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Veröffentlicht am 20.06.2017

Rezepte für aktive Sportler, die schlank bleiben wollen

Das Women's Health Kochbuch
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Klappentext: "Schlemm Dich schlank! Diät war gestern!"

Das Kochbuch bietet nach einer Einführung, besonders zu den modernen, nicht regionalen Superfoods und Zutaten anderer Küchen ( z.B. Tofu, Acai-Pulver,Tempeh, ...

Klappentext: "Schlemm Dich schlank! Diät war gestern!"

Das Kochbuch bietet nach einer Einführung, besonders zu den modernen, nicht regionalen Superfoods und Zutaten anderer Küchen ( z.B. Tofu, Acai-Pulver,Tempeh, Kokosöl, Nussmus, Hefeflocken, Currypasten, Glasnudeln, Wasserkastanien)und einer Kurzeinführung in die Grundausstattung einer Küche ( beschichtete Pfanne, zwei Töpfe, scharfe Messer, Standmixer, Küchenmaschine, Spiralschneider) einen großen Rezeptteil mit über 120 Rezepten,
unterteilt in die Kapitel „Frühstück“, „Genießer-Frühstück“, „Lunchbox de Luxe“, „Picknick und Fingerfood“, Muskelfood“, „Auftanken“, „Quick & easy“, leicht & lecker“, „Detox Days“, „Frei von...“, „Schlemmer-Gerichte“ und „Sweets for my sweet“. Zu einem Teil der Rezepte gibt es ein Foto der zubereiteten Speise, was ich persönlich immer sehr zu schätzen weiß und in diesem Buch bei den meisten Rezepten vermisse. Die Anleitungen sind allesamt gut verständlich und leicht nachzukochen. Die Auswahl der Rezepte finde ich abwechslungsreich und ansprechend, aber nicht so wirklich neue oder aufregende habe ich nicht allzu viele finden können. Es finden sich Rezepte, wie z.B. Zucchininudeln mit Tomaten, Champions und Mandelsauce bei der eine Portion 446 cal. beinhaltet, was ich für ein Gemüsenudelrezept sehr viel finde – oder Rote-Beete-Suppe mit Walnüssen mit 357cal oder Käsespätzle mit 940 cal oder Kichererbsenburger mit scharfe Mayo mit 615 cal.

Mir war schon bewußt, dass in diesem Buch von klapperdürren Modells Abstand genommen wird und Sport sowie dafür energiespendende Nahrung wesentlich höher bewertet werden, und dennoch hatte ich eher kalorienreduzierte, ausgewogene und schmackhafte Rezepte erwartet, die mir trotzdem nicht das Gefühl von Diät vermitteln. Ich möchte nicht schlank bleiben, sondern werden ohne dabei, schon allein wegen hochkalorischer Mahlzeiten Hochleistungssport betreiben zu müssen. Irgendwie hatte ich dem Zusatz auf der Rückseite „Denn eine sportliche Frau braucht Energie. Um Hochleistungssport zu vollbringen – sei es im Job oder beim Sport.“ zu wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Möglicherweise läßt die Beschreibung auf der Buchrückseite „ Schlemm Dich schlank! Diät war gestern!“ falsche Erwartungen aufkommen; der Untertitel des Buches bringt es vielmehr auf den Punkt „ „Traumbody-Rezepte: Lecker essen und trotzdem schlank bleiben“. In der Einführung wird erläutert, dass man mit einem Kaloriendefizit von 500 cal. pro Tag und reichlich Sport am besten abnimmt.

Ich muß gestehen, dass der Fehler bei mir liegt, denn die ober aufgeführten Zitate stehen, nun, da ich das Buch gelesen und einzelne Rezepte ausprobiert habe, eindeutig im Widerspruch zu meinen Erwartungen. - und ich frage mich schon, welche durchtrainierten Sportler mit Traumbody brauchen Rezepte zum Schlankbleiben bei gleichzeitigem ausgiebigen Training. Beschämt muß ich feststellen, dass ich offensichtlich nicht zur Zielgruppe gehöre ...., das Buch aber schon das vermittelt, was es verspicht.

Fazit: hauptsächlich Kochbuch für aktive Leistungssportler, die ihren schlanken Traumbody behalten wollen

Veröffentlicht am 01.06.2017

nicht der grosse Abnehmerfolg, aber das Interesse an Süßem ist weg

Low Carb typgerecht
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Die Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin der Online-Plattform „Foodpunk“ Maria Lommel erläutert zunächstim Kapitel Foodwissen Grundlagen und Wirkungen der Ernährung. Hierbei beeindruckt das knapp ...

Die Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin der Online-Plattform „Foodpunk“ Maria Lommel erläutert zunächstim Kapitel Foodwissen Grundlagen und Wirkungen der Ernährung. Hierbei beeindruckt das knapp zusammengefaßte Wissen, welches Zusammenhänge darstellt, die zum Teil ganz neu beleuchtet werden.
Es folgt ein kurzer Selbsttest, dem man entnehmen kann, welcher Abnehmtyp dieses Programms man ist. Genaugenommen bestimmt die Anzahl an abzunehmenden Kilos maßgeblich den entsprechenden Typ, der sich hauptsächlich darin unterscheidet, wieviele Wochen man sich in der Phase 1 befindet.
Das Programm verläuft in drei Phasen:
Phase 1: Boost your Brain, bedeutet Ultra-Low-Carb mit 30g Kohlenhydraten / Tag
Phase 2: Burn your Fat mit 50g Kohlenhydraten / Tag
Phase 3: Eat Clean, ideal um zwischen Phase 1 und 2 immer mal wieder die Speicher etwas aufzufüllen.
Ein genauer Plan für die die 3 Mahlzeiten in jeder der 3 Phasen folgt. Um eine grobe Vorstellung dieser Mahlzeiten aufzuzeigen, hier das Beispiel für das Frühstück in Phase 1:

150 g grünes Gemüse oder 50g Beeren
- 2 Eier oder 15g Proteinpulver oder 125 griech. Joghurt oder 75g Sahnequark oder 50g Geflügel/Fleisch/Fisch
- 100g Kokosmilch oder 80g Avocado oder 20g Kokosöl/MCT-Öl/Butter oder 25g Nüsse
Das sind pro Portion 6g KH, 16g Ew, 20g Fett.

Mittags und abends gibt es die doppelte Menge.

Danach folgen insgesamt 70 Rezepte für die drei Tagesmahlzeiten, jeweils nach Phase geordnetund zum Schluß Rezepte für Desserts. Immer wieder wird im Buch auf die Internetseite verwiesen, z.B. weil man dort weitere Rezepte finden würde oder sich einen persönlichen Plan erstellen lassen könne. Erstaunt war ich, als ich dort las, dass dies alles mit Zusatzkosten verbunden ist; soviel Werbung für eigene weitere Produkte hätte ich nicht erwartet. Jedoch reichen die Rezepte im Buch aus, um mit dem Programm zu beginnen, einen Eindruck zu erhalten und mit dem genauen Plan für die Mahlzeiten in den einzelnen Phasen kann man sich die Mahlzeiten auch einfach selber zusammenstellen.

Ich gehöre zu dem Low-Carb-Typ, der sich schon etwas länger nach den Grundsätzen der Phase 1 ernähren sollte um einen schnellen Abnehmstart hinzulegen. Sehr motiviert habe ich das Programm begonnen, alles abgewogen und mich ganz genau an die Anweisungen gehalten. Ich war ganz begeistert, als ich in der ersten Woche 2 kg abgenommen habe. In den zwölf Tagen danach in Phase 1 hat sich mein Gewicht nicht wirklich verändert, was ich sehr enttäuschend fand. Letztendlich habe ich mich dann zum Abbruch dieses Programms entschieden, weil ich bei derart starken Einschränkungen auch ein Ergenis sehen möchte.

