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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2022

Spannend, magisch, märchenhaft

Die Rabenprinzessin – das wilde Kind des Waldes
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Da mir meine bisherigen Werke von Stephanie Burgis sehr gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Fantasyroman „Die Rabenprinzessin“ hörte. Das wunderschöne Cover und ...

Da mir meine bisherigen Werke von Stephanie Burgis sehr gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Fantasyroman „Die Rabenprinzessin“ hörte. Das wunderschöne Cover und der äußerst vielversprechend klingende Klappentext sprachen mich direkt an. Ich zögerte daher gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Tief verborgen in einem verzauberten Wald liegt eine alte Burg. Hier lebt das Mädchen Cordelia gemeinsam mit ihren beiden Drillingsgeschwistern Rosalind und Gideon, ihrem großen Bruder Connall und ihrer Mutter. Bisher hat sie an diesem versteckten Ort ein sehr behütetes Leben geführt, fernab von dem Krieg, der seit Jahrzehnten im Königreich herrscht. Dies soll sich jedoch schlagartig ändern, als eines Tages Soldaten auftauchen und die Drillinge den Grund für ihr abgeschiedenes Leben erfahren: Einer von ihnen ist der Erbe des Rabenthrons. Seit dem Zerbrechen der Rabenkrone herrscht allerdings Leid und Elend im Land. Während den drei Geschwistern die Flucht gelingt, geraten die Mutter und Connall in Gefangenschaft. Die Drei begeben sich auf eine gefährliche Reise, mit dem Ziel, die zerbrochene Rabenkrone zu finden und ihre Familie zu retten. Ob ihnen das gelingen wird? Werden ihre magischen Kräfte ihnen dabei helfen können?

Als ich mit dem Lesen begann, war ich mir erst noch ziemlich sicher gewesen, dass mich Stephanie Burgis auch dieses Mal vollkommen verzaubern wird. Leider hat meine anfängliche große Begeisterung im Verlauf der Geschichte aber zunehmend nachgelassen, sodass „Die Rabenprinzessin“ nicht das von mir erhoffte Lesehighlight wurde. Ehe ihr jetzt aber denkt, dass ich enttäuscht von dem Buch bin: Nein, bin ich nicht. Es war nicht so gut wie erwartet und kann für mich mit meinen anderen Werken der Autorin nicht mithalten, aber ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Lesen und habe die Geschichte innerhalb kurzer Zeit beendet.

Dann komme ich als nächstes mal zu den Dingen, die mir nicht so gut gefallen haben. Mir persönlich hat es an mehreren Stellen an Informationen und Details gefehlt. Über die politische Hintergrundgeschichte und das Magiesystem erhalten wir leider nur recht wenig Klarheit, sodass es mir bis zum Schluss nicht gelungen ist, mir ein genaues Bild von der Welt zu machen, in der die Erzählung spielt. Ein wenig schade fand ich auch, dass es keine Karte vom Setting gibt, diese hätte ich mir vielleicht ein bisschen dabei geholfen, mich besser zurechtzufinden. Trotz allem mochte diese geheimnisvolle magische Welt, die Stephanie Burgis erschaffen hat, richtig gerne, vor allem die märchenhafte Atmosphäre, die durchweg herrscht, habe ich geliebt.
Auch über die Charaktere hätte ich gerne mehr erfahren wie beispielsweise über die Mutter unserer drei Hauptpersonen oder deren großen Bruder Connall. Da ich persönlich aber davon ausgehe, dass es sich hierbei um einen Reihenauftakt handelt, habe ich große Hoffnung, dass wir einige Figuren in den folgenden Bänden noch besser kennenlernen dürfen.

So, abgesehen von den eben genannten Punkten kann ich mich aber nur positiv zu „Die Rabenprinzessin“ äußern. Der Schreibstil von Stephanie Burgis sagte mir erneut auf Anhieb zu, für mich hat er sich angenehm flüssig und leicht lesen lassen, und unsere Hauptprotagonistin Cordelia, aus deren Sicht alles in der dritten Person geschildert wird, war mir direkt sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine starke Heldin erschaffen, in welcher nicht nur eine außergewöhnliche Magie schlummert, sondern auch eine beeindruckende Tapferkeit und Entschlossenheit. Ich habe Cordelia sehr für ihren Mut und ihre Stärke bewundert und von ihrer Fähigkeit sich in die verschiedensten Tiere verwandeln zu können, war ich ganz fasziniert.
Rosalind und Gideon, Cordelias ebenfalls magisch begabte Drillingsgeschwister, habe ich auch unheimlich liebgewonnen, vor allem Gideon mit seiner bezaubernden Art hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Über ihn musste ich des öfteren sehr schmunzeln und auch die gelegentlichen Kabbeleien der Geschwister haben mich teils bestens unterhalten. Großartig fand ich auch, wie der Zusammenhalt und die Beziehung der Drei beschrieben wird. Die Drillinge mögen sich hin und wieder mal uneinig sein (was Geschwistern ja auch etwas völlig Normales ist), sie halten aber stets fest zusammen und sind immer füreinander da. Zu sehen was für eine innige Bindung die Drei haben und wie stark ihr Teamgeist ist, hat mir richtig das Herz erwärmt.

Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie, Mut, Vertrauen, das Hinauswachsen über sich selbst – von all diesen Themen handelt „Die Rabenprinzessin“ unter anderem, wunderbar verpackt in einer ereignisreichen, fantasievollen und warmherzigen Abenteuergeschichte. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen wie viele wichtige Werte und Botschaften die Story vermittelt und auch sonst hat mich die Handlung begeistern können. Sie steckt voller Überraschungen, Mysterien, magischer Fantasie und politischer Intrigen und auch die witzigen Szenen und emotionalen Momente kommen nicht zu kurz. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf, mich zumindest haben die Geschehnisse durchweg packen können. Das Buch mag für mich ein paar Schwächen haben, aber insgesamt hat es mir echt viel Freude bereitet, Cordelia, Rosalind und Gideon auf ihrer abenteuerlichen Reise zu begleiten und mich gemeinsam mit ihnen lauter Herausforderungen und Gefahren zu stellen. Sollte es wirklich noch eine Fortsetzung geben, werde ich diese auf jeden Fall lesen.

Fazit: Stephanie Burgis hat mit „Die Rabenprinzessin“ einen tollen Fantasyroman für Leser*innen ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, mit welchem sie uns eine zeitlos schöne Geschichte voller Geheimnisse und Magie beschert. Auch wenn mich die britische Autorin leider nicht vollends überzeugen konnte, kann ich das Buch nur empfehlen. Wer gerne in atmosphärische Fantasyabenteuer eintaucht, die spannend, unterhaltsam und herzerwärmend zugleich sind und etwas Märchenhaftes an sich haben, sollte sich „Die Rabenprinzessin“ unbedingt mal genauer ansehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2022

Ein bezaubernder Reihenauftakt!

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Als ich zum ersten Mal von „Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Der Klappentext klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und auch das hübsche ...

Als ich zum ersten Mal von „Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Der Klappentext klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und auch das hübsche Cover sprach mich direkt an. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 18-jährige Izumi Tanaka ist ein ganz gewöhnlicher Teeanger und führt gemeinsam mit ihrer alleinerziehenden Mutter ein völlig normales Leben in einer amerikanischen Kleinstadt. Das einzig Besondere an ihr ist ihre japanische Abstammung und ihr unbekannter Vater, von dem sie so gut wie nichts weiß. Doch dann findet sie zufällig heraus, wer ihr Erzeuger ist und ihr Leben ändert sich schlagartig. Ihr Vater ist niemand Geringeres als der zukünftige Kaiser von Japan – und sie ist somit kaiserliche Kronprinzessin! Izumi beschließt kurzerhand nach Japan zu reisen, um ihren Vater und ihre japanische Familie kennenzulernen. Sehr schnell wird ihr klar, dass es viel schwieriger ist als gedacht, eine Prinzessin zu sein. Entschlossen stellt sie sich den neuen Herausforderungen und stolpert dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Gerade eben noch ein ganz normaler Teenager und auf einmal ist man eine Prinzessin – diese Thematik ist zweifellos nichts Neues und vermutlich werden die meisten sofort an „Plötzlich Prinzessin“ von Meg Cabot denken müssen, wenn sie sich den Klappentext von „Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe“ durchlesen. Wer nun aber befürchtet, dass es sich hier um einem Abklatsch von Meg Cabots berühmter Reihe mit japanischen Setting handelt, den kann ich, als großer „Plötzlich-Prinzessin“ - Fan, beruhigen: Nein, dem ist nicht so. Emiko Jean hat das Rad natürlich nicht neu erfunden, aber sie hat mit ihrer „Tokyo-Ever-After“ - Reihe definitiv etwas Eigenständiges und, wie ich finde, absolut Bezauberndes erschaffen.
Ich bin zum Glück nicht mit den falschen Erwartungen an die Story herangegangen: In meinen Augen hat die US-amerikanische Autorin Emiko Jean mit dem ersten Band von „Tokyo-Ever-After“ einen gelungenen Auftakt einer wundervollen Reihe ab 13 Jahren aufs Papier gebracht. Ich habe mich von den ersten Seiten an rundum wohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt und eine herrliche Zeit mit unserer jungen frischgebackenen Kronürinzessin und Co. verbracht.

