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Veröffentlicht am 21.08.2022

Inspiration für den Urlaub (zuhause) in der Oberpfalz

Glücksorte in der Oberpfalz
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Stefanie Stoltenberg stellt in ihrem Band der Glücksorte-Reihe verschiedenste Ausflugsziele für jeden Geschmack in ihrer Heimat, der Oberpfalz vor, mit denen sie glückliche Momente verbindet.

Dabei gibt ...

Stefanie Stoltenberg stellt in ihrem Band der Glücksorte-Reihe verschiedenste Ausflugsziele für jeden Geschmack in ihrer Heimat, der Oberpfalz vor, mit denen sie glückliche Momente verbindet.

Dabei gibt es sowohl kulinarische Highlights und Geheimtipps, wie den Zoigl oder Pralinen, als auch Kulturelles, kleinere Wanderungen in besonderen Landschaften und Erholsames, wie versteckte Badeseen oder ein Therme.

Zu jedem Glücksort gibt es ein Foto (das hätten für mich gern ein paar mehr sein dürfen, aber es ist bei der Reihe so üblich, dass es immer nur ein Foto gibt) und eine kurze Beschreibung mit Erläuterungen und zusätzlichen Tipps. Eine ansprechend illustrierte Karte bietet am Ende nochmal einen Überblick, was man wo findet.

So eignet sich das Buch einerseits als Informations- und Inspirationsquelle bei einer Reise in die Oberpfalz, aber ebenso für Einheimische oder Bewohner der angrenzenden Regionen, die Ideen für Ausflüge in der näheren Umgebung suchen. Viele der Glücksorte sind auch sehr gut für Familien mit Kindern geeignet.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Roadtrip auf den Spuren der Vergangenheit

Wir sehen uns zu Hause
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Anne legt gerade ein Sabbatjahr als Lehrerin ein und will mit ihrem Mann Peter, der frisch in Rente ist, mit dem Wohnmobil durch Skandinavien reisen, als Peter überraschend stirbt. Sie stellt fest, dass ...

Anne legt gerade ein Sabbatjahr als Lehrerin ein und will mit ihrem Mann Peter, der frisch in Rente ist, mit dem Wohnmobil durch Skandinavien reisen, als Peter überraschend stirbt. Sie stellt fest, dass sie nur sehr wenig über sein Leben vor ihrem Kennenlernen am Tag des Mauerfalls im Jahr 1989 und über seine Familie in der DDR weiß, weil er ungern darüber gesprochen hat und findet lediglich einige, nicht besonders gute, alte Fotos. Anstatt nach Skandinavien begibt sie sich mit dem Wohnmobil auf Spurensuche an den Orten auf den alten Fotos, um zumindest im Nachhinein mehr über Peters Vergangenheit in der DDR herauszufinden, dabei landet sie unter anderem auf Rügen, in der Uckermark und in Thüringen, lauter Gegenden, die Peter zeitlebens bewusst gemieden hat. Auf ihrer Reise wird sie natürlich auch immer wieder mit ihrem Verlust konfrontiert, macht aber zugleich auch wertvolle neue Bekanntschaften, die ihr wieder etwas Lebensfreude zurückgeben.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Autorin geht sehr feinfühlig mit den Themen Trauer und Verlust um, in ihre Protagonistin Anne kann man sich sehr gut hineinversetzen. Die "Spurensuche" bezüglich der Vergangenheit Peters fand ich sehr spannend, da dabei auch ich noch Aspekte über das Leben in der DDR erfahren habe, die mir bisher nicht bewusst waren, obwohl mein Mann ebenfalls aus Thüringen stammt. Auch die immer noch manchmal vorhandene Kluft zwischen Menschen aus den neuen und den alten Bundesländern und potentielle Fettnäpfchen werden werden von Christiane Wünsche immer wieder treffend wiedergegeben. Zudem motiviert mich die Geschichte auch in gewisser Weise, auch selbst die von Anne bereisten Gegenden noch besser kennenzulernen. Der Schreibstil der Autorin war sehr gut lesbar. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Für mich ist es ein wirklich lesenswerter Roman zum Thema Wiedervereinigung.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Zurück zu den Wurzeln

Die Rückkehr der Kraniche
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Grete (fast 50) und Freya (46) sind Schwestern, die in ihrer Kindheit und Jugend in einem kleinen Örtchen in der Elbmarsch ein sehr enges Verhältnis zueinander hatten. Ihre Mutter Wilhelmine zog sie, nach ...

Grete (fast 50) und Freya (46) sind Schwestern, die in ihrer Kindheit und Jugend in einem kleinen Örtchen in der Elbmarsch ein sehr enges Verhältnis zueinander hatten. Ihre Mutter Wilhelmine zog sie, nach dem frühen Tod ihres Vaters, unter vielen Entbehrungen allein groß, in der Schule blieben sie aufgrund ihrer ärmlichen Kleidung Außenseiterinnen. Als junge Erwachsene entfremdeten sie sich aber voneinander. Grete wurde früh ungeplant schwanger und musste deshalb ihre Studienpläne aufgeben und blieb ihr Leben lang in ihrem Heimatort, wo sie als Vogelwartin arbeitet und ihre älter werdende Mutter unterstützt, Freya ist mittlerweile in Berlin CEO einer nachhaltigen Modefirma, ihr Wunsch nach einer eigenen Familie ging aber nie in Erfüllung.

