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Veröffentlicht am 06.11.2022

Toller Einzelband

Banshee Blues – Der Fluch der Todesfeen
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Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Der Klappentext und das hübsche Cover haben mich magisch angezogen.

Das Buch startet langsam ...

Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Der Klappentext und das hübsche Cover haben mich magisch angezogen.

Das Buch startet langsam und ich habe leicht in die Urban Fantasy-Geschichte hineingefunden.

Ich mochte die Idee, dass die Nachfahrinnen der Todesfeen ihre Stimme nicht erheben dürfen, von Anfang an. In dieser Form habe ich noch keine Geschichte gelesen, überhaupt kannte ich bis jetzt Banshees (bzw. Bansheenys, wie ihre Nachfahrinnen heißen) noch gar nicht.

Erzählt wird das Buch in der ersten Person von Dee. Sie hat mich mit ihrer sensiblen Art und ihrem Faible für Musik von Anfang an abgeholt und ich mochte ihren Charakter sehr.

Zwischen den Kapiteln gibt es mysteriöse, handschriftlich verfasste Einschübe. Ich habe bis zum Schluss gerätselt, was es damit auf sich haben könnte.

Geister spielen in dem Buch auch eine nicht gerade unerhebliche Rolle und somit passt das Buch für mich perfekt in diese Jahreszeit. Der Geist „Lumi“ ist übrigens ganz toll! Ich möchte auch einen „Lumi“ haben!

Von einigen Wendungen und auch Charakteren wurde ich immer wieder überrascht und die kurzen Kapitel und der angenehme Schreibstil haben dazu beigetragen, dass ich das Buch schnell durchgelesen hatte.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Die Liebe kam mir zu kurz. Ich fühlte es nicht. Am Ende habe ich doch etwas Lovestory bekommen, aber das war mir leider zu wenig.

Den Anfang und das Ende fand ich wirklich stark. Leider habe ich mich im Mittelteil etwas durch die Seiten kämpfen müssen, es war mir zu langatmig.

Fazit: „Banshee Blues“ ist ein innovativer Fantasy-Einzelband mit spooky Vibes!

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Kein "perfect match"

Book of Night
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Mit „Book of Night“ hat Holly Black ihren ersten Fantasyroman für Erwachsene geschrieben. Sowohl der Klappentext als auch das edel aussehende Cover mit der goldenen Schrift auf dem dunkelblauen Hintergrund ...

Mit „Book of Night“ hat Holly Black ihren ersten Fantasyroman für Erwachsene geschrieben. Sowohl der Klappentext als auch das edel aussehende Cover mit der goldenen Schrift auf dem dunkelblauen Hintergrund fand ich ansprechend.

Ich mochte die Idee mit den Schatten, die verändert werden und ihrem Träger besondere Fähigkeiten verleihen können, von Anfang an.

Allerdings ist mir der Einstieg in die Geschichte nicht leicht gefallen. Es tauchen viele Begriffe auf, die erst viel später erklärt werden: Bezeichnungen wie Gloamist für Schattenmagier, Puppeteer und Carapacer für einzelne Disziplinen oder die Sache mit den belebten Schatten - wirklich viel darunter vorstellen konnte ich mir nicht. Ich habe manche Passagen nochmals lesen müssen, um die Textstelle zu verstehen. Das hat meinen Lesefluss leider erheblich gestört. Ich gebe zu, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen. So habe ich mich durch die ersten Kapitel gekämpft und habe dann doch irgendwann in die Geschichte gefunden.

Die Protagonistin Charlie Hall ist ungewöhnlich und war mir sehr unsympathisch. Sie ist eine Diebin und Trickbetrügerin und die Anti-Heldin schlechthin. Sie hat ihr Leben einfach gar nicht im Griff.

Dann gibt es da noch Charlies Freund Vince, den wir auch näher kennen lernen dürfen. Das war es dann aber schon mit den Charakteren, die uns erwarten. Viele der Nebenfiguren habe ich, so schnell sie kamen, auch schon wieder vergessen.

So richtig mitgefühlt habe ich nicht mit den Charakteren. Irgendwie war mir egal, wenn ihnen etwas zugestoßen ist. Das Potenzial wäre da gewesen, nur richtig Tiefe haben sie für mich nicht bekommen.

Eine Liebesgeschichte gibt es auch, ist aber weniger vorrangig. Warum es sich dann explizit um einen Erwachsenenroman handelt, ist mir schleierhaft. Spicy Szenen sucht man jedenfalls vergebens. Der Fokus in diesem Buch liegt eher auf der Magie, den Betrügereien und ist teils echt blutig. Mir war das manchmal eine Spur „too much“.

Wer auf ungewöhnliche Protagonisten, eine düstere Atmosphäre und eine originelle Grundidee abseits des Mainstreams steht, der ist mit diesem Buch sicherlich gut beraten!

Für mich war es leider kein „perfect match“ und ich weiß noch nicht ,ob ich den zweiten Teil der Dilogie noch lesen werde.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Unterhaltsam

Mr. Malcolms Liste
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Als Fan von Jane Austen und Julia Quinn war ich natürlich neugierig auf „Mr. Malcoms Liste“.

Darum geht es: Mr. Jeremy Malcom ist der begehrteste Junggeselle Londons und auf Brautschau. Um die perfekte ...

Als Fan von Jane Austen und Julia Quinn war ich natürlich neugierig auf „Mr. Malcoms Liste“.

Darum geht es: Mr. Jeremy Malcom ist der begehrteste Junggeselle Londons und auf Brautschau. Um die perfekte Frau zu finden, hat er eine Liste entwickelt, deren Bedingungen seine künftige Gattin alle erfüllen sollte. Sein ehrgeiziges Projekt droht schon zu scheitern, als eine gewisse Selina Dalton in die Stadt kommt und ihm ordentlich den Kopf verdreht. Als er erkennt, dass die Frau seiner Träume ebenfalls eine Liste führt, muss er alles daransetzen, ihre Auswahlkriterien zu erfüllen.

Auf gerade einmal 288 Seiten wird die Geschichte von der Autorin Suzanne Allain relativ flott abgehandelt. Es ist kein Platz für Ausschweifungen und Tiefe.

Hat es mir trotzdem gefallen? Oh ja, denn das Buch hat mich unheimlich gut unterhalten. Es war wirklich schön, ein Buch in relativ kurzer Zeit zu lesen und dabei so viel zu schmunzeln.

Der Schreibstil ist schnörkellos und gut durchdacht. Schade war nur, dass so die Charaktere nicht wirklich zum Strahlen kamen.

Für mich kommt Mr. Malcom nicht an Mr. Darcy heran. Aber seien wir mal ehrlich: Wer könnte ernsthaft mit Mr. Darcy konkurrieren?

Fazit: „Mr. Malcoms Liste“ ist eine nette und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

atmosphärische Fantasy mit psychologischem Einschlag

The Deer and the Dragon
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Ich liebe Bücher, die schon optisch Lust aufs Abtauchen machen. „The Deer and the Dragon“ hat auf den ersten Blick alles richtig gemacht: Ein wunderschönes Cover, ein geheimnisvoller Farbschnitt und ein ...

Ich liebe Bücher, die schon optisch Lust aufs Abtauchen machen. „The Deer and the Dragon“ hat auf den ersten Blick alles richtig gemacht: Ein wunderschönes Cover, ein geheimnisvoller Farbschnitt und ein Klappentext, der sofort neugierig auf die Geschichte macht.

Der Einstieg ist vielversprechend: Wir lernen Marlow kennen, die erfolgreiche Autorin ist und auf ihr Leben zurückblickt. In Zeitblenden erfahren wir mehr und mehr über sie, ihre Persönlichkeit und ihre Geschichte. Sie ist selbstbewusst, lebt zurückgezogen und hat durchaus interessante Gedankengänge.