In die Handlung habe ich mühelos hineingefunden. Der locker-leichte und spritzige Schreibstil hat sich von Beginn an angenehm flüssig für mich lesen lassen und unsere 18-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Izumi war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine echte Figur zum Gernhaben kreiert, die sich mit ihrer ehrlichen, tollpatschigen und lustigen Art sofort in die Herzen von uns Leser*innen schleicht und deren Empfindungen und Gedanken man jederzeit nachvollziehen kann. Auch ich, als Erwachsene, habe mich sehr gut in unsere Heldin hineinversetzen können, trotz des Altersunterschieds, der gefühlt zunächst mehr als ca. zehn Jahre betrug. Ich muss gestehen, dass ich Izumis Verhalten eine Weile als etwas naiv und kindisch empfunden habe, auf mich hat sie eher wie eine 14- oder 15-jährige gewirkt. Groß gestört hat mich dieser Punkt jedoch nicht, ich habe Izumi dennoch unglaublich lieb gewonnen. Sie wird zudem im Verlauf des Buches eine starke Entwicklung durchmachen. Sie wird in Japan nicht nur neue Erfahrungen sammeln und ihre Familie väterlicherseits besser kennenlernen – sie wird auch eine Menge über sich selbst herausfinden und an Reife gewinnen.

Neben unserer Hauptprotagonistin dürfen wir noch auf viele weitere einzigartige Charaktere treffen, die ebenfalls mit viel Liebe ausgearbeitet wurden. Besonders gerne mochte ich Izumis Mädelsclique, die Asian Girl Gang, die Izumi per Textnachrichten über ihren Japanaufenthalt auf den Laufenden halten wird. Ich fand es so schön zu sehen, was für eine innige und tolle Freundschaft die vier Mädels verbindet und ihre Chatverläufe haben mich öfters breit schmunzeln lassen.
Akio, Izumis Bodyguard, hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Als Sympathieträger kann man ihn jedoch anfangs wahrlich nicht bezeichnen, mit seinem äußerst mürrischen und abweisenden Auftreten. Es wird sich allerdings noch zeigen, was für ein lieber und freundlicher Kerl er in Wahrheit ist. Also ich war Akios Charme im Nu hoffnungslos verfallen und die gemeinsamen Momente zwischen ihm und Izumi zählten definitiv zu meinen Lieblingsstellen. Vor allem die amüsanten Schlagabtäusche zwischen den beiden habe ich geliebt, aber auch ihre langsame Annäherung und Liebesgeschichte mochte ich unheimlich gerne.

Mit dem Setting hat das Buch ebenfalls auf ganzer Linie bei mir punkten können. Die Geschichte spielt größtenteils in Japan – ein Land, das mich schon immer sehr fasziniert hat und das schon seit langem ziemlich weit oben auf meiner Reisezielliste steht. Die vielen interessanten Einblicke in die japanische Kultur, die uns die Autorin gibt, habe ich daher ganz gebannt verfolgt. Ob diese wirklich die komplette Realität widerspiegeln, kann ich nun natürlich nicht sicher sagen, allerdings gehe ich fest davon aus, das dem so ist. Auf mich jedenfalls hat alles sehr echt und glaubhaft gewirkt.

Handlungstechnisch hat mich das Buch nicht vollends überzeugen können. Ich habe es wirklich gerne gelesen und hatte super viel Freude dabei, aber dieser letzte Funken wollte dann irgendwie doch nicht bei mir überspringen, mir hat für die volle Sternenzahl letztendlich etwas gefehlt, etwas, das ich leider nicht näher benennen kann. Aber wie gesagt, begeistert bin ich dennoch und bis auf diesen Punkt kann ich mich nur positiv zur Story äußern. Ich mochte die Mischung aus Spannung, Ernst, Humor und Romantik total gerne und fand es wunderschön mitzuerleben, wie Izumi in Japan ihrem Vater näher kommt und während ihrer Zeit in Japan zu sich selbst finden wird. Langeweile kam für mich beim Lesen an keiner Stelle auf, mich hat die ereignisreiche Handlung mit ihren vielen unerwarteten Wendungen und spaßigen Szenen durchweg packen, mitreißen und unterhalten können.

Fazit: Mitreißend, witzig, romantisch. Ein wunderbares Lesevergnügen für Jung und Alt!
Emiko Jean ist mit dem ersten Band ihrer „Tokyo-Ever-After“ - Reihe ein toller Serienstart geglückt, den ich allen, die gerne Bücher im Stil von „Plötzlich Prinzessin“ lesen, nur wärmstens empfehlen kann. Das Buch erzählt eine zauberhafte Geschichte über Selbstfindung, Herkunft, Familie, Akzeptanz, Liebe und Freundschaft, es steckt voller Überraschungen und ist spannend, humorvoll, emotional und lehrreich zugleich. Ich habe Izumi nur zu gerne auf ihrer Reise nach Japan und ihrer Suche nach sich selbst begleitet und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihr. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.07.2022

Ein weiterer zauberhafter Folgeband voller Spannung, Witz und Magie!

