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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2023

Die versprochene Gänsehaut blieb leider aus

Das Sanatorium
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Die zurzeit freigestellte Kommissarin Elin Warner reist mit ihrem Lebensgefährten in das Luxus Hotel Le Sommet in die Schweizer Alpen um die Verlobung ihres Bruders Isaac zu feiern. Doch kurz nach der ...

Die zurzeit freigestellte Kommissarin Elin Warner reist mit ihrem Lebensgefährten in das Luxus Hotel Le Sommet in die Schweizer Alpen um die Verlobung ihres Bruders Isaac zu feiern. Doch kurz nach der Ankunft verschwindet Isaacs Verlobte. Als ein gewaltiger Schneesturm tobt, werden sie von der Außenwelt abgeschnitten. Schon bald wird die erste Leiche gefunden und Elin ist mit ihren Ermittlungen auf sich allein gestellt.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die Story ist mit relativ kurzen Kapiteln gut zu lesen.
Trotz der unheimlichen und düsteren Vergangenheit des Hotels blieb leider die versprochene Gänsehaut aus. Statt die Morde in den Vordergrund zu stellen, hatte ich das Gefühl, dass Elins traumatische Vergangenheit mehr im Focus steht. Auch ihre Beziehung zu Will, wird ehr kalt und gefühllos dargestellt. Vielleicht war das ja Absicht der Autorin um Elins Gemütsverfassung besser zu erklären, trotzdem ist mir ihr Charakter zu egoistisch und naiv und mir nicht wirklich symphytisch. Zu den anderen Charakteren habe ich auch nicht wirklich Zugang gefunden, sie bleiben mir zu blass.
Manche Handlungen und Story Passagen waren sehr konstruiert und nicht nachvollziehbar. So wurde der Schneesturm, der bereits als Horrorszenario dargestellt wird, gefühlt auf jeder 2. Seite nochmal und nochmal schlimmer, dies hat mich irgendwann nur noch genervt.
Gefehlt haben mir auch intensivere Informationen zum damaligen Sanatorium, schade aber dieser hochgelobte Thriller hat mir leider nicht gefallen. Deshalb von mir nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Ein Zug voller Killer

Bullet Train
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Schauplatz ist der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen auf dem Weg von Tokio nach Morioka. Fünf Killer treffen aufeinander, alle mit unterschiedlichen Missionen. Im Mittelpunkt eine Geisel und ein Koffer ...

Schauplatz ist der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen auf dem Weg von Tokio nach Morioka. Fünf Killer treffen aufeinander, alle mit unterschiedlichen Missionen. Im Mittelpunkt eine Geisel und ein Koffer voll Geld. Die Geisel stirbt auf mysteriöse Art, der Koffer verschwindet und alles endet im Chaos.
Der Klappentext hat mich neugierig auf diesen Thriller gemacht, doch leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt. Die Story startet interessant und der leicht zu lesende Schreibstil hat mich auch gleich gefesselt, doch nach und nach haben mich die albernen Dialoge einfach nur noch genervt.
Erzählt wird diese skurrile Geschichte aus ständig wechselnden Perspektiven, was eigentlich ein Garant für hohes Tempo und spannende Szenen ist, allerdings habe ich darauf vergebens gewartet. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich beschrieben, aber ein richtiges Bild von jedem einzelnen wollte sich bei mir nicht einstellen.
Wer gerne skurrile Handlungen und schwarzem Humor mag, dem gefällt diese abgedrehte Geschichte bestimmt. Mein Geschmack war dies leider nicht. 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2022

Mord mit Ankündigung

Stille blutet
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Bei einer Live-Schaltung im Fernsehen verliest die aufstrebende Nachrichtensprecherin Nadine Just ihren eigenen Tod. Zwei Stunden später ist sie tot. Ihr Ex-Freund Tibor Glaser gerät schnell in den Fokus ...

Bei einer Live-Schaltung im Fernsehen verliest die aufstrebende Nachrichtensprecherin Nadine Just ihren eigenen Tod. Zwei Stunden später ist sie tot. Ihr Ex-Freund Tibor Glaser gerät schnell in den Fokus der Polizei, denn auch bei weiteren Morden scheint er seine Finger im Spiel gehabt zu haben. Doch er beteuert immer wieder seine Unschuld.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und die Story beginnt auch sehr spannend, allerding verlief die Handlung im Mittelteil sehr zäh und für einen Thriller fehlte mir auch die Spannung.
Die Ermittlerin Fina wirkt teilweise sehr unsicher und meint sich als Frau in ihrem Beruf immer wieder aufs Neue behaupten zu müssen. Dies ist sicherlich eine gute Voraussetzung um diesen Charakter in der Fortsetzung dieser Reihe wachsen zu lassen. Ihr Kollege Oliver wird als absoluter Kotzbrocken dargestellt. Sein Verhalten fand ich etwas überzeichnet, es hat mich irgendwann nur noch genervt.
In diesem Thriller ist die vierte Gewalt, die öffentlichen Medien sehr präsent. Diese befeuert immer wieder die Shitstorms in den sozialen Medien. Damit hat die Autorin zwar ein aktuelles Thema aufgegriffen, nur habe ich dies bereits des Öfteren in anderen Büchern gelesen.
Schade, eigentlich lese ich die Thriller von Ursula Poznanski sehr gern, allerdings hat mich dieser so gar nicht gecatcht. Nicht nur dass die Opfer extrem unsympathisch gezeichnet wurden, war mir der Hauptprotagonist einfach zu naiv und bei einigen seiner Handlungen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Schade, das war nichts

Die Leiche am Deich
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In einem Dorf an der Nordsee treffen sich die Dorfbewohner in der Kneipe "Kroop" zum selbstgebrauten Tüddelbräu-Bier. Eine weibliche Leiche wird am Strand gefunden und die Polizistin Wiebke Felber, Tochter ...

In einem Dorf an der Nordsee treffen sich die Dorfbewohner in der Kneipe "Kroop" zum selbstgebrauten Tüddelbräu-Bier. Eine weibliche Leiche wird am Strand gefunden und die Polizistin Wiebke Felber, Tochter der Bierbrauerin Gesine, beginnt mit den Ermittlungen. Bei der Toten handelt es sich um die Ehefrau des Bauern Burmeister, der sich durch den geplanten Ausbau seiner Milchwirtschaft keine Freunde gemacht hat.
Der Krimi wurde sehr mit viel Lokalkolorit erzählt. Die unterschiedlichen Charaktere in der Dorfgemeinschaft ließen mich beim Lesen das ein oder andere Mal schmunzeln. Jedoch war die ganze Story sehr Bier lastig und die Friesenbrauerin Gesine ging mir mit ihrer aufdringlichen Art sehr schnell auf den Nerv. Überall musste sie ihre Nase hineinstecken und wie sie sich ständig in die Arbeit ihrer Tochter Wiebke einmischte, fand ich sehr schnell unglaubwürdig.
Die Handlung war zwar clever aufgebaut, trotzdem hatte ich mir hier etwas anderes vorgestellt, echtes Krimifeeling hat mir gefehlt. Von mir 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.01.2022

Anders als erwartet

Der Gräber
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Seit fünf Jahren wählt sich ein Serienmörder in der Nacht zum 6. November in den Göteborger Villenvierteln ein Opfer aus. Er gräbt sich durch die ERde und gelangt durch den Kellerfußboden ins Haus. Die ...

Seit fünf Jahren wählt sich ein Serienmörder in der Nacht zum 6. November in den Göteborger Villenvierteln ein Opfer aus. Er gräbt sich durch die ERde und gelangt durch den Kellerfußboden ins Haus. Die Polizei ist völlig ratlos, denn nirgends finden sie verwertbare Spuren. Bis plötzlich bei einem Verlag ein erdverkrustetes Manuskript auftaucht, dessen Inhalt die Morde beschreibt.

Aus wechselnden Sichtweiten wird die Story anfangs spannend erzählt, doch im weiteren Verlauf war sie in weiten Teilen leider ohne Tiefgang. So konnte mich der Schreibstil nicht besonders fesseln und gerade im Mittelteil war das Ganze farblos und langweilig. Die Spannung stieg erst im letzten Viertel wieder an, wobei die Handlung sehr vorhersehbar war.

Die Charaktere blieben in meinen Augen eher blass. Besonders die Lektorin Annika Granlund war mir nicht sonderlich symphatisch. Von den Ermittlern hätte ich mehr erwartet, sie standen dem ganzen Fall hilflos gegenüber.

Die Idee für den Plot war nicht schlecht, allerdings fand ich den Versuch des Autors hier Horror- bzw. Mystery-Elemente zu verarbeiten nicht besonders passend. Auch das Ende war mir zu unlogisch. Schade ich hatte mir von der Geschichte mehr erhofft.

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