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Veröffentlicht am 10.08.2022

Eine japanische Prinzessin

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Izumi Tanaka lebt in einer Kleinstadt in den USA und fällt vor allem durch ihre japanische Herkunft auf, die sich sehr vom dort herrschenden Durchschnitt unterscheidet. Zufällig stößt sie in einem alten ...

Izumi Tanaka lebt in einer Kleinstadt in den USA und fällt vor allem durch ihre japanische Herkunft auf, die sich sehr vom dort herrschenden Durchschnitt unterscheidet. Zufällig stößt sie in einem alten Buch ihrer Mutter auf die Identität ihres bis dato unbekannten Vaters, der niemand geringeres als der Kronprinz Japans ist. Über Nacht zur Prinzessin geworden, muss sich Izzy nicht nur mit ihrer eigenen Identitätskrise auseinandersetzen, sondern auch mit einem neuen Land, einer neuen Kultur und natürlich ihrer neuen kaiserlichen Familie. Dabei kann sie nicht einmal japanisch sprechen! Bei so vielen kulturellen Unterschieden ist der Ärger schon vorprogrammiert, doch Izzy gibt alles, um ihrem neuen Leben als Prinzessin gerecht zu werden.

Das Buch erinnert zu Beginn schon an „Plötzlich Prinzessin“ (lustigerweise wird dieser Vergleich auch selbst von der Protagonistin des Buches herangezogen) auch wenn es sich auch unterscheidet. Immerhin so viel, dass Izzy ihrem königlichen Vater selbst auf die Spur kommt, da er von seiner Tochter nichts weiß. Woher die Presse so plötzlich Wind davon bekommt, weiß wahrscheinlich nicht mal das japanische Königshaus. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Izumi und den Artikeln eines Klatschblattes, welches kurze Zusammenfassungen über einige Ereignisse liefert, aber natürlich nicht immer wahrheitsgemäße Aussagen trifft. Izumi ist eine typische amerikanische Schülerin, die auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist. Als sie eher zufällig die Identität ihres Vaters erfährt und plötzlich eine japanische Prinzessin ist, muss sie mit einigen kulturellen und familiären Eigenheiten auseinandersetzen. Mir gefällt der Schreibstil der Geschichte sehr gut und ich habe ein ums andere Mal wirklich über Izumis Aussagen lachen müssen. Auch die Beziehung zu ihren Freundinnen fand ich wirklich großartig. Die SMS-Protokolle zwischen den vieren waren wirklich sehr amüsant.

Die Geschichte selbst ist nicht immer originell und bietet schon einige Klischees, was die Protagonisten aber nicht weniger liebenswert macht. Auch die vielen Fettnäpfchen in die Izumi tritt, hätten sich einfach vermeiden lassen. Es kam mir unrealistisch vor, dass man ihr bei ihrem Benimmunterricht nicht beigebracht hat, welches Thema auf keinen Fall gegenüber dem Premierminister angeschnitten werden sollte. Von diesen paar Kleinigkeiten abgesehen, hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen und eignet sich auf jeden Fall als leichte Lektüre vor allem für junge Leser. Meiner Meinung nach hätte das Buch auch mit diesem Band abgeschlossen sein können. Wie ich gelesen habe, wird es aber auch einen zweiten Teil geben, den ich auf jeden Fall lesen werde.

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Veröffentlicht am 30.06.2022

Der Klang des Bösen

Der Klang des Bösen
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Am Tag seiner Entlassung aus der psychiatrischen Klinik erlebt der junge Silvan Berg, wie seine Mutter aus dem Fenster fällt. Doch bei der Polizei scheint ihm niemand zu glauben, dass seine Mutter wirklich ...

Am Tag seiner Entlassung aus der psychiatrischen Klinik erlebt der junge Silvan Berg, wie seine Mutter aus dem Fenster fällt. Doch bei der Polizei scheint ihm niemand zu glauben, dass seine Mutter wirklich Tod ist, außer Matthias Hegel. Der forensische Phonetiker kann hören, dass Silvan die Wahrheit sagt. Zusammen mit Podcasterin Jula versucht Hegel die Wahrheit aufzudecken und riskiert dabei sein Leben.

Bei „Der Klang des Bösen“ handelt es sich um den mittlerweile 4ten Band der Reihe um Podcasterin Jula und den Polizeiberater Matthias Hegel. Nach dem Sturz von Remus versuchen die Beiden ihr Kriegsbeil endgültig zu begraben. Auch wenn Jula Hegel weiterhin gegenüber ein gewisses Misstrauen zeigt, versucht sie sich ehrlich auf diese neue Partnerschaft einzulassen und entdeckt während dieses Falles eine ganz andere Seite von Hegel, der überraschend selbstlose Wesenszüge an den Tag legt. Nachdem die ersten 3 Teile in sich einigermaßen abgeschlossen sind, war ich gespannt, wie es weitergehen wird. Die Geschichte hat jedoch nicht an Spannung eingebüßt und die forensische Phonetik steht weiterhin sehr im Fokus. Die wechselnden Perspektiven und kurzen Kapitel tragen dabei sehr zum Spannungsbogen bei. Das Ende des Buches ist sehr offengehalten, sodass ich auf einen weiteren Teil in der Reihe hoffe, auch wenn dieser bisher noch nicht angekündigt wurde.
Ein weiterer sehr gelungener Band über zwei ungewöhnliche Ermittler und ihre Methoden, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Die Seele einer Stadt

Die Wächterinnen von New York
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New York, die Stadt die niemals schläft. Gewaltig, wunderschön, grausam und voller Leben. Doch Städte können mehr sein als eine Ansammlung von Gebäuden und Menschen, sie können lebendig werden. Als New ...

New York, die Stadt die niemals schläft. Gewaltig, wunderschön, grausam und voller Leben. Doch Städte können mehr sein als eine Ansammlung von Gebäuden und Menschen, sie können lebendig werden. Als New York geboren wird, ernennt es nicht nur einen, sondern gleich mehrere Wächter und Wächterinnen, die die Stadt verkörpern und beschützen sollen. Denn während New York geboren wird, greift ein uralter Feind die Stadt an und versucht sie in ihrem noch angreifbaren Zustand zu vernichten. Nur mit Mühe gelingt es die Zerstörung zu verhindern. Doch der Feind hat nicht vor aufzugeben, denn auch er hat Vorkehrungen getroffen, die Wächter und damit auch New York und alle Menschen darin zu vernichten.

Das Buch spiegelt die Liebe der Autorin zur großartigen Stadt New York und ihrer vielfältigen Bewohner wider. Die Wächterinnen und Wächter verkörpern die Eigenheiten ihrer verschiedenen Stadteile sehr gut. Obwohl ich das nur bedingt beurteilen kann, da ich weder die Stadt noch das Land selbst je besucht habe. Also muss ich hierbei der Autorin wohl Glauben schenken. Die Protagonisten haben mir tatsächlich auf ihre eigene Art alle sehr gut gefallen. Auch die Art und Weise wie sie miteinander agieren, trotz ihrer Differenzen und Unterschiede, fand ich sehr unterhaltsam. Staten Island gibt mir dabei tatsächlich am meisten Rätsel auf. Da ich herausgefunden habe (und zwar erst am Ende des Buches), dass es sich bei dem Buch um den ersten Teil einer Trilogie handelt, bin ich gespannt, wie sie sich weiterentwickeln wird. Aufgrund der Story hätte ich das Buch eher in das Genre Sci-Fi und nicht Fantasy eingeordnet, aber letztlich macht das natürlich keinen Unterschied. Die Story ist sehr speziell, vielfältig und völlig unberechenbar, was mir bei Geschichten immer sehr gut gefällt. Ich werde auf jeden Fall auch die anderen Teile lesen und bin bei der Lektüre des Buches zu einem richtigen New York Fan geworden.

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Veröffentlicht am 26.02.2022

Eine neue Geschichtensammlung

Fallstudien
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Harry Dresden, einziger professioneller Magier Chicagos, stellt sich jeden Tag bösartigen übernatürlichen Kreaturen. In diesem Sammelband voller Geschichten geht es dieses Mal jedoch neben Harry auch um ...