Der Zaubergarten – Ferien bringen Glück
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Auf den sechsten Zaubergarten-Band habe ich mich tierisch gefreut. Die fünf vorherigen Bände haben mir total viel Spaß gemacht, daher habe ich es kaum mehr erwarten können, in mein geliebtes Zaubergarten-Universum ...

Auf den sechsten Zaubergarten-Band habe ich mich tierisch gefreut. Die fünf vorherigen Bände haben mir total viel Spaß gemacht, daher habe ich es kaum mehr erwarten können, in mein geliebtes Zaubergarten-Universum zurückzukehren.

Als Tilda erfährt, dass der kleine Privatzoo „Heras Tierwelt“ aufgelöst werden soll und das knuffige Zwergpony Max ein neues Zuhause sucht, kommt ihr sehr schnell der Gedanke, das winzig kleine Pony in den geheimen Garten des alten Herr Bovist zu bringen. Dort wäre es doch prima aufgehoben, finden Tilda und ihre beiden Freunde Anni und Lilian. Der Zauberblumen-Züchter ist nur leider anderer Meinung. So schnell gibt Tilda aber nicht auf! Zum Glück hat sie auch sofort die rettende Idee: Sie zaubern Max mithilfe der magischen Blume Ludmilla einfach unsichtbar, schmuggeln ihn heimlich in Herrn Bovists Garten und verstecken ihn dort. Der Plan gelingt, nur leider hat das kleine Pony nichts als Flausen im Kopf und Zauberblumen zum Fressen gern. Hier kann nur noch eines helfen: Lilians Tierverstehzauber. Dieser ist allerdings noch nicht fertig, es fehlt noch eine besondere geheime Zutat. Die drei Freunde müssen sie unbedingt so schnell wie möglich auftreiben! Dann könnten sie hoffentlich nicht nur das Max-Problem lösen, sondern auch Hund Rupert helfen. Dieser ist seit einigen Tag ziemlich krank und wird immer schwächer. Ob es dem Zauberblumenkleeblatt wohl rechtzeitig gelingen wird, die fehlende Zutat zu finden?

Bevor ich euch erzähle, ob meine Erwartungen auch dieses Mal erfüllt werden konnten, kurze Info an alle Neueinsteiger: Ich rate sehr, von Band 1 an aufwärts zu lesen. Zwingend erforderlich ist es meinem Empfinden nach zwar nicht, da die Bände recht in sich abgeschlossen sind, aber da sie dennoch aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall besser, ihre chronologische Reihenfolge einzuhalten. Die Lesefreude ist dann einfach um einiges höher.

Bei mir ist es noch nicht allzu lange her, dass ich den fünften Teil gelesen habe. Mir waren die Geschehnisse daher noch sehr präsent, sodass ich völlig mühelos in den sechsten Band hineingefunden habe und meine Zeit zwischen dessen Buchdeckeln ohne jegliche Verständnisprobleme genießen konnte.

Nachdem es uns im Vorgänger in das idyllische Wiesental verschlagen hat, werden wir dieses Mal wieder an den altvertrauten Schauplatz mitgenommen, sprich Tildas Zuhause und der geheime Garten des alten Herrn Bovist. Für mich kam ein richtiges Nach-Hause-kommen-Feeling auf. In Nelly Möhles einzigartiger und wundersamer Zaubergarten-Welt fühle ich mich einfach immer rundum wohl und die vielen liebenswerten Charaktere habe ich schon längst fest in mein Herz geschlossen, allen voran unsere Hauptprotagonistin Tilda und ihre beiden Freunde Anni und Lilian. Mit diesem abenteuerlustigen und pfiffigen Trio hat Nelly Möhle drei echte Helden zum Gernhaben sowie großartige Identifikationsfiguren für die Zielgruppe erschaffen. Vor allem in Tilda, aus deren Sicht erneut alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, werden sich junge Leser*innen ab 8 Jahren garantiert prima hineinversetzen können.

