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Veröffentlicht am 02.08.2022

Köstliche Sammlung norditalienischer Leckereien

La Tradizione
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Das Cover verkündet es, in diesem Kochbuch geht die Reise nach Italien, genauer gesagt in den Norden dieses Landes. Mit farbenfrohen Seiten und wunderschönen Fotos wird schon nach dem Aufschlagen und kurzem ...

Das Cover verkündet es, in diesem Kochbuch geht die Reise nach Italien, genauer gesagt in den Norden dieses Landes. Mit farbenfrohen Seiten und wunderschönen Fotos wird schon nach dem Aufschlagen und kurzem durchblättern die Sehnsucht in mir geweckt, nach bella Italia, Dolce Vita und gutem Essen;). Also eigentlich bekommt man bei den Fotos direkt Lust sich schnell ins Auto zu setzen und kurz über den Brenner düsen, doch auch zu Hause schmecken die Leckereien ganz schnell nachgekocht sicherlich wunderbar! Zu jedem Abschnitt gibt es eine kurze Einleitung, schöne Fotos und es werden spezielle Produkte, Spezialitäten, Restaurants, sowie Menschen aus der jeweiligen Region vorgestellt.



Im Kochbuch aus dem ZS Verlag „La Tradizione - Die Küche der Norditalienischen Hausfrauen“ hat Foodblogger Domenico Gentile, aus Kalabrien stammend, traditionelle Rezepte aus unterschiedlichen Regionen Norditaliens zusammengetragen. Einige sind wohlbekannt, ein paar schon etwas spezieller oder in überraschender Variante ausgeführt. Allesamt detailliert, aber verständlich kurz beschrieben. Die meisten der Zutaten sind gut zu bekommen, bis auf ein paar Ausnahmen, wie Saisonales ( Zucchiniblüten Kürbis, Spargel), Octopus-Tinte oder spezielle Käsesorten.

Besonders gut gefallen haben mir die ganzen einfachen Sachen, wie gratinierter Blumenkohl, panierter Fenchel, Kaspressknödel oder unterschiedliche Risotto.

Mein Fazit:

Ein wirklich wunderschönes Kochbuch, zur täglichen Inspiration, um ganz ohne Reisestress einen kulinarischen Ausflug in den Norden Italiens zu unternehmen;). Alle Rezepte die ich ausprobiert habe waren lecker und sind bei meiner Familie gut angekommen! Es gibt vom gleichen Autor auch einen Ausflug in die Regionen Süditaliens, sicherlich auch sehr spannend und köstlich!

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Veröffentlicht am 02.08.2022

Faszinierender Roman über das Klosterleben im Hochmittelalter

Matrix
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Nonne wider Willen

England 1158 - das hünenhafte Waisenkind Marie aus Frankreich, wird mit 17 von ihrer Halbschwester, der Königin Eleonore von Aquitanien in ein armseliges Kloster auf der Insel verbannt. ...

Nonne wider Willen

England 1158 - das hünenhafte Waisenkind Marie aus Frankreich, wird mit 17 von ihrer Halbschwester, der Königin Eleonore von Aquitanien in ein armseliges Kloster auf der Insel verbannt. Sie solle dort Priorin werden, da sie zu unansehnlich und mannhaft für eine Heirat wäre. Die freiheitsliebende Marie, die viel lieber als Ritter durch die Lande ziehen würde, muss sich nun dem Klosterleben unterordnen und dem Neid und Argwohn der Schwestern, den sie dem fremden Bastard der Krone anfangs entgegensetzen. Ganz allmählich aber findet die im Klosterleben gefangene Marie ihren ganz eigenen Glauben und erschafft ihre ganz eigene Rolle, die das Kloster bereichert, zu Wohlstand führt und mit ihren außergewöhnlichen feministischen Visionen einen ganz neuen Weg aufzeichnet.

Mit „Matrix“, ist der amerikanischen Autorin Lauren Groff ein ganz ungewöhnliches Buch gelungen. Es beschäftigt sich mit unterschiedlichen Frauenrollen im frühen Mittelalter, mit besonderem Focus auf das Klosterleben. Mit der ungewöhnlichen Protagonistin Marie, der sie das Klischee eines riesigen Mannweibes zuordnet, schafft sie eine ziemlich kontroverse Figur, die gleichzeitig feinfühlig, wehrhaft und ikonenhaft erscheint. Zuerst zutiefst zerrissen und unzufrieden, macht Marie aber das Beste aus ihrer zugewiesenen Rolle und zeigt ihrer geliebten Königin Eleonore alle ihre Facetten!
Der Roman beschreibt das Leben und die Moral im klassischen Mittelalter auf eine recht bildhafte und einfühlsame Weise. Der Schreibstil dabei ist eindrucksvoll und fesselt besonders durch seine ungewöhnliche Protagonistin. Als Inspiration für ihre Marie diente Groff sicherlich die sagenumwobene Dichterin „Marie de France“ aus dem 13. Jahrhundert, von deren Leben nicht viel bekannt ist, deren Novellen „Lais“ Liebe und Unterdrückung der Frauen zum Thema macht.
Das Cover ist eher unspektakulär und weist so gar nicht auf ein historisches Thema hin, doch soll wohl der goldene Strahlenkranz auf Maries Visionen-Inspirationen hindeuten.

