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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2023

Zu viele Zufälle und unglaubwürdige Momente

Wolfskinder
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Meine Meinung:
Bisher hatte ich so viel gutes über die bereits erschienenen Bücher der Autorin Vera Buck gelesen, dass ich unheimlich gespannt darauf war, ob diese mich wohl ebenso von sich überzeugen ...

Meine Meinung:
Bisher hatte ich so viel gutes über die bereits erschienenen Bücher der Autorin Vera Buck gelesen, dass ich unheimlich gespannt darauf war, ob diese mich wohl ebenso von sich überzeugen können würde. "Wolfskinder" ist dabei das Thrillerdebüt der Autorin, was man diesem anhand des Schreibstils wirklich nicht anmerkt. Denn dieser ist versiert, für einen Kriminalroman typisch, zwar nicht anspruchsvoll oder herausragend überzeugend, doch recht solide.

Während ich dem Anfang des Buches rundum ein abgelegenes Dorf und mehrere Verschwinden von jungen Frauen, noch sehr aufmerksam und interessiert gefolgt bin, muss ich sagen, dass sich das Buch für mich immer und immer weiter verloren hat.

Denn Vera Buck schafft für mich ein Buch, welches erstens nicht schafft, großartige Spannung oder Atmosphäre aufzubauen, weshalb ich auch eher sagen würde, dass es sich bei Wolfskinder nicht um einen Thriller, sondern eher um einen ruhigeren Kriminalroman handelt. Doch der eigentliche Grund, weshalb ich dieses Buch nicht wirklich gut bewerten kann war, dass die Autorin sich in abstrusen Zufällen und Begebenheiten verwickelt, die nicht glaubhaft sind und mir so mein Interesse am Fortgang der Geschichte doch schwer machten. Denn wenn ich eines nicht mag, dann sind es unglaubwürdige, völlig überzogene Geschichten, die mir dann auch keine Spannung mehr entlocken können. Die Charaktere sind ebenso wie der Schreibstil sehr sehr solide und eigentlich wirklich gut gelungen. Dennoch habe ich das Buch dann nach ca. 260 Seiten entnervt zur Seite gelegt.

Mein Fazit:
Mit diesem Buch konnte Vera Buck leider nicht meinen Lesegeschmack treffen. Deshalb 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.08.2022

Dieses Mal konnte mich Alex Capus nicht überzeugen

Susanna
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Meine Meinung:
Normalerweise liebe ich die Bücher von Alex Capus und habe tatsächlich auch bereits alles aus seiner Feder gelesen und meist sehr geliebt. So habe ich mich natürlich überaus sehr auf seinen ...

Meine Meinung:
Normalerweise liebe ich die Bücher von Alex Capus und habe tatsächlich auch bereits alles aus seiner Feder gelesen und meist sehr geliebt. So habe ich mich natürlich überaus sehr auf seinen neuesten Roman "Susanna" gefreut und ihn voller Erwartungen angefangen zu lesen.
Doch bereits auf den ersten Seiten war ich ein wenig verwirrt, denn der Schreibstil sagte mir ehrlich gesagt gar nicht so zu. Dieser schien sehr reduziert, abgehackt und wenig flüssig, doch dies war gar nicht das Hauptproblem. Vielmehr war er beinahe gezwungen "modern" und dabei sehr flapsig und eigensinnig, sodass sich bei mir schlicht kein richtiger Lesefluss einstellen wollte. Leider änderte sich dieser Umstand, auch nach einigen Seiten mehr nicht, vielleicht auch, weil mich auch die Charaktere und die Story nicht vollständig überzeugen konnten.

Entweder die Bücher von Alex Capus haben sich verändert oder dieses Buch erwischte mich schlicht zu einer falschen Zeit. Für mich leider eine Enttäuschung, aber nicht vergessen: Diese Rezension bezieht sich nur auf ca. 50 Seiten der Geschichte und sind rein subjektiv.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Eine rohe, grausame, sehr abstrakte Geschichte

Amelia
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Meine Meinung:
Während ich von dem Vorgängerroman der irischen Autorin Anna Burns noch absolut begeistert war, konnte ich leider mit ihrem darauffolgenden Roman "Amelia" relativ wenig anfangen.
Zunächst ...

Meine Meinung:
Während ich von dem Vorgängerroman der irischen Autorin Anna Burns noch absolut begeistert war, konnte ich leider mit ihrem darauffolgenden Roman "Amelia" relativ wenig anfangen.
Zunächst muss ich festhalten, dass ich dieses Buch nach etwas mehr als der Hälfte zur Seite gelegt, folglich abgebrochen habe und sich dementsprechend diese Buchrezension auf nur die erste Hälfte dieses Romans bezieht.
Der Schreibstil der Schriftstellerin ist erneut sehr versiert und literarisch durchaus anspruchsvoll und wieder mehr als gelungen. Sie schafft es grundsätzlich den Leser innerhalb kürzester Zeit an ihre imaginär literarischen Lippen zu fesseln.
Eigentlich...
Denn dieses Mal war die Geschichte für mich zu abstrakt, wenig greifbar, die Charaktere nicht sympathisch, aber auch keine Antagonisten, vielmehr war es alles und doch nicht so richtig. Gleichzeitig war dieses Buch ebenso düster, wie grausam und sehr roh. Eine Kombination, die mich abschreckte !

