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Veröffentlicht am 14.07.2022

Außergewöhnlicher neuer Fall

Die Silberkammer in der Chancery Lane
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Zauberlehrling und Polizist Peter Grant bekommt es in diesem Buch mit äußerst ungewöhnlichen Erscheinungen zu tun. Nicht nur, dass in den vollkommen überwachten Silberkammern in der Chancery Lane ein Ermordeter ...

Zauberlehrling und Polizist Peter Grant bekommt es in diesem Buch mit äußerst ungewöhnlichen Erscheinungen zu tun. Nicht nur, dass in den vollkommen überwachten Silberkammern in der Chancery Lane ein Ermordeter aufgefunden wird und es keine Spur vom Täter gibt, auch munkelt man von Aliensichtungen. Und wäre das nicht stressig genug, erwartet seine Lebensgefährtin Beverly, dass er diesen vertrackten Fall bis zur Geburt des gemeinsamen Nachwuchses gefälligst abgeschlossen hat und ganz bei der Sache sein kann.

Das Cover gefällt mir gut, es passt gut zu den Vorgängern und hat somit einen hohen Wiedererkennungswert. Auch die Lampe und der Totenkopfengel spielen eine tragende Rolle in der Geschichte.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und flüssig und man kann den Geschehnissen gut folgen. Dietmar Wunder hat mal wieder einen tollen Job gemacht und man lauscht gerne seiner Stimme - da könnte man glatt meinen, James Bond alias Daniel Craig oder Adam Sandler würde das Buch vorlesen. Die Charaktere haben sich gut weiterentwickelt und Peter ist in diesem Band nicht nur Lehrling, sondern darf auch selbst in die Rolle des Ausbilders treten. Dies unterstreicht sein Erwachsenwerden noch zusätzlich. Lesley hat ebenfalls wieder ihren Auftritt, wobei ich sagen muss, als ich den Band gehört habe, wo sie Peter hintergeht und zu den Bösen wechselt, war ich sehr erstaunt, im positiven Sinne, da es einfach eine unerwartete Überraschung war. Der Gegner ist etwas, was Peter noch nicht begegnet ist und die Auflösung ist gelungen. Leider kam Nightingale ein bisschen zu kurz, da hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht.

Ich kann das Buch und die Reihe Rivers of London nur empfehlen, da sie eine tolle Mischung aus Krimi, Magie und Humor ist. 4,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 09.07.2022

Actionreicher Thriller mit magischen Elementen

Sense of Danger
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Charlotte Locke ist Analystin für die Section 47, eine Geheimorganisation der Regierung, die gegen übernatürliche Kriminelle und Terroristen vorgeht. Jeder Mitarbeiter hat ebenfalls besondere Fähigkeiten. ...

Charlotte Locke ist Analystin für die Section 47, eine Geheimorganisation der Regierung, die gegen übernatürliche Kriminelle und Terroristen vorgeht. Jeder Mitarbeiter hat ebenfalls besondere Fähigkeiten. Charlotte ist mit einer speziellen Form der Synästhesie ausgestattet, die es ihr nicht nur ermöglicht, gesprochene als auch geschriebene Lügen aufzudecken, sondern sie gleichzeitig auch vor drohenden Gefahren warnt. Eigentlich ist ihr Job völlig unspektakulär, ja sogar langweilig - bis jemand einen ihrer Berichte als bedrohlich empfindet und versucht, sie sich vom Hals zu schaffen. Plötzlich findet sie sich in lebensgefährlichen Situationen wieder und muss sich auf den undurchsichtigen Agent Desmond verlassen, um heil aus der ganzen Sache zu kommen.

Die Mischung der blutroten Farbe mit dem Schwarz passt perfekt zum Buch und das Cover strahlt dadurch Gefahr und etwas Düsteres aus. Auch der Titel "Sense of Danger" ist treffend gewählt, da er Charlottes Fähigkeit beschreibt.

Der Schreibstil ist locker und einfach gehalten, sodass man nur so durch das Buch rauscht. Die verschiedenen Perspektiven - Charlotte und Desmond - ermöglichen einen umfassenden Einblick in die Geschichte. Man wird langsam in die paranormale Welt eingeführt und die verschiedenen magischen Fähigkeiten sind interessant. Da hätte ich gerne die der Linguisten, die alle Sprachen der Welt beherrschen. Charlottes Gabe hat es aber auch in sich und ist ihr in vielen brenzligen Situationen hilfreich. Das Buch hat mich positiv überrascht, bei dem Klappentext hatte ich nämlich schon die Befürchtung, dass die Liebesgeschichte zu viel Raum einnehmen könnte. Dem war glücklicherweise jedoch überhaupt nicht so, stattdessen gibt es viele mit Action gefüllte Szenen und wie Charlotte ihre Gegner aufs Korn nimmt und überführt, ist taktisch gut geplant und super beschrieben. Die Charaktere sind überzeugend dargestellt, auch wenn ziemlich schnell klar wird, wer der Verräter ist. Ein paar kleine Tippfehler haben sich auch noch eingeschlichen, diese haben jedoch keine große Auswirkung auf den Lesefluss.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, auch ohne Magie wäre es ein toller Actionthriller gewesen - die Magie ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i! Ich hoffe auf weitere Fälle für Section 47 und gebe 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2022

Spannender Reihenabschluss

Null gleich eins
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Eigentlich wollten es Molly Blom und Sam Berger nach den letzten Ereignissen ruhig angehen lassen und nur noch ungefährliche Aufträge annehmen. Doch als Desiré Rosenkvistdie Hilfe der beiden braucht, können ...

