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Veröffentlicht am 19.11.2022

Anstrengende Lektüre

Das Zuhause
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"Das Zuhause" von Emanuele Coccia ist eine Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes. Dabei spielt das Zuhause für das menschliche Glück eine entscheidende Rolle. Meisterhaft verknüpft der Autor das ...

"Das Zuhause" von Emanuele Coccia ist eine Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes. Dabei spielt das Zuhause für das menschliche Glück eine entscheidende Rolle. Meisterhaft verknüpft der Autor das Leben zwischen vier Wänden mit der ökologisch drängenden Frage, wie der Mensch die Welt zu seinem Zuhause macht.
Dieses Buch liest man nicht einfach so am Stück weg, es ist zwar nicht dick, aber die Sprache ist schon recht anspruchsvoll zu verstehen. Die kurzen Kapitel laden hier aber grade dazu ein, zu pausieren und über das Gelesene nachzudenken.
Er nimmt hier das Zuhause auseinander, zerteilt es in verschiedene Räume und setzt es auch wieder zusammen, Dabei entstehen bei ihm unterschiedliche Assoziationen, denen ich nicht immer zu folgen vermag, er schweift im erzählen auch gerne ab und wechselt das Thema.
Er hat Erfahrungen mit dem Umzug und dem jeweils neuen Zuhause, wobei ich mir grade hier noch andre Blickwinkel gewünscht hätte, vielleicht vermehrt auf verschiedene Kulturen bezogen. Er bringt aber seine eigenen Erfahrungen mit dem Wohnen und auch der Philosophie mit ein und regt dazu an, selber einiges anders und neu zu sehen und zu bedenken.
Ich persönlich hätte mir hier gerne eine andere Betrachtung der Sichten gewünscht und für mich blieb bei diesem Buch das wundervolle Cover das Beste.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Mit der roten Tasche

Der Fußgänger
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"Der Fußgänger" von Wigald Boning wird beschrieben als eine bodenständige Philosophie des Wanderns.
Mich hat dieses Buch interessiert, weil ich schon einiges sehr Interessantes von Wigald Boning gelesen ...

"Der Fußgänger" von Wigald Boning wird beschrieben als eine bodenständige Philosophie des Wanderns.
Mich hat dieses Buch interessiert, weil ich schon einiges sehr Interessantes von Wigald Boning gelesen habe und auch, weil ich selbst mit Leib und Seele gerne Fußgänger bin.
Mir gefällt sehr, wie er die Geschichte aufbaut, wie er zum Wandern kam, mit den Wurzeln aus seiner Kindheit. Auch die Brücke zu seinem Arbeitsleben wird hier öfter geschlagen, also man erfährt schon so einiges über den Autoren privat.
Ich mag ja so seine verrückten Unternehmungen, also die Gipfel sammeln in allen Bundesländern, Bergbesteigungen in Flipflops oder Stöckelschuhen, Ich habe schon mit großem Interesse sein Buch über seine Nachtsportaktivitäten, schlafen nur unter freiem Himmel oder sein Marathonjahr gelesen und deshalb gingen meine Erwartungen sehr in diese Richtung.
Ich mag sein Geplauder und seine Gedanken, die er hier mit uns teilt, sehr und auch seinen Humor. Auch der philosophische Aspekt kommt hier in Teilen nicht zu kurz, nimmt aber nie überhand. Fotos sind auch enthalten, da hätte ich gerne einige mehr gehabt.
Im Endeffekt wurde ich gut unterhalten, aber es war mir hier zuviel Drumrumgerede und zuwenig von seinen Wanderungen, die hätte ich sehr gerne ausführlicher gehabt in seiner unnachahmlichen Art.
Das Buch ist übrigens wunderschön und sehr edel gestaltet, mit Golddruck auf dem Schutzumschlag und bedruckten Buchdeckeln.

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Veröffentlicht am 19.09.2022

Schwieriger Einstieg

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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"A Song of Wraiths and Ruin- Die Spiele von Solstasia" von Roseanne A. Brown ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie, die teils von afrikanischer Folklore inspiriert wurde.
Im Königreich Sonande findet ...

