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Veröffentlicht am 07.09.2022

Nichts ist vergessen

Die Vergessene
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„Die Vergessene“ von Karin Slaughter ist der zweite Band um Andrea Oliver, die nach den traumatischen Ereignissen im Vorgängerband inzwischen ein frischgebackener US-Marshal ist.
Noch vor ihrer eigentlichen ...

„Die Vergessene“ von Karin Slaughter ist der zweite Band um Andrea Oliver, die nach den traumatischen Ereignissen im Vorgängerband inzwischen ein frischgebackener US-Marshal ist.
Noch vor ihrer eigentlichen Abschlussfeier wird Andrea Oliver zu ihrem ersten Auftrag beordert. Der Job ist äußerst persönlich und führt Andrea bei ihren Ermittlungen zurück in ihre eigene Vergangenheit. Andrea soll offiziell zur Bewachung einer Bundesrichterin in Longbill Beach eingesetzt werden, die einige ernste anonyme Drohbriefe erhalten hat. Gleichzeitig muss sie herausfinden, ob der brutale Mord an deren Tochter Emily vor vierzig Jahren vielleicht mit Andreas leiblichem Vater zu tun hat. Emily starb in der Nacht ihres Highschool-Abschlussballes und der Mörder wurde nie offiziell gefasst.

Karin Slaughter ist Expertin für hochspannende Thriller und ich liebe ihre Pageturner. Andrea steht nun zum zweiten Mal im Mittelpunkt und ich hoffe doch stark, dass wir sie nicht zum letzten Mal gesehen haben.
Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, die kapitelweise wechseln. Es beginnt 1982 mit Emilys letztem Abend und springt dann zu Andrea in die Gegenwart. In der Folge wird auf der Vergangenheitsebene die Zeit vor dem brutalen Mord an Emily beleuchtet, was einem das siebzehnjährige Mädchen noch näher bringt und die Tat umso entsetzlicher wirken lässt. Ich könnte gar nicht sagen, welcher Erzählstrang spannender ist, denn beide erzeugen einen derartigen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Der komplexe Aufbau der Story ist unglaublich packend und absolut geschickt gemacht.
Longbill Beach ist ein Ort voller menschlicher Abgründe, Lügen, Intrigen, Manipulationen und Grausamkeiten. Emily war vor vierzig Jahren ein unschuldiges Opfer, welches keine Chance hatte. Andrea hingegen ist inzwischen stärker als früher und versucht, ihre vormalige Opferrolle hinter sich zu lassen. Diese Entwicklung ist hautnah und authentisch beschrieben und man darf bis zum Schluss mitfiebern.
Mit Bible hat Andrea einen facettenreichen und faszinierenden Partner an ihrer Seite, der mich immer wieder beeindrucken konnte. Und der attraktive Mike Vargas sorgt für humorvolle Zwischentöne, aber auch für berührende Momente.
Der fesselnde Cold Case lässt Emily nie zu einem anonymen Opfer verblassen und ist auf vielen Ebenen schockierend. Allein die gesellschaftlichen Ansichten der Reagan-Ära, die vor wenigen Jahrzehnten geherrscht haben, sind einfach nur erschreckend. Aber auch die Hilflosigkeit, die gegenüber manchen Situationen in der Gegenwart besteht, geht tief unter die Haut.

Mein Fazit:
Karin Slaughter konnte mich wieder einmal komplett in ihren Bann ziehen und ich kann nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Magisches Seoul

Emerald Witches
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„Emerald Witches – Ahnenmond“ von Laura Labas ist der packende erste Teil ihrer magischen Reihe Die Hexen von Seoul.
Die Stadt Seoul wird seit Jahrhunderten von sieben Hexenzirkeln regiert. Immer wenn ...

