Profilbild von Crazy-Cat-Lady

Crazy-Cat-Lady

Lesejury Star
offline

Crazy-Cat-Lady ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Crazy-Cat-Lady über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2024

Kann nicht wirklich überzeugen

Die kurze Stunde der Frauen
0

Ich bin hier ein wenig zwiegespalten. Ich fand dieses Buch vom Thema her wirklich interessant und auch wichtig, aber die Umsetzung konnte mich dann doch nicht vollständig überzeugen. Zwar kann die Autorin ...

Ich bin hier ein wenig zwiegespalten. Ich fand dieses Buch vom Thema her wirklich interessant und auch wichtig, aber die Umsetzung konnte mich dann doch nicht vollständig überzeugen. Zwar kann die Autorin einige interessante Fakten liefern, aber an manchen Stellen finden sich doch so einige Unstimmigkeiten. Insgesamt war mir die Herangehensweise auch nicht differenziert genug.

Miriam Gebhardt schildert den Alltag der Frauen in der Nachkriegszeit sehr anschaulich. Die Gewalttaten und die Not dieser Zeit werden wirklich spürbar. Sie räumt unter anderem auch mit dem Mythos der Trümmerfrauen auf, was für mich persönlich neu war. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit dem Thema bisher nie näher beschäftigt hatte. Sehr gut fand ich, dass sie konkrete Fallbeispiele nennt. Dadurch bekommt man ein ganz anderes Gefühl für das Thema. Auch dass sie nicht nur über Opfer sondern auch Täterinnen (während des Nazi-Regimes) berichtet, finde ich wirklich gut.

Leider waren die Themen im Buch für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr "durcheinandergewürfelt". Die Autorin springt von der Zeit hin und her, greift mal dieses Thema auf und mal jenes. Es gibt keine richtige Konstante. Ich hätte mir eine bessere Gliederung gewünscht.

Was mir auch negativ aufgefallen ist war, dass es doch einige Unstimmigkeiten gibt. Die erwähnt ein Klassenbuch einer Gruppe von Abiturientinnen aus dem Jahr 1932, um am Beispiel der dort verewigten Frauen ihre Thesen zu erklären. Aber dabei tauchen immer wieder Widersprüche auf. Eine Frau ist in einem Kapitel Witwe, in einem anderen aber lediglich von ihrem Mann getrennt. Ja was denn nun? Oder war das mit der Trennung vielleicht schon Ehemann Nummer 2? Das wird leider nicht klar. Und es gibt hier noch weitere solcher Beispiele. Entweder die Autorin hat schlecht recherchiert, oder die Geschichten irgendwie durcheinandergebracht. In jedem Fall wirkt es auf mich sehr unprofessionell.

Ich vergebe 2 1/2 Sterne für den guten Ansatz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.02.2024

gute Botschaft, aber etwas zäh zu lesen

Die gelbe Tür mit dem Regenschirm
0

Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich interessant und mir gefällt auch die Botschaft, die vermittelt wird, sehr gut. Es ist schön, wie sich die Geschichte aufbaut und die vier "Tratschtanten" in ...

Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich interessant und mir gefällt auch die Botschaft, die vermittelt wird, sehr gut. Es ist schön, wie sich die Geschichte aufbaut und die vier "Tratschtanten" in eine Falle gelockt werden. Das Ende ist wirklich gelungen.

Leider hatte ich trotzdem ein paar Schwierigkeiten mit der Geschichte. Mein größtes "Problem" war die Vielzahl der Charaktäre. Da die meisten eher kleine Nebenrollen haben, wurde es für mich schnell unübersichtlich und ich hatte wirklich Mühe, alle auseinanderzuhalten. Ein paar Kleinigkeiten haben für mich auch nicht wirklich Sinn ergeben. Wobei ich da ganz gut darüber hinwegsehen konnte. Und an der ein oder anderen Stelle konnte ich anfangs nicht erkennen, dass es plötzlich ein Rückblick ist.

Für mich hat es sich ein bisschen angefühlt, als wollte die Autorin zu viel in dieses Buch packen. Zu viele Charaktäre, zu viele Einzelgeschichten. Das hat mir ein bisschen den Spaß am Lesen verdorben und ich habe wirklich lange gebraucht, um das Buch durchzukriegen. Die Comics mit dem Hund und der Gans, die an ein paar Stellen eingestreut sind, fand ich wirklich niedlich. Aber so wirklich reingepasst haben sie auch nicht und ich habe nicht so ganz verstanden, was sie da sollten.

Mein Fazit: Schöne Idee, aber kein Buch für zwischendurch, sondern eher eine Lektüre, die viel Konzentration erfordert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2022

Für Ayurveda-Neulinge durchaus empfehlenswert

Immunpower mit Ayurveda
0

Das Buch ist im Großen und Ganzen sehr verständlich geschrieben. Wer sich, so wie ich, zum ersten Mal näher mit Ayurveda beschäftigt, bekommt ein gutes Grundwissen vermittelt. Es gibt außerdem ein paar ...