Mich brachte diese Abstraktheit und diese etwas verstaubte Schicht, die über der Erzählung lag zu einer gewissen blutleeren Belanglosigkeit, weshalb ich mich letztendlich dazu entschieden habe, dieses Buch abzubrechen.

Mein Fazit:
Dass Anna Burns schreiben kann, das hat sie auch mit diesem Roman erneut bewiesen, doch dieses Mal konnte sich mich nicht begeistern. Schade.
Dennoch freue ich mich auf den nächsten Roman aus ihrer Feder, der mich dann hoffentlich wieder begeistern kann!

Veröffentlicht am 08.05.2022

Nichtssagend

Der Tod macht Urlaub in Schweden
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Meine Meinung:
Zunächst muss ich sagen, dass sich diese Rezension wirklich nur auf der groben Anfang der Geschichte bezieht, denn mich konnte dieses Buch leider so wenig begeistern, dass ich es sehr sehr ...

Meine Meinung:
Zunächst muss ich sagen, dass sich diese Rezension wirklich nur auf der groben Anfang der Geschichte bezieht, denn mich konnte dieses Buch leider so wenig begeistern, dass ich es sehr sehr schnell wieder zur Seite gelegt habe.

Zunächst einmal ist das Cover wirklich sehr ansprechend und verspricht einen entspannten, gemütlichen und dennoch angenehm spannenden Kriminalroman im schönen Schweden. Und genau das habe ich mir als passionierte Thriller-und Kriminalromanleserin natürlich auch gewünscht.

Leider bekam ich einen relativ nichtssagenden Krimi, der sehr einfach geschrieben war und dessen Passion hinter der Geschichte, ich nicht erkennen konnte.
Während des Lesens fragte ich mich oft, wieso ich gerade dieses Buch lesen sollte, denn dieses Buch ist keinesfalls schlecht oder erhebt in mir großen Unmut, vielmehr ist die Geschichte und auch der Schreibstil sehr blass, oberflächlich und hatte kaum Atmosphäre.

Da nur eines schlimmer ist als ein schlechtes Buch... Nämlich ein nichtssagendes, habe ich es bereits knapp nach 40 Seiten zur Seite gelegt.

Schade.

Veröffentlicht am 21.04.2022

Bei mir tanzten keine Berge, vielmehr blieben diese in meinen Augen stumm

Singe ich, tanzen die Berge
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Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Cover dieses Buches wirklich super schön gestaltet ist und auch die Thematik des Buches ist einmalig und höchst interessant und dennoch, mich konnte ...



Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Cover dieses Buches wirklich super schön gestaltet ist und auch die Thematik des Buches ist einmalig und höchst interessant und dennoch, mich konnte es leider so gar nicht überzeugen.

Irene Solà verfolgt zu nächst eine höchst spannende literarische Komposition und scheint jeden Winkel der Kreativität und Poesie auszuschöpfen. Denn im Zentrum dieser Geschichte, so könnte man zunächst meinen steht ein kleines Dorf und eine Bauernfamilie, die bereits zu Anfang sehr vom Schicksal gebeutelt wurde. Doch umso weiter der Leser liest, umso mehr muss er merken, dass dies nicht das Hauptziel dieser Geschichte ist.

Im Mittelpunkt steht keine Handlung, kein Charakter im klassischen Sinne, sondern die Natur. In einzelnen Kapiteln, die den Hauptteil des Buches ausmachen, wird uns aus der Sichtweise von Bergen, Rehen und vielem mehr das Dasein und der Blickwinkel der Natur geschildert, was zunächst sehr spannend klingt, funktionierte für mich leider so gar nicht.

Zwar ist der Schreibstil der Autorin über weite Strecken wirklich poetisch, aber dann gibt es so viele Stellen, die sprachlich vielzu roh und undifferenziert, fast schon lieblos erscheinen. Ob dies ein Problem der Übersetzung ist, oder auch im Original besteht, kann ich nicht sagen.

Doch dieser Umstand allein, war nicht das, was mich eigentlich störte, sondern das, dass die Natur vermenschlicht wurde. Es gab so viele Passagen, in denen die Natur dargestellt wurde, eine Identität oder Gedankengut gegeben wurde, die eins zu eins einem Menschen entsprach und dies funktionierte für mich eben nicht. Wenn sich eine Autorin entscheidet, die Natur als Sprachrohr zu benutzen, dass muss dies differenzierter und ausgeklügelter gemacht sein.

Denn am Schluss des Lesens blieb in mir eine leere und fragte mich, wieso habe ich dieses Buch gelesen, welchen Mehrwert gab es mir. Außerhalb der oft poetischen Sprache, konnte ich wenige erhellende Momente erleben. Leider!

Mein Fazit:
Dieses Buch, war definitiv keines, welches mir zusagen konnte. Dennoch gibt es so viele lobende Stimmen, dass dieses Buch vielen Menschen Freude bereiten wird. Nur bei mir tanzten die Berge eben nicht...