Toller historischer Roman
Die Charité: Neue WegeEs geht um ein Dienstmädchen, das ihre Stellung verliert. Allein ihr Schicksal geht nahe - sie wird vom Vater gezwungen, dem Sohn zu seinen ersten sexuellen Erfahrungen zu helfen, der Junge verliebt sich ...
Es geht um ein Dienstmädchen, das ihre Stellung verliert. Allein ihr Schicksal geht nahe - sie wird vom Vater gezwungen, dem Sohn zu seinen ersten sexuellen Erfahrungen zu helfen, der Junge verliebt sich in sie, und sie wird daraufhin hinausgeschmissen, ohne Zeugnis, weil es ihr zum Vorwurf gemacht wird.
Was kann eine junge Frau ohne Familie, ohne Referenzen in Berlin machen? Leider sind ihre Möglichkeiten sehr beschränkt, sie landet als Prostituierte bei einer Zuhälterin. Über eine Geschlechtskrankheit kommt sie an die Charité, und da sie sich selbst als Kranke rührend um die anderen kümmert und vor Ausschlägen und Wunden nicht scheut, wird überlegt, ob es vielleicht eine Möglichkeit für sie gibt... Schließlich sind die Krankenwärterinnen alle Diakonissen, und schauen aufgrund ihres bisherigen Berufes auf sie herab
Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen. Die Erzählung ist tragisch, hat jedoch ein gutes, versöhnliches Ende. Die Geschichte der Frauen bedrückt und zeigt gleichzeitig, wie sehr wir nicht immer gleich urteilen sollen. Und da die Liebe auch nicht ganz außen vor bleibt, ist der Mix aus historischem Roman, Medizingeschichte, Liebesroman und Frauenschicksal einfach perfekt! Ein toller historischer Roman voll schöner, gut ausgestalteter Szenen und guter Recherche!