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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2022

Nicht ganz meins

Nur du und ich
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Die Studentin Ellie fährt mit ihrem Geliebten, ihrem Professor auf eine einsame Hütte um dort ein romantisches Wochenende zu verbringen. Doch dann kommt ein Schneesturm auf und die beiden werden eingeschlossen. ...

Die Studentin Ellie fährt mit ihrem Geliebten, ihrem Professor auf eine einsame Hütte um dort ein romantisches Wochenende zu verbringen. Doch dann kommt ein Schneesturm auf und die beiden werden eingeschlossen. Und dann kommen Dinge ans Licht, bei denen nicht klar ist wer diese Hütte tatsächlich wieder lebendig verlassen wird…
Die Autorin schafft es von Anfang an eine überaus düstere, ja fast schon gruselige Stimmung zu kreieren. Diese ist durchweg sehr aufgeladen und staut sich immer mehr auf. Das Wechselspiel zwischen den beiden Protagonisten trieft vor Begehren, Besessenheit und Abartigkeit. Die Rückblicke in die Vergangenheit der Beiden unterstreicht die aufkochenden Emotionen nur noch. Sprachlich ist das Ganze sehr derb und wüst gehalten und man muss sich zunächst daran gewöhnen. Die Spannung hält sich leider in Grenzen und erreicht auch nicht das was ich von einem ordentlichen Thriller erwarte. Die Wendungen sind nichtsdestotrotz recht gut gelungen und überraschen den Leser doch immer wieder mal. Die Charaktere haben für mich leider nicht ganz an Farbe gewonnen und bleiben die Geschichte über sehr dünn und blass. Das Setting kommt nicht wirklich zur Geltung, da eher der Schlagabtausch zwischen den beiden im Vordergrund steht. Die Handlung an sich ist nur an manchen Stellen vorhersehbar, überrascht einen im Endeffekt aber dann doch nicht mehr. Das Buch hat recht gut gestartet, der Mittelteil war okay, und gegen Ende wurde es allerdings wieder schlechter. Insgesamt zu wenig um für mich ein guter Thriller zu sein. Schade.
Insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere zu blass, die Handlung so lala, die Spannung hielt sich auch in Grenzen und die Auflösung hat einen auch nicht vom Hocker gerissen. Schade ich hatte tatsächlich mal wieder Lust auf einen guten Thriller, leider konnte mich dieses Werk nicht begeistern. Es bekommt von mir 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2022

Hätte mehr Potential gehabt

Secret Academy - Verborgene Gefühle (Band 1)
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Alexis ist angehende Agentin der Londoner Secret Academy. Denn sie hat wie alle anderen Mitagentin eine besondere Begabung. Als sie erfährt das ihre jüngere Schwester entführt wurde, scheint jeder in ihrem ...

Alexis ist angehende Agentin der Londoner Secret Academy. Denn sie hat wie alle anderen Mitagentin eine besondere Begabung. Als sie erfährt das ihre jüngere Schwester entführt wurde, scheint jeder in ihrem Umfeld verdächtig zu sein. Und als mit der Zeit klar wird, dass es um viel mehr geht als nur um die Rettung ihrer Schwester, zieht Alexis alle Register.
Ich muss zugeben der Einstieg in die Geschichte ist mir relativ schwergefallen. Die Vorgeschichte habe ich als etwas sehr platt und abrupt empfunden und konnte mich leider nicht direkt abholen. Generell habe ich mich mit dem Erzählstil der Autorin nicht ganz anfreunden können, alles passiert sehr plötzlich und hat für mich einfach nicht den nötigen Tiefgang. Viele Sachen sind einfach so gegeben ohne dass sie großartig erläutert oder ins Detail gegangen wird. Das hat mir an manchen Stellen einfach gefehlt. Auch die Handlungen und Gedankengänge mancher Charaktere waren für mich oft sehr fragwürdig und nicht immer ganz nachvollziehbar. An sich ist die Grundidee die hinter der Geschichte steckt keine schlecht, nur hapert es mir dann leider doch in manchen Szenen an der Umsetzung (siehe Kritikpunkte weiter oben). Leider kommen auch die Charaktere nicht ganz bei mir an. Alexis, Dean und Adam haben mich nicht von sich überzeugen können und die Andeutung eines möglichen Liebesdreiecks fand ich sowohl übertrieben als auch unnötig. Da aber weder Emotionen noch sonst etwas bei mir ankamen spielen romantische Beziehungen in der Geschichte nicht wirklich eine Rolle für mich. Für eine Protagonistin die Gefühle erkennen kann, bringt sie diese leider nicht an den Leser weiter. Jedoch kommt gegen Ende dann doch etwas Spannung auf was einiges wieder ein bisschen gut macht. Aber leider nur solange bis man zum finalen Ende angelangt, dass war mir dann doch wieder zu übertrieben und viel zu plötzlich.
Ich hätte gerne besseres über die Geschichte geschrieben, den London als Setting hat schon etwas und die Geheimagentensache mit den besonderen Begabungen ist auch eine gute Idee. Aber leider kam sie sowohl auf emotionaler als auch auf erzählerischer Ebene nicht ganz bei mir an. Dennoch vergebe ich 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2022

