan Hansen, der auch der Walfänger von Rostock genannt wird, dem Schweden Christianson, den beiden Norwegern Vanger und Harpun sowie der Isländerin Marit Ragnarsdóttir will er eine Karte von Spitzbergen anfertigen. Finanziert wird die Expedition größtenteils durch den Wiener Kartenverlag Borenich & Sauter. Doch das Wetter macht ihnen Probleme. Dann stirbt auch noch der Hundeführer Harpun. Doch die anderen wollen nicht aufgeben und setzen die Expedition fort. An einem riesigen Plateau begegnet ihnen eine Schneeeule. Trotz Schneesturm kämpfen sie weiter, doch plötzlich gibt das Eis nach und einer der Schlitten stürzt in die Tiefe. Schnell errichten sie ein Lager und versuchen sich von den Anstrengungen zu erholen. Dann verschwindet Vanger. Er ist ohne Ausrüstung raus in den Schnee gegangen. Eine Suche bleibt erfolglos und Berger überlegt, die Expedition abzubrechen.

In der Nacht füllt sich ihr Zelt auf einmal mit Eiswasser und sie müssen kämpfen, um nicht zu ertrinken. Unter dem Zelt öffnet sich eine Gletscherspalte und er droht alles zu verschlingen. Dabei kommt es zu einem weiteren Todesfall. Als sich die Lage wieder beruhigt hat, stellt Alexander Berger fest, dass es sich nicht um eine Gletscherspalte handelt, sondern um einen Schacht. Dieser befindet sich mitten im Eis und ist kreisrund mit einem Durchmesser von 3,14 m. Scheinbar geht er senkrecht in die Tiefe. Ein Ende ist nicht zu sehen. Berger beschließt auf die weitere Erstellung der Karte zu verzichten, zumal die bisherigen Karten mit ihren Habseligkeiten verschwunden sind. Stattdessen will er den entdeckten Schacht erforschen, doch zunächst müssen sie die nächsten Tage erst einmal überleben...

Neele hat erfahren, dass es weitere Tagebücher von Alexander Berger geben soll. Diese hofft sie im Museum der Forschungsstation zu finden. Doch als sie vor Ort ist, ereignen sich merkwürdige Dinge und sie gerät in Todesgefahr.

Andreas Gruber erzählt die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Neele und aus den Tagebüchern von Alexander. Dabei geht es in beiden Fällen spannend und mysteriös zu. Was hat es mit diesem Schacht auf sich? Wurde er von jemandem erbaut? Wie die heutige Forschungsstation zeigt, dauert die Erforschung über 100 Jahre an. Doch wieso weiß die Welt nicht viel darüber?

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er schafft es, den Leser in seinem Bann zu ziehen. Zusammen mit Alexander und seinen Kollegen tauchen wir ein in die Dunkelheit des Schachtes und begegnen Dingen, die den Gesetzen der Physik trotzen. Wir begegnen verkrüppelten Eulen, die ihre Nester in der Dunkelheit bauen und spüren einen Luftzug aus der Tiefe der nach Schwefel riecht. Dank der bildhaften Beschreibung von Andreas Gruber hat man das Gefühl dabei zu sein. Und es bleibt bis zum Ende spannend, bevor das Geheimnis des Eulentors gelüftet wird.

Die Geschichte zieht sich durch das ganze Jahrhundert ohne dass sie zwischenzeitlich an Spannung verliert. Andreas Gruber hat wieder einmal bewiesen, dass er ein Meister des Schreibens ist und bekommt daher von mir volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung.