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Veröffentlicht am 25.09.2022

Rezension: "No longer yours" von Merit Niemeitz

No Longer Yours - Mulberry Mansion
1

Autor/in: Merit Niemeitz
Titel: No longer yours
Reihe/Band: Mulberry Mansion, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: August 2022
ISBN: 978-3-7363-1787-1

Transparenz
Diese Rezension basiert ...

Autor/in: Merit Niemeitz
Titel: No longer yours
Reihe/Band: Mulberry Mansion, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: August 2022
ISBN: 978-3-7363-1787-1

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über die Lesejury zur Teilnahme an einer Leserunde zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Sie glaubt nicht an zweite Chancen - Bis sie ihn wiedertrifft
Avery kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat tatsächlich eins der begehrten Zimmer der Mulberry Mansion ergattert! In einem Wohnprojekt der Universität sollen Studierende die alte englische Villa wieder instand setzen. Aber Averys Freude wird jäh gedämpft, als sie feststellen muss, dass einer ihrer Mitbewohner kein anderer ist als ihr Ex-Freund Eden, der ihr vor zwei Jahren beim Abschlussball das Herz brach. Aus dem warmherzigen Jungen von damals ist ein verschlossener junger Mann geworden, der alle auf Abstand hält. Doch während sie gemeinsam die Mulberry Mansion renovieren, kommen plötzlich Gefühle hoch, über die Avery eigentlich längst hinweg war, oder etwa nicht?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zum ersten Band der „Mulberry Mansion“-Reihe ist eine einem dezenten pastellfarbenen Grün gehalten. Könnte man einem Cover eine Charaktereigenschaft zuordnen, hätte ich es wohl als ‚schüchtern‘ bezeichnet, denn dieses Buch könnte man fast in einem vollen Regal im Buchladen übersehen. Kleine angedeutete Äste und Zweige, die wohl einen Maulbeerenstrauch darstellen sollen, haben rosa- und gelbfarbene Blüten an ihren Enden und sind über die komplette Coverfront verbreitet. Der Titel ist mittig in braunfarbenen Blockbuchstaben platziert worden, während der Reihentitel etwas linksseitig darunter in weißen Blockbuchstaben seinen Platz gefunden hat. Die gesamte Darstellung wirkt weich, ein wenig blass und dabei absolut nicht aufdringlich oder erdrückend.
In „No longer yours“ stecken bereits im Titel unglaublich viele Emotionen, wie ich finde. Die Worte triefen nur so von Verlust und deuten sehr tiefe Gefühle an. Handelt es sich dabei um ein auseinandergerissenes Paar, wie es uns der Klappentext sagt, oder dreht es sich vielleicht noch um einiges mehr? Ich erwarte auf jeden Fall ein hohes Maß an Romantik, Verletzlichkeit und emotionalen Momenten und war vor Lesebeginn sehr gespannt auf die Geschichte. Der Reihentitel „Mulberry Mansion“ ist recht einfach gehalten und beschreibt nichts anderes als den Haupthandlungsort des Geschehens. Eben dieser Punkt und die ‚Anzeige‘ in der Leseprobe zu diesem Buch hat mich mit am meisten zu dieser Geschichte hingezogen, weshalb ich sie einfach lesen musste.

Charaktere
Avery Sterling ist 20 Jahre alt, studiert Jura und ist gerade erst nach Windsbury umgezogen. Nach dem Tod ihres Vaters und einem größeren Streit mit ihrer restlichen Familie braucht sie dringend einen Neuanfang. Avery ist ein absoluter Kopfmensch, sehr stur und verbissen und trifft meist rationale Entscheidungen. Sie ist eine Einzelgängerin, hat viele innere Abwehrmechanismen aktiviert und trägt eine schwere Last mit sich herum. Zusätzlich leidet sie, jedes Mal, wenn sie auf irgendeine Art und Weise mit dem Thema Gewalt in Berührung kommt, an schweren Panikattacken und Angstzuständen. Ich persönlich bin leider nicht sehr gut mit Avery warmgeworden. Mir war sie meist zu vorverurteilend und abweisend gegenüber anderen Menschen, was den gedanklichen Umgang mit ihrer Person für mich etwas schwierig gemacht hat.
Eden studiert Literatur, ist ein absoluter Buchliebhaber und scheint meist in seiner ganz eigenen kleinen Welt zu leben. Auf viele Menschen wirkt er kühl und unnahbar, denn er kapselt sich gerne ab und lebt meist sehr zurückgezogen. Eden ist ein äußerst tiefsinniger Mensch. Er hat immer ein Zitat auf den Lippen, eine sexy Hörbuchstimme und verliert sich gerne in seiner Arbeit in Antiquariat. Sein altes Zuhause meidet er wie die Pest, denn wenn er auch nur daran denkt, dann sorgt er sich viel um seine Mutter und entwickelt Zweifel an sich selbst, was ihn nur wütend macht. Zum Ausgleich geht er regelmäßig in ein Boxstudio und lässt seinen Frust am Sandsack aus.
Avery und Eden waren auf der Highschool lange Zeit ein paar, bis er sich am Abend des gemeinsamen Abschlussballs ganz plötzlich von ihr getrennt hat. Seither hatten sie zwei lange Jahre keinen Kontakt zueinander, bis sie sich nun in der Mulberry Mansion auf einmal wieder über den Weg laufen.

Schreibstil und Handlung
Schon im kurzen Verlauf der Leseprobe zu „No longer yours“ konnte mir der Schreibstil von Autorin Merit Niemeitz von sich überzeugen und mich die Geschichte für sich gewinnen. Locker, leicht und ungemein flüssig und angenehm bin ich beim Lesen durch die einzelnen Kapitel gekommen. Diese hatten auch eine für mich recht gute und entspannte Länge, dass ich mich von der Seite aus rundum wohlgefühlt habe. Die Handlung ist in der ersten Person aus den Sichtweisen von Avery und Eden geschrieben, wobei Averys Anteil deutlich größer ist als der von unserem männlichen Protagonisten Eden. Dazu muss ich anmerken, dass mir Edens Parts deutlich besser gefallen haben als die mit unserer weiblichen Protagonistin, was wohl allerdings daran gelegen haben wird, dass ich mit ihr ja nicht so ganz warm geworden bin. Besonders gut gefallen haben mir stilistisch gesehen die äußerst bildgewaltigen Szenendarstellungen. Gerade die Mulberry Mansion konnte man sich unglaublich gut vor dem inneren Auge vorstellen. Die Gerüche, Geräusche und auch die kleinen genannten Besonderheiten haben ein malerisches Gesamtbild hervorgerufen, bei dem man sich nur wohlfühlen konnte. Auch hat die Autorin es geschafft, jegliche der auftauchenden Gefühle auf äußerst intensive Art darzustellen und zu übermitteln, was insgesamt einen bunten Mix aus Freundschaft, Romantik, Trauer, Wut, Verzweiflung und sogar einer Prise Erotik ergeben hat.
Inhaltlich hat mir am allerbesten die Grundidee der Handlung gefallen. Ein verlassenes und zum Teil verfallenes Gebäude, dass von einer Gruppe aus unterschiedlichsten Menschen renoviert und in Schuss gebracht werden muss. Richtig Lust darauf gemacht hat die Anzeige der Universität, die sozusagen den Prolog des Buches gegeben hat. Insgesamt wurden meine Erwartungen, zumindest was die in die Mulberry Mansion einziehenden Charaktere angeht, mehr als erfüllt. Alle hatten eine so unglaublich individuelle Persönlichkeit – einfach wow! Es war mir eine Freude die Bewohner Stück für Stück kennenzulernen, was definitiv auf meine Neugier auf die weiteren Bände der Reihe bereits geschürt hat. Weniger zufrieden bin ich mit der Umsetzung der Grundidee allerdings gewesen, denn leider gab es für meinen Geschmack viel zu wenig Szenen, die die Renovierung des Hauses näher beschrieben haben und auch hätte ich mir ein paar mehr gemeinsame Momente mit allen Hausbewohnern zusammen gewünscht und nicht nur immer so ein paar Mini-Bruchstücke. Bezüglich der Beziehung zwischen den Protagonisten Avery und Eden gab es für sehr lange Zeit offene Fragen, die glücklicherweise Stück für Stück in einem angemessenen Tempo beantwortet worden sind. Sehr schön fand ich bei den beiden, dass man ihre Verbindung zwischeneinander eindeutig gespürt hat. Gestört hat mich allerdings, dass jegliche Entwicklungen bei ihnen ein ständiges Hin und Her gewesen sind, was für mich dann doch etwas zu viel gewesen ist. Auch diese versucht zu übermittelnde intensive Liebe zwischen den beiden ist bei mir nicht gänzlich angekommen, was ich im Vergleich zu allen anderen Gefühlen wirklich sehr schade fand. Besonders zum Ende hin war ich leider auch etwas enttäuscht von dem plötzlichen Umdenken von Avery bzgl. ihrer Familie und von Eden bzgl. seiner eigenen Entwicklung. Anscheinend hat es jeweils nur ein einziges Gespräch gebraucht und auf einmal legen beide eine 180-Grad-Wende hin, was für mich mehr als nur unrealistisch gewesen ist und den vorangegangenen Teil der Geschichte ein wenig unglaubwürdig hat erscheinen lassen. Interessant fand ich den Umgang mit dem Themenbereich der häuslichen Gewalt, denn auf diese Art habe ich diesen wohl noch nie ausgearbeitet gelesen. Hat bei mir sowohl positive als auch negative Gedanken zu ins Rollen gebracht, aber das möchte ich an dieser Stelle nicht weiter vertiefen.
Insgesamt bot „No longer yours“ als erster Band der „Mulberry Mansion“-Reihe einige großartige Szenen und Momente, aber auch kleinere Punkte, die für mich nicht ganz rund gewesen sind. Eindeutig hatte ich rückblickend allerdings mehr Freude als Frust an der Geschichte, weshalb ich schon sehr gespannt bin, wie es mit dem Haus und seinen Bewohnern in den weiteren Bänden der Reihe weitergehen wird und welche Geschichten uns noch so erwarten werden.

Fazit
„No longer yours“ konnte mit einer wundervollen Atmosphäre, dem malerischen Schreibstil von Autorin Merit Niemeitz und einer großartigen Grundidee eindeutig punkten. ♥ Die Geschichte konnte mich von Beginn an mitreißen und auch wenn es ein paar kleinere Schwächen gegeben hat, freue ich mich schon sehr auf die Folgebände der „Mulberry Mansion“-Reihe!