Eigentlich wollten es Molly Blom und Sam Berger nach den letzten Ereignissen ruhig angehen lassen und nur noch ungefährliche Aufträge annehmen. Doch als Desiré Rosenkvistdie Hilfe der beiden braucht, können sie nicht nein sagen - Desiré hat schließlich ihre Tochter gerettet. Am fünften jedes Monats wird eine Leiche aufgefunden, die zwar immer mit einem anderen Modus Operandi umgebracht, jedoch an ähnlich aussehenden Schauplätzen abgelegt wurden. Das Dreier-Team muss verdeckt ermitteln und bringt grausame Taten ans Licht.

Das Cover ist ganz okay, das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Namen des Autors, der vielen Lesern bekannt sein und deren Aufmerksamkeit wecken dürfte. Die Person in dem Schlauchboot kommt auch in der Geschichte vor, was mir gut gefällt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und ich habe das Buch fast an einem Stück durchgelesen. Das erste Kapitel weckt sofort die Neugier, man weiß nicht, wer der Junge ist und was mit ihm gerade geschieht beziehungsweise geschehen wird und möchte unbedingt mehr erfahren. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, was dem Leser mehr Einblicke verschafft. Außerdem ist sie auch in fünf Teile aufgeteilt, wobei jeweils am Anfang eines neuen Teils ein Part aus der Sicht des zuvor erwähnten Jungen erzählt wird. Es ist spannend, wie die drei trotz aller Widrigkeiten langsam, aber sicher dem unglaublichen Geheimnis um die Todesfälle auf die Schliche kommen.

Das Buchhat mich gut unterhalten und ist ein würdiger Abschluss der Reihe – man soll bekanntlich aufhören, wenn’s am schönsten ist. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 12.03.2022

Gelungener Reihenabschluss

1795
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Zum letzten Mal tauchen wir gemeinsam mit Mikkel und Emil in das düstere und grausame Stockholm ein. Die Handlung beginnt dort, wo der Vorgängerband aufgehört hat. Der bestialische Mörder Tycho Ceton ist ...

Zum letzten Mal tauchen wir gemeinsam mit Mikkel und Emil in das düstere und grausame Stockholm ein. Die Handlung beginnt dort, wo der Vorgängerband aufgehört hat. Der bestialische Mörder Tycho Ceton ist entkommen, die Kinder von Anna Stina Knapp sind bei einem Brand ums Leben gekommen, wofür sich Mikkel die Schuld gibt. Doch Emil und Mikkel lassen nicht locker und versuchen um jeden Preis, Tycho zu stellen und seiner gerechten Strafe zu überstellen.

Das Cover fügt sich wunderbar in die der restlichen Reihe ein und ist gut gelungen.

Der Schreibstil und die Atmosphäre sind finster und authentisch, es ist, als würde man selbst in den dunklen, elenden Gassen umherwandeln. Der Beginn des Buches war gut, um die Geschehnisse wieder in Erinnerung zu rufen, da es doch schon ein wenig länger her war, seit ich 1794 gelesen habe. Die quälende Suche nach Anna Stina und Tycho ist eindrücklich geschildert, manchmal drohen die Hoffnungs- und Machtlosigkeit einen regelrecht zu erdrücken. Manchmal geschieht leider fast nichts und die Geschichte zieht sich ein wenig, aber alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen.

Auf jeden Fall sollte man vorher die vorherigen beiden Bücher gelesen haben. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 21.02.2022

Amüsanter Krimi

Elisa Hemmiltons Kofferkrimi
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Die Studentin Elisa Hemmilton hätte niemals gedacht, dass ein vom Himmel fallender Koffer sie in ein großes Schlamassel und in noch größere Gefahr bringen könnte. Zusammen mit dem zerstreuten Uhrmacher ...

Die Studentin Elisa Hemmilton hätte niemals gedacht, dass ein vom Himmel fallender Koffer sie in ein großes Schlamassel und in noch größere Gefahr bringen könnte. Zusammen mit dem zerstreuten Uhrmacher und Mechaniker Jamie macht sie sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung, wobei ihr vorlauter Charakter nicht nur Vorteile mit sich bringt …

Das Cover finde ich in Ordnung, der Koffer und die mit Zahnrädern und Bauplänen versehenen Silhouetten passen gut zur Geschichte. Das Buch hätte ich aber nicht unbedingt wegen des Covers in die Hände genommen, sondern wegen des Klappentexts.

Der Schreibstil ist fesselnd und ich war sofort mittendrin im Geschehen. Was mir als erstes aufgefallen ist, waren die witzigen Kommentare von Jamie und Elisa, die ab und zu als Randnotiz bzw. Fußnoten auftauchen. Da musste ich oft schmunzeln. Das liegt auch daran, dass die beiden sehr sympathisch und liebenswürdig sind. Ich fand es toll, in das viktorianische London einzutauchen und mitzufiebern. Die Mischung aus Krimi und Historienroman ist gut gelungen und auch für die Liebesroman-Liebhaber ist etwas dabei. Es gibt ab und zu falsche Fährten und die Auflösung ist ebenfalls gelungen.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich gebe 4,5 Sterne.