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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2022

Überraschend

Die Geheimnisse von Birdwood - Das Versteck
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Hinter der Geschichte steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Der Leser wird von immer neuen Wendungen überrascht und es ist doch deutlich Krimilastiger als gedacht. Für mich ganz ...

Hinter der Geschichte steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Der Leser wird von immer neuen Wendungen überrascht und es ist doch deutlich Krimilastiger als gedacht. Für mich ganz klar ein positiver Aspekt, denn die dadurch aufkommende Spannung tut der Geschichte wirklich gut. Ansonsten kann das Buch vor allem durch die Naturthematik bei mir punkten. Ich mag Buchthemen, die uns der Umwelt näher bringen und finde sie gerade auch für junge Leser sehr wichtig. Wer von klein auf lernt, sich in der Natur vernünftig zu benehmen, macht später hoffentlich deutlich weniger falsch.
Gewünscht hätte ich mir, dass ich die Figuren ebenso positiv wahrnehme. Leider ist das nur zum Teil geglückt. Besonders bei Protagonist Twitch habe ich eine ganze Weile gebraucht, um mit ihm einigermaßen warm zu werden. Ich kann zumindest ein Stück weit nachvollziehen, warum er so ein Außenseiter ist und er ist auch nach dem Ende der Geschichte für mich kein Fanliebling geworden.
Ansonsten kann man an der Geschichte wenig aussetzen. Lediglich den Mangel an Realitätssinn, der gerade zum Ende hin deutlich wird. Da die letzten Szenen aber für die grundlegende Moral des Buches wichtig sind, drücke ich hier ein Auge zu. Der Schreibstil, die Optik usw. passen und kann ich für Leser ab 10 Jahren durchaus empfehlen.

Fazit:
Ein angenehmes Überraschungsei, das aber gerne hätte etwas sympathischer sein dürfen.

Veröffentlicht am 18.09.2022

Böse Cliffhanger

Keeper of the Lost Cities – Der Angriff (Keeper of the Lost Cities 7)
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Meinung:
Ich kann es eigentlich immer noch nicht recht glauben, das wir mittlerweile schon bei Teil 7 der Reihe angekommen sind. Die meisten Reihen schaffen es nicht ansatzweise so lange mein Interesse ...

Meinung:
Ich kann es eigentlich immer noch nicht recht glauben, das wir mittlerweile schon bei Teil 7 der Reihe angekommen sind. Die meisten Reihen schaffen es nicht ansatzweise so lange mein Interesse zu wecken, weil es irgendwann eintönig wird. Hier freue ich mich aber auf jeden neuen Band und bin trotz kleiner Schwächen auch von diesem wieder überzeugt.
Ganz klar muss man aber sagen, das die Autorin sich hier einige Seiten hätte sparen können. Das Buch ist mit über 800 Seiten kein Leichtgewicht und das wäre grundsätzlich auch nicht schlimm, aber einiges wiederholt sich einfach, sodass man hier gut hätte kürzen können. Gerade in den ersten 200-300 Seiten ist es manchmal zäh. Da es sich bei der Reihe ja um Kinder-/Jugendbücher handelt, schreckt die reine Dicke vielleicht auch ein paar potenzielle Leser ab.

Abgesehen davon war ich aber wieder sehr zufrieden. Es kamen coole neue Charaktere ins Spiel und insbesondere die Vielfalt der verschiedenen Völker wird ein immer größeres Thema. Es freut mich sehr, dass man auch immer mehr Trolle, Zwerge und Co. kennenlernt. Ansonsten werden immer mehr Geheimnisse enthüllt und die Autorin bleibt sich treu. Viel Action, viele Selbstzweifel, treuer Zusammenhalt und jede Menge Kampf. Ganz das, was ich mag an dieser Reihe. Auch die Allicorns bekommen ihren großen Auftritt, was mich sehr freut. Ich mag Silveny und ihren treuen Mann.

Sorge habe ich ein wenig vor den zukünftigen Bänden. Ich könnte mir vorstellen, dass es trotz der jungen Zielgruppe vielleicht den ein oder anderen Verlust auf der guten Seite geben könnte. Hier lasse ich mich aber gerne eines besseren belehren. Schließlich sind mir mittlerweile alle ans Herz gewachsen.

Fazit:
Wer noch nicht mit der Reihe begonnen hat, sollte das tun. Ich kann sie nur empfehlen.

Veröffentlicht am 09.09.2022

Ein schönes Debüt mit kleinen Schwächen

Der Club der wütenden Fünf
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Dieser Jugendroman hat mich vom Thema sofort angesprochen. Ich habe auf einen leichten, aber gleichzeitig berührenden Coming-of-Age-Roman gehofft und ihn zum Teil auch bekommen.
Besonders der namensgebende ...