Mein Fazit:
Ein faszinierender und ungewöhnlicher historischer Roman, mit einer fantastischen Protagonistin, die sehr modern und unkonventionell in ihren Ansichten anmutet. Sehr inspirierend inszeniert:).

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Unterhaltsamer Regionalkrimi aus der Salzburger Ecke

Salzburger Dirndlstich
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Dirndl-Upcycling, ist gerade mega angesagt und das diesjährige Motto der Modeschule Hallein. Der Siegerin in Sachen Nachhaltigkeitsdirndl, winkt ein heißbegehrtes Praktikum beim österreichischen Dirndl-Papst ...

Dirndl-Upcycling, ist gerade mega angesagt und das diesjährige Motto der Modeschule Hallein. Der Siegerin in Sachen Nachhaltigkeitsdirndl, winkt ein heißbegehrtes Praktikum beim österreichischen Dirndl-Papst Alexis K. Doch der Ehrgeiz geht diesmal wohl zu weit, Streit und Missgunst kochen hoch und finden in der finalen Modenschau im Salzburger Freilichtmuseum ihren Höhepunkt. Nachdem kurz vor ihrem Auftritt, gerade Susi, Tochter von Arzthelferin Rosemarie Dorn, vor versammelten Publikum einen handfesten Streit mit der von allen gehassten Konkurrentin „Cruella“ hatte, bricht diese auf dem Laufsteg zusammen! Am nächsten Tag ist Cruella tot und ein wertvolles Ur-Dirndl aus dem Museum verschwunden!

Mit seinem außergewöhnlichen Cover ist mir der Kriminalroman "Salzburger Dirndlstich” der österreichischen Autorin Katharina Eigner sofort ins Auge gefallen! Die großartige Idee ein gesticktes Motiv zum entsprechenden Titel zu kombinieren finde ich einfach super.
Obwohl dies schon der zweite Fall in Folge für die neugierige Arzthelferin Rosemarie Dorn ist, hatte ich kein Problem mit der Lektüre, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Die Protagonisten sind allesamt großartig beschrieben, ob sympathisch oder nicht und daher gut zu visionieren. Auch die Handlung an sich gefällt mir gut, da sie clever eingefädelt und bis zum Schluss undurchsichtig bleibt, die beste Voraussetzung für einen spannungsvollen Krimi!

Mein Fazit:
Ein wirklich lesenswerter Regionalkrimi aus der Salzburger Region, dessen Lektüre mir großen Spaß gemacht hat. Er begeistert sowohl mit regionalen Kuriositäten, Brauchtum und einer guten Portion Dialekt, was der kriminellen Geschichte zusätzlich noch eine gute Mischung an Lokalkolorit verpasst. Auch der Humor der Autorin liegt genau auf meiner Wellenlänge.

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Veröffentlicht am 13.07.2022

Informationsflut extraordinär

Papyrus
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„Papyrus - Die Geschichte der Welt in Büchern“ oder auch „El infinito en un junco: La invención de los libros en el mundo antiguo“, ist der spanische Titel des Fachbuchs über Bücher, ihre Entstehung und ...

„Papyrus - Die Geschichte der Welt in Büchern“ oder auch „El infinito en un junco: La invención de los libros en el mundo antiguo“, ist der spanische Titel des Fachbuchs über Bücher, ihre Entstehung und Bedeutung. Geschichten und Erzählungen faszinierten die Menschheit schon lange, doch diese über die Zeit zu retten und zu konservieren war eine Innovation und eine lange Entwicklung. Der Sachverstand der spanischen Autorin Irene Vallejo zu diesem Thema ist ungemein umfangreich. Bewundernswert auch ihre Wortgewandtheit und Gedankengänge, die mich in diesem Werk enorm beeindruckt und angeregt haben. Besonders ihre Vergleiche, Bezüge aus der Antike mit ihren Entwicklungen bis in unserer Gegenwart hinein aufzuzeigen, fand ich ungemein interessant und spannend.
Irene Vallejo schreibt dabei sehr sprunghaft, ein Gedanke, eine Anekdote, eine interessante Geschichte jagt die nächste. Oft fühlte ich mich bei der Lektüre aufgehalten, meinen eigenen Gedankengängen nachzujagen. Die Lust über eine der Begebenheiten nachzudenken oder sie zu vertiefen. Es ist kein einfach zu lesendes Buch, nichts gleitet flüssig dahin. Viele Ecken und Kanten, die mich hier oder da anstießen, aufhielten und anregten über das Geschriebene nachzusinnen.

