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Veröffentlicht am 19.09.2022

Grandioses Finale der fantastischen Buchreihe

Midnight Chronicles - Nachtschwur
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Am Tag des Blutbades hatte Jules, der von einem Grim-Hunter zum Vampir umgewandelt wurde, Holden Iwanow so schwer verletzt, dass dieser für immer im Rollstuhl sitzt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, ...

Am Tag des Blutbades hatte Jules, der von einem Grim-Hunter zum Vampir umgewandelt wurde, Holden Iwanow so schwer verletzt, dass dieser für immer im Rollstuhl sitzt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass seine früheren Gefährten ihm nun mit Misstrauen begegnen - allen voran Holdens Zwillingsschwester Harper, in die Jules seit Jahren hoffnungslos verliebt ist. Harper hat sich geschworen, die Verletzung ihres Bruders zu rächen, warum fühlt sie sich ausgerechnet jetzt stärker zu Jules hin gezogen, als jemals zuvor?

"Midnight Chronicles - Nachtschwur" von Bianca Iosivoni ist der finale sechste Band einer wunderbaren Fantasy-Reihe, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst die voran gegangenen Bände gelesen zu haben, da die Hintergrundgeschichte um den Kampf der Hunter gegen diverse übernatürliche Wesen fortlaufend erzählt wird. Für mich fühlte sich das Eintauchen in diesen Roman ein wenig wie ein Treffen mit lieb gewonnenen Freunden an, die Protagonisten Harper und Jules kannte ich bereits als Nebenfiguren aus den vorigen Büchern.

Wobei ich von Harper bisher nur die recht abweisende Fassade gesehen hatte, Jules hingegen, der Cains Cousin ist, war mir bereits seit dem zweiten Teil der Midnight Chronicles ans Herz gewachsen. Obwohl er nach seiner Umwandlung zunächst den Befehlen des Vampirkönigs folgen musste, hat er inzwischen zu seiner wahren Persönlichkeit zurück gefunden und ist in meinen Augen noch genau so liebenswert, wie er einst in seiner menschlichen Existenz gewesen ist. Mein Bild von Harper, die ich früher als sehr arrogant empfunden habe, hat sich dagegen gewandelt, in dieser Geschichte zeigt sich der verletzliche Mensch hinter der rauen äußeren Schale.

Den eingängigen Schreibstil der Autorinnen mag ich immer noch sehr, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war gefühlt viel zu schnell am Ende angelangt. Besonders gefallen hat mir, dass alle Protagonisten der Reihe noch einmal in den Vordergrund gerückt sind, in diesem grandiosen Finale gab es zum Ende hin Abschnitte aus den Blickwinkeln aller acht Hauptfiguren. Deshalb habe ich nach Beendigung der Lektüre den E-Reader mit einem lachenden und einem weinenden Auge beiseite gelegt, es war wunderbar, sie alle vereint zu erleben, doch nun ist die Buchserie, die ich über zwei Jahre hinweg fasziniert verfolgt habe, beendet und ich musste mich von den lieb gewonnenen Huntern verabschieden. Insgesamt hat mich dieses Buch - wie seine Vorgänger - prächtig unterhalten, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Für mich stellt dieser Abschlussband das großartige Finale einer wunderbaren Reihe dar, zum Abschluss hatten alle lieb gewonnenen Figuren noch einmal ihren Auftritt, so dass ich den Roman rundum zufrieden beendet habe.

Veröffentlicht am 12.09.2022

Unterhaltsame Jugendfantasy

Emily Seymour, Band 1 - Totenbeschwörung für Anfänger
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In einer Familie von Nekromanten wird Emily wegen ihrer fehlenden Begabung als Außenseiter angesehen, ihre Tollpatschigkeit erschwert ihr das Leben noch zusätzlich. Ausgerechnet als Ashton, der Sohn einer ...

In einer Familie von Nekromanten wird Emily wegen ihrer fehlenden Begabung als Außenseiter angesehen, ihre Tollpatschigkeit erschwert ihr das Leben noch zusätzlich. Ausgerechnet als Ashton, der Sohn einer früher verfeindeten Nekromantenfamilie, an einem Ritual der Seymours teilnimmt, unterläuft Emily bei der Vorbereitung ein folgenschwerer Fehler. Ihre Verwandten wollen Ashtons Tod vertuschen, doch Emily wagt sich an einen verbotenen Zauber und holt ihn zurück ins Leben - kurz drauf muss sie feststellen, dass auch sie selbst in großer Gefahr ist.

"Emily Seymour: Totenbeschwörung für Anfänger" von Jennifer Alice Jager ist eine fantastische Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat. Emily war mir mit ihrer leicht verpeilten Art schnell sympathisch, es hat Spaß gemacht, die Handlung aus ihrer Perspektive zu erleben. Bei Ashton hat es etwas länger gedauert, ehe ich mit ihm warm geworden sind, mit seinen achtzehn Jahren schien er der Pubertät ebenfalls noch nicht so ganz entwachsen zu sein, so dass ich ihn stellenweise recht sprunghaft in seinen Emotionen empfunden habe.

