Profilbild von Darcys_Lesestuebchen

Darcys_Lesestuebchen

Lesejury Star
offline

Darcys_Lesestuebchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Darcys_Lesestuebchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2022

Griechische Mythologie, spannend und interessant verpackt

Percy Jackson 1: Diebe im Olymp
0

Titel: Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Reihe: Percy Jackson # 1/5
Verlag: Carlsen
Genre: Jugend|Mythologie
Seiten: 439

Klappentext:

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer ...

Titel: Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Reihe: Percy Jackson # 1/5
Verlag: Carlsen
Genre: Jugend|Mythologie
Seiten: 439

Klappentext:

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen. Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer

Meine Meinung:

Ich habe das Buch das erste Mal vor über 10 Jahren gelesen und liebe es auch heute noch. Selbst beim vierten Mal kann es mich immer noch so begeistern und das liegt nicht nur an Riordans super Schreibstil, bei dem ich quasi nur so durch die Seiten fliege, sondern vor allem an der Kombi von Jugendbuch und griechische Mythologie.

Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Mythologien dieser Welt und vor allem die griechische finde ich super spannend. Natürlich ist es für Kinder und Jugendlich abgemildert worden, aber den Kern hat der Autor beibehalten. Selbst ich kann immer noch wieder meine Kenntnisse ein wenig auffrischen und das Glossar am Ende des Buches bietet noch mehr Wissen.

Die Geschichte braucht anfangs seine Zeit, um wirklich zu fesseln, aber dann kann man nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Dem Leser wird kaum ein ruhiger Moment gegönnt, stattdessen geht es von Knall auf Fall und manchmal überschlagen sich die Ereignisse förmlich. Meinem Buddyread-Partner, mit dem ich das Buch las, und mir war es manchmal etwas zu viel, auch wenn zu dem Buch passte.

Dennoch war es sehr spannend und es gab einige nachdenkliche und lustige Momente, die die Geschichte etwas auflockerten und eine neue Richtung gaben.

Das Finale ist mir persönlich etwas zu lang gezogen. Nach dem großen Ereignis hätte es gerne schneller zum Schluss kommen können, auch wenn es durchaus interessant war. Aber irgendwie fand ich es etwas langweilig.

Die Charaktere gefielen mir wieder sehr gut. Vor allem Percy, Grover und Chiron habe ich wieder sofort in mein Herz geschlossen. Percy ist sehr mutig und ich mochte seine hibbelig und ruhelose Art sehr. Annabeth kann ich mittlerweile sehr gut leiden, aber in diesem Band nervte sie mich immer noch ein wenig. Ich kann sie durchaus verstehen, aber mir ist sie wenig sympathisch. Grover liebe ich total.

Der Schreibstil ist klasse und ich liebe ihn immer noch. Es gab zwar ein paar zähere Stellen, aber insgesamt ist er sehr flüssig, bietet viel Humor, aber auch Tiefgang und ruhigere Momente.

Fazit:
Ein toller Auftakt, der sich manchmal zu überschlagen droht, aber von der ersten bis zur letzten Seite, trotz einiger Längen, fesselt und einen super unterhalten kann. Mir hat es auch beim vierten Mal wieder sehr viel Freude gemacht. Von mir gibt es:

4,5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Loid und seine "Vehrerinnen"

Spy x Family – Band 9
0

Jetzt geht es um alles oder nichts. Der Kampf gegen die zahllosen Auftragskiller bringt Yor an die Grenzen ihrer Kräfte und auch ihre Schutzpersonen sind noch nicht außer Gefahr. Doch damit nicht genug; ...

Jetzt geht es um alles oder nichts. Der Kampf gegen die zahllosen Auftragskiller bringt Yor an die Grenzen ihrer Kräfte und auch ihre Schutzpersonen sind noch nicht außer Gefahr. Doch damit nicht genug; auf dem Schiff wurde eine Bombe platziert, die jeden Moment hochgehen könnte ! Wie sollen Yor, Loid und Anya sich um alles kümmern, ohne ihre Geheimnisse preizugeben ?