Neben den drei Freunden sind noch viele weitere alte Bekannte mit von der Partie wie Herr Bovist, sein Hund Rupert und Tildas Familie, wir dürfen aber auch auf ein paar neue Gesichter treffen. Auf ein süßes (und ziemlich verfressenes) Zwergpony zum Beispiel.
Mein persönlicher Star war erneut Anni, über deren witzig-schräge und quirlige Art ich mich stets prächtig amüsiere. Auch in diesem Band sorgt die liebe Anni wie gewohnt für eine richtig gute Stimmung und liefert uns so einige Gründe zum Schmunzeln. So kann sie es, neugierig wie sie nun einmal ist, natürlich mal wieder nicht sein lassen, von verzauberten Bonbons zu kosten und an außergewöhnlichen Blumen zu riechen, was ihr unter anderem eine lange Chamäleonzunge bescheren wird, hihi.

Ihr könnt mir glauben: Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Die Geschichte sprüht nur so vor Einfallsreichtum, Witz und Charme und lädt von Anfang bis Ende zum Mitfiebern ein. Ein spannender Geheimgang; viele magische Wunderblumen; eine abenteuerliche Rettungsaktion – all das und noch mehr erwartet euch hier. Mir hat es total viel Vergnügen bereitet, gemeinsam mit unseren drei Freunden neue coole Orte zu entdecken und die Zauberkräfte von bisher unbekannten magischen Pflanzen auszuprobieren und dabei in den Genuss von einer herrlich sommerlichen Ferienatmosphäre zu kommen. Trotz allem hat mich dieser Band nicht so mitreißen und verzaubern können wie die vorherigen Bände, mir hat irgendwie etwas gefehlt, etwas, das ich leider gar nicht näher benennen kann. Aber wie gesagt, ich bin dennoch begeistert und ich hoffe sehr, dass es weitergehen wird. Ich würde super gerne noch viele weitere aufregende Abenteuer mit Tilda, Anni und Lilian erleben.

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich euch unbedingt noch kurz von der Gestaltung des Buches etwas vorschwärmen. Das Cover ist der reinste Augenschmaus, bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Der Innenteil kann sich aber ebenso sehen lassen. Die Geschichte wird von zahlreichen wundervollen schwarz-weiß Illustrationen begleitet, die einfach nur perfekt zur Geschichte passen, und auch ein niedliches kleines Daumenkino unten rechts auf den Seiten ist wieder mit dabei. Es gibt dieses Mal sogar ein Zauberblumen-Lexikon hinten im Buch, das ebenfalls sehr liebevoll und hübsch aufgemacht ist. Die Eva Schöffmann-Davidov, der wir all das zu verdanken haben, kann einfach so schön zeichnen! Ich mag ihren unverkennbaren Zeichenstil wahnsinnig gerne.

Fazit: Mitreißend, lustig, fantasievoll. Ein neues turbulentes Zaubergarten-Abenteuer voller Spannung, Spaß und guter Ferienlaune!
Nelly Möhle hat mit „Ferien bringen Glück“ einen weiteren gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, der wie seine fünf Vorgänger eine tolle Freundschaftsgeschichte erzählt und mit vielen kreativen Ideen und zauberhaften Charakteren gespickt ist. Ich persönlich finde diesen Band ein klein wenig schwächer als die vorherigen Bände, habe aber dennoch wunderbare Lesestunden damit verbracht. Ich liebe diese Kinderbuchserie einfach, für mich ist sie eine richtige Wohlfühlreihe. Über ein weiteres Wiedersehen mit Tilda, Anni, Lilian und Co. würde ich mich unheimlich freuen! Der sechste Teil erhält von mir sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.06.2022

Ein weiterer toller Folgeband!

Akademie Fortuna - Das Geheimnis der Vergangenheit
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Da mir die ersten beiden Bände der Akademie Fortuna-Reihe so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf mein Wiedersehen mit Sorry und Co. habe ...

Da mir die ersten beiden Bände der Akademie Fortuna-Reihe so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf mein Wiedersehen mit Sorry und Co. habe ich mich tierisch gefreut!

Sorry und ihre Freunde haben es geschafft und ihren Freund Ben aus den Fängen seines Vater Mal Chievous und des Sterndeuters Taurus Astra befreien können, aber die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Die beiden Männer sind schließlich immer noch auf freiem Fuß und verfolgen den furchtbaren Plan, die Akademie Fortuna zu zerstören und über die gesamte Wahrsagerwelt zu herrschen. Das darf auf gar keinen Fall passieren! Für Sorry und ihre Freunde steht sofort fest, dass sie ihre Gegner unbedingt aufhalten müssen. Wem, wenn nicht ihnen kann das gelingen, schließlich sind sie sehr wahrscheinlich die Kinder, die in der geheimnisvollen Prophezeiung von Sorrys Vater genannt werden. Diese besagt, das vier Kinder die Welt der Wahrsager retten werden. Aber sind wirklich Sorry und ihre Freunde gemeint? Und was können sie nur tun, um ihre Widersacher zu stoppen?