Den Schreibstil habe ich gemocht, meiner Meinung nach passt die locker-leichte Erzählweise gut zum Alter der angestrebten Zielgruppe. Denn man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt, die Protagonisten sind Teenager und bei aller Verantwortung, die sie durch ihr nekromantisches Erbe tragen, verhalten sie sich oft ihrem Alter entsprechend wechselhaft. Die Spannung habe ich ebenfalls passend zu der jugendlichen Fantasy empfunden, ich habe mich bis zum Ende hin wunderbar unterhalten gefühlt und selbst der Cliffhanger am Schluss war für mich nicht nervig sondern hat die Lust auf die Fortsetzung geweckt. Für die unterhaltsamte Lektüre spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Mit der Lockeren Schreibweise, den teenagerhaften Protagonisten und der spannenden Handlung konnte mich dieser Jugendfantasy-Roman prächtig unterhalten, so dass ich das Buch gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 05.09.2022

Äußerst spannender Krimi, der weit in die deutsche Geschichte zurück reicht

Raue Havel
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Nach dem Fund von drei alten Skeletten erfährt KHK Toni Sanftleben, dass sich kurz zuvor bereits eine Journalistin für das betreffende Grundstück interessiert hat. Als er deswegen mit der jungen Frau sprechen ...

Nach dem Fund von drei alten Skeletten erfährt KHK Toni Sanftleben, dass sich kurz zuvor bereits eine Journalistin für das betreffende Grundstück interessiert hat. Als er deswegen mit der jungen Frau sprechen möchte, wird diese vermisst und Toni Suche führt ihn bald darauf zu ihrer Leiche. Noch ehe er heraus finden kann, auf welcher Spur die Journalistin recherchiert hatte, wird ihm der Fall entzogen - doch Toni ermittelt auf eigene Faust weiter, ohne zu ahnen, wie die Ereignisse mit seiner eigenen Familiengeschichte verknüpft sind.

"Raue Havel" von Tim Pieper ist der sechste Fall für den sympathischen Ermittler Toni Sanftleben. Die Krimi-Handlung ist in sich abgeschlossen, daher kann das Buch auch ohne Kenntnis der Vorgänger gut gelesen werden - ich persönlich finde es allerdings noch schöner, alle Bände in der chronologischen Reihenfolge zu entdecken, denn neben den eigentlichen Fällen spielt immer auch das Privatleben des Protagonisten eine Rolle in der Geschichte. Da ich inzwischen alle Vorgängerbände gelesen habe, fühlte sich dieses Leseerlebnis für mich wie ein Wiedersehen mit guten Freunden an, nicht nur Toni, sondern auch einige Figuren aus seinem Umfeld waren mir bereits länger ans Herz gewachsen.

Den spannenden Schreibstil kenne und mag ich ebenfalls schon aus den voran gegangenen Fällen, zwischendurch mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spuren dieser Ermittlung reichen dieses Mal weit in die Vergangenheit zurück, deshalb erzählt Tim Pieper die Handlung in zwei verschiedenen Zeitebenen, die mich beide gleichermaßen gefesselt haben, die Verknüpfung der geschichtlichen Fakten mit Tonis familiärer Vergangenheit fand ich sehr gelungen. Die Liebe des Autors zur Region war für mich ebenfalls deutlich spürbar, immer wieder werden reale Orte erwähnt, die beim Lesen die Lust auf einen Besuch der Havelregion wecken. Insgesamt hat mich dieses Buch - wie auch die anderen fünf Fälle um KHK Toni Sanftleben - auf ganzer Linie begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Tonis sechster Fall verknüpft die spannende Krimihandlung mit einen Ausflug in die regionale Geschichte, bis zur letzten Seite mochte ich den Roman kaum aus der Hand legen, so dass ich das fesselnde Leseerlebnis gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 26.08.2022

Spannende Fortsetzung der fantastischen Trilogie

Vicious Magic: Wilde Biester (Band 2)
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Nachdem Lyssa erkannt hat, dass Blaze von Legacy bei der MCA eingeschleust wurde, misstraut sie ihm grundsätzlich, arbeitet allerdings weiterhin mit dem Drachenwandler zusammen - gesichert durch eine eiserne ...

Nachdem Lyssa erkannt hat, dass Blaze von Legacy bei der MCA eingeschleust wurde, misstraut sie ihm grundsätzlich, arbeitet allerdings weiterhin mit dem Drachenwandler zusammen - gesichert durch eine eiserne Fessel. Inzwischen gibt es immer mehr Angriffe der magischen Rebellen, während Lyssa für Recht und Ordnung kämpft, mehren sich ihre Zweifel an der aktuellen Führungsriege der Agency deutlich. Dazu kommt noch, dass ihr früherer Vorgesetzter spurlos verschwunden ist und Lyssa die kryptische Nachricht hinterließ, sie solle niemandem mehr trauen.....