Meine Meinung:
Was war das bitte für ein Cliffhanger ?! Nach dem Ende von Band acht war ich sehr gespannt darauf, wie es weitergeht und es war toll, dass die Geschichte sofort daran anknüpfte, sodass man gleich wieder im Geschehen war. Zwar wirkte dieser Band durch die vielen Missionen etwas zerstückelt und es war nach der Kreuzfahrt eindeutig die Luft raus, aber gerade der Kampf zwischen Yor und den Killern war zeichnerisch ein absoluter Augenschmaus, dass ich darüber hinwegsehen kann.

Die besten Parts waren der Kampf zwischen den Killern und der Urlaub der Familie Forger auf dem Festland. Der Abschied von Yor und dem Baby war absolut zuckersüß und mir gefiel es, wie sie auf dieser Mission über sich hinaus wuchs und mehr über sich selbst lernte. Die Forgers kamen sich bei ihrem Ausflug näher und es machte Spaß, wenn Yor mal wieder ihre Kräfte ein wenig überschätzte. Leider war danach ziemlich die Luft raus, und auch, wenn mich die weiteren Missionen gut unterhielten, wirkte es ein wenig zu chaotisch. Die Übergänge wurden nicht gut ausgearbeitet und irgendwie fand ich in manche Missionen zunächst nicht gleich rein. Insgesamt hat es aber Spaß gemacht, was vor allem an Becky und Franky lag, deren Geschichten einfach zu wild waren und mich so zum Lachen brachten. Nun shippe ich Franky und Fiona schon ein wenig; ich meine, die hatten doch eine gewisse Chemie, oder ? Die letzte Mission war nicht wirklich meins, aber durch das Ende bin ich nun sehr auf den nächsten Teil gespannt.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren. Vor allem der Endkampf waren visuell einfach ein richtiger Augenschmaus.

Fazit:
Der Part auf dem Schiff war vor allem zeichnerisch absolut spannend und der Urlaubstag der Familie Forger machte Spaß. Zwar gefiel mir die Missionen danach zum größten Teil, aber dennoch war etwas die Luft raus, was ziemlich spürbar war. Franky und Becky waren meine absoluten Highlights und die Schwärmerei der jungen Dame war einfach zu wild. Der nächste Teil verspricht sehr interessant zu werden und ich bin schon sehr gespannt.

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2025

Von Kindheit an verbunden

Dunkles Schicksal
0

Die Vrekener und die Sorceri sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet, aber als sich Lanthe und Thronos als Kinder begegnen hält es sie nicht davon ab, dennoch zarte Bande miteinander zu knüpfen. Doch ...

Die Vrekener und die Sorceri sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet, aber als sich Lanthe und Thronos als Kinder begegnen hält es sie nicht davon ab, dennoch zarte Bande miteinander zu knüpfen. Doch nach einer tödlichen Familienfehde werden sie erbitterte Feinde und sinnen jeweils auf Rache. Aber als das Schicksal seinen Lauf nimmt und sie sich in einer gefährlichen Welt aufeinander verlassen müssen, brodelt das Verlangen zwischen ihnen auf.

Meine Meinung:
Auf diese Geschichte habe ich mich bei meinem re-read der "Immortals After Dark" Reihe schon gefreut, weil ich Lanthe seit ihrem ersten Auftritt in Sabines und Rydstorms Lovestory sehr gerne mochte und gerade nach den Ereignissen auf der Insel war ich echt gespannt. Damals mochte ich sie zwar durchaus ganz gerne, empfand sie aber auch als recht langatmig und etwas schwach, sodass sie mir nicht zu positiv in Erinnerung blieb. Und das Schöne bei solchen re-reads ist es ja, dass man bekannte Bücher nochmals ganz neu erleben kann: entweder sagen sie einem nicht mehr so zu oder sie können einen überraschen und hier trifft das letztere sehr gut zu. Zwar finde ich immer noch, dass es einige Längen besitzt und das Ende kommt viel zu abrupt, aber mir gefiel der 13. Band um Längen besser als vor einigen Jahren.