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 11.08.2022

Rezension: "The Moment I lost you" von Rebekka Weiler

The Moment I Lost You - Lost-Moments-Reihe, Band 1 (Intensive New-Adult-Romance, die unter die Haut geht)
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Autor/in: Rebekka Weiler
Titel: The Moment I lost you
Reihe/Band: Lost Moments, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: Mai 2022
ISBN: 978-3-473-58623-3

Transparenz
Diese Rezension basiert ...

Autor/in: Rebekka Weiler
Titel: The Moment I lost you
Reihe/Band: Lost Moments, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: Mai 2022
ISBN: 978-3-473-58623-3

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag und der Autorin zur Teilnahme an einer Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
It takes courage to forgive. It takes forgiveness to love.
Vier Jahre. So lange ist es her, dass Mias bester Freund auf einer Party in ihren Armen gestorben ist und sie sich mühevoll wieder aufgerappelt hat. Aber vier Jahre reichen niemals aus, um für diesen einen Moment gewappnet zu sein: Plötzlich steht Nathan Dawson vor ihr. Der Mensch, der ihren besten Freund auf dem Gewissen hat und dem Mia nie wieder begegnen wollte. Dennoch kreuzen sich ihre Wege immer häufiger, und allmählich entwickeln sich zaghafte Gefühle. Doch egal, wie sehr Mia und Nathan sich dagegen zu wehren versuchen – zwischen ihnen entsteht etwas, das alte Wunden heilen könnte … oder neue verursacht.

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Mit seiner farblichen Gestaltung in einer Mischung aus beige- und goldfarbenen Tönen, Weiß und Schwarz versprüht das Cover zwar eine dezente aber doch gleichzeitig edle Wirkung nach außen hin. Es ist gewissermaßen ein typisches New-Adult-Buchcover, aber gleichzeitig war es das für mich irgendwie auch nicht. Es hat zwar klare und deutliche Linien, Strukturen und Darstellungen, wirkte auf mich allerdings trotzdem äußerst zwar – was mir sehr gut gefällt.
„The Moment I lost you“ (zu dt. „der Moment, in dem ich dich verlor“) lässt einen direkt erstmal Schlucken, wenn einem die Bedeutung der Worte bewusst wird. Der Titel hat einen intensiv emotionalen und leicht zerstörerischen Anklang, sodass ich auf große Gefühle jeglicher Art gehofft habe und zugleich auch ein wenig Angst davor gehabt habe. „Lost Moments“ als Reihenname, „Verlorene Momente“ im Deutschen, ließ mich in eine grüblerische Stimmung verfallen, als ich den Titel dieser Dilogie aufgeschnappt habe. Ich war sehr neugierig darauf, ob diese Wirkung nach außen auch im inneren des Buches umgesetzt worden ist und machte mich auch direkt ans Lesen.

Charaktere
Mia hat den tödlichen Verlust ihres besten Freundes Brant auch nach vier langen Jahren noch immer nicht überwunden. Seit diesem verhängnisvollen Abend ist sie in Therapie, um Stück für Stück damit fertig zu werden. Sie meidet Partys und Menschenansammlungen, lebt recht ruhig und zurückgezogen und versucht generell Aufregungen so gut wie möglich zu meiden. Neben ihrem Studium arbeitet sie aushilfsweise in einem kleinen Blumenladen oder verbringt Zeit mit ihrer über alles geliebten Hündin Luna. Mia ist eigentlich immer freundlich, hat ein sehr neugieriges Wesen und hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und ihrem etwas älteren Bruder Adam.
Nathan – Nathan Dawson – hat seit dieser schrecklichen Nacht vor einigen Jahren nur noch seine Großmutter. Mit ihr lebt er gemeinsam in einem kleinen Haus und hilft ihr im Alltag, seit seine Eltern und sein Bruder sich von ihm abgewandt haben. Seine Heimatstadt hasst ihn und er – er hat sich mit seinem Schicksal wohl mittlerweile abgefunden und glaubt, dass er nichts anderes verdient hat. Nathan ist äußerst nachdenklich, sehr sensibel und voller Schuldgefühle. Es scheint, als hätte er seinen Lebensgeist verloren, denn mit allem was er tut versucht er nur eins – Buße zu tun für das Leben, dass er beendet hat.