"Vicious Magic: Wilde Biester" von Linda Winter ist der zweite Teil einer spannenden Urban-Fantasy-Trilogie. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst den Vorgängerband gelesen zu haben, da die Handlung fortlaufend erzählt wird. Wer schon Freude daran hatte, Lyssa und Blaze im ersten Band zu begleiten, wird hier erneut auf seine Kosten kommen, mich hat die Geschichte sofort wieder in ihren Bann gezogen und bis zur letzten Zeile nicht mehr los gelassen. Die Protagonisten waren mir bereits im Auftaktband ans Herz gewachsen und ich es hat mir gut gefallen, zu ihnen und ihren Freunden zurück zu kehren.

Den Schreibstil der Autorin kenne und mag ich nicht nur aus dem ersten Teil, sondern auch aus einigen anderen Buchreihen und jedes Mal versinke ich tief in dem jeweiligen Leseerlebnis. Dieser Mittelband hat da keine Ausnahme gebildet, meiner Meinung nach zieht sich die Spannung auf einem hohen Niveau durch die gesamte Lektüre - die erwartungsgemäß wieder mit einem Cliffhanger endet und mich gespannt auf den Erscheinungstermin des Finales zurück gelassen hat. Erneut ist es Linda Winter gelungen, mich wunderbar zu unterhalten, so dass ich für dieses Buch, genau wie für seinen Vorgänger, gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Wie schon der erste Teil, hat mich auch dieser Fortsetzungsband gefesselt, begeistert und bis zur letzten Seite hin prächtig unterhalten, das spannende und fantasievolle Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 25.08.2022

Ein wunderbares, humorvoll erzähltes Fantasy-Abenteuer

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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Um bei der Diebesgilde die Schulden für seine Ausbildung abzutragen, muss Kinsch Na Shannack mit einer Gruppe von Dieben auf Reisende lauern, obwohl ihm sein Gefühl an diesem Tag deutlich zur Flucht rät. ...

Um bei der Diebesgilde die Schulden für seine Ausbildung abzutragen, muss Kinsch Na Shannack mit einer Gruppe von Dieben auf Reisende lauern, obwohl ihm sein Gefühl an diesem Tag deutlich zur Flucht rät. Nur der Gnade der Ritterin Galva hat er es zu verdanken, dass er mit dem Leben davon kommt, doch schon kurze Zeit später sendet ihn die Diebesgilde auf eine Mission, die Kinsch zwingt an Galvas Seite zu reisen, ohne auch nur zu wissen, was er am Zielort im Auftrag der Gilde tun soll.

"Der schwarzzüngige Dieb (The Blacktongue Thief, Bd. 1)" von Christopher Buehlman ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe, der mich von der ersten Seite an gefesselt und begeistert hat. Kinsch Na Shannack, aus dessen Sicht der Handlungsverlauf geschildert wird, habe ich schnell gemocht, seine selbstironische Erzählweise hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Dabei spricht er stellenweise den Leser direkt an, so dass bei mir der Eindruck entstand, dass er seine Geschichte Jahre später einem interessierten Publikum vorträgt - wobei er sich auch nicht zu schade ist, eigene charakterliche Schwächen zu offenbaren.

Die Welt, in der Kinsch lebt, ist mittelalterlich angehaucht und von voran gegangenen Kriegen gegen blutrünstige Kobolde gezeichnet. Entsprechend rüde ist der Umgangston und auch den Humor möchte ich eher als derbe und zotig bezeichnen, das sollte man als Leser dieses Buches mögen. Wer damit kein Problem hat, den erwartet in dem fantasievoll erzählten Roman ein äußerst unterhaltsames Lesevergnügen, der Ideenreichtum des Autors hat mich bis zur letzten Zeile bezaubert.

Trotz des düster anmutenden Umfelds habe ich die Schilderungen von Kinschs Abenteuern als sehr farbenfroh und witzig empfunden, ich hatte viel Freude mit der Lektüre und konnte mir stellenweise das Lachen nicht verkneifen. Für mich war auch der Abschluss mehr als zufrieden stellend, wenn die Zahl im Titel nicht auf Fortsetzungen hin deuten würde, könnte das Buch meiner Meinung nach genau so gut als Einzelband durch gehen. Sowohl der komplex aufgebaute Hintergrund als auch die Vielzahl der verschiedenen magischen Figuren haben dazu beigetragen, mich blendend zu unterhalten, so dass ich für diesen Roman gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Sowohl die teilweise eigenwilligen und fantasievoll erdachten Figuren, als auch der umfangreich dargestellte, fantastische Hintergrund haben dieses Buch für mich zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen gemacht, so dass ich die Lektüre gern weiter empfehle.