Camping und Kaninchen

Ein unendlich kurzer Sommer
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Lale die Reiß aus nimmt. Christof der nach dem Tod seiner Mutter, einen Brief findet und sich daraufhin auf die Suche nach seinen Wurzeln macht. Gustav ein schrulliger, verschrobener Campingplatzbesitzer, ...

Lale die Reiß aus nimmt. Christof der nach dem Tod seiner Mutter, einen Brief findet und sich daraufhin auf die Suche nach seinen Wurzeln macht. Gustav ein schrulliger, verschrobener Campingplatzbesitzer, James der spirituelle Schotte, Flo (17) der Kaninchen züchtet…ein bunter Haufen individueller Menschen die einen gemeinsamen Sommer mit Höhen und Tiefen erleben, sich dabei annähern und wieder entfernen und viele Dinge hinterfragen.
Ich bin in die Geschichte eingetaucht wie in einen Fluss und habe mich einfach treiben lassen. Denn so sind Schreib- und Erzählstil von Kristina Pfister – leicht, fließend und ganz behaglich. Die Charaktere sind sehr individuell und bringen ihren eigenen Witz und Charme mit. Viele Szenen lassen laut auflachen, schmunzeln und ein paar Tränchen verdrücken. Die Idee hinter der Geschichte war für mich allerdings keine Neue. Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele Bücher gelesen, in dem der/die Protagonist/in einen Brief von einem nahestehenden Verstorbenen findet und sich daraufhin auf die Suche nach seiner Vergangenheit macht. Die Idee war weder besonders schlecht, noch besonders gut umgesetzt. Es war schön die Geschichte der Charaktere zu begleiten, aber wirklich nachgegangen ist das Buch mir leider nicht. Lale, Christof, Flo, Gustav und wie sie alle heißen konnten mich leider nicht abholen obwohl ihre Themen teils sehr bewegend und sentimental waren. Auch die Kaninchen haben es mit ihrem Niedlichkeitsfaktor nicht wieder herumreißen können. Und so bin ich den Fluss bis zur Mündung hinabgetrieben ohne das am Ufer Sehenswürdigkeiten auf mich gewartet haben. Das Ende gibt ein wenig Herzschmerz her und lässt den Leser mit einem halben Happy End zurück, kann aber den Verlauf der Geschichte der teilweise auch ein Hin und Her ist, auch nicht wieder richten.
Es ist ein schönes, leichtes Sommerbuch was mich allerdings in seiner Umsetzung nicht überzeugen konnte. Lale und Co sind tolle Charaktere mit viel Potential und deswegen gibt es von mit 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Konnte nicht überzeugen

Pretty
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Was würdest du tun, wenn du von einem Tag auf den anderen nicht mehr nur gewöhnlich bist? Das denken sich drei junge Frauen die in den Besitz des Wundermittels „Pretty“ kommen und auf einmal wunderschön ...

