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Veröffentlicht am 15.09.2016

guter Einstieg in eine Reihe

Der Thron von Melengar
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Als Fantasyfan war ich sehr gespannt auf dieses Buch Und ich wurde beileibe nicht enttäuscht. Zuerst lernen wir Hadrian und Rocy kennen, zwei Männer mit vielen Schwertern, die sie auch zu benutzen wissen. ...

Als Fantasyfan war ich sehr gespannt auf dieses Buch Und ich wurde beileibe nicht enttäuscht. Zuerst lernen wir Hadrian und Rocy kennen, zwei Männer mit vielen Schwertern, die sie auch zu benutzen wissen. Zwei coole Kämpfer, die sich auch von fünf Wegelagerern nicht die Butter vom Brot oder die Pferde unterm Hintern wegnehmen lassen wollen. Männer, die für fast jeden Job zu haben sind und nicht so auf Recht und Ordnung und Gildengesetze fixiert sind.
So nehmen sie auch einen zwielichtigen Auftrag an, bei dem sie der Auftraggeber übers Ohr zu hauen versucht und sie kurz darauf als Mörder und Diebe gejagt werden, wo sie doch keines von beiden sind. Nebenbei müsssen sie einer Prinzessin helfen und einen Prinzen retten.
Die beiden Recken haben immer einen flotten Spruch auf Lager, hängen gerne mal zwischen allen Fronten, sind sich auch nicht immer einig in welche Richtunge es gehen soll. Ihr Wagemut, ihre Unerschrockenheit und ihr Kampfgeist werden dringend gebraucht, denn hier brauen sich durchaus größere Problemem zusammen, die aber teilweise in diesem ersten Band nur angedeutet werden.
Dies war einer der "Minuspunkte", als ich irgendwo las, es sollen SECHS Teile werden. So werden in diesem Buch natürlich nur ein paar Häppchen serviert und neben der abgeschlossenen Handlung läuft noch eine größere offene einher, von der mir allerdings viel zu wenig erzählt wurde. Ich vermute mal, bei uns wird hier wieder aus einem Buch immer zwei gemacht.
Besonders hat mir gefallen, dass wohl in diesem Buch viel Wert auf kluge und ausgefeilte Dialoge gelegt wird. Das gehört für mich zu einem guten und spannenden Roman unbedingt dazu. Deshalb und weil es schon jetzt jede Menge Geheimnisse für den Leser und die Protagonisten gibt bin ich schwer angetan und möchte unbedingt weiterlesen. Keine 5 Sterne nur, weil ich noch keine große Rahmenhandlung sehen kann und die wäre bei sechs Teilen schon ganz nett gewesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Teil 2

Der Fluch des Sündenbuchs
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Im zweiten Teil das Sündenbuch sind alle Beteiligten mehr oder weniger auf der Suche nach dem nach dem sagenumwobenen Schatz von El Dorado. Jana kann Conrad überzeugen, dass sie sich beiden für eine schnelle ...

Im zweiten Teil das Sündenbuch sind alle Beteiligten mehr oder weniger auf der Suche nach dem nach dem sagenumwobenen Schatz von El Dorado. Jana kann Conrad überzeugen, dass sie sich beiden für eine schnelle Überfahrt nach Amerika einschiffen. Da die Zeit drängt kurzerhand auf einem Sklavenhändlerschiff. Conrad ist von der ganzen Reise wenig begeistert aber Jana schafft es mal wieder sich durchzusetzen, da sie unbedingt die geheimnisvolle Karte verwenden und nach dem Geheimnis suchen will, welches dort verborgen ist. Sie ist die unternehmungslustigere und neugierigere. Wobei Conrad in Teil 1 auch noch mehr Abenteuer im Sinn hatte - jetzt denkt er schon mal ans Heiraten und Haus kaufen und Familie gründen. Ebenfalls auf die Suche geschickt wird Richard ein armer Schlucker, der zufällig mit der unehelichen Tochter von Walter Raleigh verheiratet ist und von diesem eine handgezeichnete Schatzkarte mit jeder Menge Gefahrenkreuzen bekommt. Der Mann ist dem Alkohol sehr zugetan und eher ein Looser.
Nach einer Überfahr, die auch ihre Tücken und dramatischen Höhepunkte hat,beginnt in der Neuen Welt eine interessante und nicht immer vorhersehbare Reise durch ein teilweise noch wildes und unerschlossenes Land mit Eingeborenen und Urwald und allem was man sich sonst so wünscht. Also ein Abenteuerroman, in dem die Helden und auch ihre Gegner nicht so einfach ans Ziel ihrer Wünsche bekommen. Aber keine Angst, es ist kein Indiana-Jones-Roman. Durch den flotten und angenehmen Schreibstil der Autorin ist man immer mitten drinnen im Geschehen, kann mitfiebern und teilhaben an den Gefahren und Ereignissen aber vor allem erfährt man einiges über das Land und das Leben in dieser fernen Vergangenheit. Mir hat das Buch gut gefallen und ist sicherlich auch für diejenigen lesbar, die den ersten Teil nicht kennen, da er nur locker daran anschließt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

leichte Kost

Wir in drei Worten
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Na ja, eigentlich könnte man die Geschichte wirklich in 3 Worten erzählen - z.B. Rachel liebt Ben.
Bis sie zu dieser Erkenntnis kommt dauert es allerdings eine Weile. Erst mal ist sie 13 Jahre mit dem ...

Na ja, eigentlich könnte man die Geschichte wirklich in 3 Worten erzählen - z.B. Rachel liebt Ben.
Bis sie zu dieser Erkenntnis kommt dauert es allerdings eine Weile. Erst mal ist sie 13 Jahre mit dem Oberekel Rhys liiert. Den fand ich so was von ätzend, dass ich nicht verstehe, wie sie es solange mit ihm aushalten konnte. Und dann gibt es ein langes Hin und Her mit der Frage aller Fragen - kriegt Rachel Ben oder nicht? Denn - wieder 3 Worte - Ben ist verheiratet.
Ich hatte ein Buch wie "Zwei an einem Tag" erwartet - aber so ganz kam es da nicht ran. Dies liegt am Schreibstil, der doch eher einfach gehalten ist aber auch an ein paar Längen und das die Akteure keine wirkliche Entwicklung durchmachen. Dennoch habe ich es durchgelesen und mich gut unterhalten. Leichte Kost die aber nicht lange im Gedächtnis bleibt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

guter Psycho-Thriller

Und nachts die Angst
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Und nachts die Angst - ein schöner Titel - auch wenn ich nicht genau weiß, warum das Buch so heißt, denn Angst hat Reeve eigentlich immer ein bisschen. Vor allem vor Männern. Vor maskulinen Männern, Männern ...

Und nachts die Angst - ein schöner Titel - auch wenn ich nicht genau weiß, warum das Buch so heißt, denn Angst hat Reeve eigentlich immer ein bisschen. Vor allem vor Männern. Vor maskulinen Männern, Männern mit Bärten oder Hüten, auch vor Menschenansammlungen und bestimmten Geräuschen. Vor Gerüchen, die sie an ihr jahrelandes Marthyrium bei einem perversen Entführer erinnern. Nur durch einen glücklichen Zufall konnte sie damals entkommen und es hat lange gedauert, bis sie wieder ein einigermaßen normales Leben führen konnte. Was man halt so normal nennt. Sie hat keine Freunde, und keinen Freund, sie verliert mal wieder ihren Job, sie hat nie ihre Schule fertiggemacht und also keine Ausbildung, sie geht noch immer einmal die Woche zum Psychater und mag es immer noch nicht, wenn sie berührt wird - nicht mal von Familienangehörigen. Auch die vielen Narben auf ihrem Körper erinnern sie immer wieder an die Gefangenschaft und die Quälereien und Schmerzen.
Eines Tages wird sie gebeten einem gerade aus einer ähnlichen Situation befreiten Mädchen, Tilly, mit Gesprächen ein bisschen ins Leben zurückzuhelfen.
Schnell gerät das Ganze aus dem Ruder. Der vermeintlich verhaftete Täter ist nicht alleine gewesen. Es werden zwei weitere Mädchen vermisst und ein gewisser Duke beobachtet alles und hört alles.
Man weiß ziemlich schnell, wie alles gelaufen ist und noch läuft, man kennt den Täter und der kennt seine Verfolger und Reeve.
Der Schreibstil war angehnehm. Die psychologischen Hintergründe werden gut und ausführlich erklärt, Reeve ist glaubwürdig und sympathisch. Genervt hat mich allerdings sehr, dass sämtliche Ermittler und die Staatsanwaltschaft und eigentlich alle anderen Leutchen auch, Reeve wie eine Kranke behandeln, die sich gefälligst nicht einmischen soll und die ja sowieso nicht weiß, wovon sie spricht. Als Reeve eines der Mädchen findet wird es noch schlimmer und sie wird fast mitverdächtigt. Keiner hilft ihr - zumindest die meiste Zeit und das nervte mich schon sehr.
Außerdem passiert ziemlich lange nichts wirklich spannendes und in der Mitte musste ich mich etwas zum Lesen zwingen, da ich am liebsten vorgeblättert hätte. Vielleicht lag das auch daran, dass man sehr viel schon sehr schnell als Leser erfahren durfte. Diese Art von Geschichtenaufbau mag ich nicht so. Ich rate lieber mit den Leuten mit, als alles schon zu wissen.
Also ein gutes aber nicht geniales Thrillerbuch. Empehlenswert und guter Erstling.

Veröffentlicht am 15.09.2016

schöner Schreibstil

Die schöne Philippine Welserin
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Über die Handlung wurde hier ja schon ausreichend gepostet. Prinzipiell war es sehr interessant über den Klüngel zwischen den Adelshäusern zu lesen und ich war nicht überrascht, dass hier auch mit unfairen ...

Über die Handlung wurde hier ja schon ausreichend gepostet. Prinzipiell war es sehr interessant über den Klüngel zwischen den Adelshäusern zu lesen und ich war nicht überrascht, dass hier auch mit unfairen und mörderischen Mitteln versucht wurde, auf die Menschen und das Weltgeschehen gleichermaßen Einfluss zu nehmen. Ferdinand der Zweite, Sohn aus dem Hause Habsburg, ist zwar schwer verliebt in seine Philippine, aber doch nicht genug, um sie offiziell zur ehrbaren Frau zu machen. Wohl meint er, dass das ihr und vor allem ihm schaden könnte - aber er kann nicht verhindern, dass mehrmals tödlich gemeinte Anschläge auf sie verübt werden. Ich hatte das Gefühl, dass er ein typischer Mann seiner Zeit ist, der es als gegeben ansieht, dass die Frau die Leidende sein darf, wenn es um das Wohl des Mannes geht. Und Philippine ist zwar klug aber durch die Liebe weich und nachgiebig.
Schön wären die geschichtlichen Hintergründe und die Pflanzenheilkunde im besonderen. Einen wirklichen Kriminalfall konnte ich weit und breit nicht finden. Dass sie schon eingangs erwähnt im STerben liegt und ihr Leben und die Anschläge rekapituliert ist nicht genug für eine Krimihandlung. Also ein guter historischer Roman über eine komplizierte Liebes- und Ehebeziehung, die vorzeitig endet.
Maßig spannend, unterhaltsam und sehr gut im Schreibstil.