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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2022

Ein kultureller Thriller

Firekeeper's Daughter
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Meine Meinung:
Mir hat der Schreibstil richtig gut gefallen, vor allem in Kombi mit der Sprache der Anishinaabe (ᐊᓂᔑᓈᐯ), die mir anfangs den Einstieg ein bisschen erschwert hat. Was ich auch positiv anmerken ...

Meine Meinung:
Mir hat der Schreibstil richtig gut gefallen, vor allem in Kombi mit der Sprache der Anishinaabe (ᐊᓂᔑᓈᐯ), die mir anfangs den Einstieg ein bisschen erschwert hat. Was ich auch positiv anmerken muss, ist dass alle indigenen Wörter hinten im Buch in einem Glossar aufgelistet sind, dass falls man sich nicht sicher ist, was gemeint ist, man schnell nachschlagen konnte. Generell hat die Verwendung dieser Worte eine noch größere Verbundenheit zu dem Indianerstamm hergestellt.

Das Buch ist komplett aus Sicht von Daunis Fontaine geschrieben. Daunis war mir von Anfang an sympathisch. Über das Buch hinweg lernt man viele Seiten von ihr kennen, wie ihre Leidenschaft zur Naturwissenschaft oder ihre intensive Liebe und Verbundenheit zu ihrer Familie und Freunden. Sie ist tapfer, lustig und mutig, um nur ein paar ihrer Eigenschaften zu nennen. Ich konnte ihre Beweggründe und Vorgehensweisen gut nachvollziehen (an einer Stelle war ich erst skeptisch, aber das hat sich im Laufe des Buchs für mich geklärt).

Die Handlung konnte mich sehr fesseln, auch wenn zwischendrin immer wieder Längen waren und ich kurz davor war das Buch aus der Hand zu legen, kamen wieder Überraschungen/ Wendungen und ich konnte es doch nicht beiseitelegen. Dieses Buch befasst sich mit viel mehr als nur mit dem Lösen des Falls, die Tradition der Anishinaabe, Rassendiskriminierung, Verlust von geliebten Menschen, und noch vieles mehr. Es treten viele tiefgründige Probleme/ Themen in den Vordergrund.
(TW gibt es online)

Mein Fazit:
ғɪʀᴇᴋᴇᴇᴘᴇʀ’s ᴅᴀᴜɢʜᴛᴇʀ: ✩✩✩✩
Wenn dich indigene Völker, ernstere Themen und Thriller generell interessieren, dann solltest du dir das Buch mal genauer anschauen, denn mich hat es beeindruckt. Man bekommt recht viel Input zu den Anishiabe, was es für mich persönlich sehr spannend gemacht hat.

Veröffentlicht am 20.08.2022

Ein Thriller für zwischendurch

Vier Frauen - Jedes. Wort. Eine. Lüge.
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Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen. Ich habe die ersten 100 Seiten an einem Stück gelesen, da ich den Schreibstil als sehr flüssig und leicht empfunden habe. Anfangs war ich ...

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen. Ich habe die ersten 100 Seiten an einem Stück gelesen, da ich den Schreibstil als sehr flüssig und leicht empfunden habe. Anfangs war ich sehr neugierig auf was die Geschichte hinauslaufen wird, da alles ein paar Tage vor dem Mord startet.

Den Aufbau fand ich ganz interessant, es wechselt zwischen den Leben der Frauen hin und her, mit kleinen Sprüngen durch die Vernehmungen der Polizei. Es war mein zweiter Thriller, den ich bisher gelesen habe, deswegen habe ich keine Vergleiche. Mir hat der Aufbau jedenfalls gut gefallen, da man somit von der Vergangenheit immer wieder zum Tag des Mordes gesprungen ist.

Während des Lesens sind mir sämtliche Theorien im Kopf geschwirrt, da mir persönlich zu viele Informationen gefehlt haben, um die Tat zu lösen. Mir hat es richtig Spaß gemacht zu grübeln und verdächtigen, auch wenn ich nicht auf die richtige Lösung gekommen bin. Wer wodurch ermordet wurde, wurde übrigens erst spät aufgeklärt.

Die vier Frauen waren alle auf ihre Art und Weise sympathisch. Sie waren alle in unterschiedlichen Lebenssituationen, ob vom Alter, dem Beziehungsstatus, etc., sodass keine Langeweile aufkam und die Handlung abwechslungsreich gestaltet wurde.

Nicht nur der Mord taucht als eins der Themen auf, sondern auch viele Probleme mit denen die Frauen kämpfen. Viele dieser Themen haben mich zum nachdenken angeregt. Durch diese Ausschweifungen rückte der Fall oft in den Hintergrund, was für mich ein kleiner Kritikpunkt ist.

Mein Fazit:
ᴠɪᴇʀ ғʀᴀᴜᴇɴ: ✩✩✩✩
Schlussendlich ein gelungenes Buch mit Spannung, tiefgründigen und lustigen Momenten. Ein Thriller für zwischendurch. Wer jedoch eine düstere Atmosphäre mit Nervenkitzel sucht, sollte sein Glück woanders versuchen.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Selling Sunset-Vibes

Selling Dreams
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𝑀𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑀𝑒𝑖𝑛𝑢𝑛𝑔:
Selling Dreams hat mich insgesamt positiv überrascht, vor allem durch das ungewöhnliche Setting in der Immobilienbranche, das sich angenehm erfrischend anfühlt und sich klar von klassischen ...

𝑀𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑀𝑒𝑖𝑛𝑢𝑛𝑔:
Selling Dreams hat mich insgesamt positiv überrascht, vor allem durch das ungewöhnliche Setting in der Immobilienbranche, das sich angenehm erfrischend anfühlt und sich klar von klassischen Romance-Settings abhebt. Die detaillierten Beschreibungen der Objekte und Räume machen die Geschichte sehr lebendig und haben mir starke Selling Sunset-Vibes gegeben.

Marissa ist für mich ganz klar das Herz der Geschichte. Sie ist ehrgeizig, kompetent und selbstbewusst, gleichzeitig aber auch verletzlich und von inneren Zweifeln geprägt. Ihre Entwicklung und ihr Wunsch, für sich selbst einzustehen, machen sie sehr greifbar und authentisch.

Calder bleibt zunächst etwas distanzierter, gewinnt aber im Laufe der Geschichte zunehmend an Tiefe. Seine Figur entfaltet sich langsam, was gut zum ruhigen Erzähltempo passt und neugierig macht, mehr über ihn zu erfahren.

Die Beziehung zwischen Marissa und Calder lebt vor allem von Konkurrenz, Spannung und einem gelungenen Slow Burn. Das Knistern ist früh spürbar, ohne dass es überstürzt wirkt. Besonders die Mischung aus beruflichem Ehrgeiz und persönlicher Anziehung sorgt für eine reizvolle Dynamik, auch wenn sich manche Begegnungen etwas zu konstruiert anfühlen.

Im letzten Teil der Geschichte hatte ich stellenweise das Gefühl, dass zu viele Themen gleichzeitig aufgegriffen werden. Einige Entwicklungen hätten für meinen Geschmack mehr Raum gebraucht, während andere Aspekte etwas in den Hintergrund rückten. Dadurch wirkte das Ende auf mich etwas dramatischer, als ich es mir gewünscht hätte.

𝑀𝑒𝑖𝑛 𝐹𝑎𝑧𝑖𝑡:
Insgesamt mochte ich Selling Dreams, vor allem die Grundidee, das Setting und die starke Protagonistin. Trotz kleiner Schwächen hat mir das Buch viel Lesefreude bereitet, und ich bin definitiv gespannt darauf, wie es in den Folgebänden weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.01.2026

Viel Spaß trotz Schwächen

The Last Wish of Bristol Keats
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Meine Meinung:
Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an, ein Übergang, der mir wirklich gut gefallen hat. Man findet sich schnell wieder in der Geschichte und fühlt sich sofort zurück in Elfheim angekommen, ...

Meine Meinung:
Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an, ein Übergang, der mir wirklich gut gefallen hat. Man findet sich schnell wieder in der Geschichte und fühlt sich sofort zurück in Elfheim angekommen, ohne das Gefühl zu haben, erneut alles erklärt zu bekommen.

Der Schreibstil überzeugt mich nach wie vor sehr. Die Welt ist atmosphärisch beschrieben, bildlich und detailreich, sodass man sich Elfheim und seine Magie gut vorstellen kann.

Besonders die emotionalen Momente und einige Wendungen haben mir viel Spaß gemacht und gezeigt, welches Potenzial in dieser Geschichte steckt. Allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass das Tempo nicht ganz ausgewogen ist. An manchen Punkten hätte ich mir deutlich mehr Erklärungen und Tiefe gewünscht, da die Handlung dort für meinen Geschmack zu schnell vorangetrieben wurde. Gleichzeitig gab es Szenen, die sich etwas zu lange gezogen haben und ruhig hätten gekürzt werden dürfen. Gerade gegen Ende bestätigte sich leider meine Befürchtung, dass die verschiedenen Handlungsstränge etwas gehetzt zusammengeführt werden mussten.

Bristol und Tyghan liebe ich als Charaktere weiterhin sehr. Ihre Beziehung, ihre Loyalität zueinander und die emotionale Verbindung tragen die Geschichte. Dennoch fehlte mir etwas: mehr sichtbare Entwicklung, mehr Wachstum, etwas, das zeigt, wie sehr sie sich verändert haben, besonders im Hinblick auf die schweren Entscheidungen, vor denen sie stehen.

Thematisch überzeugt das Buch mit Fokus auf Familienloyalität, Schuld, Verantwortung und Machtkämpfe und passt damit hervorragend in die düstere, märchenhafte Fae-Welt.

Mein Fazit:
3,5 Sterne
Alles in allem hat mir der Abschluss der „Bristol Keats“-Dilogie trotz seiner Schwächen viel Freude bereitet. Es ist unterhaltsam, emotional und bietet einige wirklich schöne sowie schmerzhafte Wendungen, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Ruhe und Entwicklung gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 17.06.2025

ruhige, niedliche Sports-Romance

Foul Play
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Foul Play ist eine ruhige, süße Sports Romance für zwischendurch – mit sympathischen Charakteren, die beide für ihre Ziele brennen. Lori ist eher eine typische Perfektionistin, die mit Selbstzweifeln zu ...

Foul Play ist eine ruhige, süße Sports Romance für zwischendurch – mit sympathischen Charakteren, die beide für ihre Ziele brennen. Lori ist eher eine typische Perfektionistin, die mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, was ich zwar nachvollziehbar fand, aber zum Schluss hätte ich mir da einfach etwas mehr Tiefe gewünscht. Josh mochte ich grundsätzlich gern, aber sein Ehrgeiz in Bezug auf seine NBA-Karriere war mir stellenweise etwas zu verbissen. Grundsätzlich war die Ausgangslage allerdings perfekt für die Charakterentwicklungen.

Die Stimmung im Buch ist insgesamt eher ruhig, besonders zu Beginn zieht sich die Handlung etwas. Für meinen Geschmack war die Slow Burn Romance dann auch ein bisschen zu langsam – die Anziehung zwischen Lori und Josh hat sich für mich erst sehr spät spürbar entwickelt, sodass das Prickeln leider nie so richtig bei mir ankam.

Was mir dagegen gut gefallen hat, war auch hier wieder die Basketball-Thematik – gerade weil sie schön mit Loris „Lesemaus“-Charakter kontrastiert. Ich fand es witzig, dass sie mit Sport so gar nichts am Hut hat und trotzdem mittendrin steckt. Die Rückblicke in die Vergangenheit der beiden waren ebenfalls super schön eingebunden und haben ihre gemeinsame Geschichte greifbarer gemacht.

Etwas schade fand ich, dass die Familienprobleme beider Figuren zwar angedeutet werden, aber nur oberflächlich angerissen bleiben. Hier hätte ich mir gewünscht, dass beide Themen intensiver aufgearbeitet werden, um den Charakteren und ihren Geschichten noch mehr Tiefe zu geben.

Mein Fazit:
3,5 Sterne
Insgesamt eine niedliche Sports-Romance, bei der man nicht viel Drama erwarten sollte. Perfekt, wenn man mal zwischendurch etwas Leichtes sucht.