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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2019

Milieustudie aus der Nachkriegszeit

Menschen neben dem Leben
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Von Ulrich Alexander Boschwitz habe ich bereits sein Buch „Der Reisende“ gelesen und fand es aussergewöhnlich gut. Ulrich Alexander Boschwitz verbinden hier in seinem Debüt verschiedene Biographien zusammen ...

Von Ulrich Alexander Boschwitz habe ich bereits sein Buch „Der Reisende“ gelesen und fand es aussergewöhnlich gut. Ulrich Alexander Boschwitz verbinden hier in seinem Debüt verschiedene Biographien zusammen mit eine aussgesprochen gekonnten Schreibstil, der die kleinen Leute der 20er Jahre zu Wort kommen lässt.
Verschiedene Charaktere, alle mitsamt vom Leben enttäuscht, versuchen die Protagonisten zu überleben. Andere sind jahrelang arbeitslos, andere haben ihre Hälfte beim Krieg verloren, haben vom Leben resigiert, suchen nach illegalen Wegen um ein besseres Morgen zu ergattern oder sich phychisch nicht mehr stabil. Und all diese treffen sich an den Abenden im „ Fröhlichen Waidmann“ wieder, wo sie mit viel Alkohol zu vergessen versuchen, dass das Kämpfen ums tägliche Überleben eine schwierige Aufgabe ist.
Eine Milieustudie aus der Nachkriegszeit, eindrucksvoll geschildert. Zu Recht wird der Autor mit großen Namen wie Kästner, Keun und Fallada verglichen. Volle Punktzahl von mir.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Gelungener Thriller

R.I.P.
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Ich hatte bereits die Vorgängerbände DNA und SOG aus der Reihe gelesen, man kann dieses Buch aber auch problemlos lesen, ohne die Vorgänger vorher gelesen zu haben. Der Schreibstil der Autorin ist wie ...

Ich hatte bereits die Vorgängerbände DNA und SOG aus der Reihe gelesen, man kann dieses Buch aber auch problemlos lesen, ohne die Vorgänger vorher gelesen zu haben. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer mitreißend und spannend und die zwischenmenschliche Beziehungen zwischen den Protagonisten stehen neben dem Fall an erster Stelle. Die 16jährige Stella Hardardottir wird Opfer eines Verbrechens und wird in einem Kino ermordet. Der Killer posted kurz danach Snapchats an ihre Follower. Kommissar Huldar und sein Team ermitteln mit Hilfe der Psychologin Freyja als ein weiterer Mord passiert und die Zeit wertvoll wird um den Täter zu fassen. Gleichzeitig erfahren wir einiges von der Beziehung zwischen Huldar und Freyjas, die immer noch distanziert ist aber mit einigen Fortschritten.
Der Inhalt hat mich manchmal auch an ein Buch aus der Chris Carter Serie erinnert, dort gab es auch einen Mörder der gemobbt wurde und sich an seine Opfer rächte.
Yrsa Sigurdardóttir versteht jedoch ihr Handwerk und schafft es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Volle Leseempfehlung!!

Veröffentlicht am 27.08.2019

Neue gelungene Krimireihe

Die Stille des Todes
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In Vitoria, der Hauptstadt des Baskenlandes werden während der Restaurationsarbeiten der alten Kathedrale zwei Leichen, die einer jungen Frau und eines Mannes entdeckt, die an den Doppelmorden erinnert, ...

In Vitoria, der Hauptstadt des Baskenlandes werden während der Restaurationsarbeiten der alten Kathedrale zwei Leichen, die einer jungen Frau und eines Mannes entdeckt, die an den Doppelmorden erinnert, wie bei einer Serie von Ritualmorden vor zwanzig Jahren. Die Hände der Opfer sind an der Wange des anderen gelegt sowie der Serientäter damals seine Morde platzierte. Doch der wurde vor Jahren gefasst und sitzt seine Strafe noch immer im Gefängnis ab. Handelt es sich um einen Nachahmer oder sitzt der Falsche im Gefängnis?
Profiler Unai López de Ayala übernimmt die Ermittlungen gemeinsam mit seiner Kollegin Inspectora Estibaliz.
Eine spannender Geschichte, gut durchdacht und entwickelt, mit interessanten Protagonisten und einer lebendigen Sprache. Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.08.2022

Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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Von bibliofreund
Dieses Buch ist eine intensive, packende Abenteuer- und Überlebensgeschichte, die anfangs ein wenig skurill klingt, vor allem vom Klappentext, jedoch durch den flüssigen Schreibstil im ...