Harry Dresden, einziger professioneller Magier Chicagos, stellt sich jeden Tag bösartigen übernatürlichen Kreaturen. In diesem Sammelband voller Geschichten geht es dieses Mal jedoch neben Harry auch um dessen Freunde, die sich ebenfalls jeden Tag dem Bösen stellen. Die Geschichten werden z.B. aus der Perspektive von Molly, Butters, Marcone und Luccio erzählt. Ich hätte auch gerne eine Geschichte aus der Perspektive von Thomas gelesen, der jedoch kein Hauptcharakter der Geschichten war. Der Schreibstil ist wie immer fesselnd und amüsant. Besonders gefallen haben mir Harrys Tag im Zoo mit seiner Tochter und sein Job als Geschworener. Da ich Harry als Charakter am liebsten mag, fand ich es ein wenig schade, dass er in vielen Geschichten nicht vorkam, auch wenn es natürlich sehr schön war auch einige andere Charaktere der Handlung näher kennen zu lernen. Ich hoffe, dass demnächst trotz der Insolvenz des übersetzenden Verlages, weitere Bände der Reihe veröffentlicht werden. Das Universum von Harry Dresden ist unglaublich und diese Reihe einfach völlig unterbewertet.

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Veröffentlicht am 14.07.2019

Griechische Götter in Paris

Gold und Schatten
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Vor wenigen Wochen erst ist Livia in das wunderschöne Paris gezogen. Auf ihrer Erkundungstour durch die Stadt besucht Livia die Katakomben und trifft dort auf den geheimnisvollen Mael, der eine geradezu ...

Vor wenigen Wochen erst ist Livia in das wunderschöne Paris gezogen. Auf ihrer Erkundungstour durch die Stadt besucht Livia die Katakomben und trifft dort auf den geheimnisvollen Mael, der eine geradezu düstere Anziehungskraft auf Livia ausstrahlt, der sie sich nur schwer entziehen kann. Zu allem Überfluss scheint Livia auch noch verrückt zu werden, denn kann plötzlich kann sie mit Pflanzen kommunizieren und sie lenken. Was steckt hinter Livias neuen Kräften und war die Begegnung zwischen ihr und Mael wirklich nur ein Zufall?

„Gold und Schatten“ versetzt die Götter und Halbgötter der griechischen Mythologie in das moderne Paris, wo sie gemeinsam leben und ihren Geschäften nachgehen. Leider führt dies jedoch immer wieder zu Reibereien und Streitigkeiten, nicht nur untereinander, sondern auch zwischen ihren Halbgötterkindern. Eines dieser Kinder ist Mael, Sohn des Hades, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt. Hierbei braucht er die Hilfe von Livia, die gerade erst Teil dieser mythologischen Welt geworden ist. Denn an ihrem 16. Geburtstag kann Livia plötzlich mit Pflanzen reden und erkennt nach langer Recherche, dass sie eine Nymphe ist. Da trotz einer Vererbung der Kräfte niemand in Livias Familie ihre Fähigkeiten teilt, muss sie allein herausfinden, welche Aufgaben als Nymphe ihr bevorstehen. Hinzu kommt die sich neu entwickelnde Beziehung zu Mael, der zunächst sehr undurchschaubar wirkt. Die aufkeimende Liebe zwischen den Beiden ist letztlich das zentrale Thema der Geschichte und die vielen mythologischen Gestalten und Götter ein sehr schönes Beiwerk. An einigen Stellen entwickelt sich die Geschichte etwas zäh, wird aber durch eine gesunde Menge Humor und ein paar Kämpfe zumindest nicht langweilig.
Alles in allem hat mir der erste Band dieser Dilogie sehr gefallen. Ich bin ein großer Mythologiefan, womit das Buch schon grundsätzlich meinen Geschmack trifft. Ich finde es zudem sehr schön, dass eine Nymphe hier im Fokus steht, da sie eigentlich seltener als Hauptfiguren auftreten. Mich hat das Buch sehr begeistern können und ich bin gespannt auf den zweiten Band.