Die Geschichte begann mit dem Kennenlernen von Lanthe und Thronos und vom ersten Moment an spürte man, dass die beiden sofort eine gewisse Verbindung zueinander hatten. Ich fand es so süß, wie er in ihr selbstverständlich seine Gefährtin sah, während es sowas bei den Sorceri nicht gab und sie ihm demensprechend Paroli bot. Danach machte es einen ziemlichen Sprung von 500 Jahren und die Handlung setzte sich auf der Insel fort, wo Lahnte von Thronos entführt wurde und sie in einer Dämonenebende landeten, die nicht nur sehr gefährlich war, sondern auf der sie sich immer näher kamen, egal, wie sehr sich die beiden dagegen sträubten. Es entwickelte sich sehr langsam, nicht nur, was die Liebesgeschichte anging, sondern auch dem Verlauf der Handlung, die insgesamt ein wenig dünn ausfiel. Aber das machte mir nicht viel aus, weil die Chemie zwischen den Figuren echt klasse war und durch das recht sparsame Aufgebot von Charakteren wurde sich auch stark auf Lanthe und Thronos konzentriert, deren Beziehung mehr als kompliziert war. Einzig Sabine, Rydstorm und ein gewisser Meeresgott erhielten ein wenig Raum, aber nicht zu sehr.

Stück für Stück erfuhr man mehr über ihre gemeinsame Geschichte, wie sie zu Feinden wurden und was danach mit ihnen geschah. Beide hatten ihre Wunden, Schwächen und hackten sich sehr oft die Köpfe ein, was ich oft zu herrlich fand und obwohl es sich teilweise wirklich sehr stark zog, fand ich es spannend, sie bei ihrer Reise zu begleiten. Ich hätte mir nur gerne gewünscht, dass mehr Schauplätze und etwas mehr Handlung vorgekommen wäre, da es doch ein paar Stellen gab, die sich ziemlich zogen. Aber es fesselte mich aufgrund der Chemie zwischen ihnen, die ich teilweise schmerzhaft fand, aber richtig schön spürbar und die langsame Entwicklung, die immer wieder Rückschritte hatte, wirkte authentisch.

In diesem Band durfte man endlich wieder neue Orte in der Welt von Cole entdecken und durch die Vrekener und die Sorceri gab es zwei spannende Völker, die nicht unterschiedlicher sein könnten und ich fand ihre Gebräuche, Eigenarten und Merkmale sehr interessant. Dadurch gab es immer wieder viele Konflikte zwischen dem Paar, die ich an ein paar Stellen durchaus etwas ermüdend fand, da es sich zeitweilig im Kreis drehte, aber mir gefiel es auch, dass es nach einem Streit nicht gleich erledigt war, sondern sich eben langsam entwickelte und Zeit brauchte, gerade was die inneren Wunden von Lanthe und Thronos anging, die ich als Charaktere super fand.

Beide hatten einige Päckchen zu tragen und durch ihre Fehde war es von Anfang schwierig zwischen ihnen. Sie konnten solche Sturköpfe sein und passten perfekt zueinander, denn nicht nur die Chemie stimmte, auch waren sie sich ähnlicher, als es ihnen lieb war und ich fand die Streitgespräche zwischen ihnen zwar auch schmerzhaft, aber vor allem zu herrlich. Lanthe mochte ich bereits vorher schon gerne, aber hier noch mehr. Sie war taff, definitiv nicht auf den Mund gefallen und wusste was sie wollte, ohne sich dafür zu schämen. Ich finde, dass sie sich von den weiblichen Charakteren aus den Vorgängern definitiv abhob und eine selbstbewusste Frau war, die auch eine sensible Seite in sich trug. Thronos dagegen hatte echt Schwierigkeiten sich auszudrücken und handelte anstatt vorher zu denken, aber wie Lanthe es so treffend ausdrückte, besaß er eine raue Schale, die nur seinen weichen Kern verdecken sollte. Eigentlich war er sensibel, schüchtern und fürsorglich, ohne erdrückend zu sein. Sein Problem war eben nur seine Schwierigkeiten in Kommunikation, was für einige Konflikte sorgte. Ihre Liebesgeschichte war ein auf und ab und auch wenn beide sich teils wie Idioten benahmen, fieberte ich mit ihnen mit, weil man merkte, dass sie sich wunderbar ergänzen konnten und zueinander gehörten.