Schreibstil und Handlung
Für mich war „The Moment I lost you“ das erste Buch aus der Feder von Autorin Rebekka Weiler. Ich bin durch verschiedene IG-Blogger und Werbeanzeigen auf ihr neustes Buch aufmerksam geworden und da mich der Klappentext angesprochen hat und ich gerne neue Autoren ausprobiere habe ich der Geschichte eine Chance gegeben. Diese ist vollständig in der ersten Person aus der Sichtweise von Protagonistin Mia geschrieben. Dadurch bekam man einen ziemlich intensiven und tiefgehenden Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Man lernt sie Stück für Stück näher kennen, konnte sich in sie hineinversetzen und -fühlen und nach und nach das komplette Ausmaß ihrer Persönlichkeit seit gut kennen- und auch verstehen lernen. Der Schreibstil selbst war sehr angenehm, flüssig und generell ist die Wortwahl immer den unterschiedlichen Situationen sehr gut angepasst worden. Ein Aspekt, der in Geschichten von mir nicht immer entdeckt wird, aber hier doch sehr auffällig – positiv – gewesen ist. Insgesamt wurden auch die unterschiedlichsten Emotionen an den Leser übermittelt. Angefangen mit Trauer, Wut und Angst ging es z. Bsp. weiter mit Reue, einer Prise Hoffnung und großer Scham. All diese unterschiedlichen Gefühle so intensiv deutlich zu machen, wie es in dieser Geschichte der Fall gewesen ist, hat mich stellenweise sprachlos zurückgelassen. Nicht nur meine Gedanken wurden angeregt, sondern definitiv auch mein Herz beim Lesen berührt.
Inhaltlich konnten mich besonders Mia und Nathan als Protagonisten vollends von sich überzeugen. Sie waren so echt und greifbar – es war unglaublich. Ich muss gestehen, dass ich Geschichten meist sehr gut von der Realität trennen kann, allerdings war das hier aufgrund der Authentizität teilweise nicht ganz so einfach, was allerdings nur für die Geschichte spricht. Im Kontrast dazu waren die Nebencharaktere in meinen Augen ein wenig blass und einseitig. Besonders mit Mias ‚bestem Freund‘ Jack hatte ich so meine Probleme, denn sein Auftreten empfand ich meist als äußerst unpassend, grenzüberschreitend und absolut nicht sympathisch. Auch hatten die Szenen mit ihm für mich etwas sich ständig Wiederholendes ohne wirklich voranzukommen zu scheinen, weshalb sich die Story, gepaart mit einigen anderen Situationen in denen eigentlich nicht sonderlich viel passierte, manchmal ein wenig in die Länge gezogen hat. Besonders gut hat mir Mias Zwiespalt gefallen in Bezug auf die sich langsam entwickelnden romantischen Gefühle für Nathan, obwohl diese eigentlich gar nicht sein dürften. Die Übermittlung dessen war einfach großartig! Generell hat „The Moment I lost you“ einige größere Themen, wie bspw. Freundschaft, Liebe, Verlust und Recht behandelt. Ich bin begeistert, dass die Autorin es dabei geschafft hat, dass alle Bereiche für mein Empfinden zur Genüge ausgereift gewesen sind und nicht das eine oder andere Thema irgendwann unter den Tisch gefallen ist. Von der Tiefe und den bei mir hervorgerufenen Emotionen eindeutig eine schöne Geschichte, die für mich leider von einigen Längen und dem unausstehlichem Verhalten eines Nebencharakters ein wenig getrübt worden ist. An dieser Stelle muss allerdings gesagt sein und zugleich auch akzeptiert werden, dass jeder mit seiner Trauer anders umgeht. Das versuche ich auch im Nachhinein noch im Kopf zu behalten, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir doch durch die angebrachten Übertreibungen und den an den Tag gelegten Hass etwas schwer fällt..

Fazit
Eine wundervoll emotionale und äußerst tiefgreifende Geschichte, die mich bis ins Herz berührt hat. Mia und Nathan haben mir sehr gut zusammen gefallen und ich werde Autorin Rebekka Weiler sicher weiterhin im Blick behalten und noch weitere ihrer Bücher lesen. 😊

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2022

Rezension: "Wie man eine Lady verführt" von Martha Waters

Wie man eine Lady verführt (Regency Romantics 2)
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Autor/in: Martha Waters
Titel: Wie man eine Lady verführt
Reihe/Band: Regency Romantics, Band 2
Genre: Regency Romance
Erschienen: Mai 2022
ISBN: B09LNJCQZR

Transparenz
Diese Rezension ...

Autor/in: Martha Waters
Titel: Wie man eine Lady verführt
Reihe/Band: Regency Romantics, Band 2
Genre: Regency Romance
Erschienen: Mai 2022
ISBN: B09LNJCQZR

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Die junge Witwe Diana, Lady Templeton, und der gutaussehende Jeremy, Marquess of Willingham, sind in der Londoner High Society für ihre scharfen Zungen und offenen Flirtereien bekannt. Eines Abends wird aus einem Schlagabtausch eine handfeste Wette: Wenn Jeremy nicht innerhalb eines Jahres heiratet, zahlt Diana ihm 100 Pfund. Doch dann macht Jeremy noch einen anderen Vorschlag: Nachdem seine letzte Eroberung ihn harsch kritisiert hat, ist er verunsichert bezüglich seines Könnens als Liebhaber. Da er weiß, dass Diana kein Blatt vor den Mund nimmt, schlägt er ihr eine kurze Affäre vor. Die will Diana wiederum nutzen, um Jeremy für andere Damen interessant zu machen und ihn so unter die Haube zu bringen. Aber während Jeremy und Diana sich darauf konzentrieren, Wetten zu gewinnen und Gerüchte zu streuen, laufen sie beide Gefahr, ihre eigenen Herzen zu verlieren ...