Von bibliofreund
Dieses Buch ist eine intensive, packende Abenteuer- und Überlebensgeschichte, die anfangs ein wenig skurill klingt, vor allem vom Klappentext, jedoch durch den flüssigen Schreibstil im Nachhinein überzeugt. Ein atmosphärischer Thriller, der mich in die furchterregende, schaurige Umgebung des Mount Manaslu, des achtthöchsten Berges der Welt, versetzte. Dieser befindet sich im Himalaya und ist von Nepal aus zu erreichen. Die Journalistin Cecily Wong, begibt sich in eine großes Abenteuer diesen Berg zu besteigen um endlich einen Karrieresprung zu erreichen, von dem sich bislang geträumt hat. Denn sie wurde von dem bekannten Bergsteiger Charles McVeigh eingeladen, ihn bei seinem Aufstieg zum Gipfel des Manaslu zu begleiten. Er ist berühmt für seine Rekorde im Bergsteigen und seine heldenhaften Rettungsaktionen. Dies wird seine letzte Besteigung von acht Bergen über 8.000 Metern innerhalb eines Jahres sein, um einen Weltrekord aufzustellen. Außerdem will er ohne Sauerstoff und Seile klettern. Doch ist der Preis dafür nicht etwas hoch?
Als der Aufstieg beginnt merkt sie, dass es vielleicht soch nicht so einfach war wie gedacht. Obwohl die einheimischen, sehr erfahrenen Sherpa-Führer voraus gehen um den Bergsteigern Hilfe und Sicherheit zu bieten ist dies schon ein sehr gefährliches Vorkommen. Je weiter man in die Todeszone vordringt, desto stickiger wird die Luft.
Charles hat Cecily ein Interview versprochen, aber erst, nachdem sie den Gipfel als Teil seines Teams erreicht hat. Cecily ist das am wenigsten erfahrene Mitglied seines Teams, das aus sechs Personen und vier Sherpa-Führern besteht. Sie weiß, dass ein Interview mit Charles eine einmalige Gelegenheit ist aber hat sie sich durch ihrem Leichtsinn in etwas hineinversetzen lassen wovor sie nun in unmittelbarer Gefahr geraten könnte?
Dennoch ist sie ist entschlossen, ihre Angst zu überwinden und es bis zum Gipfel zu schaffen. Aber es kommt schlimmer als sie gedacht hat. Wichtige Vorräte werden nämlich beschädigt oder gestohlen und es ist schnell klar, dass jemand nicht will, dass Charles' Team bei seinen Bemühungen Erfolg hat. Ein anderes Team in der Nähe stößt ebenfalls auf Hindernisse, die ihm den Weg zum Gipfel versperren. Dann beginnen Mitglieder der Gruppe zu sterben. Cecily sieht ein, dass wenn sie das Motiv hinter den Todesfällen und die Identität des Mörders herausfinden kann, wird dies einen weiteren großen Sprung in ihrer Karriere bedeuten. Es sei denn, sie ist das nöchste Opfer...
Der Schauplatz war fesselnd und sehr lebendig beschrieben, und man konnte die feindliche Umgebung spüren. Einige der Aspekte des Bergsteigens konnte ich mir nur schwer vorstellen. Sehr empfehlenswert für Leser, die eine fesselnde Abenteuer- und Überlebensgeschichte kombiniert mit einem Krimi mögen. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint.

Veröffentlicht am 06.08.2022

Diesmal actionreicher

Keeper of the Lost Cities – Die Flut (Keeper of the Lost Cities 6)
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In sechsten Band der beliebten Teenager Reihe spitzen sich die Ereignisse zu. Sophie ist am Boden zerstört, weil ihre Eltern entführt wurden, und sie muss sich Hilfe suchend an Personen wenden, die sich ...

In sechsten Band der beliebten Teenager Reihe spitzen sich die Ereignisse zu. Sophie ist am Boden zerstört, weil ihre Eltern entführt wurden, und sie muss sich Hilfe suchend an Personen wenden, die sich nicht gerade in Ihrer Lieblingsscala befinden. All ihre Recherchen führen sie zu einem Ort namens Nightfall doch dort muss sie diesmla viele Kompromisse eingehen. Denn es ist sichtlich schwer, sich mit dem Feind zu verbünden, um die zu retten, die man liebt.
Shannon Messenger überrascht uns auch hier wieder mit plötzlichen Wendungen und einem Schreibstil der die jungen Leser mitreisst. Trotz der Länge des Romans langweilt man sich nicht und dir Seite fliessen nur so dahin. Die Geschichte handelt nicht nur über fantastische Welten, auch Freundschaft, Liebe und Verrat und die Bedeutung der Familie spielen eine wichtige Rolle. Die Charaktere sind wieder sehr facettenreich und die Spannung lässt nicht auf sich Warten. In diesem sechsten Band stehen die Stadt Atlantis und Amy, Sophies Schwester, im Mittelpunkt und wir erfahrne vielen uns Interessantes, was uns im nächsten Band bestimmt noch begleiten wird.
Ein Tipp zuletzt noch: Ein Quereinstieg würde ich bei dieser Reihe auf keinen Fall vorschlagen, man käme überhaupt nicht mit der Handlung mit. Daher sollte man mit Band 1 ins Abenteuer starten. Ausserdem pflegt der verlag hier die Bände so nah einanander zu veräffentlichen, da freut man sich als Leser und muss nicht prermament zurückblättern weil man etwas vergessen hat.