Das Buch ist im Großen und Ganzen sehr verständlich geschrieben. Wer sich, so wie ich, zum ersten Mal näher mit Ayurveda beschäftigt, bekommt ein gutes Grundwissen vermittelt. Es gibt außerdem ein paar Denkanstöße und kann einen auf jeden Fall dazu bringen, sich mehr mit seinem Körper und seiner Gesundheit zu beschäftigen.
Wirklich umfassend ist das Buch jedoch nicht. Während auf das Thema Essen sehr ausführlich eingegangen wird, ist dem Thema Yoga nur ein kurzes Kapitel gewidmet. Die Übungen werden auch nicht richtig erklärt, ebenso wie manche Fachbegriffe. Und die Umsetzung der Ratschläge anhand des Buches fand ich relativ schwierig. Da steht dann z.B. "Wenn Sie einen Pitta-Überschuss haben, tun Sie dies. Bei einem Vata- bzw. Kapha-Überschuss tun Sie das." Aber was man tun soll, wenn man einen Überschuss von zwei oder allen drei hat, wird nicht beschrieben. Die Listen mit geeigneten und ungeeigneten Nahrungsmitteln für jeden Typ fand ich sehr unübersichtlich. Außerdem enthielten sie Sachen, von denen ich noch nie im Leben gehört habe. Auch die Gliederung des Buches hätte besser sein können. Gut fand ich allerdings, dass die Kapitel relativ kurz gehalten waren und jeweils eine entsprechende Einleitung hatten.

Mein Fazit: Als Einstiegslektüre durchaus empfehlenswert. Für Fortgeschrittene vermutlich weniger geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 13.07.2022

spannendes Thema, Umsetzung eher mäßig

Dieser Beitrag wurde entfernt
0

Ich fand das Thema super-spannend und vor allem brandaktuell. Man merkt auch, dass sich die Autorin intensiv damit auseinandergesetzt hat.

Den Schreibstil fand ich wirklich gut. Das Buch wird aus der ...

Ich fand das Thema super-spannend und vor allem brandaktuell. Man merkt auch, dass sich die Autorin intensiv damit auseinandergesetzt hat.

Den Schreibstil fand ich wirklich gut. Das Buch wird aus der Sicht von Kayleigh erzählt, die ihre Erfahrungen einem Anwalt schildert. Wobei sie direkt klarstellt, dass sie sich der Klage nicht anschließend wird. Allein schon das hat mich sehr neugierig gemacht. Warum will sie nicht gegen die Firma vorgehen? Was ist passiert?

Die Antwort auf diese Fragen fand ich leider eher unzureichend. Man erfährt einiges über ihre Vergangenheit und darüber, wie sie überhaupt zu dem Job gekommen ist. Kurz wird ihr Einstand beschrieben und man lernt ihre Kollegen kennen. Doch ihre genauen Motive konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Auch das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. Es ist total abrupt und irgendwie seltsam.

Mein Fazit: Ein wichtiges Thema, das für mich persönlich aber nicht gut umgesetzt wurde. Ich konnte mit dem Buch leider wenig anfangen und würde es nicht unbedingt weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

stellenweise recht wirr und völlig überzogen

Doppelspiel
8

Ich hatte bisher noch kein Buch von Arne Dahl gelesen. Aber da ich sehr viel Gutes über den Autor gehört habe, hatte ich mir von "Doppelspiel" wirklich viel erwartet. Und wurde umso mehr enttäuscht.

Mit ...

Ich hatte bisher noch kein Buch von Arne Dahl gelesen. Aber da ich sehr viel Gutes über den Autor gehört habe, hatte ich mir von "Doppelspiel" wirklich viel erwartet. Und wurde umso mehr enttäuscht.

Mit Protagonist Tom konnte ich einfach nicht warm werden. Er blieb mir ein Rätsel. Seine Motive kaum nachvollziehbar. Einmal agiert er total analytisch, dann wieder völlig kopflos. Mal wirkt er abgeklärt, dann wieder komplett naiv. Das hat alles nicht zusammengepasst. Polizistin Olivia ist nicht besser. Sie kommt durchweg unsympathisch rüber und wird für ihr ständiges Fehlverhalten nicht einmal bestraft. Insgesamt kommen gerade die Frauenfiguren in diesem Buch nicht gut weg. Aber auch die anderen Charaktere bleiben blass und zum Teil sehr klischeehaft.

Da ich nicht spoilern will, kann ich auf die Handlung hier leider nicht großartig eingehen. Also nur soviel: Für mich hat vieles einfach keinen Sinn ergeben. Vieles hat sich zu perfekt gefügt. Andere Dinge waren völlig unnötig für die Handlung und haben das Buch grundlos in die Länge gezogen. Die Auflösung am Ende wirkte auf mich total unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen.

Ich hatte wirklich Mühe, mich durch das Buch durchzukämpfen und kann es leider überhaupt nicht empfehlen. Die Grundidee mag ja gut gewesen sein, aber die Umsetzung ist einfach nicht gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charatere
  • Cover
  • Spannung