Ehe ich euch berichte, ob meine Erwartungen auch dieses Mal erfüllt werden konnten, kurze Info an alle Neueinsteiger: Lest besser von Band 1 an aufwärts. Es wird zu Beginn der Fortsetzungen zwar alles Wichtige kurz erklärt, aber da die Bände aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall sinnvoller, ihre chronologischen Reihenfolge einzuhalten.

Der dritte Teil knüpft ziemlich direkt an die Ereignisse aus dem Vorgänger an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Mich hat die Handlung von Beginn an in ihren Bann ziehen können, allerdings ist es ihr leider nicht gelungen, mich so zu verzaubern und mitzureißen, wie es bei den vorherigen Bänden der Fall war. Mir hat dieses Mal irgendwie etwas gefehlt, etwas, das ich leider gar nicht näher benennen kann. Dieser letzte Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen. Begeistert von dem Buch bin ich aber dennoch, definitiv, und bis auf diesen Punkt kann ich mich nur positiv zur Geschichte äußern. So mochte ich die vielen unterschiedlichen Charaktere erneut unheimlich gerne.

Die Figuren, mit denen diese Reihe bestückt ist, kann man nur als einzigartig bezeichnen. Ob Gut oder Böse – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und besitzen ihre Eigenschaften und Besonderheiten. Da wäre zum einem unsere 12-jährige Hauptprotagonistin Sorry, aus deren Sicht wieder alles in der dritten Person geschildert wird und die ich schon längst fest in mein Herz geschlossen habe. Sorry ist mutig, stark, hilfsbereit und sympathisch und einfach so eine Heldin, die man sofort gernhaben muss.
Mein persönlicher Liebling ist und bleibt jedoch Missy, die Hausmeistertochter und Sorrys beste Freundin. Ich liebe einfach ihre aufgeweckte und tollpatschige Art und musste auch diesmal des öfteren sehr über sie schmunzeln.
Neben Sorry und Missy sind noch viele weitere vertraute Gesichter aus den vorherigen Bänden mit von der Partie wie Ben, Estrella und Sorrys Mutter Euphoria, es werden aber auch ein paar neue Personen eingeführt. So dürfen wir zum Beispiel in Spirit’s End die Bekanntschaft mit einer großen bunten Teefamilie machen.

Mit dem Stichwort Spirit’s End leite ich dann auch mal zum Setting über. Mit diesem hat der dritte Band ebenfalls gänzlich bei mir punkten können. Wir werden erneut an die einmalige Akademie Fortuna mitgenommen, dürfen aber auch neue Schauplätze kennenlernen wie das bereits genannte Städtchen Spirit’s End. Mit ihrer Wahrsagerwelt hat Sarah M. Kempen einfach eine außergewöhnliche und herrlich innovative Kulisse erschaffen, voller Geheimnisse, faszinierender Orte und origineller Ideen.

Was die Handlung anbelangt, habe ich euch ja bereits erzählt, dass sie mich nicht ganz so packen und verzücken konnte, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich kann nur leider echt nicht sagen, woran es gelegen hat, denn die Geschichte kann mit einer Menge spannungsreicher und unterhaltsamer Szenen und vielen überraschenden Wendungen aufwarten und auch die Intrigen, Mysterien und Enthüllungen kommen nicht zu kurz. Am Mitfiebern war ich aber dennoch und Langeweile kam für mich an keiner Stelle auf. Mir hat es insgesamt sehr viel Freude bereitet, Sorry und ihre Freunde auf ihrer neuen aufregenden Mission zu begleiten und mich zusammen mit ihnen neuen Herausforderungen und Gefahren zu stellen. Mitzuerleben, wie unsere Helden dabei über sich selbst hinauswachsen werden und stets zueinander halten und füreinander da sind, hat mir wieder richtig das Herz erwärmt.
Auf eine liebevolle Art und Weise wird uns auch in diesem Band die Wichtigkeit und Bedeutung von guter Freundschaft nähergebracht und dass man gemeinsam ganz viel schaffen und erreichen kann. Freundschaft und Zusammenhalt werden in dieser Reihe wirklich ganz groß geschrieben und auch weitere wichtige Themen wie der Glaube an sich selbst, Mut, Mobbing, Vertrauen und Hilfsbereitschaft werden kindgerecht vermittelt.

Illustriert wurde die Geschichte wieder von Alica Räth. Sie hat die Erzählung mit wunderschönen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die hervorragend mit dem Geschehen im Text harmonieren und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Von den Bildern hätte es für meinen Geschmack gerne noch viele mehr geben können, ich mag den Zeichenstil von der Alice Räth wahnsinnig gerne. Er hat irgendwie etwas Magisches an sich, finde ich, und passt einfach nur perfekt zu dieser Reihe.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, aber da nach wie vor so einige Dinge offenbleiben, gehe ich davon aus, dass es weitergehen wird. Hoffentlich liege ich damit richtig. Ich würde mich sehr über einen vierten Band freuen!