Das Tempo war die ersten Dreiviertel überwiegend langsam, aber in den letzten Seiten überschlug es sich etwas zu sehr und das Ende geriet zu abrupt. Hier hätte die Geschichte definitiv noch zumindest ein, zwei Kapitel gebraucht um runder zu wirken. So hatte ich das Gefühl, dass es recht getzt wirkte und Cole mittendrin aufgehört hatte. Es war zwar ganz süß, besaß aber Potenzial für mehr. Dennoch mochte ich den Stil sehr gerne und flog trotz der Längen nur so durch die Seiten, weil es einfach seinen gewissen Charme hatte und Spaß machte.

Fazit:
Ein re-read, der mir nun viel besser gefiel als damals und meine Sicht ein wenig änderte. Die Kabbelein machten Spaß, die Chemie stimmte und und es wurde sich sehr schön auf die gemeinsame Geschichte von Thronos und Lanthe konzentriert wurde, die nicht nur eine schwierige Vergangenheit besaß, sondern ein auf und ab war, das sich manchmal zu sehr im Kreis drehte, aber dennoch auch passte. Mir gefiel es sehr, neue Bereiche aus dieser Welt und deren Wesen kennenzulernen und endlich wurden auch mal die Sorceri wieder mehr ins Licht gerückt, die ich immer schon gerne mochte, wobei ich die Vrekener auch interessant fand. Zum Ende hin zog die Autorin das Tempo ein wenig zu sehr an und es fühlte sich an, als sei sie mittendrin unterbrochen worden, aber es war niedlich und passte für mich. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2025

Turbulent

Promise Cinderella 14
0

Das Chaos rund um Ryokan und deren Besitzer reißt einfach nicht ab. Issei weiß mittlerweile, wie er seine Zukunft gestalten will und ist fest entschlossen, mit Seigo darüber zu sprechen. Aber leider wird ...

Das Chaos rund um Ryokan und deren Besitzer reißt einfach nicht ab. Issei weiß mittlerweile, wie er seine Zukunft gestalten will und ist fest entschlossen, mit Seigo darüber zu sprechen. Aber leider wird der von Megumi bedrängt, die im Auftrag von Tokugawa ihn verführen soll, damit dieser endgültig das Ryokan zerstören kann. Als ihr Plan zu scheitern droht und sie auch noch aufzufliegen droht, kommt es zur Eskalation und Seigo muss Kokone retten, die zwischen die Fronten gerät.

Meine Meinung:
Dieser Band war manchmal richtig schräg, an einigen Stellen sogar so, dass es mir ein wenig zu viel war. Dennoch brachte die Geschichte viel Spaß und blieb von Anfang bis Ende interessant und spannend, was vor allem an Megumi und ihren Intrigen lag. Zwar reichte sie in der Hinsicht nicht an Kikuno ran, aber das Mädchen hatte es faustdick hinter den Ohren, wenn sie sogar bereitwillig ein Menschenleben in Gefahr brachte. Es gab viele Handlungsstränge, die nicht immer zueinander passten, die aber die Geschichte insgesamt ein wenig weiter brachten und die Figuren entwickeln ließen.