Ich glaube, dass dieses Programm ein guter Einstieg sein kann; für mich war es eher eine kurze, aber doch erfolgreiche Erfahrung, denn ich habe seitdem noch keinerlei Heißhunger oder Griff nach Süßem gehabt. Wahrscheinlich werde ich mit etwas Abstand noch einen zweiten Versuch starten, mal sehen...

Veröffentlicht am 26.05.2017

Antworten auf die häufigsten Fragen

Vegan! Ist das ansteckend?
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Rüdiger Dahlke hat in diesem 131 Seiten starken Buch, unterteilt in verschiedene Kapitel, die häufigsten Fragen zur veganen Ernährung beantwortet, z.B. zu befürchteten Mangelerscheinungen, Schwangerschaft, ...

Rüdiger Dahlke hat in diesem 131 Seiten starken Buch, unterteilt in verschiedene Kapitel, die häufigsten Fragen zur veganen Ernährung beantwortet, z.B. zu befürchteten Mangelerscheinungen, Schwangerschaft, Kinderernährung, heilene Wirkung bei diversen Krankheiten und auch zum respektvollen Umgang mit Nichtveganern. Erwähnenswert finde ich dabei die Erkenntnis und Warnung an Bekehrer, dass sie dabei nicht radikal vorgehen sollen. Überrascht haben mich dann allerdings seine Schilderungen darüber, wie er im Bekanntenkreis oder Restaurants meinem Empfinden nach genau dieses nicht selber beherzigt.

In den Antworten finden sich neben geäußertem Fachwissen auch Schilderungen persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse sowie Querverweise und Werbung für jede Menge seiner Bücher und sein Angebot an einwöchigen Fastenkursen. Zum Ende des Buches gibt es auch noch eine seitenlange Zusammenfassung von weiteren „Veröffentlichungen und Co. Von Ruediger Dahlke (Auswahl)“ , platzsparend im Fließtext abgedruckt. Mir ist das etwas zu viel der Eigenwerbung, aber wahrscheinlich wird es viele Leser ansprechen – muß man wohl als Chance für beide Seiten sehen....

Insgesamt werden die aufgeführten Fragen gut verständlich beantwortet, gleichermassen interessant für Neueinsteiger und Praktizierende, die umfangreicher Überzeugungsarbeit leisten wollen und gut vorformulierte Antworten suchen.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Ganz gut, besonders wenn man etwas kreativ wird

Superkuchen! 90 % Frucht - 10 % Teig
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Melanie Martin hat Rezepte für süße und herzhafte Kuchen in diesem Buch zusammengetragen. Allen gemeinsam ist, dass sie aus 90% dünn gehobeltem Obst/Gemüse und nur 10% Teig bestehen, welcher dünnflüssig ...

Melanie Martin hat Rezepte für süße und herzhafte Kuchen in diesem Buch zusammengetragen. Allen gemeinsam ist, dass sie aus 90% dünn gehobeltem Obst/Gemüse und nur 10% Teig bestehen, welcher dünnflüssig ist, ähnlich wie Pfannkuchenteig. Dieser Teig unterscheidet sich nur geringfügig in seinen beiden Varianten. Manchmal kommt es Vanille in den Teig, manchmal ein wenig Haselnüsse oder eine Spur von Schokolade als Deko obenauf.
Die Rezpte sind für Backformen mit c. 20cm Durchmesser oder Kantenlänge berechnet und der Text weicht in jedem Rezept nur in den Zeilen ab, in denen das verwendete Obst ausgetauscht wurde. Mir hätte es gereicht, das Teigrezept nur einmal im Buch zu haben und nicht auf jeden zweiten Seite erneut; stattdessen hätte ich mich über Nährwertangaben gefreut. Zu jedem Rezept gibt es ein ganzseitiges Foto, das den fertigen Kuchen zeigt.