Seit ihrer Kindheit sieht sie Übernatürliches und war deswegen schon in ärztlicher Behandlung. Auch jetzt hat sie einen schattenhaften Begleiter, den sie Caliban nennt, und sie denkt, er sei nicht real.

Bis hierhin war ich angetan. Die Idee war gut und hatte für mich viel Potenzial. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr glitt sie mir durch die Finger. Ich konnte vielen Entwicklungen nicht mehr folgen und noch weniger konnte ich emotional andocken.

Die Figuren blieben mir fremd, ihre Entscheidungen wirkten oft unverständlich. Und obwohl das Buch eigentlich von einer tiefen Verbindung erzählt, blieb mir diese Nähe zwischen Marlow und Caliban seltsam fern. Die angekündigte Liebesgeschichte war kaum spürbar.

Es gab zwischendurch immer wieder Momente, in denen ich dachte: Jetzt! Jetzt nimmt die Geschichte Fahrt auf. Aber oft verpufften diese Impulse zu schnell. Die Spannung, die sich im letzten Drittel noch kurz aufbaute, kam für mich zu spät, zumal ein Cliffhanger als Abschluss gewählt wurde, der mich emotional leider nicht mehr abholen konnte.

Fazit: „The Deer and the Dragon“ sieht aus wie ein Highlight, fühlt sich aber leider nicht so an. Eine starke Idee, die sich für mich im Verlauf verliert. Zu viele lose Fäden, zu wenig greifbare Figuren. Ich hatte große Erwartungen und wurde enttäuscht. Wer Lust auf atmosphärische Fantasy mit psychologischem Einschlag hat, könnte trotzdem einen Blick riskieren. Mich hat der Funke leider nicht erreicht, deshalb bewerte ich das Buch mit 2,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Leider zu oberflächlich

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Durch das herbstliche Cover und den hübschen Buchschnitt bin ich auf das Buch „Meet in in Autumn“ aufmerksam geworden. Ich hatte mir eine Wohlfühlgeschichte à la Gilmore Girls erhofft, aber leider wurden ...

Durch das herbstliche Cover und den hübschen Buchschnitt bin ich auf das Buch „Meet in in Autumn“ aufmerksam geworden. Ich hatte mir eine Wohlfühlgeschichte à la Gilmore Girls erhofft, aber leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Story ist schnell erzählt: Jeanie bekommt von ihrer Tante das Pumpkin Spice Café in Dream Harbour geschenkt und zieht kurzerhand in die Kleinstadt, wo sie nicht nur auf zahlreiche Einwohner, sondern auch auf den attraktiven Farmer Logan trifft. Jeanie und Logan fühlen sich direkt zueinander hingezogen, aber aus unterschiedlichen Gründen klappt es nicht recht mit dem zusammenkommen.

Der lockere Sprachstil der Autorin hat es mir leicht gemacht in das Kleinstadt-Geschehen einzutauchen, aber man hätte noch so viel mehr aus der Geschichte rausholen können:

Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Jeanie und Logan erzählt. Theoretisch könnte das Abwechslung und Tiefe in die Geschichte bringen. Leider wiederholten sich ihre Gedanken oft und die Charaktere blieben recht blass.

Auch das Kleinstadt-Setting und Herbstfeeling kamen bei mir nur oberflächlich an. Wörter wie „Flanell“, „Katze“, „Kürbis“ und „Café“ einzubauen hilft auch nicht viel, wenn ein gewisses Sprachgefühl fehlt und es nicht stimmig wirkt.

Ich wollte die Geschichte wirklich mögen, aber dafür fehlte mir ein bisschen die Detailverliebtheit, ein paar Ecken und Kanten, echte Probleme, Tiefe.

Wer eine romanitsche Lovestory sucht, wird hier leider auch nicht fündig. Dafür sind, wie bereits der Titel und das Cover ankündigen, einige „spicy“ Szenen zwischen den Buchdeckeln zu finden.

Die Marketing-Abteilung hat hier einen tollen Job gemacht. Für mich leider ein klarer Fall von hübsches Cover, nichts dahinter. 2/5 Sternen

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