„Emerald Witches – Ahnenmond“ von Laura Labas ist der packende erste Teil ihrer magischen Reihe Die Hexen von Seoul.
Die Stadt Seoul wird seit Jahrhunderten von sieben Hexenzirkeln regiert. Immer wenn der Ahnenmond aufsteigt, kämpfen die Auserwählten eines jeden Zirkels um die künftige Vorherrschaft über die anderen sechs Zirkel. Für den Smaragdzirkel soll dieses Jahr die junge Hexe Hana antreten, die als stärkste Favoritin gilt. Doch Hana ist über ihre Rolle alles andere als glücklich und als sie ihren letzten Abend in Freiheit genießt, wendet ein Kuss des Dämonen Bobby ihr vorbestimmtes Schicksal. Durch seine Berührung wird Hana vom Herrschaftskampf ausgeschlossen, was ihr jedoch das Leben rettet. Die oberste Hexe tötet nämlich beim Ritual alle Anwärterinnen, denn sie ist nicht bereit, ihre Macht aufzugeben.

Ich finde es absolut spannend, dass Laura Labas für ihre neue Reihe die pulsierende und faszinierende Metropole Seoul als Schauplatz ausgewählt hat. Ihr bildhafter und detailreicher Schreibstil sorgt dafür, dass man sich bei Lesen fast so fühlt, als würde man gemeinsam mit Hana durch die Straßen streifen. Genauso gelungen ist natürlich auch die dazugehörige Unterwelt.
Die mächtige aber unerfahrene Hexe Hana ist die Heldin in dieser mitreißenden Urban Fantasy. Bisher wuchs Hana ziemlich abgeschirmt und behütet auf, um ihre Rolle im Herrschaftskampf nicht gefährden. Aber genau diese Unwissenheit ist schuld, dass Hana in umso größerer Gefahr schwebt.
Ich konnte oft mit Hana mitfühlen, die zu recht frustriert ist, weil sie über so viele wichtige Fakten im Unklaren gelassen wurde. Trotzdem würde sie für ihre Familie und ihre Freunde alles tun. Das mag ich an ihr.
An Hanas Seite steht der Dämon Bobby, dessen Motive nicht so leicht zu durchschauen sind. Es knistert im Laufe der Zeit immer stärker zwischen ihm und Hana, wobei ihre aufkeimenden Gefühle authentisch und nachvollziehbar beschrieben sind.
Die Handlung konnte mich immer wieder mit ihren Plottwists überraschen und vor allem am Ende war ich echt sprachlos. Die schillernde Welt der Hexen und Dämonen von Seoul wird an keiner Stelle langweilig und die Spannungskurve bleibt auf hohem Niveau. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten, denn ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Mein Fazit:
Großartiges Setting, vielschichtige Helden und eine packende Story! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Traummann oder Fehlgriff

Mister One
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„Mister One“ von Brianna Gray ist eine witzige und sehr unterhaltsame Lovestory, die hinter die Kulissen einer erfolgreichen Bachelor-Show führt.
Abby war ihrem Traum als Regisseurin in Hollywood bereits ...

„Mister One“ von Brianna Gray ist eine witzige und sehr unterhaltsame Lovestory, die hinter die Kulissen einer erfolgreichen Bachelor-Show führt.
Abby war ihrem Traum als Regisseurin in Hollywood bereits sehr nah, als sie unsanft auf dem Boden aufschlug. Ihre zweite und wahrscheinlich letzte Chance bekommt sie ausgerechnet bei der erfolgreichen Datingshow Mister One, bei der sie einen Job als Regieassistentin ergattert. Für die Social-Media-scheue Abby ist die Show ein Albtraum, vor allem als sie den diesjährigen Traummann Dorian King, einen Lokalpromi und Influencer, kennenlernt. Dorian steht für alles, was Abby verabscheut und trotzdem kann sie sich irgendwann der knisternden Anziehung nicht entziehen. Und auch Dorian sind seine Kandidatinnen plötzlich völlig egal, denn er will nur Abby.

