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Veröffentlicht am 19.09.2022

Schwieriger Einstieg

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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"A Song of Wraiths and Ruin- Die Spiele von Solstasia" von Roseanne A. Brown ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie, die teils von afrikanischer Folklore inspiriert wurde.
Im Königreich Sonande findet ...

"A Song of Wraiths and Ruin- Die Spiele von Solstasia" von Roseanne A. Brown ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie, die teils von afrikanischer Folklore inspiriert wurde.
Im Königreich Sonande findet das berühmte Solstasia-Turnier statt, doch die Kronerbin Karina hat ganz andere Sorgen. Sie möchte ein finsteres Ritual durchführen, um ihre ermordete Mutter, die Königin, wiederzubeleben.
Malik sucht mit seinen beiden Schwestern ein neues, besseres Leben, doch schon bei der Ankunft wird seine kleine Schwester Nadia von einem Dschinn entführt und auch er soll finsteren Plänen folgen.
Beide Charaktere dürfen wir hier abwechselnd begleiten und bei beiden baut sich langsam eine Spannung auf. Ein wenig braucht es, um diese Welt zu verstehen und zu durchschauen, einiges blieb mir fremd, weil dazu noch Erklärungen fehlten.
Zwischenzeitlich zog sich die Handlung ziemlich und hätte mich fast verloren, wenn es nicht im zweiten Drittel nochmals sehr interessant und sogar spannend wurde. Mittlerweile habe ich auch den zweiten Teil gelesen und halte es als Gesamtwerk für ein gelungenes Fantasy_Buch, dass ich mit vier Sternen bewerten würde.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Schweigen ist nicht immer die Lösung

72 Stunden - Fürchte die Stille
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"72 Stunden - Fürchte die Stille" von Ben Escher ist ein Thriller, der für mich sehr stark anfing und dann an Spannung verlor.
Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Bea Winterleitner lässt ihren kleinen ...

"72 Stunden - Fürchte die Stille" von Ben Escher ist ein Thriller, der für mich sehr stark anfing und dann an Spannung verlor.
Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Bea Winterleitner lässt ihren kleinen Sohn im Bällebad eines Einkauszentrums für einen Augenblick aus den Augen und er ist und bleibt verschwunden. Bea steht kurz davor, an der Situation zu zerbrechen. Ihre Beziehung zum Vater von Elias scheitert, im Job hat sie Aussetzer, ihr Leben geht kaputt.
Da bekommt sie einen Hinweis auf eine Art Schweigeseminar in einem alten Schloss und beschließt sich selber damit wieder auf die Reihe zu kriegen. Bei diesem Seminar geschehen aber viele unerklärliche Dinge und die Verwirrung von Protagonistin sowie Leserin spitzen sich zu.
Der Schreibstil ist durchaus spannend und man ist ständig am miträtseln über die Frage der Schuld oder Unschuld. Durch die vielen wechselnden Perspektiven kommt hier sehr viel Dynamik ins Geschehen, langweilig wird es hier nicht.
Die Personen sind mir alle nicht sympathisch, irgendwie hat hier jeder irgendwelche verstörenden Eigenarten oder Geheimnisse. Das machte es für mich noch etwas unrealistischer. Vielleicht wurden hier auch einige Themen zu viel in eine Geschichte gesteckt.
Die Story hat mich irgendwann etwas verloren, als es zu unübersichtlich wurde und auch das Finale konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Das Buch bot gute und spannende Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Erbe aus der Vergangenheit

Das Haus der stummen Toten
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"Das Haus der stummen Toten" von Camilla Sten ist ein Thriller, der uns aus zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt wird.
Eleanor hat eine Gesichtserkennungsschwäche, deshalb kann sie den Mörder ihrer ...

"Das Haus der stummen Toten" von Camilla Sten ist ein Thriller, der uns aus zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt wird.
Eleanor hat eine Gesichtserkennungsschwäche, deshalb kann sie den Mörder ihrer Großmutter, den sie noch am Tatort antraf, nicht identifizieren. Schlimmer noch, er könnte ihr jederzeit unerkannt über den Weg laufen.
Um das Erbe zu sichten und zu sortieren, fährt sie mit ihrem Freud, ihrer Tante und einem Anwalt zu einem Hof namens Solhöga. Niemand weiß genaueres über dieses Anwesen, dass zu Lebzeiten der Großmutter gemieden wurde und sehr abgeschieden liegt.
In dem Landhaus kommt es dann zu einem seltsamen Ereignis nach dem anderen und die Gruppe muß um ihr Leben fürchten Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit des Hauses und der Großmutter, bis sich daraus eine komplette Geschichte entfaltet.
Das Buch liest sich aufgrund der Kurzen Kapitel schnell und es gibt auch eine gewisse Spannung. Allerdings war viel zu schnell klar, worauf alles hinausläuft.
Mir persönlich hat die Geschichte der Familie in der Vergangenheit merklich besser gefallen als die doch etwas arg konstruierte der Gegenwart.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ohne roten Faden