Dieser Jugendroman hat mich vom Thema sofort angesprochen. Ich habe auf einen leichten, aber gleichzeitig berührenden Coming-of-Age-Roman gehofft und ihn zum Teil auch bekommen.
Besonders der namensgebende Club hat mir gut gefallen. Die Jugendlichen dort sind ganz unterschiedlich, trotzdem in ihrem Schicksal irgendwie vereint. Ich mag ihren Zusammenhalt, nachdem sie die anfängliche Skepsis abgelegt haben. Auch andere Details wie beispielsweise Laras kleinen „Bruder“ mochte ich gern. Leider konnte mich aber Lara selbst nicht überzeugen. Sie war mir zu übertrieben pubertär und trotz ihres schwierigen Schicksals hätte sie etwas freundlicher sein können. Dieses Rumgezicke gepaart mit einer Ablehnung gegen alles gefiel mir nicht. Da fand ich tatsächlich die meisten anderen Figuren interessanter.
Hier und da hätte ich auch gerne mehr Hintergründe über die anderen erfahren, die ihr Verhalten vielleicht nachvollziehbarer machen. So bleibt alles ein wenig oberflächlich, für ein leichtes Jugendbuch, aber okay. Ähnlich geht es mir mit dem Schreibstil der Autorin. Man merkt doch manchmal, dass es sich um ein Debüt handelt. So ganz ausgereift wirkt die Sprache noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Geschichte ist auf jeden Fall nett zu lesen und für Teens bestimmt ganz gut nachvollziehbar.

Fazit:
Ich wurde gut unterhalten, auch wenn nicht alles perfekt war. Durchaus einen Versuch wert.

Veröffentlicht am 05.09.2022

Hier ist der Name Programm

Selbstgemacht schmeckt besser
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Ich habe mich für euch in die Küche gestellt und ein Kochbuch getestet. In „Selbstgemacht schmeckt besser“ geht es vor allem darum, im Alltag gesünder und nachhaltiger Fertigprodukte einfach selbst zu ...

Ich habe mich für euch in die Küche gestellt und ein Kochbuch getestet. In „Selbstgemacht schmeckt besser“ geht es vor allem darum, im Alltag gesünder und nachhaltiger Fertigprodukte einfach selbst zu machen.

Inhaltlich hat das Buch Folgendes zu bieten:
Schnelle kleine Helfer
Fertige Mischungen
Saucen und Aufstriche
Eingelegt und Fermentiert
Fertiggerichte selbst gemacht
Süßes und Knabbereien

Wie man schon am Inhaltsverzeichnis sieht, ist das Angebot der Rezepte vielfältig. Teilweise waren wirklich schöne Kochanleitungen dabei, trotzdem habe ich mich aber nicht wirklich in die Auswahl verliebt. Das ist natürlich aber stark abhängig vom eigenen Geschmack. Beim Ausprobieren haben wir verschieden Sachen gemacht, um einen guten Überblick zu bekommen.
Die Umsetzung der Kochanleitungen hat mir gut gefallen. Die Texte waren kurz und bündig und optisch übersichtlich dargestellt. Der Schwierigkeitsgrad ist im Allgemeinen nicht allzu hoch anzusiedeln, sodass auch oder vor allem Anfänger in der Küche ihren Spaß haben dürften.

Unterlegt sind die Rezepte mit Bildern, was ich grundsätzlich immer sehr hilfreich finde. Das ganze Buch wirkt schlicht und unaufgeregt und passt optisch gut zum gewählten Thema.
Manche Rezepte enthalten noch zusätzliche Tipps, Nährwertangaben sind leider Fehlanzeige. Dafür gibt es gute Zeitangaben für die Zubereitung und Infos zur Haltbarkeit der gemachten Speisen.

Geschmacklich konnten uns unsere Experimente überzeugen. Besonders die geschmorten Ofentomaten sind sehr geschmackvoll und sie wird es sicherlich noch mal geben. Auch die Nüsse zum Snacken sind eine schöne Abwechselung zum Fertigprodukt und schnell und einfach gemacht. Der Zitronensirup ist insbesondere im Sommer gemischt mit kaltem Wasser eine leckere Erfrischung.

Fazit:
Wer gerne Fertigprodukte ist und auf die gesündere Variante umsteigen möchte, ist hier goldrichtig. Wir nehmen die ein oder andere Anregung aus dem Buch mit.

Veröffentlicht am 17.08.2022

Tolle Bilder

Agnes und der Traumschlüssel
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Meinung:
Agnes und der Traumschlüssel lässt sich wohl am besten mit dem Schlagwort schön beschreiben. Eine schöne Geschichte, untermalt mit schönen Zeichnungen und einem schönen Hintergrund. Besonders ...

Meinung:
Agnes und der Traumschlüssel lässt sich wohl am besten mit dem Schlagwort schön beschreiben. Eine schöne Geschichte, untermalt mit schönen Zeichnungen und einem schönen Hintergrund. Besonders die Zeichnungen stechen heraus und sind anders als in den meisten Kinderbüchern. Mir haben sie extrem gut gefallen. Die Geschichte selbst ist sommerlich, leicht und ein bisschen mysteriös. Neue Freundschaft spielt ebenso eine Rolle wie die eigene Vergangenheit. Die Handlung war grundsätzlich rund, mir aber selbst für ein Kinderbuch zu konstruiert. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Einfallsreichtum von der Autorin erhofft.
Agnes und Muffin haben mir als Figuren ganz gut gefallen, Agnes war mir aber trotz Sympathie zu altklug für ihr Alter. Das passte nicht so recht. Muffin empfand ich als authentisch.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass Leser im passenden Alter beide Figuren gern mögen und gern mit ihnen ermittelt hätten. Für Kids auf jeden Fall ein hüsches Buch.

Fazit:
Eine leichte Sommergeschichte mit toller Optik.