Weil es Wilhelmine nun sehr schlecht geht und ihre Beziehung gerade zerbrochen ist, kommt auch Freya zurück in ihr Elternhaus, ebenso wie Gretes 29-jährige Tochter Anne, die noch studiert. Die Frauen der Familie haben aber alle ihre Geheimnisse voreinander und müssen sich erst einmal langsam wieder annähern und sich zudem klar werden, was ihnen wichtig ist im Leben und wie und wo es bei ihnen weitergehen soll.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen vier starke Frauencharaktere, die alle ihre Ecken und Kanten haben, aber doch auch, jede auf ihre Art, sympathisch sind. Nach und nach erfährt man mehr über das, was sie voreinander verbergen und erlebt mit, wie das Eis zwischen ihnen langsam taut. Der Autorin gelingt es sehr gut, diese Atmosphäre zwischen ihnen einzufangen, sodass man sich gut in alle hineinversetzen kann. Auch ansonsten schreibt sie gut nachvollziehbar und beschreibt auch die Besonderheiten der Elbmarsch, die Einsamkeit und die Natur dort, sehr bildhaft und anschaulich. Ich empfehle den Roman gerne allen, die tiefgründigere Familiengeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Gelungene Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart

Die versteckte Apotheke
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Der Roman "Die versteckte Apotheke" spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und dem 18. Jahrhundert.

Die Amerikanerin Caroline Parcewell wollte eigentlich mit ihrem Mann in London ihren Hochzeitstag ...

Der Roman "Die versteckte Apotheke" spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und dem 18. Jahrhundert.

Die Amerikanerin Caroline Parcewell wollte eigentlich mit ihrem Mann in London ihren Hochzeitstag feiern, kurz vorher hat sie jedoch erfahren, dass er sie betrügt, und reist daher alleine. Zufällig gerät sie an einen Guide, der eine Art Schatzsuche anbietet, bei der es darum geht, im Schlamm der Themse Gegenstände aus vergangenen Zeiten zu finden. Dabei stößt sie auf ein altes Glasfläschchen mit einer geheimnisvollen Gravur und versucht anschließend, mehr über dessen Herkunft zu erfahren.

Im London des 18. Jahrhunderts hat es sich eine Apothekerin, nachdem sie selbst schwer enttäuscht wurde, zur Aufgabe gemacht, anderen Frauen zu helfen, die unter ihren Ehemännern leiden. Sie mischt, neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, in einem geheimen Hinterzimmer ihrer Apotheke giftige Substanzen zusammen, die ihre Auftraggeberinnen ihren Gatten dann verabreichen. Das weckt auch die Neugier des Dienstmädchens einer ihrer letzten Kundinnen, die ebenfalls in die Geheimnisse der Apothekerin eingeweiht werden möchte.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, die beiden Zeitebenen so miteinander zu verknüpfen, dass die Geschichte am Ende sehr rund wirkt. Zudem steigert dies natürlich auch die Spannung. Immer wieder gibt es auch Parallelen zwischen dem Leben und Denken der Apothekerin im 18. Jahrhundert und dem von Caroline in der Gegenwart. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und zugleich anschaulich.

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Veröffentlicht am 07.08.2022

Vom Zweifeln und Neubeginnen

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Elke arbeitet nach ihrem Theologie-Studium in einem Kölner Altenheim, plötzlich kann sie aber nicht einmal mehr das Vater Unser sprechen und auch keine anderen Gebete oder altbekannten Kirchenlieder. Für ...

Elke arbeitet nach ihrem Theologie-Studium in einem Kölner Altenheim, plötzlich kann sie aber nicht einmal mehr das Vater Unser sprechen und auch keine anderen Gebete oder altbekannten Kirchenlieder. Für sie selbst fühlt es sich wie eine "Gott-Demenz" an und sie hat keine Ahnung, ob sie überhaupt als Pfarrerin arbeiten kann und will. Ihr Freund Jan glaubt nur an die Wissenschaft und versteht Elkes Problem nicht wirklich, sie hält ihn aber auch auf Distanz, was ihre Probleme, ihre Familie und vor allem den Tod ihres Bruders als 17-Jähriger angeht. So entfremden sie sich immer mehr und Elke verbringt stattdessen immer mehr Zeit mit einem Motorradartisten. Irgendwann muss sie sich dann aber doch wieder ihrer Vergangenheit und ihren Zweifeln stellen stellen und zurückkehren in ihren Heimatort, zu ihren Eltern und zu der Kirche, in der ihr Vater Pastor ist.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich konnte mich total gut in Elke hineinversetzen und kann sehr gut verstehen, wie sie damit hadert, Pfarrerin zu sein, obwohl es ihr zugleich schwerfällt, wirklich an Gott zu glauben. Der Roman bietet einiges an Tiefgang, zugleich finden sich aber auch Stellen mit einem sehr feinsinnigen Humor. Neben Elke gibt es so einige interessante, teilweise leicht verschrobene, aber sympathische Nebencharaktere. Der Schreibstil der Autorin hat mich ebenfalls sehr angesprochen, er ist recht modern und zugleich auch wortgewaltig und ansprechend. Ich würde sehr gerne mehr von Tamar Noort lesen.

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