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu diesem zweiten Band der Reihe hat diesmal einen hellblauen Untergrund bekommen, von dessen linkem und rechtem Rand lila- und grünfarbene Blumen in die Mitte hineinragen. Der Titel ist in goldfarbener Schrift, während der Name der Autorin in ein leichtes Lila getaucht ist. Beide Angaben sind ein wenig an der rechten Seite und davon ausgehend mittig platziert worden. Linksseitig ist eine Frau in einem roten Ballkleid in der Draufsicht abgebildet, sodass man ein leichtes Einsehen in ihr Dekolleté hat. Im Kontrast zu dieser leicht unsittlichen Darstellung hat sie ihre Hände sittsam vor dem Körper gefaltet und scheint auf etwas zu warten.
Der Titel „Wie man eine Lady verführt“ klingt auf den ersten Blick wie eine Art Leitfaden – eine Anleitung für die entsprechende Epoche, wie man genau dieses Ziel erreichen könnte, wenn man sich nur schlau genug anstellt. Ähnlich wie beim ersten Band „Wie man einen Lord gewinnt“ erwartete ich eine äußerst hitziges Liebesgeschichte und habe mich schon im Vorfeld sehr darauf gefreut, bestimmte Charaktere wieder zu treffen.

Charaktere
Lady Diana Templeton ist Witwe und liebt ihre dadurch gewonnene Freiheit über alles. Sie hat ein ganz gutes Vermögen geerbt, will nie wieder in ihrem Leben heiraten und ist durchweg eine selbstständige und sehr künstlerisch begabte Frau. Nach außen hin wirkt sie immer äußerst direkt, stark und frech. Doch kein Mensch in ihrem Umfeld weiß, dass all das nur eine Maske ist, die sie schon seit Jahren in der Gesellschaft zur Schau trägt. Nicht nur ihr älterer Bruder Penvale bekommt regelmäßig ihre spitze Zunge zu hören, doch trotzdem haben die beiden ein recht angenehmes Verhältnis zueinander.
Lord Jeremy Overingthon – oder auch: der Marquess of Willingham – ist ziemlich einsam und allein und das schon eine sehr lange Zeit. Einzig seine Großmutter ist ihm von seiner Familie geblieben, seit sein Bruder, der eigentliche Erbe des Titels, bei einem dummen Unfall ums Leben gekommen ist. Jeremy lebt ein Leben als Taugenichts. Er wechselte ständig seine Bettgespielinnen, hat kein Glück bei Wetten und hat sich geschworen nie in seinem Leben zu heiraten. Der ganzen Welt spielt er etwas vor und setzt sich damit selbst ziemlich unter Druck, obwohl er doch eigentlich nur immer noch in tiefer und verletzter Trauer ist.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Autorin Martha Waters war auch in „Wie man eine Lady verführt“ wieder sehr locker, leicht, angenehm flüssig und gut verständlich. Die Wortwahl wurde der damaligen Zeit angepasst, sodass man sich direkt um einige Jahrhunderte zurückversetzt fühlte. Die einzelnen Szenen und Unterhaltungen waren gespickt von humorvollen und witzigen Momenten, hitzigen Wortgefechten, pikanten Themen, großen Entwicklungen und intensiven Gefühlen. Eine für mich perfekte Mischung, die auch eine gewisse Tiefe innehatte, die aber nicht zu ausufernd geschildert oder gar breitgetreten worden ist.
Der grundsätzliche Verlauf der Geschichte war zwar sehr vorhersehbar, hat durch seine ganz besonderen Albernheiten aber doch sehr gut unterhalten und auch die ein oder andere Emotion beim Leser hervorrufen können. Diana und Jeremy als Protagonisten waren überaus sympathisch und liebenswert, geradezu authentisch, dass man nur Freude mit ihnen haben konnte. Auch fand ich es wundervoll, dass wir wirklich all den bereits bekannten Charakteren aus „Wie man einen Lord gewinnt“ wiederbegegnet sind und sie einen doch recht großen Anteil an der neuen Geschichte mit begleitet haben. Insgesamt lässt sich diese Geschichte zeitlich gesehen sehr gut in den Bereich der ‚Regency Romance‘ einordnen, während wir inhaltlich zugleich in die Kategorie ‚Enemies-to-Lovers‘ reingerutscht sind. Dazu haben die kleinen Eifersüchteleien, die Wortgefechte und die zumindest leicht existente Abneigung einander gegenüber wunderbar gepasst und einen großen Teil zur allgemeinen Unterhaltung beigetragen. Klar, stellenweise war es auch mal etwas kindisch und fast sinnlos, aber bei diesem Trope ist das wohl oftmals der Fall.
Zusätzlich wurde in diesem Band auch wieder die dritte Frau der Runde – Emily – sehr stark ins Licht gerückt/gezogen, sodass meine Hoffnung auf ihre eigene Geschichte immer weiter angewachsen ist. Gerne würde ich so verschiedene Unterhaltungen auch endlich mal ‚live‘ mitbekommen und nicht nur deren angedeutete Erwähnung. Ich sehne mich nach dieser Story, warte darauf und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.

Fazit
Ein toller zweiter Band der „Regency Romantics“-Reihe – das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht! Bei einigen kindischen Albernheiten muss man hier und da mal ein Auge zudrücken, da es für den ein oder anderen vielleicht eine Prise ‚too much‘ ist, aber grundsätzlich steht dieser Band für mich auf einer Schwelle mit Band 1 „Wie man einen Lord gewinnt“.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Rezension: "The Sunrise in your Eyes" von Kim Leopold

The Sunrise in Your Eyes
1

Autor/in: Kim Leopold
Titel: The Sunrise in your Eyes
Reihe/Band: California Dreams, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Mai 2022
ISBN: B09HXJ7213

Transparenz
Diese Rezension basiert auf ...