Ich finde, dass das Grundthema voller Potenzial steckt und Brianna Gray hat meine Erwartungen vollkommen erfüllt und eigentlich noch übertroffen. Ich mag ihren lockeren und leichten Schreibstil und liebe den mitreißenden Humor des Buches. Die Story wird abwechselnd aus den Perspektiven von Abby und Dorian erzählt und vor allem bei Dorians Perspektive habe ich oft Tränen gelacht.
Abby ist von der Pferderanch ihrer Eltern in Alabama nach Hollywood gekommen, um ihren Traum zu leben. Im Herzen ist sie trotzdem natürlich und sie selbst geblieben und fällt in der künstlichen Scheinwelt von Hollywood deshalb ziemlich auf. Ein Fehler hat sie schon einmal ihre Karriere gekostet und so versucht Abby alles, damit sich der Albtraum nicht nochmals wiederholt.
Dorian passt mit seinem riesigen Ego wahrscheinlich durch keinen Türrahmen und füllt das Klischee eines Social-Media-affinen Players komplett aus. Ich habe so gefeiert, als er mit seiner üblichen Tour bei Abby einen Korb nach dem anderen kassiert und deshalb völlig entsetzt ist. Irgendwie ist er trotzdem süß und seine liebenswerte Seite kommt im Laufe der Handlung nach und nach zum Vorschein.
Ich liebe die witzigen Schlagabtausche der beiden und ihre mitreißende und feurige Dynamik. Die skurrilen Dates von Dorian sind herrlich beschrieben und man spürt das Knistern zwischen ihm und Abby. Die Autorin hält mit ihrer unterhaltsamen Lovestory der Realityshow- und Social-Media-Welt den Spiegel vor und trifft damit genau ins Schwarze.

Mein Fazit:
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Emotional und wunderschön

The Girl in the Love Song
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„The Girl in the Love Song“ von Emma Scott erzählt wieder einmal eine wunderschöne Lovestory und ist der Auftakt zu der neuen Trilogie der Autorin.
Mit dreizehn Jahren trafen sich Violet und Miller und ...

„The Girl in the Love Song“ von Emma Scott erzählt wieder einmal eine wunderschöne Lovestory und ist der Auftakt zu der neuen Trilogie der Autorin.
Mit dreizehn Jahren trafen sich Violet und Miller und beide wussten sofort, dass diese Begegnung besonders ist. Für Miller war es Liebe auf den ersten Blick und sein Herz gehörte ab sofort nur noch Violet. Sie war das Mädchen aus seinen Love Songs und es gab niemals eine andere für ihn. Doch Violet hat Angst, ihren Gefühlen für Miller nachzugeben. Ihre Eltern sind ein abschreckendes Beispiel dafür, wie aus Freundschaft Liebe und später Hass werden kann. Ihre enge Freundschaft zu Miller ist Violet viel mehr wert, als dass sie sie jemals aufs Spiel setzen würde.

Ich liebe die emotionalen Geschichten von Emma Scott, die mich immer tief im Herzen berühren. Und auch Violet und Miller haben sich dort jetzt einen Platz erobert, denn ihre herzzerreißende Lovestory ist einfach nur wunderschön und zum Dahinschmelzen.
Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt und beginnt mit den dreizehnjährigen Protagonisten und ihrer intensiven, aber noch unschuldigen Freundschaft, die jedoch bereits so viel tiefere Gefühle enthält. Man spürt die enge Vertrautheit und Verbundenheit von Violet und Miller, die zu diesem Zeitpunkt die wichtigsten Personen im Lebend es jeweils anderen sind.
Nach einem Zeitsprung von vier Jahren ist Violet mittlerweile eines der coolen Kids, während Miller der Außenseiter bleibt. Trotzdem hält ihre Freundschaft, obwohl die unterdrückten Emotionen vor allem Miller umso stärker quälen.
Ich mag die beiden Hauptcharaktere unheimlich gern, auch wenn ich Violet manchmal gern einen Schubs in die richtige Richtung verpasst hätte. Miller ist auf jeden Fall der beste Book-Boyfriend ever und man muss sich einfach in ihn verlieben.
Emma Scott erzählt die dramatische Lovestory sehr berührend und mitreißend und ich freue mich schon auf die weiteren Bände mit den übrigen Lost Boys.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Geht unter die Haut