Im Großen und Ganzen, ist das Werk in zwei Teilbereiche eingeteilt:
Die griechische Antike und ihre Klassiker, das Streben nach Wissen und Weisheit, im zweiten Teil geht es um Rom und die römische Identität. Dabei prägte Alexander der Große, als Sammler des Wissens und Vorreiter, den römischen Traum von Weltbürgerschaft. Die Erlassung von Caracalla „Constitutio antoniniana“, aller Bürger als Römer im gesamten Imperium, war damals fast schon revolutionär. Eine Weltbürgerschaft, welch ein großer und moderner Gedanke! Gerade in unserer instabil gewordenen Realität, dem Zerfall in Ost und West, mit der Frage nach Gut und Böse, sind wir von diesem Gedanken fast schon wieder Welten entfernt, wie schade!
Es ist ein großartiges Gefühl diese Informationen, dieses Wissen aus der Antike aufzusaugen, zu überdenken oder einfach nur zu genießen. Mich hat die Autorin mit ihrer Leidenschaft für Bücher, Vielfältigkeit und Wissensflut überrascht und begeistert. In der Leserunde waren die Meinungen dazu sehr zwiespältig. Ein Buch, das Geduld benötigt, Ausdauer und Teilen von Interessen ist nicht jedermanns Sache. Es ist eben nicht nur ein Fachbuch, da sich auch viel Persönliches der Autorin in den Seiten verbirgt. Ich mag gerade diese Mischung sehr gerne, habe mich darauf eingelassen, mir Zeit beim Lesen gelassen und mir immer wieder einen Abschnitt vorgenommen, wenn ich Lust auf die Thematik und mehr Wissen hatte. Die Lektüre fühlte sich für mich wie eine Art Zwiegespräch zwischen der Autorin und ihren Lesern an, immer wieder unterbricht sie das „Gespräch“, da ihr etwas Neues zu dem Erzählten einfällt, das sie noch schnell loswerden will. Ungebremst tobt Vallejo durch über 700 Seiten, um uns Erstaunliches über die Welt der Bücher zu berichten, ein Genuss, der ein hohes Maß an Konzentration fordert.

Mein Fazit:
Ein sehr persönliches Fachbuch über eine grandiose Bücherliebe, die mir die Autorin glaubhaft vermittelt, etwas anstrengend, aber auch unfassbar interessant. Habe das Buch sehr genossen, es weckt Lust auf mehr Abenteuer in der Bücherwelt und enthält dafür wirklich zahlreiche Anregungen und Ideen. Grandios!

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Gefühlvoller Leseausflug nach Apulien

Immer Ärger mit den Bambini
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Da ihr Weinvorrat im Shop zur Neige geht, braucht Wein-Influencerin Sandra dringend Nachschub. Durch Inspiration eines aktuellen Reisemagazins schlägt Mutter Heike ihr eine spontane Reise nach Apulien ...

Da ihr Weinvorrat im Shop zur Neige geht, braucht Wein-Influencerin Sandra dringend Nachschub. Durch Inspiration eines aktuellen Reisemagazins schlägt Mutter Heike ihr eine spontane Reise nach Apulien vor und so starten die beiden Damen schon am nächsten Tag gen Süden. Auf einem Rastplatz in der Schweiz gabeln sie den 15 jährigen Federico auf. Der Waisenjunge ist auf der Suche nach seinem italienischen Großvater. Zum Missfallen von Sandra, beschließt Heike ihm dabei zu helfen und packt auch ihn mit in ihr Auto. Das Abenteuer Apulien kann beginnen!


Mit Autorin Tessa Hennig reist ihre Leserschaft dieses Mal ganz in den Süden Italiens. Der neue Roman “Immer Ärger mit den Bambini” lässt uns einen ausgiebigen Blick auf die wunderschönen Ecken Apuliens werfen. Zusätzlich gibt es natürlich, zusammen mit den Protagonisten, einiges an Abenteuern zu erleben. Angefangen mit einer Verkettung von vielen Zufällen, unzähligen amüsanten und emotionalen Erlebnissen, hält uns die Autorin auf Trab und macht die Geschichte, mit ihrem lebhaften Schreibstil, zu einem äußerst unterhaltsamen Ferienroman. Am besten liest man das Buch natürlich am Strand von Gallipoli;) um im Anschluss noch ein paar "Pumos" in Lecce besorgen zu können;).

Mein Fazit:
In Tessa Hennigs Romanen gibt’s immer einiges zu erleben. Sie sind lustig, emotional und man erfährt viel über Land und Leute. Auch dieses Buch war wieder äußerst interessant und begeistert mit aktuellen Themen. Zusätzlich habe ich nach der Lektüre nun auch noch ein neues Urlaubsziel auf meiner Liste, Apulien!

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