Autor/in: Kim Leopold
Titel: The Sunrise in your Eyes
Reihe/Band: California Dreams, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Mai 2022
ISBN: B09HXJ7213

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Er zeigt ihr die verborgenen Seiten der Stadt. Sie zeigt ihm die verborgenen Seiten ihres Herzens.
Fotograf Maverick führt ein Doppelleben: Meistens lichtet er schillernde Hochzeiten ab, manchmal taucht er jedoch unter dem Namen Andy in Skid Row, dem Problembezirk von Los Angeles, ab, um das Leben abseits der schillernden Hollywood-Boulevards zu dokumentieren. Bei seiner Arbeit lernt er Lela kennen, die eigentlich Allegra heißt, ihm ihren wahren Namen jedoch verschweigt. Sie arbeitet neben dem Studium in Skid Row und will mehr über die Menschen dort erfahren. Was sie beide nicht wissen: Während sie sich gemeinsam auf die Suche nach Hoffnung in Zeiten der Dunkelheit machen, haben sie auch in ihrem Leben außerhalb von Skid Row längst Kontakt miteinander. Plötzlich steht Allegra zwischen zwei Männern: dem verschlossenen Andy, unter dessen rauer Schale sich ein großes Herz verbirgt, und dem mysteriösen Maverick, der sie mit seiner geheimnisvollen Art anzieht. Doch mit den Gefühlen wächst auch Allegras Angst, denn sie hat schon einmal einen geliebten Menschen verloren …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu „The Sunrise ist your Eyes“ ist erneut unglaublich auffällig gestaltet. Nicht, weil es so aufwändig verarbeitet ist, sondern weil dem Leser eine wahre Farbenpracht entgegenstrahlt. Es tummelt sich eine bunte Mischung aus Gold, Rosa, Orange, Lila und anderen Farben, teilweise glitzernd, teilweise nicht. Der gesamte Untergrund des Covers wirkt wie der Farbverlauf bei einem Epoxidharz-Gegenstand. Der Titel selbst ist ein geschwungenen lilafarbenen und zugleich funkelnden Buchstaben in vier Zeilen über die komplette Front abgebildet worden. Das viele Schimmern und Glitzern erinnert mich ein bisschen an die Bezeichnung „Stars & Sternchen“. In Band 1 passte dieser bunte Stil perfekt zur Protagonistin – mal sehen, ob das in diesem Fall auch auf einen der Charaktere zutreffen wird.
Der Titel bedeutet so viel wie „Der Sonnenaufgang in deinen Augen“ und hat gleichzeitig etwas Poetisches und Romantisches inne, was auf eine sehr tiefgreifende Geschichte hoffen lässt. Gleichzeitig hat der Titel für mich etwas von „Neuanfang“ und ich lasse mich mal überraschen, ob das in dieser Geschichte der Fall sein wird oder eher nicht. Der Reihentitel „California Dreams“ beschreibt zum einen das Setting der einzelnen Bände, zum anderen die großen Leidenschaften der einzelnen Protagonisten. Die Untergrundfarben sind etwas dezenter als beim ersten Cover, was, wie ich finde, wesentlich besser zu einem Sonnenaufgang passt als die knalligen Farben vorher.

Charaktere
Allegra Moretti ist neben den Brüdern Pascal und Micah die dritte im Familienbunde. Schon immer waren die drei ein Herz und eine Seele, bis der tragische Tod ihrer Mutter sie auseinandergetrieben hat. Doch Allegra strebt immer mehr nach Unabhängigkeit und zieht wieder von zuhause aus, nachdem sie dort nach der Trennung von ihrem Ex-Freund untergekommen ist. Neben ihrem Studium arbeitet sie ehrenamtlich unter dem Decknamen ‚Lela‘ in einer Art Frauenhaus in einem der sozial schwächeren Bezirke der Stadt. Dort muss sie immer auf der Hut vor Fremden und gefährlichen Gangs sein, was sie aber trotzdem nicht davon abhält, ihrem Wunsch, anderen Menschen zu helfen, nachzukommen.
Maverick Ryan ist eigentlich Hochzeitsfotograf von Beruf, doch zusätzlich treibt er sich als ‚Papparazzo Andy‘ in den sozial schwachen Bezirken als Fotograf umher um das echte Leben einzufangen, denn er selbst konnte seine Wurzeln nie vergessen, seit er in jungen Jahren adoptiert worden ist. So gewann er eine großartige Schwester, Mackenzie, und eine wundervolle Familie, die ihn in nahezu allem unterstützt. Er ist unglaublich viel auf der Straße unterwegs, kennt eine ganze Menge Leute und hat sich ein großes Informationsnetzwerk aufgebaut.