Bereits der Anfang war sehr turbulent und manchmal blitzte auch wieder das auf, was ich bei den ersten Bänden so liebte, vor allem, wenn Hayame ihre rabiate Seite herausließ, was mich zum Lachen und Grinsen brachte. Zwar war der Anlass nicht lustig, aber ich fand es dennoch zu herrlich. Die Geschichte besaß viele Handlungsstränge und wechselte oft den Schauplatz, was nicht immer passte, aber unterhaltsam war, da auch mal wieder Mahiro und Koga ins Rampenlicht rückten. Ihre Liebesgeschichte blieb turbulent und ich fand es interessant, was das Mädchen mal wieder alles für Geld tat, auch wenn es eher zwielichtig wirkte. Mir tat Koga etwas Leid und finde, dass er definitiv ein Happy End verdient hat. Die Romanze von Issei und Hayame blieb etwas im Hintergrund, aber die beiden waren zu niedlich.

Die Verzweigungen, die die Figuren miteinander verbanden, waren interessant und boten immer wieder neue Überraschungen. Gerade das Ende schlug solche Haken, dass mir leicht schwindelig wurde, aber ich fand es einfach zu herrlich. Es machte Spaß und es tauchte wieder eine Figur auf, mit der ich nicht mehr gerechnet hätte. Ihren Auftritt fand ich zunächst etwas schräg und ich machte mir Sorgen um sie, aber die Wendungen waren super und fesselten. Mein Highlight ist aber der Bonus, der so herrlich drüber war und Spaß machte.

Der Zeichestil gefiel mir wieder richtig gut. Zwar ist er etwas einfacher gehalten worden, aber irgendwie mochte ich das aber auch sehr gerne, zumal die Emotionen und Gesichtsausdrücke so auch besser rüberkamen. Ich mochte es sehr gerne, wie übertrieben es teilweise wirkte, das passte gut rein. Vor allem bei einer Szene konnte ich nicht mehr vor lachen, weil es zu wild war.

Fazit:
Man merkt, dass es langsam auf das Ende zugeht und dieser Band wirkte an einigen Stellen zu chaotisch, aber es machte Spaß und gerade das Ende war so herrlich drüber, sodass es einiges ausgleichte. Die Beziehung zwischen Hayame und Issei geriet leicht in den Hintergrund, was ich etwas schade fand, aber dennoch waren ihre Entwicklungen interessant. Es gab ein Wiedersehen mit einer Figur, das sehr spannend war und richtig schräg, aber das echt Spaß machte.

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2025

Schatten der Vergangenheit

Verlockung des Mondes
0

In seiner Jugend erlebte Uilleam ein Trauma, das er nie überwand, aber tief in sich begrub, bis es nach den den Erlebnissen auf der Insel wieder voll ausbricht. Eigentlich sehnt er sich nur nach dem Tod, ...

In seiner Jugend erlebte Uilleam ein Trauma, das er nie überwand, aber tief in sich begrub, bis es nach den den Erlebnissen auf der Insel wieder voll ausbricht. Eigentlich sehnt er sich nur nach dem Tod, doch als er der jungen Chloe begegnet, die als Sklavin verkauft werden soll, erkennt er in ihr seine Gefährtin und eine Leidenschaft in sich, die er längst für verloren glaubte. Doch zwischen den beiden gibt es Dinge, die ihre Zukunft zerstören könnten.

Meine Meinung:
Diesen Band hielt ich nicht in guter Erinnerung und er war für mich eines der wenigen Bücher von Cole, die ich nicht wirklich mochte. Ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass es mir zu langatmig war und zu viel Drama enthielt. Daher war ich bei diesem re-read sehr gespannt, wie es mir nun gefallen würde, hatte aber wenig Lust darauf. Und so startete die Geschichte auch nicht gut für mich. Die vielen Wechsel in der Handlung waren nicht meins und ich mochte die beiden Hauptfiguren nicht sehr, vor allem Uilleam, der auch nur Will genannt wurde, war mir wenig sympathisch. Allerdings änderte sich dies für mich, als sich die Handlung mehr setzte, tiefgründiger wurde und den Figuren Raum zum Atmen ließ. Denn dann wurde es richtig gut und ich fieberte mit dem Paar mit, das es definitiv nicht leicht hatte und dem einige Bürden im Weg standen.

