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BienchenMaja

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2022

Der letzte Sommertag

Man vergisst nicht, wie man schwimmt
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31. August 1999 - der letzte Sommertag. Der 15-jährige Pascal alias Krüger würde an diesem Tag am liebsten im Bett bleiben, doch sein Freund Viktor möchte vom Faulenzen gar nichts hören. Als die beiden ...

31. August 1999 - der letzte Sommertag. Der 15-jährige Pascal alias Krüger würde an diesem Tag am liebsten im Bett bleiben, doch sein Freund Viktor möchte vom Faulenzen gar nichts hören. Als die beiden gerade im Müller sind, klaut das Zirkusmädchen Jacky ein Nokia-Handy und auch Krügers Rucksack. Die furchtlose und lebensfrohe Jacky ändert Krügers Leben mit einem Schlag. Zusammen mit ihr erlebt Krüger einen abenteuerlichen letzten Sommertag.

Der Klappentext verspricht eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und auch Tod. Durch die geschickt eingefädelten Andeutungen hatte ich so meine Vermutungen, was die Handlung und Krügers Geheimnis angeht. Doch der Leser muss sich bis zum Ende gedulden, um die Wahrheit zu erfahren. Die erste und letzte Seite sind mit so einem steilen Spannungsbogen verbunden, dass ich gar nicht anders konnte, als das Buch am Stück durchzulesen. Immer als ich gedacht habe, die Handlung endlich durchschaut zu haben, kam eine neue Wendung, eine Überraschung.
Innerhalb der einzelnen Kapitel sind ab und zu ein mal von Krüger verfasste Kurzgeschichten enthalten, die dem Buch etwas besonderes geben. Auch der Epilog mit dem offenen Ende hat mir gut gefallen und hat die Geschichte wunderbar abgerundet.
Der Schreibstil und auch die Charaktere sind sehr authentisch gestaltet. Auch wenn die Protagonisten jugendlich sind, ist dieses Buch definitiv auch für ältere Generationen sehr ansprechend. Ich kann mir gut vorstellen, dass besonders jene, deren eigene Jugend in den 90er Jahren liegt, sich mit Krüger gut identifizieren können.

Alles in allem ein spannendes und unterhaltsames Sommerabenteuer für Jung und Alt!

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Spannende Detektivgeschichten

Leserabe 2. Lesestufe - Spannende Detektivgeschichten zum Mitraten
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Es werden verschiedene Sachen gestohlen. Wer hat Frau Stolz bestohlen? Vielleicht der Nachbar. Wer hat die Bücher versteckt? War es wirklich der Bürgermeister? Und wer war der Ladendieb? Am Ende des Buches ...

Es werden verschiedene Sachen gestohlen. Wer hat Frau Stolz bestohlen? Vielleicht der Nachbar. Wer hat die Bücher versteckt? War es wirklich der Bürgermeister? Und wer war der Ladendieb? Am Ende des Buches ist ein kleines spannendes Quiz, wo man herausfinden kann, ob man beim Lesen auch gut aufgepasst hat.

Angela Glökler hat das Buchcover interessant und farbenfroh gemalt und auch die Illustrationen im Buch sind sehr schön. Den Text hat Anja Kiel abwechslungsreich und hochspannend geschrieben. Ich finde es toll, dass da nicht nur eine, sondern gleich drei verschiedene Geschichten im Buch enthalten sind. Es ist zwar einfach geschrieben, aber der Schreibstil ist trotzdem nicht langweilig und leist sich sehr gut.

Ich empfehle dieses Buch vor allem kleinen Detektiven ab 7 Jahren, aber auch großen Detektiven, die Spaß am Knobeln haben.

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Veröffentlicht am 26.06.2022

Auf nach Rügen

Immer der Liebe entgegen (Zeit für Rügen)
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Die frisch getrennte Fotografin Maja flieht Hals über Kopf nach Rügen, um sich eine Auszeit zu nehmen. Doch dort erwartet sie eine Überraschung: Die von Maja gebuchte Wohnung wird scheinbar nicht mehr ...

Die frisch getrennte Fotografin Maja flieht Hals über Kopf nach Rügen, um sich eine Auszeit zu nehmen. Doch dort erwartet sie eine Überraschung: Die von Maja gebuchte Wohnung wird scheinbar nicht mehr vermietet, wie sie vom anfangs etwas griesgrämigen Besitzer Bent erfährt. Dank seiner gutherzigen Tante Fine darf Maja aber trotzdem bleiben.
Von einer Auszeit kann bald keine Rede mehr sein, den Maja zieht schon bald einen neuen Auftrag an Land und hilft Tante Fine dabei, die Ferienwohnungen etwas zu renovieren. Doch Bent findet das gar nicht toll...

Ein gemütlicher Wohlfühlroman, bei dem man sofort Reiselust verspürt. Die Insel Rügen und der Hof, auf dem Maja unterkommt, ist so malerisch und detailliert beschrieben, dass man zusammen mit Maja den Sonnenuntergang beobachtet oder sich neben ihr am Strand sonnt. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter, der mit einer schweren Kindheit zu kämpfen hatte, wie man nach und nach erfährt. Aber Maja hat eine ganz tolle Freundin Mikki, die für jede Situation genau die richtigen Worte findet. Auch Bents Tante Fine habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine so liebenswürdige und witzige Person, dass man sie einfach mögen muss. Der anfangs ziemlich unfreundliche Bent entpuppt sich im Laufe des Buches ebenfalls als angenehmer Zeitgenosse mit einem großen Herz.

Zwar ist die Handlung von Anfang an sehr vorhersehbar und geht einige Male auch ins Klischeehafte über, dennoch hatte das Buch vor allem zum Ende hin einige Überraschungen parat. Insgesamt eine unterhaltsame Sommerlektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Hochaktuell und hochspannend

Liquid
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2029: Die Biochemikerin Madeleine Alberti soll bei einem Bewässerungsprojekt in der Wüste New Mexikos mitarbeiten. Schon bald stellt sie jedoch fest, dass es sich bei der künstlich angelegten Agrarstadt ...

2029: Die Biochemikerin Madeleine Alberti soll bei einem Bewässerungsprojekt in der Wüste New Mexikos mitarbeiten. Schon bald stellt sie jedoch fest, dass es sich bei der künstlich angelegten Agrarstadt um etwas ganz anderes handelt. An diesem Ort wird mit einer neuen bargeldlosen Zahlungsmethode experimentiert, denn liquide Chips mit Kredit und Informationen über den Träger werden an mexikanischen Arbeitern getestet. Die sich ausgenutzt fühlende Madleine setzt sich umgehend mit Richard Weigelt, dem Geschäftsführer einer Initiative gegen das geplante Bargeldverbot, in Kontakt und sendet ihm unbemerkt ihre gesammelten Informationen zu. Doch schon bald ist Madleine in Gefahr und muss aus den USA fliehen, was ihr mit Hilfe eines mexikanischen Drogenbarons auch gelingt. Doch in Deutschland, ihrem Zielland, braut sich langsam eine gewaltige Hochwasserkatastrophe zusammen...

"Liquid" von Herbert Genzmer ist ein dystopischer Polit-Thriller über Macht, das Bargeldverbot und Kontrolle. Die Bargeldabschaffung ist ein sehr interessantes und vor allem hochaktuelles Thema, welches sich wie ein roter Faden durch den Thriller spinnt. Die im Buch enthaltenen dystopischen Szenen sind in einigen Ländern mittlerweile nicht mehr weit von der Wirklichkeit entfernt und bringen den Leser ins Nachdenken.

Der über die ersten Kapitel aufgebaute steile Spannungsbogen bleibt über weite Teile des Buches aufrecht, wodurch es nie langweilig wird. Außerdem liest sich das Buch sehr angenehm und flüssig. Die Ortsbeschreibungen sind so detailliert und anschaulich geschrieben, dass man sich neben den Protagonisten wiederfindet und zusammen mit ihnen in die kühle, verregnete Nacht starrt oder durch die erdrückende Hitze der Wüste New Mexicos flüchtet.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die mit Orts- und Zeitwechseln verbunden sind. Ich konnte mich jedoch stets recht schnell zurecht finden. Zum Ende hin gibt es noch einmal eine ordentliche Portion an Spannung. Das offene Ende ist passend und hat mir sehr gefallen.
Die Charaktere sind alle ziemlich oberflächlich dargestellt, was mir persönlich nicht viel ausgemacht hat, da diese Ungewissheit gut zur Komplexität und Undurchsichtigkeit des Themas passt. Außerdem war es so einfacher, mich mehr auf die Handlung und das Thema an sich zu konzentrieren, als auf die einzelnen Charaktere.

Insgesamt ein hochaktueller und hochspannender Thriller, der einem durchaus einiges zum Nachdenken mit auf den Weg gibt.

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Veröffentlicht am 10.06.2022

Humorvoll und unterhaltsam mit Enttäuschung zum Ende hin

Wie man sich einen Lord angelt
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Kitty Talbot und ihre fünf jüngeren Schwestern stehen nach dem Tod ihrer Eltern vor einem Schuldenberg. Um sich aus dieser Situation zu retten und eine gute Zukunft für ihre Familie zu sichern, fährt Kitty ...

Kitty Talbot und ihre fünf jüngeren Schwestern stehen nach dem Tod ihrer Eltern vor einem Schuldenberg. Um sich aus dieser Situation zu retten und eine gute Zukunft für ihre Familie zu sichern, fährt Kitty mit einer ihrer Schwestern nach London zu ihrer Tante Dorothy. Dort versucht sie, sich einen reichen, einflussreichen Ehemann zu angeln. Schon bald trifft Kitty auf einen passenden Kandidaten, doch dessen älterer Bruder macht ihr einen Strich durch die Rechnung und versucht alles, um eine Heirat der beiden zu verhindern.

Ein Roman mit viel Humor, versteckten Lebensweisheiten und tollen Dialogen. Doch leider wurde es zum Ende hin viel zu schnell und die humorvollen, gut durchdachten Szenen wurden immer weniger. Auch die Protagonisten, die ich anfangs so sehr ins Herz geschlossen habe und die mich mit ihrer Gewitztheit und ihrem Charme in den Bann gezogen haben, sind zum Ende hin ins stereotype Klischee zurückgefallen und wirkten künstlich, vorhersehbar und hölzern. Der ein oder andere Lacher wäre im letzten Viertel des Buches wirklich wünschenswert gewesen.

Es ist wirklich schade, dass dieser Roman sein volles Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Dennoch hat es sich gelohnt, ihn zu lesen, da ich auch viel für mein eigenes Leben mitgenommen habe und über weite Teile des Buches gut unterhalten wurde.

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