"A Song of Wraiths and Ruin- Die Spiele von Solstasia" von Roseanne A. Brown ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie, die teils von afrikanischer Folklore inspiriert wurde.
Im Königreich Sonande findet das berühmte Solstasia-Turnier statt, doch die Kronerbin Karina hat ganz andere Sorgen. Sie möchte ein finsteres Ritual durchführen, um ihre ermordete Mutter, die Königin, wiederzubeleben.
Malik sucht mit seinen beiden Schwestern ein neues, besseres Leben, doch schon bei der Ankunft wird seine kleine Schwester Nadia von einem Dschinn entführt und auch er soll finsteren Plänen folgen.
Beide Charaktere dürfen wir hier abwechselnd begleiten und bei beiden baut sich langsam eine Spannung auf. Ein wenig braucht es, um diese Welt zu verstehen und zu durchschauen, einiges blieb mir fremd, weil dazu noch Erklärungen fehlten.
Zwischenzeitlich zog sich die Handlung ziemlich und hätte mich fast verloren, wenn es nicht im zweiten Drittel nochmals sehr interessant und sogar spannend wurde. Mittlerweile habe ich auch den zweiten Teil gelesen und halte es als Gesamtwerk für ein gelungenes Fantasy_Buch, dass ich mit vier Sternen bewerten würde.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Schweigen ist nicht immer die Lösung

72 Stunden - Fürchte die Stille
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"72 Stunden - Fürchte die Stille" von Ben Escher ist ein Thriller, der für mich sehr stark anfing und dann an Spannung verlor.
Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Bea Winterleitner lässt ihren kleinen ...

"72 Stunden - Fürchte die Stille" von Ben Escher ist ein Thriller, der für mich sehr stark anfing und dann an Spannung verlor.
Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Bea Winterleitner lässt ihren kleinen Sohn im Bällebad eines Einkauszentrums für einen Augenblick aus den Augen und er ist und bleibt verschwunden. Bea steht kurz davor, an der Situation zu zerbrechen. Ihre Beziehung zum Vater von Elias scheitert, im Job hat sie Aussetzer, ihr Leben geht kaputt.
Da bekommt sie einen Hinweis auf eine Art Schweigeseminar in einem alten Schloss und beschließt sich selber damit wieder auf die Reihe zu kriegen. Bei diesem Seminar geschehen aber viele unerklärliche Dinge und die Verwirrung von Protagonistin sowie Leserin spitzen sich zu.
Der Schreibstil ist durchaus spannend und man ist ständig am miträtseln über die Frage der Schuld oder Unschuld. Durch die vielen wechselnden Perspektiven kommt hier sehr viel Dynamik ins Geschehen, langweilig wird es hier nicht.
Die Personen sind mir alle nicht sympathisch, irgendwie hat hier jeder irgendwelche verstörenden Eigenarten oder Geheimnisse. Das machte es für mich noch etwas unrealistischer. Vielleicht wurden hier auch einige Themen zu viel in eine Geschichte gesteckt.
Die Story hat mich irgendwann etwas verloren, als es zu unübersichtlich wurde und auch das Finale konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Das Buch bot gute und spannende Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Erbe aus der Vergangenheit

Das Haus der stummen Toten
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"Das Haus der stummen Toten" von Camilla Sten ist ein Thriller, der uns aus zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt wird.
Eleanor hat eine Gesichtserkennungsschwäche, deshalb kann sie den Mörder ihrer ...

"Das Haus der stummen Toten" von Camilla Sten ist ein Thriller, der uns aus zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt wird.
Eleanor hat eine Gesichtserkennungsschwäche, deshalb kann sie den Mörder ihrer Großmutter, den sie noch am Tatort antraf, nicht identifizieren. Schlimmer noch, er könnte ihr jederzeit unerkannt über den Weg laufen.
Um das Erbe zu sichten und zu sortieren, fährt sie mit ihrem Freud, ihrer Tante und einem Anwalt zu einem Hof namens Solhöga. Niemand weiß genaueres über dieses Anwesen, dass zu Lebzeiten der Großmutter gemieden wurde und sehr abgeschieden liegt.
In dem Landhaus kommt es dann zu einem seltsamen Ereignis nach dem anderen und die Gruppe muß um ihr Leben fürchten Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit des Hauses und der Großmutter, bis sich daraus eine komplette Geschichte entfaltet.
Das Buch liest sich aufgrund der Kurzen Kapitel schnell und es gibt auch eine gewisse Spannung. Allerdings war viel zu schnell klar, worauf alles hinausläuft.
Mir persönlich hat die Geschichte der Familie in der Vergangenheit merklich besser gefallen als die doch etwas arg konstruierte der Gegenwart.

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