Punk 57
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„Punk 57“ von Penelope Douglas hält absolut, was es verspricht und hat meine Erwartungen alle übertroffen.
Eine Verwechslung führt Ryan und Misha in der Grundschule zusammen, als sie von ihren Lehrern ...

„Punk 57“ von Penelope Douglas hält absolut, was es verspricht und hat meine Erwartungen alle übertroffen.
Eine Verwechslung führt Ryan und Misha in der Grundschule zusammen, als sie von ihren Lehrern als Brieffreunde ausgewählt werden. Sie hören nie auf, sich zu schreiben, und es entwickelt sich eine jahrelange enge Brieffreundschaft und Vertrautheit. Ryan und Misha sind beste Freunde und vertrauen sich alle Geheimnisse an. Aber obwohl sie nur 30 Meilen entfernt wohnen, haben sie die Regel aufgestellt, sich nie zu treffen oder Bilder auszutauschen. Inzwischen stehen beide kurz vor dem Highschool-Abschluss, als die Briefe Mishas plötzlich ausbleiben. Ryan vermisst schmerzlich ihren Seelenverwandten, der immer ihr größter Halt war. Doch Misha hat seine Gründe.

Dass das Buch keine oberflächliche Teenieromanze ist, wird eigentlich schon beim eindrucksvollen Cover deutlich und spätestens nach den ersten Kapiteln ist wohl jedem klar, das es hier echt und ungefiltert in die Tiefe geht. Der Schreibstil von Penelope Douglas hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen. Der Buchhangover hat sich aber definitiv gelohnt.
Ryan und Misha sind keine einfachen Charaktere und ich habe an beiden Seiten entdeckt, die ich nicht unbedingt mochte. Das ist aber kein Grund, dass ich nicht mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert hätte. Gerade ihre Fehler machen sie authentisch und menschlich, denn wer ist schon perfekt.
Ryan ist nicht das Selbst, was sie gern wäre und von dem sie weiß, dass es in ihr steckt. Sie verkörpert nach außen die zickige und mobbende Cheerleaderin, während sie innerlich daran zerbricht. Auch wenn sie hassenswerte Dinge tut, konnte ich sie nicht wirklich hassen. Ihre Gründe sind keine Entschuldigung, aber nachvollziehbar.
Misha war einfacher zu mögen, aber auch sein Verhalten fand ich nicht immer gut. Seine Motive bleiben ziemlich mysteriös und geheimnisvoll, so dass man den Twist am Ende lange Zeit nicht kommen sieht. Die Dunkelheit in Misha geht unter die Haut und man kann sie beim Lesen förmlich spüren. Seine Verzweiflung ist nachvollziehbar, genau wie seine Sehnsucht, die Ryan aus seinen Briefen wiederzubekommen.
Die Autorin legt den Finger tief in die Wunde und spricht in ihrer packenden Story einige wichtige Themen an. Ihre Botschaften werden klar und deutlich deklariert und absolut gekonnt mit der berührenden und emotionalen Lovestory von Ryan und Misha verknüpft. Das Feuer und die Verbundenheit der beiden sind trotz aller Hindernisse immer präsent und ihre Liebe ist fast schon episch. Die schwierige und dramatische Entwicklung ihrer Beziehung hat mich von Anfang bis Ende mitreißen können und einige Twists haben mich echt umgehauen. Vielleicht lese ich das Buch gleich nochmal.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist ein klares Highlight und bekommt von mir die vollen fünf Sternchen!

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