Die Geschichte ließ sich zunächst etwas holprig lesen, weil Cole sehr viel zwischen den Zeiten und den Handlungssträngen hin und her sprang, was es für mich schwierig machte, reinzufinden. Das änderte sich auch danach nicht und ein Ereignis jagte das nächste. Zwar wurde es so nicht langweilig, aber mir machte es nicht viel Spaß. Dennoch hatte es auch etwas und Chloe entpuppte sich als eine sehr starke Protagonistin, die Will nicht nur die Stirn bot, sondern ihm auch die Liviten las, was der Mann bitter nötig hatte. Durch die Folter auf der Insel hatte er es nicht leicht, wurde von Albträumen, Sinnestäuschungen und Flashbacks gequält, die auch seine bittere Vergangenheit wieder ans Licht brachte, aber sein Verhalten war mitunter sehr grenzwertig und heftig, auch wenn ich ihn durchaus verstand. Chloe tat ihm zunächst sehr gut, bis das erste große Geheimnis gelüftet wurde und er sich wirklich mies verhielt. Ich fand es interessant, wie sehr sich Will und Chloe von den anderen Charakteren in der Reihe unterschieden. Zunächst hielt ich Chloe für diese typisch starke Frau, die sich nichts sagen ließ, aber dann blitzte eine Verletzlichkeit auf, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Das Chaos ihrer Gefühle, gerade was ihren Vater und Will anging, war sehr greifbar und ich konnte ihre Wut und Enttäuschung verstehen, aber auch die Vorurteile von Will, den sein Trauma wieder quälte und ihn gegen seine Natur handeln ließ. Der Selbsthass, die Ängste und seine Schwierigkeiten, mit der Vergangenheit abzuschließen gingen mir teilweise unter die Haut und eigentlich schien ein Happy End für die beiden unmöglich. Der Wandel der Figuren war daher sehr interessant und spannend und mir gefiel es, dass es langsam vonstatten ging, anstatt abrupt.

Die Stärke der Geschichte lag nicht in der Spannung oder der Rahmenhandlung, da relativ wenig passierte und sich meist auf einen Handlungsort konzentriert wurde, aber die Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen war klasse. Die Autorin konzentrierte sich stark auf die Emotionen, den Schmerz und das Misstrauen zwischen Will und Chloe und das war teilweise sehr schmerzhaft und ich stand mal auf der einen oder anderen Seite, weil ich beide verstehen konnte und so hoffte, dass sie trotz allem zueinander fanden. Das Finale geriet auch rech spannungsarm, fesselte aber gerade wegen den Entscheidungen, die die Protagonisten treffen mussten und das Bonuskapitel machte richtig Lust auf den Band mit Wills Zwilling Munro, den ich im Laufe des Geschehens sehr gern mochte. Die Zwillinge hatten ein starkes Band und es war interessant, wie unterschiedlich Will und Munro waren und doch so viele Gemeinsamkeiten besaßen.

Mit dem Schreibstil musste ich dieses Mal ein wenig warm werden, da mir die vielen Wechsel am Anfang nicht so zusagten, aber ich war dennoch relativ schnell wieder drin und hatte meinen Spaß damit. Cole schaffte es, eine tolle Tiefe miteinzubauen, ohne diesen gewissen Witz zu vernachlässigen und hielt sich zum Glück mit großen Dramen zurück, bzw. dick aufzutragen. Die Entscheidungen und Handlungen der Charaktere wirkten authentisch und ich fieberte mit ihnen mit.

Fazit:
Dieser Band konnte ich im Gegensatz zum letzten Mal echt positiv überraschen und ich finde es prima, das es mir nun mehr Spaß machte. Zwar war der Anfang aufgrund der vielen Wechsel nicht so meins, wobei die Szene mit Nix´ Fahrkünsten mich schon zum Lachen brachte, aber erst nachdem sich die Handlung etwas setzte und dem Drama rund um Will und Chloe Zeit zum Entwickeln ließ, konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten. Mir gefiel es, dass es sich hauptsächlich auf das Paar, ihre Trauma und ihre Beziehung konzentrierte und wenig Action enthielt, was ich als sehr erfrischend empfand.

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere