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Veröffentlicht am 03.09.2022

Wer sind die Bösen?

Als das Böse kam
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Juno und ihr Bruder Boy leben auf einer Insel, fernab von den Fremdlingen, die sie suchen und holen wollen. Deshalb müssen sie sich gemeinsam mit ihren Eltern verstecken und dürfen niemals die Insel verlassen. ...

Juno und ihr Bruder Boy leben auf einer Insel, fernab von den Fremdlingen, die sie suchen und holen wollen. Deshalb müssen sie sich gemeinsam mit ihren Eltern verstecken und dürfen niemals die Insel verlassen. Doch Juno, die langsam heranwächst fragt sich immer mehr, was sich am anderen Ufer verbirgt und was es mit dem merkwürdigen Verhalten ihrer Eltern auf sich hat...

Der Plot von "Als das Böse kam" ist erst einmal spannend und bietet viele Möglichkeiten, zu spekulieren. Wird Juno von ihren Eltern hinters Licht gehalten? Oder müssen sie sich wirklich verstecken? Gibt es vielleicht sogar mehrere Gegenspieler, gute wie böse, die auf der anderen Seite des Ufers warten? Durch Junos Perspektive, die sehr kindlich ist, erfährt man die Informationen gefiltert und dadurch eingeschränkt. Juno, die ihr Leben fernab von der Zivilisation verbracht hat, kann Dinge, die für uns normal sind, nicht so einfach einordnen. Das hatte vor alle, zu Beginn des Buches einen großen Reiz und hat Spannung erzeugt, denn es führte dazu, das ich vieles in Frage gestellt habe.

Der Schreibstil des Autors ist einfach gehalten, was zur Perspektive der Jugendlichen passt, jedoch nicht immer die Thriller-Atmosphäre schaffen kann. In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass es sich hierbei vielleicht eher um einen Thriller für Jugendliche handelt und dem würde ich zustimmen.

Durch viele Andeutungen, die nie ganz aufgelöst wurden und durch die grobe Erzählweise dachte ich bis zum Ende hin, es würde eine große Wendung kommen, die das alles erklären würde. Nachdem dies nicht geschah, blieb ich ein wenig enttäuscht zurück. Den Thrill-Faktor habe ich leider nie gespürt, auch wenn das Buch durchaus etwas Neues beinhaltet und dadurch vor allem zu Beginn Spannung erzeugen kann.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Freundschaft, Drogen, Missgunst - und ein Mord

Truth or Dare. Triff deine Wahl
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"Truth or Dare" wollte ich vor allem wegen der Mischung aus Thriller und Jugendroman lesen. In Firecreek geschieht ein Mord, nachdem vier Freunde dort gemeinsam auf einem Campingplatz den Abend verbringen, ...

"Truth or Dare" wollte ich vor allem wegen der Mischung aus Thriller und Jugendroman lesen. In Firecreek geschieht ein Mord, nachdem vier Freunde dort gemeinsam auf einem Campingplatz den Abend verbringen, um sich eigentlich auszusöhnen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Brianna, der Ex-Freundin des Opfers.

Darauffolgend begleitet man Brianna, die den Mörder ihres Ex-Freundes finden will. Ihr schlägt viel Missgunst entgegen und sie deckt das ein oder andere Geheimnis auf. Gleichzeitig bekommt man viele Einblicke in ihr Gedankenleben, was mir manchmal ein wenig zu viel wurde und das Buch in die Länge gezogen hat. Auch herrscht eine sehr aggressive Grundstimmung vor, in der es sich anfühlt, als wäre jeder gegen Brianna. Manches Verhalten, insbesondere von den Erwachsenen, konnte ich da nicht ganz nachvollziehen.

Briannas Freunde Xenia und Yves waren mir da um einiges nahbarer. Insbesondere Yves war mein heimlicher Favorit, denn er wirkt bereits sehr erwachsen und durchdenkt Situationen. Mit Kian als Opfer wurde weiterhin jemand sehr kontroverses als Opfer geschaffen, mit dem ich aufgrund seines Charakters selten mitfühlen wollte.

Der Schreibstil ist flüssig und passend zu einem Jugendbuch, mich konnte er nur leider nie ganz erreichen, sodass es mir schwer fiel, in die Geschichte zu versinken.

Die Handlung selbst und insbesondere die Ermittlungen rundum den Mordfall sind meist schlüssig. Insbesondere das Ende hat mir gut gefallen, alles passt zusammen und die Auflösung ist spannend, da mehr als eine/ einer als TäterIn in Frage kommen.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Nichts für schwache Nerven

All Lovers Lost
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"All Lovers Lost" wirkt allein vom originellen Titel und dem düsteren Cover her nicht verspielt-romantisch, sondern teasert schon hier an, dass mit den Blutsaugern in diesem Werk keineswegs zu Spaßen ist. ...

"All Lovers Lost" wirkt allein vom originellen Titel und dem düsteren Cover her nicht verspielt-romantisch, sondern teasert schon hier an, dass mit den Blutsaugern in diesem Werk keineswegs zu Spaßen ist. Schade ist es ein wenig, dass die Inhaltsangabe schon einiges vom Inhalt vorweg gibt, denn gerade dieser ist anders als viele anderen Vampirromane. Nicht die Romantik, sondern die (blutrünstige) Entwicklung der Charaktere - als Vampire - steht hier im Fokus.

Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und alle Perspektiven tragen ihren Teil zur Gesamtstory bei, wobei sich nichts doppelt. Durch die generelle Kürze des Buches und den dazukommenden verschiedenen Perspektiven fiel es mir schwer, hier eine Beziehung zu einzelnen Charakteren aufzubauen, wobei Sina noch am meisten zu Wort kommt. Die Charaktere sind auch keine 0-8-15-Charaktere, sondern durchaus charakterstark. Sina beispielweise wirkt mitunter sehr zutraulich, aber auch ein wenig sprunghaft, während ich Lazarus seine Melancholie vollkommen abgekauft habe.

Die Geschichte konnte mich zu Beginn durch die etwas anderen Vampire begeistern, aber mit der Zeit sank die Spannung, was vor allem an der schnellen Abhandlung der Geschehnisse lag. Es bleibt kaum Zeit zur Verarbeitung, da geschieht bereits die nächste, durchaus überraschende Wendung. In dem Buch sind so einige Wendungen dabei, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen - die Autorin traut sich hier etwas. Ich hätte nur mehr Zeit und damit mehr Seiten gebraucht, um das Ganze auch zu verarbeiten.

Fazit. Ein anderer, rasant erzählter Vampirroman.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Spannende Idee rundum die Vortexe

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Die Vortex-Reihe ist mir damals sehr oft begegnet und die vielen positiven Stimmen haben mich zum Lesen verleitet. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und habe ich in der Form auch noch nicht gelesen. ...

Die Vortex-Reihe ist mir damals sehr oft begegnet und die vielen positiven Stimmen haben mich zum Lesen verleitet. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und habe ich in der Form auch noch nicht gelesen. Hier reisen die Menschen durch die sogenannten Vortexte - eigentlich nur von Ort zu Ort. Doch Elaine schafft das schier unmögliche und kann auch durch die Zeit reisen. Dadurch zieht sie ungewollt viel Aufmerksamkeit auf sich.

Anna Behring hat einen sehr leichten, unkomplizierten Schreibstil, der perfekt zum Genre passt. Es bleibt handlungstechnisch eher oberflächlich, was mit dem komplizierten Thema der Zeitreise nicht ganz passt. Auch ich hatte ein paar Fragen und mir fielen Ungereimtheiten auf, auch wenn diese für mich nicht unbedingt gravierend waren. Dennoch spiegelt sich hier wieder, was mir bei dem Buch einfach ein wenig gefehlt hat. Sowohl die Charaktere, als auch die Handlung sind typisch für ein Jugendbuch. Insbesondere einige Klischees, allen voran die Antagonisten, haben mein Lesevergnügen ein wenig getrübt. Letztlich glaube ich hier einfach, dass hätte ich das Buch in meiner Jugend gelesen, es mich mehr hätte überzeugen können.

Alles in allem eine spanende,, neu gedachte Idee, deren "Verpackung" nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.

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Veröffentlicht am 13.05.2022

Ganz viel Drama

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
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Auf "Somerset", dass etwas für LeserInnen von Bridgerton sein soll, habe ich mich sehr gefreut. Man begleitet Isabella, die sich nach einem einschneidenden Ereignis nach Bath begibt, um schnellstmöglich ...

Auf "Somerset", dass etwas für LeserInnen von Bridgerton sein soll, habe ich mich sehr gefreut. Man begleitet Isabella, die sich nach einem einschneidenden Ereignis nach Bath begibt, um schnellstmöglich einen Ehemann zu finden, um so eine mögliche Schande von sich und ihrer Familie abzuwenden.

Zunächst begleitet man Isabella dabei, wie sie sich bei ihrer Tante in Bath einlebt. Der Beginn lässt einem einerseits Zeit, anzukommen, anderseits trifft Isabella recht bald auf Alexander, wodurch Spannung aufkommt. Denn obwohl die beiden in einem hitzigen Argument aneinandergeraten, spürt man die Chemie zwischen den beiden.

Isabella wirkt zunächst wie eine selbstständige, intelligente Frau, die zwar eigensinnig ist, diese Eigensinnigkeit jedoch aufgrund der damaligen Konventionen zu verstecken weiß. Alexander wirkt zuweilen zwar oft hitzig, aber auch selbstbewusst. Allerdings entwickeln sich die Charakterzüge der beiden im Verlauf der Geschichte und das nicht zum Positiven. Es ist fast so, als würden beide das Schlechteste im jeweils anderen hervorbringen. Alexander wird übergriffig, Isabella wankelmütig und naiv.

Die Nebencharaktere zeigen hier mehr Kontinuität, allen voran Isabellas Gesellschafterin und spätere Freundin Betty, die einen beständigen, sympathischen Charakter hat. Hier schließt sich ebenso Alexanders bester Freund an.

Aber nicht nur die Hauptcharaktere entwickeln sich mit der Zeit ins Negative, auch die Geschichte selbst verliert sich in ihrer Überdramatisierung, wodurch die Logik und der rote Faden der Geschichte verloren gehen. Von der anfänglichen Chemie zwischen Isabella und Alexander, die für mich unbestreitbar vorhanden war, bleibt zum Schluss nur wenig übrig.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich. Auch dieser gefiel mir zu Beginn des Buches besser, denn am Ende mischen sich viele moderne Ausdrücke in die Sprache der ProtagonistInnen.

Alles in allem ein gelungener Start, der sich in der eigenen Dramatik verliert.

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