Fazit: Sarah M. Kempen hat mit „Das Geheimnis der Vergangenheit“ einen weitere tolle Schul- und Freundschaftsgeschichte ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, die voller zauberhafter Wahrsagermagie und wertvoller Botschaften steckt, große Lust auf mehr macht und mit viel Spannung, Witz und Charme erzählt wird. Mir hat es erneut jede Menge Spaß gemacht, in Sarah M. Kempens fantasievolle Wahrsagerwelt einzutauchen und Sorry und ihre Freunde auf ihrem neuen großen Abenteuer zu begleiten. Ich kann auch diesen Band nur empfehlen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Eine tolle Fortsetzung! Magisch, tiefgründig, märchenhaft schön.

Owl und der verlorene Junge
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Da ich den ersten Band der „Die Abenteuer der Tochter Windes“ - Reihe so geliebt habe, war der zweite Teil natürlich ein absolutes Muss für mich. Auf „Owl und der verlorene Junge“ war ich tierisch gespannt!

Der ...

Da ich den ersten Band der „Die Abenteuer der Tochter Windes“ - Reihe so geliebt habe, war der zweite Teil natürlich ein absolutes Muss für mich. Auf „Owl und der verlorene Junge“ war ich tierisch gespannt!

Der Oktober neigt sich dem Ende zu, aber der Sommer möchte einfach nicht vorbeigehen. Verantwortlich dafür ist die Mittagsfrau, dank ihr herrscht nach wie vor eine sengende Hitze, unter der alle Menschen leiden. Vor allem Owl, die die Tochter des Winters Jokul ist, machen die heißen Temperaturen sehr zu schaffen und als wäre das nicht mehr als genug, wird zudem auch noch ihr Freund Alberic, der Sohn von Graf Oktober, seit einiger Zeit vermisst. Um ihren Freund wiederzufinden und diesen langen Sommer endlich zu beenden, begibt sich Owl gemeinsam mit ihrer Freundin Mallory auf ein großes Abenteuer. Ihre Reise wird sie tief in die magische Welt der Jahreszeiten führen, in der lauter Gefahren lauern und dunkle Mächte ihr Unwesen treiben. Wird die Suche der Mädchen erfolgreich sein? Werden sie es schaffen, den Herbst zurückzuholen und die Jahreszeiten wieder in Einklang zu bringen?

Da es sich hier um den zweiten Teil einer Reihe handelt und die Bände aufeinander aufbauen, kann ich allen Neueinsteigern nur raten, mit dem Auftaktband zu beginnen. Man kann dem Geschehen in der Fortsetzung meiner Ansicht nach zwar auch ohne Vorwissen recht gut folgen, aber es wäre auf jeden Fall sinnvoller die chronologische Reihenfolge der Bücher einzuhalten.
Mir waren die Ereignisse aus „Ein Mädchen namens Owl“ zum Glück noch sehr präsent – ich habe daher ohne Probleme in den zweiten Band hineingefunden und meine Zeit darin in vollen Zügen genießen können. Ob meine Erwartungen aber auch komplett erfüllt werden konnten? Diese waren äußerst hoch, muss ich gestehen, vom Vorgänger war ich schließlich ganz hin und weg.

Um euch nicht unnötig auf die Folter zu spannen: Das von mir erhoffte Highlight wurde das Buch leider nicht, aber begeistert bin ich dennoch, definitiv. Die US-amerikanische Autorin Amy Wilson hat auch mit „Owl und der verlorene Junge“ eine tolle Fantasygeschichte ab 10 Jahren geschrieben, die wie der erste Teil voller Mysterien und Magie steckt und eine gelungene Mischung aus spannend, emotional und pädagogisch wertvoll enthält. Bei mir wollte nur irgendwie dieser letzte Funke nicht überspringen. Dieser besondere Zauber, den ich im Vorgänger so geliebt habe, hat mir dieses Mal ein bisschen gefehlt und im Mittelteil hätte der Spannungsbogen für meinen Geschmack ein klein wenig höher sein können.
Abgesehen davon kann ich mich aber nur positiv zum Buch äußern. So sagte mir der Schreibstil erneut auf Anhieb zu. Amy Wilson besitzt eine wunderbare Art und Weise zu erzählen. Ihr Sprachstil ist bildhaft, fesselnd und poetisch, mich hat er sofort packen können und da ich auch von der Handlung von Beginn an völlig gebannt war und die Kapitel wieder angenehm kurz sind, flogen die Seiten bei mir auch diesmal nur so dahin.