Was würdest du tun, wenn du von einem Tag auf den anderen nicht mehr nur gewöhnlich bist? Das denken sich drei junge Frauen die in den Besitz des Wundermittels „Pretty“ kommen und auf einmal wunderschön sind. Doch macht dieses Leben auf Dauer glücklich oder reicht es nicht doch einfach man selbst zu sein um Erfolg und Ansehen zu bekommen?
Der Schreibstil lässt einen gut durch die Geschichte kommen und die Grundidee hinter dem Buch ist keine schlechte. Dennoch war es mir von der Erzählweise und der Grundhaltung der Protagonistinnen tatsächlich etwas zu negativ, was auf Dauer ziemlich anstrengend und nervig war. Das hat größtenteils verhindert, dass ich einen Zugang zu den Protagonistinnen gefunden habe. Es war mir schlichtweg zu oberflächlich. Natürlich ist das mit unter die Botschaft des Buches, dass es darauf nicht ankommt, dennoch finde ich gehört es zu einer guten Geschichte dazu, dass der Leser eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann. Und das konnte ich schlichtweg nicht, da sie mir alle viel zu anstrengend und nervtötend waren. Was ich schade finde, denn die Grundidee und die verstecke Botschaft hinter diesem modernen Märchen ist eigentlich eine durchaus kreative und keine Schlechte. Dennoch hat es mir wesentlich an der Umsetzung gehapert. Ein Buch ohne Tiefe ist wie ein Song ohne Gefühl. Und dieser Song hat keinerlei Emotion in mir auslösen können. Zwar hatte ich die Story recht schnell durch, aber einen bleibenden Eindruck hat sie nicht hinterlassen. Auch das Ende war zu unreal und mir zu Friede, Freude, Eierkuchen. Dieses Ende habe ich der Geschichte einfach nicht abgekauft. Es hat in meinen Augen einfach nicht zu den vorherigen Handlungen und Denkweisen der drei Frauen gepasst. Deswegen war auch das für mich ein Schuss in den Ofen.
Alles in allem konnte mich das Buch einfach nicht überzeugen. Für den Schreibstil und die Grundidee gibt es dennoch ein Sternchen drauf und somit 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

0815

A Place to Love
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Juniper führt die Obstfarm ihrer Familie in einem idyllischen Kleinstädtchen. Und als wäre das nicht schon anstrengend und kompliziert genug, taucht auch noch Henry aus ihrer Vergangenheit auf und bringt ...

Juniper führt die Obstfarm ihrer Familie in einem idyllischen Kleinstädtchen. Und als wäre das nicht schon anstrengend und kompliziert genug, taucht auch noch Henry aus ihrer Vergangenheit auf und bringt alles ordentlich durcheinander. Kann sie den Gefühlen die wieder in ihr aufsteigen widerstehen und kann sie Henry endlich die Wahrheit erzählen warum sie ihn damals verlassen hat?
Der Schreib- und Erzählstil ist locker leicht und man kann die Geschichte sehr gut weghören. Die Autorin schafft eine sehr schöne Atmosphäre und man fühlt sich auf Cherry Hill direkt wohl. Lilac und Poppy sind als Schwestern eine gute Ergänzung zu Juniper und geben ein gutes Gespann ab. Besonders Poppy hatte es mir angetan und ich hatte sie direkt ins Herz geschlossen. Generell sind die Charaktere sehr liebevoll und mit Charme gezeichnet. Man kann sie nur gernhaben. Ich dachte anfangs die Geschichte läuft Gefahr 0815 werden und leider ist sie das für meinen Geschmack auch geworden. Rückblenden aus der Vergangenheit gehören mittlerweile zum Standartrepertoire eines New/Young Adult Romans und sind nichts Besonders mehr. Natürlich Juniper und Henry geben ein schönes Paar ab, aber „Er hat in meiner Vergangenheit eine besondere Rolle gespielt und es kam irgendwas dazwischen und ich bin Schuld daran und deswegen haben wir uns getrennt“-Schuh ist auch schon oft getragen worden. Ich wünschte ich könnte rezensieren, dass mich die Geschichte aus den Socken gehauen hat, doch da es auch nicht großartig spannende Plotttwist oder Ähnliches gab, bin ich leider fest im Stuhl sitzen geblieben. Immer wieder habe ich gedacht die Geschichte bekommt die Kurve noch, aber leider ist sie nur noch flacher geworden. Nicht im Sinne davon, dass die Protagonisten keine Tiefe haben – denn das haben sie in der Tat ein wenig. Aber die Spannungskurve steigt nicht wirklich an. Auch gegen Ende nicht. Es war nichts Besonderes, leider…
Schade, ich hatte mir von der Geschichte leider etwas mehr erwartet. Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele Geschichten aus diesem Genre gelesen, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte. Sie hat im Großen und Ganzen einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Atmosphäre und Charaktere konnten aber dennoch überzeugen. Deswegen 3 von 5 Sternen.

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