Ich muß gestehen, dass die ersten Backversuche der Rezepte mich nicht vollkommen begeistern konnten. Die angegebene Backzeit muss verlängert werden ( beim Apfelkuchen ca. 20 Minuten) und den ewig fast gleichen Teig fand ich ziemlich langweilig. Nach einiger Zeit habe ich dann einen zweiten Anlauf genommen und die Teige kreativ aufgepeppt, die süßen z.B. mit Amaretto oder Mandelsplittern. Wesentlich besser als die süßen Kuchen haben mir die herzhaften gefallen, da man hier durch verschiedene Kräuter und Gewürze viel aufregendere Kreationen zaubern kann.

Die Idee, nur 10% Teig zu nutzen gefällt mir; allerdings weicht das Ergebnis schon von dem, was man sich unter Kuchen vorstellt ab, erinnert eher an Pudding, der im Wasserbad gebacken wird. Wir werden sicher noch weitere dieser Superkuchen, allerdings aufgepeppt, ausprobieren.

Veröffentlicht am 22.04.2017

poetisch erzählt, aber nicht ganz überzeugend

Mit jedem Jahr
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Simon van Booy erzählt in seinem Roman „Mit jedem Jahr“ die Geschichte von Harvey, die als kleines Mädchen ihre Eltern durch einen Verkehrsunfall verloren hat und nach einiger Überzeugungsarbeit durch ...

Simon van Booy erzählt in seinem Roman „Mit jedem Jahr“ die Geschichte von Harvey, die als kleines Mädchen ihre Eltern durch einen Verkehrsunfall verloren hat und nach einiger Überzeugungsarbeit durch Wanda, einer Mitarbeiterin des Sozialamtes, von ihrem Onkel Jason aufgenommen wurde. Jason hatte sein Leben nicht gerade auf der Sonnenseite verbracht, hatte wegen Körperverletzung im Gefängnis gesessen, Probleme mit Drogen und Alkohol und den Kontakt zu seinem Bruder sowie seiner Familie abgebrochen.

Nun, nach zwanzig Jahren lebt Harvey in Paris, erhält Besuch von ihrem Dad, dem sie ein Paket mit Vatertagsgeschenken gepackt hat. An jedem Tag seines Besuches darf er eines davon öffnen, dass ihn an ein eigenes Kindheitserlebnis oder ein gemeinsames mit Harvey erinnert und auf diese Weise erfährt der Leser nun auch, welche einschneidenden Erlebnisse Jason geprägt hat und dem Umgang mit seiner Familie im Weg stand.

Mit jedem Jahr, das Harvey und Jason miteinander verbringen, wächst ihre Liebe zueinander und letztendlich wird er zu Harveys Dad.


Dieser Roman war der zweite, den ich von Simon Van Booy gelesen habe; "Die Illusion des Getrenntseins" erzählte davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind, daß andere, scheinbar Fremde, uns näher stehen als wir annehmen. Mich hatte der feine, poetische Schreibstil, der soviel Wahrheit und Besinnliches enthielt, zutiefst beeindruckt – und so war ich auf den neuen Roman äußerst gespannt.
Auch in „Mit jedem Jahr“ werden verschiedene Handlungen poetisch zusammengeführt und Hintergründe beleuchtet. Ganz bezaubernd wird die Entwicklung der Vater-Tochter-Beziehung erzählt, bei der sich beide gegenseitig Halt geben, stärken, beschützen, schätzen und lieben.
Obwohl die Geschichte sehr einfühlsam erzählt wird, konnte sie mich nicht ganz so sehr begeistern wie „Die Illusion des Getrenntseins“; zum einen war die Schlusspointe schon lange vorausschaubar und mir ein wenig zu glatt, zum anderen fehlte mir die Vielschichtigkeit und das Nachwirken der Erkenntnisse, was mich beim ersten Roman so beeindruckt hatte. Ich möchte die beiden Romane gar nicht gegeneinander aufwiegen, muss für mich aber doch feststellen, dass ich diesen etwas schwächer finde.