Auch unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Owl mochte ich wieder total gerne. Mit ihr hat die Autorin eine starke und sympathische Heldin erschaffen, die man als Leser*in einfach augenblicklich gernhaben muss und die man für ihre Tapferkeit, Stärke und Entschlossenheit nur bewundern kann. Ich habe Owl vom ersten Moment an wieder in mein Herz geschlossen und mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können.
Mit den weiteren Charakteren hat mich die Autorin überzeugen können. Zu meiner großen Freude sind viele bekannte Gesichter aus dem Vorgänger erneut mit von der Partie – sowohl aus unserer als auch aus der magischen Welt. Vor allem über mein Wiedersehen mit Mallory und Alberic habe ich mich sehr gefreut, die Zwei habe ich ganz besonders liebgewonnen, allen voran Mallory. Mich hat es beeindruckt zu sehen, wie sich Mallory in einer ihr fremden Welt ohne jegliche Zauberkräfte behauptet und – genauso wie ihre beiden Freunde – über sich selbst hinauswachsen wird.

Mit dem Setting hat das Buch ebenfalls wieder gänzlich bei mir punkten können, insbesondere mit der magischen Welt. Ich liebe einfach Amy Wilsons einzigartiges mystisches Fantasyreich, welches sie für diese Reihe kreiert hat und das so etwas herrlich Märchenhaftes und Düsteres ausstrahlt. Die Orte in der Realität mochte ich aber auch wieder unheimlich gerne und da sämtliche Schauplätze erneut sehr anschaulich und stimmungsvoll beschrieben werden, hatte ich abermals ein wahres Kopfkino beim Lesen. Anders jedoch als im ersten Band werden wir dieses Mal nicht mit einer winterlichen, frostklirrenden Atmosphäre verzaubert, sondern bekommen es mit ganz viel warmer Sommerhitze zu tun und wie bereits bei der eisigen Kälte, so meint man auch die heißen Temperaturen richtiggehend beim Lesen spüren zu können.

Was die Handlung angeht, habe ich euch ja schon berichtet, dass sie mich nicht ganz so mitreißen und bezaubern konnte wie es dem Vorgänger geglückt ist. Langeweile kam für mich aber trotzdem an keiner Stelle auf. Ich war dank der vielen überraschenden Wendungen dennoch immerzu am Mitfiebern und wollte das Buch stellenweise gar nicht mehr aus der Hand legen. Owl, Alberic und Mallory müssen sich auf ihrem neuen großen Abenteuer erneut einer Menge Herausforderungen und Gefahren stellen und werden Unglaubliches dabei leisten. Ich habe die drei nur zu gerne auf ihrer Mission begleitet und fand es wundervoll mitzuerleben wie sie sich weiterentwickeln und stets aufeinander verlassen können. Die Freundschaft und der Zusammenhalt der Kinder wird herzerwärmend dargestellt, mich haben diese Szenen sehr berührt.

Neben dem Teamgeist unserer Protagonisten vermittelt die Erzählung noch zahlreiche weitere wichtige Themen und Werte wie Familie, Liebe, Mut, Hoffnung und Vertrauen, Verlust, Trauer und der Glaube an sich selbst. Zudem wird uns die Bedeutsamkeit der Jahreszeiten nähergebracht und vor Augen geführt, welche Auswirkungen es haben kann wenn diese aus dem Gleichgewicht geraten. All dies hat seinen Platz zwischen den Seiten gefunden, kindgerecht und sensibel verpackt in einer fantasievollen und abenteuerlichen Geschichte.

Neben der eigentlichen Erzählung gibt es dann auch wieder ein paar kurze Zwischenkapitel, die nicht aus der Sicht von Owl geschildert werden, und in den Genuss von hübschen Vignetten an den Kapitelanfängen kommen wir ebenfalls wieder. Mir haben die Einschübe und die Innengestaltung erneut überaus gut gefallen, sie verstärken die geheimnisvolle Stimmung der Story nur noch und machen das Leseerlebnis zu etwas ganz Besonderem.

Das Ende ist recht offen, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Also wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei dieser Reihe um eine Trilogie, einen weiteren Band müsste es also noch geben. Im Englischen ist er aber, soweit ich weiß, bisher noch nicht erschienen – auf die deutsche Übersetzung werden wir uns daher wohl leider noch ein Weilchen gedulden müssen.

Fazit: Eine märchenhaft schöne Fortsetzung voller Spannung, Magie, Poesie und Tiefgang!
Mit „Owl und der verlorene Junge“ beschert uns Amy Wilson ein weiteres atmosphärisches und warmherziges Fantasyabenteuer, das in meinen Augen nicht ganz mit dem vorherigen mithalten kann, von welchem ich aber dennoch begeistert bin. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen und kann diese Reihe jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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