Schreibstil und Handlung
Die Geschichte von Allegra und Maverick ist in der ersten Person aus den abwechselnden Sichtweisen der beide geschrieben. Dadurch erhält man, in Kombination mit dem überaus locker-leichten und flüssigen Schreibstil, einen unglaublich intensiven Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und Persönlichkeiten – was mir wieder einmal äußerst gut gefallen hat. Autorin Kim Leopold verfügt über einen sehr angenehmen, mitreißenden und zugleich emotionalen Schreibstil, der mich absolut überzeugen konnte. Sie schafft es grandios humorvolle Dialoge, ernste Themen, große Gefühle und überraschende Momente in einer Geschichte mit spannenden Wendungen zu vereinen, sodass man sich als Leser trotz dieser Fülle nicht überfordert oder überrannt fühlt. Besonders gut haben mir die eingebundenen Chatverläufe zwischen Allegra und Maverick gefallen, aber auch die wundervolle Chemie, die Stück für Stück zwischen ihnen gewachsen ist.
Inhaltlich hatte dieser zweite Band der „California Dreams“-Reihe für mich deutlich mehr Tiefe als noch der erste. Die Geschichte zeigt den Zwiespalt zwischen zwei vollkommen unterschiedlichen Welten, obwohl es sich um ein- und dieselbe Stadt handelt – wie Tag und Nacht, arm und reich, schön und hässlich. Zwei Kontraste, die sich nur schwer zusammenbringen lassen, was sich deutlich in den unterschiedlichsten Szenen und Menschen der Geschichte widerspiegelt. Für mich war es eindeutig ein großartiges Setting, was durch noch großartigere Charaktere perfekt abgerundet worden ist. Durch den familiären Hintergrund der drei Moretti-Geschwister hatte die Geschichte bereits eine konstante Emotionalität, die mit allen anderen Themen nur noch weiter vertieft werden konnte. Allegra und Maverick, aber auch alle weiteren Charaktere der Geschichte, waren für meinen Geschmack sehr authentisch und echt ausgestaltet – wie Menschen, denen man gerne mal auf der Straße über den Weg laufen würde. Ihre jeweilige Weiterentwicklung hat mir ebenfalls gut gefallen. Das Tempo war angenehm und den Situationen gut angepasst, sodass ich ein gutes Verständnis für die meisten ihrer Beweggründe entwickeln konnte. Auch für die Einbindung aktuellerer Themen wie z.B. die sozialen Medien oder auch der soziale Aspekt der Handlung haben einige Pluspunkte verdient. Einzig und allein das Ende hat mich leider etwas frustriert zurückgelassen. War es das letzte 1/3 oder ¼? - Ich bin nicht ganz sicher, jedenfalls haben mir da einige Handlungsverläufe nicht so ganz zugesagt, weshalb es letztendlich auch zu einem Stern Abzug gekommen ist. Ich konnte mich mit Allegras Entscheidungen nicht sonderlich gut abfinden und irgendwie fand ich auch nicht, dass diese zu ihrem generellen Charakter gepasst haben, weshalb ich stellenweise äußerst genervt gewesen bin. Nichtsdestotrotz war „The Sunrise in your Eyes“ eine wundervolle Geschichte, die ich sehr gerne weiterempfehlen werden. Kleine Problematiken sind noch lange kein Indiz dafür, dass die gesamte Geschichte darunter zu leiden hat.

Fazit
Klare Leseempfehlung! – Die Geschichte von Allegra und Maverick hat mir genauso gut gefallen, wie der erste Band der „California Dreams“-Reihe. Ich liebe den Schreibstil von Kim Leopold und freue mich schon jetzt riesig auf Band 3 und Feuerwehrmann Micahs Geschichte. ♥

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2022

Rezension: "Heimkehr nach Whale Island" von Miriam Covi

Heimkehr nach Whale Island
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Autor/in: Miriam Covi
Titel: Heimkehr nach Whale Island
Reihe/Band: Whale Island, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: April 2022
ISBN: 978-3-453-42569-9

Transparenz
Diese Rezension basiert ...

Autor/in: Miriam Covi
Titel: Heimkehr nach Whale Island
Reihe/Band: Whale Island, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: April 2022
ISBN: 978-3-453-42569-9

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Random House Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Zuhause ist, wo die Wale singen.
Greta Lorenz soll ihren Chef, den attraktiven aber unnahbaren Hotelmanager Duncan Sommerset, auf eine Geschäftsreise nach Kanada begleiten. Auf Whale Island, wo die Brandung an die schroffe Küste donnert und Buckelwale ihre Kreise ziehen, betreibt seine Familie ein kleines Hotel. Als Greta für Duncans Ehefrau gehalten wird, und er sie bittet, das Spiel mitzuspielen, bekommt die Reise eine ganz neue Wendung. Umgeben von herzlichen Menschen und atemberaubender Natur wird die wilde kleine Insel für Greta schnell zu dem Zuhause, nach dem sie sich schon ihr Leben lang gesehnt hat. Längst sind ihre Gefühle für Duncan echt. Doch empfindet er auch so für sie? Und warum hat er die Insel vor Jahren so überstürzt verlassen?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Schon das Cover dieses Buches versprüht regelrecht eine idyllische Atmosphäre. Abgebildet ist ein kleines Stückchen Küste, an der linksseitig ein kleines Haus mit angeschlossenem Leuchtturm erbaut wurde. Davor und rechtsseitig kann man auf das weite Meer hinausschauen, umgeben von kleinen Felsen. Im Hintergrund kann man am Horizont einen dezenten Sonnenauf- oder -untergang beobachten, während in der rechten oberen Ecke drei Möwen umherfliegen.
„Heimkehr nach Whale Island“ klingt für mich nach einer Geschichte voller Überraschungen und Geheimnis – mit einem ganz dezent romantischen Anklang. Mir haben sich einige Fragen gestellt: Warum ist derjenige von Zuhause weg? Ist etwas passiert oder einfach aus einer Lust und Laune heraus? Was für ein Kontrast erwartet einen auf der kleinen Insel bei Heimkehr? Ich konnte mir noch nicht ganz einen Reim auf den Inhalt dieser Geschichte machen, bin aber definitiv neugierig geblieben.

