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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2021

Leichtes Lesevergnügen mit nachdenklichen Tönen

Kartoffelbrei mit Stäbchen
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Thomas Derksen lässt uns mit seinem zweiten Buch über seine Deutsch-chinesische Familie teilhaben an den kulinarischen und kulturellen Unterschieden, mit denen sich seine chinesischen Schwiegereltern aus ...

Thomas Derksen lässt uns mit seinem zweiten Buch über seine Deutsch-chinesische Familie teilhaben an den kulinarischen und kulturellen Unterschieden, mit denen sich seine chinesischen Schwiegereltern aus Shanghai in Deutschland bzw. Europa konfrontiert sehen.

Thomas schildert in seiner witzigen lockeren Art die turbulente Reise mit seiner Frau Liping und seinen Schwiegereltern Lehrerin Wang und dem Alten Zhu als würde er es in einem seiner Videos bei Youtube erzählen. Seine Eltern und Schwiegereltern werden liebevoll mit ihren Eigenarten beschrieben, die vielleicht etwas überspitzt dargestellt werden, aber die kulturellen Gegensätze zeigen, zwischen denen sich Thomas bewegt. Eingeflochten werden chinesische Lebensweisheiten und Bräuche, so erfährt der Leser etwa, was es mit dem Thermobecher, den Fotos für die Nachbarn und die sozialen Medien, Nudeln am Geburtstag und geschnittenen Birnen auf sich hat.

Mit viel Situationskomik und bewundernswerter Gelassenheit zeigt uns Thomas, wie man zwischen zwei Kulturen selbst bestehen und eine Beziehung erhalten kann. Die Geschichte macht einfach Spaß und liest sich gut.

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Veröffentlicht am 06.08.2022

Zu viel blutiges Gemetzel, zu wenig Entwicklung

Die Alchemie des kalten Feuers
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Prinz Oslic ist ein Genie – in der mittelalterlichen Welt Syriatis kommt er einem DaVinci gleich –, und seine Forschungen gehen ihm über alles. Da ermorden drei Hexer seinen Vater und reißen die Macht ...

Prinz Oslic ist ein Genie – in der mittelalterlichen Welt Syriatis kommt er einem DaVinci gleich –, und seine Forschungen gehen ihm über alles. Da ermorden drei Hexer seinen Vater und reißen die Macht an sich. Prinz Oslic muss sich mit seinen Mitstreitern in sein Heimatland durchkämpfen und unter schlimmsten Bedingungen hinter die alten Geheimnisse kommen, die den Schlüssel zu dem Überfall auf das Land bergen.
Sowohl Prinz Oslic als auch seine Mitstreiter sind interessant gestaltete vielfältige Charaktere, die jeweils Geheimnisse haben und nicht immer nachvollziehbar handeln.
Die Geschichte selbst enthält zwar alles für ein Fantasy-Epos, allerdings überwiegen für meinen Geschmack zu sehr die blutigen Gemetzel- und Gewaltszenen und drängen die Entwicklung von Prinz Oslic in den Hintergrund.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Beklemmende Schilderung des Kinderalltags

Das Jahr, in dem wir verschwanden
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In den Jahren 1979 bis 1981 werden in Atlanta über 20 afroamerikanische Kinder Opfer eines Serienmörders, die Autorin hat dies als Kind selbst miterlebt und sagt: "Es war an der Zeit, dass jemand aus meiner ...

In den Jahren 1979 bis 1981 werden in Atlanta über 20 afroamerikanische Kinder Opfer eines Serienmörders, die Autorin hat dies als Kind selbst miterlebt und sagt: "Es war an der Zeit, dass jemand aus meiner Generation diese unfassbare Geschichte aus der Sicht der Kinder erzählt."

Die Autorin beschreibt in ihrem Buch aus Sicht der Klassenkameraden Tasha, Rodney und Octavia deren Alltag in der Schule und in der Familie und wie sie in der fünften Klasse das Verschwinden der ersten Opfer, die Pressemitteilungen, das Verhalten der Eltern und der Lehrer erleben. Ihr Alltag ist geprägt von Rassismus, Gewalt, Armut, familiären Problemen und Mobbing und den typischen pubertären Problemen.

Die Autorin fängt über die Beschreibung der Kinder die verschiedenen Stimmungen ein, die jeweilige familiäre Atmosphäre, den dortigen Umgang miteinander und die unterschiedlich ausgeprägte Sorge der Eltern angesichts der lauernden Bedrohung.

Drei beispielhafte Schlaglichter auf drei Klassenkameraden vor dem Hintergrund der Mordserie

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