Meine verlorene Freundin
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"Meine verlorene Freundin" von Milena Busquets ist ein Roman, der mich nach dem Ende ein wenig ratlos zurückläßt.
Die Protagonistin ist Autorin, Mitte 40 und zieht zwei Jungs von verschiedenen Vätern ...

"Meine verlorene Freundin" von Milena Busquets ist ein Roman, der mich nach dem Ende ein wenig ratlos zurückläßt.
Die Protagonistin ist Autorin, Mitte 40 und zieht zwei Jungs von verschiedenen Vätern auf. Sie hat eine Beziehung, die sie aber selbst noch in Frage stellt und jetzt möchte sie sich erinnern. An eine Freundin aus lange vergangenen Tagen, die vor vielen Jahren als Jugendliche plötzlich und sehr schnell verstarb. Sie versucht sich an die Umstände von Gemas Tod zu erinnern, wann sie sie zuletzt sah, was sie besprachen. Die Protagonistin geht auf eine Suche in die Vergangenheit.
Die Autorin hat einen guten Schreibstil, manche ihrer Sätze gingen mir richtig unter die Haut und dadurch las sich das Buch sehr gut.
Mir hat hier aber ein konsequenter roter Faden, eine Handlung gefehlt. Die Geschichte springt von einem Punkt zu anderen, nichts wird vertieft, nichts zum Abschluß gebracht.
Die Figuren bleiben mir fern und fremd, ja sind mir nicht sympathisch. Mir fehlte hier auch die Geschichte um die Freundin, die immer nur am Rande mal auftauchte, da die Protagonistin mehr mit sich und ihren Problemen beschäftigt war.
Hier wurde sehr viel Potential verschenkt, denn die Sprache weiß zu gefallen und die Geschichte klang auch sehr spannend.

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Veröffentlicht am 18.07.2022

Schwieriges Thema

Blindfisch
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"Blindfisch" von Karen-Susan Fessel ist ein ganz besonderes Buch über einen Jungen und seinen Umgang mit dem seltenen Usher-Syndrom und Diversität.
Die Erkrankung von Lon ist sehr selten und sie schädigt ...

"Blindfisch" von Karen-Susan Fessel ist ein ganz besonderes Buch über einen Jungen und seinen Umgang mit dem seltenen Usher-Syndrom und Diversität.
Die Erkrankung von Lon ist sehr selten und sie schädigt das Innenohr und auch die Augen. Im schlimmsten Fall wird man komplett gehörlos und blind. Lon weiß das alles und ich finde diese Vorstellung so absolut schwer vorstellbar.
Hier begleiten wir Lon über einige Monate auf seinem Weg mit der Erkrankung umzugehen und sich den Folgen zu stellen. Er versucht mit allen Mitteln sich seinen "Normalzustand" noch zu bewahren, das heißt, er will niemanden von seinen zunehmenden Einschränkungen wissen lassen. Nicht seinen besten Freunden, nicht seinem Arzt und schon gar nicht seinen Eltern. Das gelingt ihm zunehmend schlechter.
Die Kapitel sind teilweise sehr kurz und lassen sich schnell lesen. Erzählt wird aus der Sicht von Lon, die Beschreibungen sind teils sehr gut gelungen, manchmal fühlt man sich gemeinsam mit ihm verloren. Lon versucht verzweifelt keine negativen Gefühle aufkommen zu lassen, sondern sich an die normalen Dinge zu klammern, die seine Freunde bewegen und wichtig finden. Also Liebe, Jungs, Mädchen, Klassenfahrten, einfach leben.
Der Nachteil dieser Sichtweise ist, dass Lon einem emotional fremd bleibt, er bleibt für den Leser der Außenseiter, der er nicht sein will.
Ich kann die Gedanken von Lon gut nachvollziehen, viele seiner Handlungen und Entscheidungen aber nicht verstehen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, nur das Ende gefiel mir nicht, das war mir zu positiv für dieses schwere Thema.

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