Charaktere
Greta Lorenz ist Rezeptionsangestellte eines Hotels einer großen luxuriösen Kette und hat fast ihr ganzes Leben in solchen verbracht. Ihre Eltern waren immer in dem ein oder anderen Hotel angestellt, haben oft die Jobs gewechselt, mussten deshalb regelmäßig umziehen und so hatte Greta nie wirklich ein richtiges Zuhause. Dafür hat sie mit ihren 34 Jahren schon unglaublich viel von der Welt gesehen, was nicht jeder in dem Alter von sich behaupten kann. Greta ist pfiffig und intelligent, ihr Kleidungsstil zwar etwas streng, aber das trägt ihr keine negativen Sympathiepunkte ein. Aktuell läuft ihr Scheidungsverfahren und auf Whale Island findet sie Stück für Stück wieder zu sich selbst zurück.
Duncan Sommerset ist Manager eines Luxushotels, gefühlsmäßig ein absoluter Eisblock und absolut unnahbar. Passend dazu ist er mit einer regelrechten Eisprinzessin verheiratet, äußerst streng zu seinen Mitarbeitern und hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Vor 13 Jahren ist er von Zuhause fortgegangen, hat seine Eltern und seine zwei Brüder hinter sich gelassen und wollte die Karriereleiter erklimmen – was ihm durchaus gelungen ist. Als er nun auf seine Heimatinsel Whale Island zurückkehrt, hat er stark mit der Vergangenheit zu kämpfen und muss sich dringend über einiges klar werden.

Schreibstil und Handlung
Für mich war „Heimkehr nach Whale Island“ die erste Geschichte von Autorin Miriam Covi. Nachdem ich den ersten Schock über die Dicke des Buches überwunden hatte, konnte ich aber wunderbar in ihren locker-leichten und überaus flüssigen Schreibstil abtauchen. Obwohl mich die Vielzahl an verschiedenen Gefühlen regelrecht mitgerissen und für sich einnehmen konnte, bin ich doch nicht immer so schnell vorangekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Seitenzahl hat mich beim Lesen wirklich ziemlich gehemmt und das obwohl mir der bunte Mix von Romantik, ein bisschen Prickeln, tiefer Trauer, einem großen Verlust, tiefsitzender Angst und brodelnder Wut ansonsten sehr gut gefallen hat. Ein Großteil der Geschichte ist rein aus Gretas Sicht geschrieben, während Duncan nur sehr unregelmäßig einen Erzählanteil erhalten hat. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Ausgeglichenheit gewünscht, denn ich denke auch Duncans Gedanken und Gefühle intensiver erleben zu können wäre ein kleines Highlight gewesen.
Inhaltlich gesehen barg die kleine Insel ein absolut traumhaftes Setting mit unglaublich herzlichen Inselbewohnern, sympathischen Nebencharakteren und eine überaus entspannte Atmosphäre. Ich hätte durchaus Interesse an einem kleinen Urlaub auf Whale Island. Die drei Bände der „Whale Island“-Reihe erzählen die Geschichte von drei Brüdern und vereinen gleichzeitig jeweils eine Liebesgeschichte mit der allgemeinen Familiengeschichte der Familie Cameron. Die großen Gefühle der Geschichte waren für mich absolut nachvollziehbar und ebenso auch greifbar, wie man es sich für einen Liebesroman nur wünschen kann – großes Lob an dieser Stelle! Ein kleines Manko ist für mich allerdings gewesen, dass das, was ich eigentlich für die Haupthandlung der Geschichte gehalten habe, etwas zu kurz gekommen ist. Auch wurde einige ernstere Themen entweder nur angeschnitten oder zu einseitig und oberflächlich behandelt, was ich etwas schade fand. Hingegen spannend hat die Geschichte auf jeden Fall die mysteriös wirkende fahrende Bibliothekarin Rae gemacht – von der ich auch nach Beenden der Geschichte immer noch fasziniert bin.
Insgesamt hatte „Heimkehr nach Whale Island“ für mich eindeutig mehr positive als negative Aspekte. Ich gebe mein Bestes meine Angst vor der Seitenzahl zu überwinden und auch den zweiten Teil zu lesen, denn auch auf Aidens Geschichte freue ich mich eigentlich ziemlich sehr.

Fazit
Ein idyllisches Setting, sympathische und liebevolle Charaktere – zum Wohlfühlen schön! ♥ Einzig die Seitenanzahl und der stellenweise Leerlauf sind etwas abschreckend. Aber ansonsten freue ich mich definitiv auf den zweiten Band der Reihe. 😊

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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